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Live-Dossier Volkswagen

Der Abgasskandal

Aktualisiert Zuletzt aktualisiert am

VW hat bei Millionen Dieselautos niedrigere Abgaswerte vorgegaukelt. Ex-Chef Winterkorn rückt zunehmend in den Blick der Ermittler. Die Ereignisse im Überblick

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Der aktuelle Stand:

  • Der Volkswagen-Konzern hat jahrelang Dieselfahrzeuge mit einer Software so verändert, dass sie nur auf dem Prüfstand die Abgasgrenzwerte einhalten, auf der Straße aber erheblich mehr Schadstoffe ausstoßen. Die Manipulation fliegt Mitte September 2015 in den USA auf, VW-Vorstandschef Martin Winterkorn tritt am 23. September 2015 zurück.
  • Weltweit sind etwa elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Die meisten davon fahren in Europa, darunter mehr als zwei Millionen in Deutschland. Seit Januar 2016 ruft VW in Deutschland nach und nach die betroffenen Autos in die Werkstätten zurück. Zugleich vertritt der Konzern allerdings die Ansicht, dass die Software in der EU nicht gegen Recht verstoßen habe – anders als in den USA.
  • Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt in der Affäre gegen einige VW-Mitarbeiter, auch gegen Winterkorn. Dabei geht es zum einen um die Frage, ob der Vorstand die Öffentlichkeit zu spät über den Betrug informiert hat. Das wäre ein Verstoß gegen Aktienrecht.
  • Zum anderen prüfen die Ermittler, ob Winterkorn frühzeitig vom Betrug wusste. Der Ex-Konzernchef bestreitet das: Er habe auch erst im September 2015 von der Manipulation erfahren. Dem widerspricht einem "Spiegel"-Bericht zufolge der frühere Aufsichtsratschef Piëch.
  • Auch der Zulieferer Bosch gerät unter Druck: Er hat die Software für VW entwickelt.
  • In den USA einigt sich VW mit Behörden auf mehrere Vergleiche mit einem Umfang von mehr als 17 Milliarden Euro zur Entschädigung von Kunden und als Strafzahlung.
  • Für die interne Aufklärung des Skandals hat Volkswagen die US-Kanzlei Jones Day beauftragt. Ein Abschlussbericht war für Ende 2016 erwartet worden, doch er liegt bisher nicht vor.
  • Anfang 2017 wird der VW-Manager Oliver S. in Florida verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, vor dem Auffliegen des Skandals in Gesprächen mit den US-Umweltbehörden absichtlich gelogen zu haben.
08.02.17

Der frühere VW-Aufsichtsratschef Piëch wirft Niedersachsens Ministerpräsident Weil offenbar vor, früh von Abgasmanipulationen in den USA gewusst zu haben. Der SPD-Politiker weist das zurück. Niedersachsen ist VW-Großaktionär. mehr lesen

04.02.17

Im Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge von Volkswagen klagt ein Unternehmen gegen den Autohersteller: Die Fischmanufaktur Deutsche See fühlt sich arglistig getäuscht und verlangt 11,9 Millionen Euro Schadenersatz. mehr lesen

03.02.17

Ferdinand Piëch belastet Martin Winterkorn

Wann wusste der damalige VW-Chef Martin Winterkorn von den Abgasmanipulationen? Erst kurz vor Bekanntwerden des Betrugs, behauptet er selbst. Dem widersprach nun laut "Spiegel" der frühere Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft. mehr lesen

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01.02.17

Der Autozulieferer Bosch entschädigt Kläger in den USA: Man habe sich auf eine Vergleichszahlung von rund 304 Millionen Euro geeinigt, teilte das Unternehmen mit. Im Gegensatz zu VW hat Bosch aber kein Fehlverhalten eingeräumt. mehr lesen

27.01.17

Staatsanwälte ermitteln gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen gegen Martin Winterkorn aus. Sie sieht "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Ex-VW-Chef früher als von ihm behauptet vom Abgasbetrug in seinem Unternehmen gewusst haben könnte. mehr lesen

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19.01.17

Winterkorn bestreitet, frühzeitig vom Abgasbetrug gewusst zu haben

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Rücktritt als VW-Vorstandschef bleibt Martin Winterkorn dabei: Er habe auch erst im September 2015 vom Abgasbetrug mit Dieselmotoren erfahren, sagte er vor dem Bundestags-Untersuchungsausschusss zur Abgasaffäre. Warum kein Mitarbeiter ihm frühzeitig das Problem schilderte, könne er sich auch nicht erklären.  mehr lesen

