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Live-Dossier Autoindustrie

Der Abgasskandal

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VW hat mit Betrugssoftware niedrige Abgaswerte vorgetäuscht. Auch andere Hersteller stehen im Verdacht: eine Branche mit dem Rücken zur Wand. Die Ereignisse im Überblick

Der aktuelle Stand:

  • VW, aber auch Porsche, Audi und Daimler sollen jahrelang bei ihren Dieselfahrzeugen geschummelt haben: Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für Abgase nur auf dem Prüfstand, nicht aber auf der Straße eingehalten werden. Die vier Hersteller starten Rückrufaktionen, um Autos nachzurüsten.
  • Mitte September 2015 erfährt die Öffentlichkeit von diesen Manipulationen – zunächst nur im Fall des Volkswagen-Konzerns. Weltweit sind allein elf Millionen Fahrzeuge von VW betroffen. Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn tritt daraufhin zurück.
  • VW, Porsche, Audi, Daimler und BMW sollen sich Berichten zufolge jahrzehntelang über die Technik ihrer Fahrzeuge, über Kosten, Zulieferer, Strategien und auch die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge abgesprochen haben. Auch der Zulieferer Bosch soll am Kartell beteiligt gewesen sein.
  • Strafbehörden in Braunschweig und Stuttgart ermitteln gegen hochrangige Manager und Ingenieure der Konzerne, auch gegen Ex-VW-Chef Winterkorn. Es geht um Betrug und Verstoß gegen Aktienrecht.
  • In den USA schließt VW mehrere Vergleiche in Höhe von mehr als 17 Milliarden Euro. Der VW-Manager Oliver Schmidt wird in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Er soll die dortigen Umweltbehörden absichtlich belogen haben.
  • Für Aufregung sorgen Ende Januar 2018 Berichte, dass eine von VW, Daimler, BMW und Bosch finanzierte Organisation schon 2014 Tierversuche mit Autoabgasen in Auftrag gegeben hat. Was die Forscher nicht wussten: Das eingesetzte VW-Fahrzeug enthielt ebenfalls die Manipulationssoftware. VW entschuldigt sich für den Test, die anderen Unternehmen distanzieren sich von der Untersuchung.
  • Vorwürfe, lange Zeit Abgaswerte manipuliert zu haben, werden auch gegen den französischen Autohersteller Renault und den italienisch-amerikanischen Konzern Fiat Chrysler laut.

70 Beiträge

30.01.18

VW zieht Konsequenzen aus umstrittenen Abgasversuchen mit Affen: Der Konzern verspricht, in Zukunft Tierversuche komplett auszuschließen. Die Gesundheit der eingesetzten Langschwanzmakaken werde geprüft. mehr lesen

27.01.18

Eine von VW, Daimler, BMW und Bosch finanzierte Organisation hat schon 2014 Tierversuche mit Autoabgasen in Auftrag gegeben. Das wird erst jetzt im Zuge der US-Verfahren gegen VW im Abgasskandal bekannt. Die Forscher wussten aber nicht, dass der Motor des verwendeten VW Beetle ebenfalls die Manipulationssoftware enthielt. VW entschuldigt sich für den Test.  mehr lesen

13.01.18

In der Abgasaffäre akzeptiert Volkswagen weitere Entschädigungen: In Kanada muss der Konzern nun 192 Millionen Euro an betroffene Kunden zahlen. Es geht um Dieselfahrzeuge mit 3,0-Liter-Motoren: VW Touareg, Porsche Cayenne sowie verschiedene Varianten des Audi Q7. mehr lesen

06.12.17

VW-Manager muss in den USA sieben Jahre ins Gefängnis

Der VW-Manager Oliver Schmidt ist in den USA zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Er hatte sich im Abgasskandal schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, schon Jahre vor dem Auffliegen des Betrugs von den Manipulationen gewusst und US-Behörden getäuscht zu haben. mehr lesen

