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Live-Dossier Autoindustrie

Der Abgasskandal

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Es begann mit VW und betrifft inzwischen fast alle deutschen Autokonzerne: Jahrzehntelang sollen sie ihre Abgastechnik abgesprochen haben. Die Ereignisse im Überblick

Der aktuelle Stand:

  • So wie VW sollen auch Porsche, Audi und Daimler jahrelang bei ihren Dieselfahrzeugen geschummelt haben: Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für Abgase nur auf dem Prüfstand, nicht aber auf der Straße eingehalten werden.
  • Mitte September 2015 erfährt die Öffentlichkeit von diesen Manipulationen – zunächst nur im Fall des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg. Dessen Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn tritt daraufhin zurück.
  • Ein Grund für den offenbar flächendeckenden Dieselbetrug der deutschen Autoindustrie soll ein Kartell sein: Medienberichten zufolge sollen sich VW, Porsche, Audi, Daimler und BMW jahrzehntelang über die Technik ihrer Fahrzeuge, über Kosten, Zulieferer, Märkte, Strategien und eben die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge abgesprochen haben.
  • Auch der Zulieferer Bosch soll an den Absprachen beteiligt gewesen sein.
  • Weltweit sind allein elf Millionen Fahrzeuge von VW betroffen. So wie die Wolfsburger haben inzwischen auch Daimler, Porsche und Audi Rückrufaktionen gestartet: Die Dieselautos sollen nachgerüstet werden.
  • Zeitgleich ermitteln Strafbehörden in Braunschweig und Stuttgart gegen hochrangige Manager und Ingenieure der Konzerne, auch gegen Winterkorn. Es geht um Betrug und Verstoß gegen Aktienrecht.
  • In den USA schließt VW mehrere Vergleiche in Höhe von mehr als 17 Milliarden Euro. Im US-Bundesstaat Florida sitzt der VW-Manager Oliver S. in U-Haft. Er soll die dortigen Umweltbehörden absichtlich belogen haben.
  • Mittlerweile hat VW auf den öffentlichen Druck reagiert und eine große Offensive in der E-Mobilität angekündigt: Bis 2030 soll jedes Modell auch als E-Version erhältlich sein, in den nächsten drei Jahren will der Konzern dafür 20 Milliarden Euro investieren.
  • Im Ausland müssen sich der französische Autohersteller Renault sowie der italienisch-amerikanische Konzern Fiat Chrysler ähnlicher Vorwürfe erwehren.
12.09.17

VW und Daimler planen zahlreiche Elektroautos

"Wir haben verstanden, und wir werden liefern": Mit diesen Worten kündigt VW-Chef Matthias Müller kurz vor der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt die Pläne des Konzerns zur E-Mobilität an. Demnach plant Volkswagen, bis 2030 insgesamt 20 Milliarden Euro in den Bereich zu investieren. Bis dahin soll jedes der etwa 300 VW-Modelle, die auf dem Weltmarkt verfügbar sind, auch als elektrifizierte Variante angeboten werden.  mehr lesen

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02.08.17

Software-Updates statt teurer Nachrüstung

Eine neue Software und Kauf-Anreize: Der Dieselgipfel der Bundesregierung mit der Autoindustrie endet für die Konzerne ohne Verbote – und minimalen Verpflichtungen. Den Schadstoffaustausch von Dieselfahrzeugen bestimmter Modelle wollen sie mit Hilfe eines Software-Updates verringern. Mit eigenen Prämien wollen sie den Kauf neuer, sauberer Autos unterstützen. Kostenintensive Umbauten am Motor schließen sie dagegen aus. mehr lesen

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27.07.17

Dobrindt verhängt Zulassungsverbot für Porsche-Modell

In Porsche Cayenne mit Dieselmotor ist eine verbotene Abschalteinrichtung für die Abgasreinigung festgestellt worden. Verkehrsminister Dobrindt ordnete einen Rückruf an. mehr lesen