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15.01.17

Der ehemalige VW-Chef Winterkorn könnte laut einem Bericht früher als bisher bekannt von den Abgasmanipulationen gewusst haben. Das legen offenbar Aussagen von VW-Ingenieuren gegenüber den US-Ermittlern nahe. mehr lesen

13.01.17

Der in Miami verhaftete Mitarbeiter muss wegen der Abgasaffäre mit einer lebenslangen Gefängnisstrafe rechnen. Eine Freilassung auf Kaution lehnte das Gericht ab. mehr lesen

11.01.17

VW und US-Justiz handeln Vergleich aus

Volkswagen hat sich des Betrugs, der Verschwörung und Behinderung der Justiz für schuldig erklärt. Der Konzern muss 4,3 Milliarden Dollar an Bußgeldern und Strafe zahlen. mehr lesen

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09.01.17

Die US-Bundespolizei FBI hat einem Bericht zufolge einen VW-Manager festgenommen, der über den Dieselskandal gut informiert war. Er soll maßgeblich beim Vertuschen geholfen haben. mehr lesen

03.01.17

Entschädigung für VW-Kunden gab es bisher nur in den USA. Verbraucherschützer wollen das ändern: Sie reichten eine erste Musterklage ein. Der Kläger verlangt die Rücknahme seines Dieselautos mit manipuliertem Motor. Der Klage könnten sich Tausende anschließen. mehr lesen

08.12.16

Nach Ansicht der EU haben die deutschen Kontrollbehörden im VW-Abgasskandal versagt und damit europäisches Recht verletzt. Der Bundesregierung droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. mehr lesen

18.11.16

VW streicht 30.000 Stellen

Betriebsrat und Vorstand einigen sich auf massive Stellenkürzungen. Betroffen sind vor allem deutsche Standorte: Bis 2025 sollen hier 23.000 Stellen abgebaut werden. Mit dem Schritt soll der Konzern nach der Abgasaffäre fit für die Zukunft gemacht werden. mehr lesen

11.11.16

Eine Untersuchungskommission sollte nach dem VW-Skandal die Werte anderer Konzerne überprüfen. Dabei wurde laut Medien eng mit den Herstellern zusammengearbeitet. mehr lesen

06.11.16

Im Abgasskandal steht nach dem ehemaligen VW-Chef Winterkorn nun auch Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch im Fokus der Ermittler. Er wird verdächtigt, in die Marktmanipulation verwickelt zu sein – der Vorwurf dreht sich darum, ob VW die Aktienmärkte früher über die US-Ermittlungen hätte informieren müssen. Pötsch war damals Finanzvorstand des Konzerns. mehr lesen

06.11.16

US-Umweltbehörde soll weitere Betrugssoftware entdeckt haben

Die kalifornische Umweltbehörde Carb hat einem Bericht zufolge eine weitere illegale Software bei einem Audi mit V6-Motor entdeckt. Einem Bericht zufolge hat der Autohersteller das Programm verwendet, um CO2-Werte für Diesel und Benziner zu manipulieren.  mehr lesen

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03.11.16

VW will in Europa keine Gesetze gebrochen haben

Volkswagen ist der Ansicht, dass die Abgas-Software EU-Regelungen entspreche. Das umstrittene Programm in den Dieselmotoren stelle "keine unzulässige Abschalteeinrichtung nach europäischem Recht" dar, sagte ein Konzernsprecher. Ganz anders sei es in den USA – dort einigte sich der Konzern auf Schadenersatz.  mehr lesen

25.10.16

Die Kunden in den USA können zufrieden sein: Sie können ihre manipulierten Dieselfahrzeuge loswerden und werden entschädigt. Ein US-Gericht stimmte dem Vergleich zu. mehr lesen

19.10.16

Rückruf bei VW nur sehr schleppend

Eigentlich wollte Volkswagen die Korrektur der manipulierten Dieselmotoren bis Ende 2016 weitgehend abschließen. Doch das scheint nicht machbar zu sein: Einem Bericht zufolge wurde in Deutschland bisher nicht mal jedes zehnte betroffene Auto umgebaut. mehr lesen

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01.10.16

Der Autokonzern hat sich im Abgasskandal mit Hunderten amerikanischen Vertragshändlern auf einen Vergleich geeinigt. Sie sollen mehr als eine Milliarde Dollar erhalten. mehr lesen

25.09.16

Winterkorn soll Abgasmanipulation gedeckt haben

Der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn hat einem Medienbericht zufolge im Juli 2015 zugestimmt, die Abgasmanipulation an VW-Dieselfahrzeugen gegenüber US-Behörden nur teilweise offenzulegen. mehr lesen