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30.11.17

Volkswagen muss Sonderprüfung im Dieselskandal zulassen

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist eindeutig: Volkswagen darf sich einer unabhängige Sonderprüfung im Abgasskandal nicht enziehen. Die Prüfung war von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz beantragt worden. Die Aktionärsvertreter erhoffen sich Aufklärung, ob Vorstand und Aufsichtsrat bei VW in Verbindung mit den Software-Manipulationen rechtliche Pflichten verletzt und wann sie von den Vorgängen erfahren haben.  mehr lesen

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02.08.17

Software-Updates statt teurer Nachrüstung

Eine neue Software und Kauf-Anreize: Der Dieselgipfel der Bundesregierung mit der Autoindustrie endet für die Konzerne ohne Verbote – und minimalen Verpflichtungen. Den Schadstoffaustausch von Dieselfahrzeugen bestimmter Modelle wollen sie mit Hilfe eines Software-Updates verringern. Mit eigenen Prämien wollen sie den Kauf neuer, sauberer Autos unterstützen. Kostenintensive Umbauten am Motor schließen sie dagegen aus. mehr lesen

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21.07.17

VW, Audi, Porsche und Daimler sollen Kartell gebildet haben

Die führenden deutschen Autohersteller sollen laut Medienberichten seit den 1990er Jahren ein Kartell gebildet haben. Demnach wurde unter anderem abgesprochen, nur einen kleinen AdBlue-Tank einzubauen – die AdBlue-Lösung reduziert Stickoxide in Dieselabgasen. mehr lesen

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18.07.17

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt auch Daimler, Abgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Eine große Rückrufaktion soll Vertrauen schaffen.  mehr lesen

10.07.17

Auch Porsche könnte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen manipuliert haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betruges gegen mehrere Mitarbeiter. mehr lesen

07.07.17

Ein ehemaliger Audi-Manager hat die Betrugssoftware bei der VW-Tochter angeordnet, das glaubt zumindest das US-Justizministerium. Er wurde in Deutschland festgenommen. mehr lesen

07.06.17

Millionen Autos hat Volkswagen in Europa mit einem Technik-Update ausgestattet – gebracht hat das einem Bericht zufolge kaum etwas. mehr lesen

01.06.17

Verkehrsminister Dobrindt bestätigt, was lange vermutet worden war: Auch in Deutschland hat die VW-Tochter Audi Abgaswerte mit Hilfe von verbotener Software manipuliert. mehr lesen

10.05.17

Ermittlungen gegen VW-Chef Müller

Hat VW seine Anleger früh genug über die Vorwürfe der Abgasmanipulation informiert? Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft den Verdacht der Kursmanipulationen und ermittelt gegen Konzernchef Müller. mehr lesen

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04.04.17

Auch europäische Kunden von VW sollen nach dem Abgasskandal entschädigt werden, fordert das EU-Parlament. Bisher haben nur Fahrer in den USA Geld bekommen. mehr lesen

10.03.17

Vor einem Bundesgericht in Detroit hat sich Volkswagen wegen Betrugs im Dieselskandal schuldig bekannt. Das Eingeständnis war Teil eines Deals mit den US-Behörden. mehr lesen

08.03.17

Angela Merkel bestreitet vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Abgasskandal ein Staatsversagen: Die Aufsichtsbehörden hätten nicht weggeschaut. Eine Erklärung dafür, dass VW jahrelang bei den Abgasmessungen tricksen konnte, hat die Kanzlerin aber auch nicht.  mehr lesen

03.02.17

Wann wusste der damalige VW-Chef Martin Winterkorn von den Abgasmanipulationen? Erst kurz vor Bekanntwerden des Betrugs, behauptet er selbst. Dem widersprach nun laut "Spiegel" der frühere Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft. mehr lesen

01.02.17

Der Autozulieferer Bosch entschädigt Kläger in den USA: Man habe sich auf eine Vergleichszahlung von rund 304 Millionen Euro geeinigt, teilte das Unternehmen mit. Im Gegensatz zu VW hat Bosch aber kein Fehlverhalten eingeräumt. mehr lesen