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21.07.17

VW, Audi, Porsche und Daimler sollen Kartell gebildet haben

Die führenden deutschen Autohersteller sollen laut Medienberichten seit den 1990er Jahren ein Kartell gebildet haben. Demnach wurde unter anderem abgesprochen, nur einen kleinen AdBlue-Tank einzubauen – die AdBlue-Lösung reduziert Stickoxide in Dieselabgasen. mehr lesen

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18.07.17

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Daimler, Abgaswerte manipuliert zu haben. Eine große Rückrufaktion soll Vertrauen schaffen. mehr lesen

14.07.17

Auch Daimler unter Betrugsverdacht

Mehr als eine Million Dieselfahrzeuge von Daimler sollen laut einem Medienbericht mit einer Software programmiert sein, die Abgaswerte manipuliert. Die Software reduziere den Abgasausstoß nur auf dem Prüfstand, nicht im Straßenverkehr. Daimler weist den Vorwurf, illegale Abschalteinrichtungen verbaut zu haben, zurück. mehr lesen

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10.07.17

Auch Porsche könnte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen manipuliert haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betruges gegen mehrere Mitarbeiter. mehr lesen

09.07.17

Kronzeuge belastet Winterkorn

Die VW-Spitze will erst kurz vor Bekanntwerden des Dieselskandals 2015 Bescheid gewusst haben. Das treffe nicht auf Ex-Konzernchef Winterkorn zu, behauptet ein wichtiger Zeuge. mehr lesen

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07.07.17

Ein ehemaliger Audi-Manager hat die Betrugssoftware bei der VW-Tochter angeordnet, das glaubt zumindest das US-Justizministerium. Er wurde in Deutschland festgenommen. mehr lesen

22.06.17

In der Volkswagen-Abgasaffäre sind fünf verdächtige VW-Mitarbeiter einem Bericht zufolge zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden. Ihnen wird Verschwörung zum Betrug vorgeworfen. mehr lesen

07.06.17

Millionen Autos hat Volkswagen in Europa mit einem Technik-Update ausgestattet – gebracht hat das einem Bericht zufolge kaum etwas. mehr lesen

01.06.17

Verkehrsminister Dobrindt bestätigt, was lange vermutet worden war: Auch bei der VW-Tochter Audi sind Abgaswerte mit Hilfe von verbotener Software manipuliert worden. mehr lesen

10.05.17

Ermittlungen gegen VW-Chef Müller

Hat VW seine Anleger früh genug über die Vorwürfe der Abgasmanipulation informiert? Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft den Verdacht der Kursmanipulationen und ermittelt gegen Konzernchef Müller. mehr lesen

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04.04.17

Auch europäische Kunden von VW sollen nach dem Abgasskandal entschädigt werden, fordert das EU-Parlament. Bisher haben nur Fahrer in den USA Geld bekommen. mehr lesen

10.03.17

Vor einem Bundesgericht in Detroit hat sich Volkswagen wegen Betrugs im Dieselskandal schuldig bekannt. Das Eingeständnis war Teil eines Deals mit den US-Behörden. mehr lesen

08.03.17

Angela Merkel bestreitet vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Abgasskandal ein Staatsversagen: Die Aufsichtsbehörden hätten nicht weggeschaut. Eine Erklärung dafür, dass VW jahrelang bei den Abgasmessungen tricksen konnte, hat die Kanzlerin aber auch nicht.  mehr lesen

08.02.17

Der frühere VW-Aufsichtsratschef Piëch wirft Niedersachsens Ministerpräsident Weil offenbar vor, früh von Abgasmanipulationen in den USA gewusst zu haben. Der SPD-Politiker weist das zurück. Niedersachsen ist VW-Großaktionär. mehr lesen

04.02.17

Im Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge von Volkswagen klagt ein Unternehmen gegen den Autohersteller: Die Fischmanufaktur Deutsche See fühlt sich arglistig getäuscht und verlangt 11,9 Millionen Euro Schadenersatz. mehr lesen

