Der Dax ist zum ersten Mal seit anderthalb Jahren wieder unter die Marke von 9.000 Punkten gefallen. Die anhaltenden Sorgen vor einem globalen Wirtschaftsabschwung ließen den deutschen Leitindex am Montag um mehr als drei Prozent abrutschen.

Seit Monaten steht der Aktienmarkt unter Druck. Das alte Jahr hatte der Dax noch bei gut 10.700 Punkten beendet. Seitdem ging es fast durchgängig abwärts. Hauptgründe sind der Ölpreisverfall und schlechte Konjunkturdaten insbesondere aus China. Zudem hatte sich jüngst der Euro wieder etwas gefestigt, was den Export erschwert.

Der Dax fiel auf 8.979,36 Punkte. Wie weit es noch abwärts geht, darüber sind sich die Experten uneinig. Jochen Stanzl von CMC Markets hält einen weiteren Dax-Rückgang bis 8.300 Punkte in den kommenden Wochen für möglich. Nach einer Umfrage des Forschungsinstituts Sentix ist die Stimmung der Anleger im Euroraum im Februar auf den tiefsten Stand seit Anfang 2015 gefallen. 

Im restlichen Europa sah es ähnlich aus. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, büßte rund drei Prozent ein.

Besonders heftig traf es die Technologiefirmen. Die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon büßten mehr als fünf Prozent ein. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor viereinhalb Prozent. Die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank knickten um fünf beziehungsweise sieben Prozent ein.