27.01.17

Staatsanwälte ermitteln gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen gegen Martin Winterkorn aus. Sie sieht "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Ex-VW-Chef früher als von ihm behauptet vom Abgasbetrug in seinem Unternehmen gewusst haben könnte. mehr lesen

19.01.17

Winterkorn bestreitet, frühzeitig vom Abgasbetrug gewusst zu haben

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Rücktritt als VW-Vorstandschef bleibt Martin Winterkorn dabei: Er habe auch erst im September 2015 vom Abgasbetrug mit Dieselmotoren erfahren, sagte er vor dem Bundestags-Untersuchungsausschusss zur Abgasaffäre. Warum kein Mitarbeiter ihm frühzeitig das Problem schilderte, könne er sich auch nicht erklären.  mehr lesen

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13.01.17

Der in Miami verhaftete Mitarbeiter muss wegen der Abgasaffäre mit einer lebenslangen Gefängnisstrafe rechnen. Eine Freilassung auf Kaution lehnte das Gericht ab. mehr lesen

11.01.17

VW und US-Justiz handeln Vergleich aus

Volkswagen hat sich des Betrugs, der Verschwörung und Behinderung der Justiz für schuldig erklärt. Der Konzern muss 4,3 Milliarden Dollar an Bußgeldern und Strafe zahlen. mehr lesen

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09.01.17

Die US-Bundespolizei FBI hat einem Bericht zufolge einen VW-Manager festgenommen, der über den Dieselskandal gut informiert war. Er soll maßgeblich beim Vertuschen geholfen haben. mehr lesen

03.01.17

Entschädigung für VW-Kunden gab es bisher nur in den USA. Verbraucherschützer wollen das ändern: Sie reichten eine erste Musterklage ein. Der Kläger verlangt die Rücknahme seines Dieselautos mit manipuliertem Motor. Der Klage könnten sich Tausende anschließen. mehr lesen

08.12.16

Nach Ansicht der EU haben die deutschen Kontrollbehörden im VW-Abgasskandal versagt und damit europäisches Recht verletzt. Der Bundesregierung droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. mehr lesen

18.11.16

VW streicht 30.000 Stellen

Betriebsrat und Vorstand einigen sich auf massive Stellenkürzungen. Betroffen sind vor allem deutsche Standorte: Bis 2025 sollen hier 23.000 Stellen abgebaut werden. Mit dem Schritt soll der Konzern nach der Abgasaffäre fit für die Zukunft gemacht werden. mehr lesen

06.11.16

Im Abgasskandal steht nach dem ehemaligen VW-Chef Winterkorn nun auch Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch im Fokus der Ermittler. Er wird verdächtigt, in die Marktmanipulation verwickelt zu sein – der Vorwurf dreht sich darum, ob VW die Aktienmärkte früher über die US-Ermittlungen hätte informieren müssen. Pötsch war damals Finanzvorstand des Konzerns. mehr lesen

03.11.16

VW will in Europa keine Gesetze gebrochen haben

Volkswagen ist der Ansicht, dass die Abgas-Software EU-Regelungen entspreche. Das umstrittene Programm in den Dieselmotoren stelle "keine unzulässige Abschalteeinrichtung nach europäischem Recht" dar, sagte ein Konzernsprecher. Ganz anders sei es in den USA – dort einigte sich der Konzern auf Schadenersatz.  mehr lesen

25.10.16

Die Kunden in den USA können zufrieden sein: Sie können ihre manipulierten Dieselfahrzeuge loswerden und werden entschädigt. Ein US-Gericht stimmte dem Vergleich zu. mehr lesen

19.10.16

Rückruf bei VW nur sehr schleppend

Eigentlich wollte Volkswagen die Korrektur der manipulierten Dieselmotoren bis Ende 2016 weitgehend abschließen. Doch das scheint nicht machbar zu sein: Einem Bericht zufolge wurde in Deutschland bisher nicht mal jedes zehnte betroffene Auto umgebaut. mehr lesen

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01.10.16

Der Autokonzern hat sich im Abgasskandal mit Hunderten amerikanischen Vertragshändlern auf einen Vergleich geeinigt. Sie sollen mehr als eine Milliarde Dollar erhalten. mehr lesen