03.02.17

Wann wusste der damalige VW-Chef Martin Winterkorn von den Abgasmanipulationen? Erst kurz vor Bekanntwerden des Betrugs, behauptet er selbst. Dem widersprach nun laut "Spiegel" der frühere Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft. mehr lesen

01.02.17

Der Autozulieferer Bosch entschädigt Kläger in den USA: Man habe sich auf eine Vergleichszahlung von rund 304 Millionen Euro geeinigt, teilte das Unternehmen mit. Im Gegensatz zu VW hat Bosch aber kein Fehlverhalten eingeräumt. mehr lesen

27.01.17

Staatsanwälte ermitteln gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen gegen Martin Winterkorn aus. Sie sieht "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Ex-VW-Chef früher als von ihm behauptet vom Abgasbetrug in seinem Unternehmen gewusst haben könnte. mehr lesen

19.01.17

Winterkorn bestreitet, frühzeitig vom Abgasbetrug gewusst zu haben

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Rücktritt als VW-Vorstandschef bleibt Martin Winterkorn dabei: Er habe auch erst im September 2015 vom Abgasbetrug mit Dieselmotoren erfahren, sagte er vor dem Bundestags-Untersuchungsausschusss zur Abgasaffäre. Warum kein Mitarbeiter ihm frühzeitig das Problem schilderte, könne er sich auch nicht erklären.  mehr lesen

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15.01.17

Der ehemalige VW-Chef Winterkorn könnte laut einem Bericht früher als bisher bekannt von den Abgasmanipulationen gewusst haben. Das legen offenbar Aussagen von VW-Ingenieuren gegenüber den US-Ermittlern nahe. mehr lesen

13.01.17

Der in Miami verhaftete Mitarbeiter muss wegen der Abgasaffäre mit einer lebenslangen Gefängnisstrafe rechnen. Eine Freilassung auf Kaution lehnte das Gericht ab. mehr lesen

11.01.17

VW und US-Justiz handeln Vergleich aus

Volkswagen hat sich des Betrugs, der Verschwörung und Behinderung der Justiz für schuldig erklärt. Der Konzern muss 4,3 Milliarden Dollar an Bußgeldern und Strafe zahlen. mehr lesen

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09.01.17

Die US-Bundespolizei FBI hat einem Bericht zufolge einen VW-Manager festgenommen, der über den Dieselskandal gut informiert war. Er soll maßgeblich beim Vertuschen geholfen haben. mehr lesen

03.01.17

Entschädigung für VW-Kunden gab es bisher nur in den USA. Verbraucherschützer wollen das ändern: Sie reichten eine erste Musterklage ein. Der Kläger verlangt die Rücknahme seines Dieselautos mit manipuliertem Motor. Der Klage könnten sich Tausende anschließen. mehr lesen

22.12.16

Volkswagen hat in der Affäre über manipulierte Abgastests in den USA einen weiteren Vergleich mit Privatklägern ausgehandelt. Dabei geht es um eine "erhebliche Entschädigung" für die Besitzer von 80.000 Dieselfahrzeugen aus dem VW-Konzern, wie der zuständige Bezirksrichter sagte. Dazu gehören Porsche Cayenne, VW Touareg und verschiedene Audi-Modelle. mehr lesen

08.12.16

Nach Ansicht der EU haben die deutschen Kontrollbehörden im VW-Abgasskandal versagt und damit europäisches Recht verletzt. Der Bundesregierung droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. mehr lesen

18.11.16

VW streicht 30.000 Stellen

Betriebsrat und Vorstand einigen sich auf massive Stellenkürzungen. Betroffen sind vor allem deutsche Standorte: Bis 2025 sollen hier 23.000 Stellen abgebaut werden. Mit dem Schritt soll der Konzern nach der Abgasaffäre fit für die Zukunft gemacht werden. mehr lesen

11.11.16

Eine Untersuchungskommission sollte nach dem VW-Skandal die Werte anderer Konzerne überprüfen. Dabei wurde laut Medien eng mit den Herstellern zusammengearbeitet. mehr lesen

06.11.16

Im Abgasskandal steht nach dem ehemaligen VW-Chef Winterkorn nun auch Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch im Fokus der Ermittler. Er wird verdächtigt, in die Marktmanipulation verwickelt zu sein – der Vorwurf dreht sich darum, ob VW die Aktienmärkte früher über die US-Ermittlungen hätte informieren müssen. Pötsch war damals Finanzvorstand des Konzerns. mehr lesen

06.11.16

US-Umweltbehörde soll weitere Betrugssoftware entdeckt haben

Die kalifornische Umweltbehörde Carb hat einem Bericht zufolge eine weitere illegale Software bei einem Audi mit V6-Motor entdeckt. Einem Bericht zufolge hat der Autohersteller das Programm verwendet, um CO2-Werte für Diesel und Benziner zu manipulieren.  mehr lesen

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03.11.16

VW will in Europa keine Gesetze gebrochen haben

Volkswagen ist der Ansicht, dass die Abgas-Software EU-Regelungen entspreche. Das umstrittene Programm in den Dieselmotoren stelle "keine unzulässige Abschalteeinrichtung nach europäischem Recht" dar, sagte ein Konzernsprecher. Ganz anders sei es in den USA – dort einigte sich der Konzern auf Schadenersatz.  mehr lesen

25.10.16

Die Kunden in den USA können zufrieden sein: Sie können ihre manipulierten Dieselfahrzeuge loswerden und werden entschädigt. Ein US-Gericht stimmte dem Vergleich zu. mehr lesen

19.10.16

Rückruf bei VW nur sehr schleppend

Eigentlich wollte Volkswagen die Korrektur der manipulierten Dieselmotoren bis Ende 2016 weitgehend abschließen. Doch das scheint nicht machbar zu sein: Einem Bericht zufolge wurde in Deutschland bisher nicht mal jedes zehnte betroffene Auto umgebaut. mehr lesen

© Fabian Bimmer/Reuters
01.10.16

Der Autokonzern hat sich im Abgasskandal mit Hunderten amerikanischen Vertragshändlern auf einen Vergleich geeinigt. Sie sollen mehr als eine Milliarde Dollar erhalten. mehr lesen

30.09.16

Kaliforniens früherer Umweltminister James Strock kritisiert VW im Dieselskandal: "In einem funktionierenden Unternehmen hätte jemand schon viel früher die Hand gehoben." mehr lesen

25.09.16

Winterkorn soll Abgasmanipulation gedeckt haben

Der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn hat einem Medienbericht zufolge im Juli 2015 zugestimmt, die Abgasmanipulation an VW-Dieselfahrzeugen gegenüber US-Behörden nur teilweise offenzulegen. mehr lesen

© Alexander Koerner/Getty Images
23.09.16

Rupert Stadler bleibt an der Spitze der VW-Tochter: In der Abgasaffäre kann dem Audi-Chef kein Fehlverhalten nachgewiesen werden – im Krisenmanagement jedoch schon. mehr lesen

16.09.16

Ministerium soll Hinweise auf Betrugssoftware gelöscht haben

In einem Konzept des Umweltbundesamtes fanden sich laut "Spiegel" schon frühzeitig Hinweise auf die Abgasmanipulation. Bis sie im Bundesumweltministerium als "Tretminen" bezeichnet und entfernt wurden. mehr lesen

09.09.16

Erste Strafanzeige gegen VW-Mitarbeiter

In den USA hat ein Volkswagen-Ingenieur zugegeben, Teil einer "Verschwörung" gewesen zu sein. Ziel sei die Täuschung von Kunden und Behörden gewesen. Zuvor war Strafanzeige gegen ihn erstattet worden.  mehr lesen