09.09.16

Erste Strafanzeige gegen VW-Mitarbeiter

In den USA hat ein Volkswagen-Ingenieur zugegeben, Teil einer "Verschwörung" gewesen zu sein. Ziel sei die Täuschung von Kunden und Behörden gewesen. Zuvor war Strafanzeige gegen ihn erstattet worden.  mehr lesen

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06.09.16

US-Klageschrift belastet Bosch schwer

Im VW-Abgasskandal soll Zulieferer Bosch jahrelang gewusst haben, dass seine Software für geschönte Ergebnisse eingesetzt wurde. Das geht aus Teilen der Anklage hervor. mehr lesen

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05.08.16

EU-Kommission kennt die Abgastricks schon seit Jahren

Dass die realen Abgaswerte viel höher sind als im Labor, weiß die Regierung seit Langem. Der Trick, mit dem VW aufflog, war in der EU-Kommission schon 2014 Thema. mehr lesen

29.07.16

Der Bundesstaat Washington hat gegen Volkswagen eine Strafe von 176 Millionen Dollar wegen Verletzung der Umweltgesetze verhängt. In mehreren Bundesstaaten laufen derzeit weitere Klagen. Erst Ende Juni hatte sich VW in der Dieselaffäre mit 44 US-Bundesstaaten auf einen milliardenschweren Vergleich geeignet.  mehr lesen

26.07.16

Gericht genehmigt Milliarden-Vergleich in den USA

VW macht einen großen Schritt bei der Bewältigung der Abgas-Affäre: Ein Gericht hat dem milliardenschweren Vergleich zur Beilegung Hunderter Zivilklagen seine vorläufige Zustimmung gegeben. Die Kläger müssen dem Vergleich aber noch endgültig zustimmen. mehr lesen

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03.07.16

VW-Chef Matthias Müller lehnt eine Entschädigung der vom Dieselskandal betroffenen europäischen Kunden ab – anders als die der US-Kunden. In den USA sei die Sachlage anders, sagt Müller in einem Interview. Außerdem: Entschädigungen für europäische Kunden würden Volkswagen überfordern. mehr lesen

28.06.16

VW zu Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar in USA bereit

Im Abgasskandal hat Volkswagen sich in den USA mit den Behörden auf eine Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) geeinigt. Gut zehn Milliarden Dollar sind für den Rückkauf manipulierter Dieselautos vorgesehen, weitere fast fünf Milliarden Dollar soll VW in zwei Umweltfonds einzahlen. mehr lesen

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22.06.16

Die Mehrheit der Volkswagen-Aktionäre hat Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch entlastet – das Land Niedersachsen als Großaktionär verweigerte aber eine komplette Entlastung. Auf der Hauptversammlung gab es viel Kritik für Vorstand und Aufsichtsrat. mehr lesen

20.06.16

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Konzernchef Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen gegen Martin Winterkorn, den früheren Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, aufgenommen. Auch gegen eine weitere Person werde ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden hätten bewusst Informationen über die manipulierten Abgaswerte zurückgehalten, um den Wert der VW-Aktien nicht einbrechen zu lassen. mehr lesen

09.06.16

VW wollte die Abgasmanipulation offenbar vertuschen

Bevor die Abgasaffäre bei Volkswagen öffentlich wurde, ist Medienberichten zufolge offenbar versucht worden, möglicherweise belastende Dokumente zu beseitigen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig habe bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen einen VW-Mitarbeiter wegen Urkundenunterdrückung und versuchter Strafvereitelung eröffnet worden sei. mehr lesen

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22.04.16

VW schreibt für 2015 Milliardenverlust

Wegen des Abgasskandals legt der Volkswagen-Konzern mehr als 16 Milliarden Euro zurück. Dadurch verbucht das Unternehmen für das vergangene Jahr einen operativen Verlust von 4,1 Milliarden Euro.  mehr lesen

© Alexander Koerner/Getty Images
22.04.16

Nach Bekanntwerden der VW-Manipulationen an Dieselmotoren ließ das Verkehrsministerium die Abgase vieler Modelle nachmessen. Jetzt bessern die Hersteller Porsche, Audi, VW, Daimler und Opel insgesamt rund 630.000 Autos nach – freiwillig, wie sie betonen. mehr lesen

10.03.16

US-Chef von VW tritt zurück

Sechs Monate nach Beginn der Abgasaffäre räumt Michael Horn seinen Posten als Volkswagen-Chef in den USA. Die Ermittlungen gegen den Konzern wurden kürzlich ausgeweitet. mehr lesen

© Lucy Nicholson/Reuters
08.03.16

Die Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen im VW-Abgasskandal von sechs auf 17 Beschuldigte aus. Ein Vorstandsmitglied ist weiterhin nicht darunter. mehr lesen

07.03.16

Konzernvorstand verheimlichte Abgasmanipulation

Eine Stellungnahme des VW-Konzerns für das Landgericht Braunschweig zeigt: Der Vorstand wusste schon Wochen vor Bekanntwerden der Abgasmanipulation von dem Betrug. Die Führungsspitze setzte aber auf Geheimhaltung und hoffte, sich in Verhandlungen mit den US-Behörden auf eine Strafzahlung einigen zu können. mehr lesen

© Odd Andersen/AFP/Getty Images
13.02.16

Als Reaktion auf die VW-Abgasaffäre will der Bundesverkehrsminister Autos künftig "im Stile von Dopingtests" überprüfen. Nach dem Zufallsprinzip sollten Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet werden. mehr lesen

13.01.16

VW-Chef Müller reist vergeblich in die USA, um die Krise um manipulierte Dieselautos zu lösen. Ein Gespräch mit der Chefin der Umweltbehörde ist kurz und endet ergebnislos, und in einem missratenen Interview blitzt die Arroganz deutscher Ingenieure wieder auf. Ein Kommentar von Dietmar H. Lamparter. mehr lesen

04.01.16

US-Regierung verklagt VW wegen Abgasmanipulation

Das US-Justizministerium hat wegen des Abgasskandals eine Klage gegen Volkswagen eingereicht. Dem deutschen Autobauer werde ein Verstoß gegen das Luftreinheitsgesetz zur Last gelegt, teilte das Ministerium mit. Dem Konzern droht eine Milliardenstrafe. mehr lesen

01.12.15

Volkswagen spürt die Folgen des Abgasskandals: Im November hat die Kernmarke VW in den USA 25 Prozent weniger Autos verkauft als im gleichen Vorjahresmonat. mehr lesen

25.11.15

VW präsentiert für den deutschen Markt eine Lösung: ein Software-Update und ein Luftgleitgitter für etwa zehn Euro sollen bereits Abhilfe schaffen. mehr lesen

23.11.15

Audi gesteht Manipulation in den USA

Die VW-Tochter Audi gibt zu, in den USA gleich drei Programme in seinen Drei-Liter-Diesel-Modellen genutzt zu haben, die manipulativ sind. mehr lesen

28.10.15

VW schreibt Milliardenverlust

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bringt Volkswagen den ersten Quartalsverlust seit mehr als 20 Jahren ein. Im dritten Quartal 2015 verbucht der Konzern ein Nettoergebnis von minus 1,7 Milliarden Euro. Grund für die tiefroten Zahlen sind hohe Rückstellungen im Umfang von 6,7 Milliarden Euro, die der Konzern wegen drohender Strafen und Kosten im Zusammenhang mit der Abgasaffäre vorgenommen hat. mehr lesen

15.10.15

Das Kraftfahrtbundesamt ordnet den Rückruf von 2,4 Millionen Volkswagen-Fahrzeugen in die Werkstätten an. Es ist damit nicht mehr den Fahrzeughaltern überlassen, ob sie das Angebot von VW zur Nachbesserung annehmen oder nicht. mehr lesen

08.10.15

Razzia bei Volkswagen in Wolfsburg

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig durchsucht an mehreren Orten Räume von VW, darunter in Wolfsburg. Ziel der Aktion ist, Unterlagen und Datenträger in der Abgas-Affäre sicherzustellen. mehr lesen