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06.09.16

US-Klageschrift belastet Bosch schwer

Im VW-Abgasskandal soll Zulieferer Bosch jahrelang gewusst haben, dass seine Software für geschönte Ergebnisse eingesetzt wurde. Das geht aus Teilen der Anklage hervor. mehr lesen

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01.09.16

Verbraucherschützer in Australien haben im Abgasskandal eine Klage gegen den Volkswagen-Konzern angekündigt. Es geht um knapp 60.000 manipulierte Fahrzeuge. mehr lesen

29.08.16

Die Abgasaffäre hat drastische Auswirkungen auf Gemeinden und Städte: Wegen ausbleibender Gewerbesteuerzahlungen von VW muss vielerorts gespart werden. mehr lesen

25.08.16

Volkswagen will nach eigenen Angaben seinen Händlern in den USA für die Folgen des Abgasskandals eine Entschädigung zahlen. Die Details stehen laut der amerikanischen VW-Tochter noch nicht fest, sollen aber bis Ende September herausgearbeitet sein. Die Einigung muss laut VW dann allerdings noch von einem zuständigen Gericht genehmigt werden. mehr lesen

16.08.16

Laut einem Zeitungsbericht haben US-Ermittler Belege für "kriminelles Fehlverhalten" von Volkswagen bei den Abgasmanipulationen. Auf das Unternehmen könnten weitere hohe Geldstrafen zukommen. mehr lesen

08.08.16

Diesel-Lkw sind längst sauber – warum dann nicht auch die Pkw? Für den Abgasexperten Peter Mock ist die Antwort simpel: Die Politik hat daran kein rechtes Interesse. mehr lesen

05.08.16

Dass die realen Abgaswerte viel höher sind als im Labor, weiß die Regierung seit Langem. Der Trick, mit dem VW aufflog, war in der EU-Kommission schon 2014 Thema. mehr lesen

02.08.16

Bayern verklagt Volkswagen

Das Bundesland fordert für seinen Pensionsfonds bis zu 700.000 Euro Schadensersatz. Hintergrund sind die Kursverluste der VW-Aktie nach Bekanntwerden der Dieselmanipulationen. Bayern wirft, wie andere Anleger, dem Unternehmen vor, die Öffentlichkeit zu spät über den Skandal informiert zu haben. mehr lesen

02.08.16

Volkswagen bekommt in Asien neue Probleme. Die südkoreanische Regierung wirft VW Dokumentenfälschung vor, entzieht zehntausenden Fahrzeugen die Zulassung und stoppt den Verkauf vieler Automodelle. mehr lesen

29.07.16

Der Bundesstaat Washington hat gegen Volkswagen eine Strafe von 176 Millionen Dollar wegen Verletzung der Umweltgesetze verhängt. In mehreren Bundesstaaten laufen derzeit weitere Klagen. Erst Ende Juni hatte sich VW in der Dieselaffäre mit 44 US-Bundesstaaten auf einen milliardenschweren Vergleich geeignet.  mehr lesen

26.07.16

Gericht genehmigt Milliarden-Vergleich in den USA

VW macht einen großen Schritt bei der Bewältigung der Abgas-Affäre: Ein Gericht hat dem milliardenschweren Vergleich zur Beilegung Hunderter Zivilklagen seine vorläufige Zustimmung gegeben. Die Kläger müssen dem Vergleich aber noch endgültig zustimmen. mehr lesen

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19.07.16

Drei Bundesstaaten verklagen Volkswagen in den USA. Sie werfen dem Konzern unter anderem vor, dass die Betrugssoftware auf höchster Ebene genehmigt worden sein. mehr lesen

14.07.16

In Brüssel sollen schon fünf Jahre vor Bekanntwerden der VW-Abgasmanipulationen solche Praktiken bekannt gewesen sein. Später wohl auch in Berlin. In den USA lehnen die Behörden den VW-Rückrufplan als unzureichend ab. mehr lesen

03.07.16

VW-Chef Matthias Müller lehnt eine Entschädigung der vom Dieselskandal betroffenen europäischen Kunden ab – anders als die der US-Kunden. In den USA sei die Sachlage anders, sagt Müller in einem Interview. Außerdem: Entschädigungen für europäische Kunden würden Volkswagen überfordern. mehr lesen

28.06.16

VW zu Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar in USA bereit

Im Abgasskandal hat Volkswagen sich in den USA mit den Behörden auf eine Zahlung von 14,7 Milliarden Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) geeinigt. Gut zehn Milliarden Dollar sind für den Rückkauf manipulierter Dieselautos vorgesehen, weitere fast fünf Milliarden Dollar soll VW in zwei Umweltfonds einzahlen. mehr lesen

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24.06.16

Im Abgasskandal hat sich Volkswagen offenbar mit der US-Regierung und Kunden auf eine Entschädigungssumme geeinigt. Zur Beilegung von Schadenersatzforderungen wolle der Konzern umgerechnet rund neun Milliarden Euro zahlen, berichten die Nachrichtenagenturen AP und AFP und berufen sich auf informierte Kreise. mehr lesen

22.06.16

Die Mehrheit der Volkswagen-Aktionäre hat Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch entlastet – das Land Niedersachsen als Großaktionär verweigerte aber eine komplette Entlastung. Auf der Hauptversammlung gab es viel Kritik für Vorstand und Aufsichtsrat. mehr lesen

21.06.16

Kurz vor der VW-Hauptversammlung stellt Konzernchef Müller den Diesel infrage. Elektromobilität werde billiger und noch immer belaste der Abgasskandal den Konzern massiv. mehr lesen

20.06.16

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Konzernchef Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen gegen Martin Winterkorn, den früheren Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, aufgenommen. Auch gegen eine weitere Person werde ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden hätten bewusst Informationen über die manipulierten Abgaswerte zurückgehalten, um den Wert der VW-Aktien nicht einbrechen zu lassen. mehr lesen

09.06.16

VW wollte die Abgasmanipulation offenbar vertuschen

Bevor die Abgasaffäre bei Volkswagen öffentlich wurde, ist Medienberichten zufolge offenbar versucht worden, möglicherweise belastende Dokumente zu beseitigen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig habe bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen einen VW-Mitarbeiter wegen Urkundenunterdrückung und versuchter Strafvereitelung eröffnet worden sei. mehr lesen

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15.05.16

Der norwegische Staatsfonds will wegen der Abgasmanipulationen gegen Volkswagen vor Gericht ziehen. Der Staatsfonds ist der viertgrößte Aktionär bei VW und hatte Einbußen erlitten, weil nach Bekanntwerden des Abgasskandals der VW-Aktienkurs fiel. mehr lesen

28.04.16

Nach dem größten Jahresverlust in der VW-Geschichte kündigt Finanzchef Frank Witter eine Reduzierung der Investitionen an, "nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zum Umsatz". Auf der Pressekonferenz zur Bilanz 2015 gibt VW-Chef Matthias Müller bekannt, Anfang Mai mit der Nachrüstung der vom Dieselskandal betroffenen VW Golf zu beginnen. mehr lesen

23.04.16

Linke vermuten Absprachen zwischen Dobrindt und Autoindustrie

Der geplante Untersuchungsausschuss im Bundestag soll klären, ob Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Untersuchungsergebnisse zu Abgaswerten später veröffentlichte, um den Autoherstellern Zeit zu geben. mehr lesen

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22.04.16

VW schreibt für 2015 Milliardenverlust

Wegen des Abgasskandals legt der Volkswagen-Konzern mehr als 16 Milliarden Euro zurück. Dadurch verbucht das Unternehmen für das vergangene Jahr einen operativen Verlust von 4,1 Milliarden Euro.  mehr lesen