© John MacDougall/AFP/Getty Images
07.10.15

VW beginnt Rückrufaktion im Januar 2016

Das Kraftfahrtbundesamt hat von VW den Plan zur Korrektur der manipulierten Dieselfahrzeuge erhalten. Laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt will VW im Januar 2016 mit den betroffenen 2,0-Liter-Motoren beginnen. Diese benötigten lediglich Änderungen an der Software. Die Motoren mit geringerem Hubraum benötigten "mit großer Sicherheit" technische Anpassungen, die nicht vor September 2016 zu erwarten seien. mehr lesen

07.10.15

Erste Klage gegen VW in Deutschland wegen der manipulierten Motoren: Eine Frau aus Bochum verlangt Schadenersatz vom Autohersteller. Die angeblich niedrigen Abgaswerte seien kaufentscheidend gewesen, teilt ihr Rechtsanwalt mit. Die Weiternutzung "eines nicht schadstoffarmen Kraftfahrzeugs" sei für die Klägerin "unzumutbar". mehr lesen

05.10.15

In der EU haben acht Millionen Dieselfahrzeuge von Volkswagen die Manipulationssoftware – damit fährt der Großteil der betroffenen Autos in Europa. VW sichert zu, alle manipulierten Fahrzeuge kämen in Werkstätten: "Natürlich werden wir die dadurch entstehenden Kosten übernehmen." mehr lesen

29.09.15

Die VW-Aktionäre haben wegen des Abgasskandals in einer Woche etwa 28 Milliarden Euro Wertverlust erlitten. Bald werden Gerichte entscheiden, wer dafür zahlen muss. Verbraucherschützer sehen gute Chancen für Kunden, Schadenersatz zu erhalten.  mehr lesen

28.09.15

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft den Vorwurf des Betruges gegen den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn. Unter anderem der Volkswagen-Konzern selbst habe Anzeige erstattet, allerdings gegen unbekannt, hieß es in der Mitteilung.  mehr lesen

© Stefanie Loos/Reuters
27.09.15

Der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller hat den weltweit rund 600.000 Beschäftigten des Konzern eine umfassende Aufklärung des Abgas-Skandals zugesichert.  mehr lesen

27.09.15

Das Kraftfahrtbundesamt fordert von Volkswagen bis zum 7. Oktober einen Zeitplan, ob und bis wann die Fahrzeuge die Abgasvorschriften einhalten werden. Zudem wurde bekannt, dass es im Konzern schon vor Jahren Hinweise auf den Einsatz illegaler Software zur Abgasmanipulation bei Dieselfahrzeugen gab – unter anderem vom Zulieferer Bosch. mehr lesen

25.09.15

Porsche-Chef übernimmt Vorstandsvorsitz bei Volkswagen

Der VW-Aufsichtsrat hat den Favoriten gewählt: Matthias Müller (62), seit 2010 Chef beim Sportwagenhersteller Porsche, wird Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg. Er folgt Martin Winterkorn, der zwei Tage vorher zurückgetreten ist. mehr lesen

© Kai Pfaffenbach/Reuters
25.09.15

Von den Abgas-Manipulationen von Volkswagen sind in Deutschland 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen. Nach aktueller Kenntnis seien das Fahrzeuge mit 1,6- und 2,0-Liter-Dieselmotoren, sagt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. mehr lesen

23.09.15

VW-Chef Martin Winterkorn tritt zurück

Martin Winterkorn zieht die Konsequenzen aus der Abgas-Affäre bei Volkswagen. Als Vorstandsvorsitzender übernimmt er die Verantwortung für die Manipulationen bei Dieselmotoren. Seit Januar 2007 war er Konzernchef. mehr lesen

© Sean Gallup/Getty Images
23.09.15

US-Justiz ermittelt gegen VW

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates New York nimmt Ermittlungen im VW-Abgasskandal auf. US-Politiker fordern Gefängnisstrafen für die Verantwortlichen. VW beauftragt für die anstehenden Verfahren die US-Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis, die BP nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vertrat. mehr lesen

22.09.15

VW-Chef Martin Winterkorn bittet per Video um Entschuldigung und verspricht rasche und transparente Aufklärung im Diesel-Skandal. "Die Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren unseres Konzerns widersprechen allem, für was Volkswagen steht", sagt Winterkorn. mehr lesen

22.09.15

Abgas-Manipulation betrifft elf Millionen Autos

Die Affäre um Manipulationen bei Abgasmessungen in den USA veranlasst VW zu einer Gewinnwarnung. Im dritten Quartal werden rund 6,5 Milliarden Euro ergebniswirksam zurückgestellt. Zugleich räumt der Konzern ein, dass das Problem nicht auf die USA begrenzt ist: Weltweit seien etwa elf Millionen Fahrzeuge betroffen. mehr lesen

20.09.15

Volkswagen gibt Abgas-Manipulation zu

Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen im großen Ausmaß in den USA zu. Der Vorwurf der US-Umweltschutzbehörde EPA treffe zu, man arbeite mit der Behörde zusammen. VW-Chef Martin Winterkorn kündigt eine externe Untersuchung an. mehr lesen

© Scott Olson/Getty Images
18.09.15

VW ruft in den USA fast 500.000 Autos zurück

Volkswagen muss die Software von 482.000 Autos in den USA überarbeiten und dafür die Fahrzeuge zurückrufen. Die US-Umweltbehörde wirft dem Autohersteller vor, mit einer Software bewusst Abgasgrenzwerte umgangen zu haben. mehr lesen

Frühere Ereignisse:

  • Im Sommer 2007 führt Volkswagen einen neuen Dieselmotor mit der Typbezeichnung EA 189 in Europa und später in den USA ein. Dort gilt der Dieselantrieb als schmutzig. Um ihn den Amerikanern schmackhaft zu machen, wird der neue Motor als "Clean Diesel" beworben.
  • VW verzichtet auf die aufwändige Stickoxid-Reinigung mittels Harnstoffeinspritzung und setzt einfachere NOx-Speicherkatalysatoren ein. Diese genügen offenbar nicht, um die amerikanischen Stickoxid-Grenzwerte, die niedriger sind als die europäischen, zu erfüllen. Nun beginnt man, mit der Motorsteuerungssoftware zu tricksen. Ungeklärt ist, wer diesen Betrug in Auftrag gab oder davon wusste.
  • Im Mai 2014 stellt das International Council on Clean Transportation (ICCT) fest, dass ein US-Jetta und ein US-Passat auf der Straße um ein Vielfaches höhere Stickoxidwerte aufweist als im Labor – anders als ein ebenfalls gemessener BMW X5. Belege für Manipulation hat die Non-Profit-Organisation allerdings nicht. Sie informiert die US-Umweltbehörde EPA und die kalifornische Luftreinheitsbehörde Carb.
  • Die Behörden fordern von VW eine Erklärung. Der Konzern beruft sich auf einen Softwarefehler und ruft in den USA im Dezember 2014 etwa eine halbe Million Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA 189 zurück, um nach eigenen Angaben mit einem Software-Update das Abgasproblem zu beheben.
  • Im Mai 2015 misst Carb noch einmal nach: Die Abgaswerte auf der Straße sind immer noch viel zu hoch. Carb testet VW-Fahrzeuge zudem in einem abgewandelten Fahrzyklus, in dem die Autos ebenfalls die Grenzwerte überschreiten.
  • Im Juli 2015 informieren die Behörden VW über die Ergebnisse des Nachtests und verlangen vom Unternehmen eine Erklärung. Andernfalls könne man den Modellen des Baujahrs 2016 keine Zulassung erteilen.
  • Angesichts dieser Drohung gesteht VW am 3. September 2015 gegenüber Carb und EPA ein, dass die Dieselfahrzeuge mit einer Abschalteinrichtung versehen sind, die die Abgaskontrolle des Fahrzeugs umgehen. Am 18. September fordert Carb in einem Brief an VW of America eine Korrektur der betroffenen Fahrzeuge.