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22.04.16

Nach Bekanntwerden der VW-Manipulationen an Dieselmotoren ließ das Verkehrsministerium die Abgase vieler Modelle nachmessen. Jetzt bessern die Hersteller Porsche, Audi, VW, Daimler und Opel insgesamt rund 630.000 Autos nach – freiwillig, wie sie betonen. mehr lesen

21.04.16

Volkswagen wird in den USA einen Großteil der manipulierten Dieselautos zurückkaufen und "substanziellen Schadensersatz" an die Besitzer zahlen. Über Details müssen sich alle Beteiligten aber noch verständigen. mehr lesen

21.04.16

VW bietet Medienberichten zufolge in den USA an, bis zu 500.000 Autos mit manipuliertem Dieselmotor zurückzunehmen. Alternativ werde Kunden womöglich auch eine Reparatur angeboten, sofern die US-Aufseher dafür grünes Licht geben sollten. In beiden Fällen würden die Besitzer der Autos eine zusätzliche Entschädigung erhalten. Damit wäre eine Einigung mit den US-Behörden erreicht. mehr lesen

13.04.16

In der VW-Führung wird über die Auszahlung von Boni an den Vorstand gestritten. Nach Angaben aus Konzernkreisen ist das oberste Management zwar bereit, die erfolgsabhängigen Bezüge um mindestens ein Drittel zu kürzen. Das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär strebt dagegen einen Komplettverzicht auf die Boni an. mehr lesen

Frühere Ereignisse:

  • Im Sommer 2007 führt Volkswagen einen neuen Dieselmotor mit der Typbezeichnung EA 189 in Europa und später in den USA ein. Dort gilt der Dieselantrieb als schmutzig. Um ihn den Amerikanern schmackhaft zu machen, wird der neue Motor als "Clean Diesel" beworben.
  • VW verzichtet auf die aufwändige Stickoxid-Reinigung mittels Harnstoffeinspritzung und setzt einfachere NOx-Speicherkatalysatoren ein. Diese genügen offenbar nicht, um die amerikanischen Stickoxid-Grenzwerte, die niedriger sind als die europäischen, zu erfüllen. Nun beginnt man, mit der Motorsteuerungssoftware zu tricksen. Ungeklärt ist, wer diesen Betrug in Auftrag gab oder davon wusste.
  • Im Mai 2014 stellt das International Council on Clean Transportation (ICCT) fest, dass ein US-Jetta und ein US-Passat auf der Straße um ein Vielfaches höhere Stickoxidwerte aufweist als im Labor – anders als ein ebenfalls gemessener BMW X5. Belege für Manipulation hat die Non-Profit-Organisation allerdings nicht. Sie informiert die US-Umweltbehörde EPA und die kalifornische Luftreinheitsbehörde Carb.
  • Die Behörden fordern von VW eine Erklärung. Der Konzern beruft sich auf einen Softwarefehler und ruft in den USA im Dezember 2014 etwa eine halbe Million Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA 189 zurück, um nach eigenen Angaben mit einem Software-Update das Abgasproblem zu beheben.
  • Im Mai 2015 misst Carb noch einmal nach: Die Abgaswerte auf der Straße sind immer noch viel zu hoch. Carb testet VW-Fahrzeuge zudem in einem abgewandelten Fahrzyklus, in dem die Autos ebenfalls die Grenzwerte überschreiten.
  • Im Juli 2015 informieren die Behörden VW über die Ergebnisse des Nachtests und verlangen vom Unternehmen eine Erklärung. Andernfalls könne man den Modellen des Baujahrs 2016 keine Zulassung erteilen.
  • Angesichts dieser Drohung gesteht VW am 3. September 2015 gegenüber Carb und EPA ein, dass die Dieselfahrzeuge mit einer Abschalteinrichtung versehen sind, die die Abgaskontrolle des Fahrzeugs umgehen. Am 18. September fordert Carb in einem Brief an VW of America eine Korrektur der betroffenen Fahrzeuge.