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16.09.16

Ministerium soll Hinweise auf Betrugssoftware gelöscht haben

In einem Konzept des Umweltbundesamtes fanden sich laut "Spiegel" schon frühzeitig Hinweise auf die Abgasmanipulation. Bis sie im Bundesumweltministerium als "Tretminen" bezeichnet und entfernt wurden. mehr lesen

09.09.16

Erste Strafanzeige gegen VW-Mitarbeiter

In den USA hat ein Volkswagen-Ingenieur zugegeben, Teil einer "Verschwörung" gewesen zu sein. Ziel sei die Täuschung von Kunden und Behörden gewesen. Zuvor war Strafanzeige gegen ihn erstattet worden.  mehr lesen

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06.09.16

US-Klageschrift belastet Bosch schwer

Im VW-Abgasskandal soll Zulieferer Bosch jahrelang gewusst haben, dass seine Software für geschönte Ergebnisse eingesetzt wurde. Das geht aus Teilen der Anklage hervor. mehr lesen

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25.08.16

Volkswagen will nach eigenen Angaben seinen Händlern in den USA für die Folgen des Abgasskandals eine Entschädigung zahlen. Die Details stehen laut der amerikanischen VW-Tochter noch nicht fest, sollen aber bis Ende September herausgearbeitet sein. Die Einigung muss laut VW dann allerdings noch von einem zuständigen Gericht genehmigt werden. mehr lesen

05.08.16

Dass die realen Abgaswerte viel höher sind als im Labor, weiß die Regierung seit Langem. Der Trick, mit dem VW aufflog, war in der EU-Kommission schon 2014 Thema. mehr lesen

02.08.16

Bayern verklagt Volkswagen

Das Bundesland fordert für seinen Pensionsfonds bis zu 700.000 Euro Schadensersatz. Hintergrund sind die Kursverluste der VW-Aktie nach Bekanntwerden der Dieselmanipulationen. Bayern wirft, wie andere Anleger, dem Unternehmen vor, die Öffentlichkeit zu spät über den Skandal informiert zu haben. mehr lesen

26.07.16

Gericht genehmigt Milliarden-Vergleich in den USA

VW macht einen großen Schritt bei der Bewältigung der Abgas-Affäre: Ein Gericht hat dem milliardenschweren Vergleich zur Beilegung Hunderter Zivilklagen seine vorläufige Zustimmung gegeben. Die Kläger müssen dem Vergleich aber noch endgültig zustimmen. mehr lesen

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19.07.16

Drei Bundesstaaten verklagen Volkswagen in den USA. Sie werfen dem Konzern unter anderem vor, dass die Betrugssoftware auf höchster Ebene genehmigt worden sein. mehr lesen

14.07.16

In Brüssel sollen schon fünf Jahre vor Bekanntwerden der VW-Abgasmanipulationen solche Praktiken bekannt gewesen sein. Später wohl auch in Berlin. In den USA lehnen die Behörden den VW-Rückrufplan als unzureichend ab. mehr lesen

22.06.16

Die Mehrheit der Volkswagen-Aktionäre hat Martin Winterkorn und Hans Dieter Pötsch entlastet – das Land Niedersachsen als Großaktionär verweigerte aber eine komplette Entlastung. Auf der Hauptversammlung gab es viel Kritik für Vorstand und Aufsichtsrat. mehr lesen

20.06.16

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Konzernchef Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen gegen Martin Winterkorn, den früheren Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, aufgenommen. Auch gegen eine weitere Person werde ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die beiden hätten bewusst Informationen über die manipulierten Abgaswerte zurückgehalten, um den Wert der VW-Aktien nicht einbrechen zu lassen. mehr lesen

09.06.16

VW wollte die Abgasmanipulation offenbar vertuschen

Bevor die Abgasaffäre bei Volkswagen öffentlich wurde, ist Medienberichten zufolge offenbar versucht worden, möglicherweise belastende Dokumente zu beseitigen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig habe bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen einen VW-Mitarbeiter wegen Urkundenunterdrückung und versuchter Strafvereitelung eröffnet worden sei. mehr lesen

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15.05.16

Der norwegische Staatsfonds will wegen der Abgasmanipulationen gegen Volkswagen vor Gericht ziehen. Der Staatsfonds ist der viertgrößte Aktionär bei VW und hatte Einbußen erlitten, weil nach Bekanntwerden des Abgasskandals der VW-Aktienkurs fiel. mehr lesen

28.04.16

Nach dem größten Jahresverlust in der VW-Geschichte kündigt Finanzchef Frank Witter eine Reduzierung der Investitionen an, "nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zum Umsatz". Auf der Pressekonferenz zur Bilanz 2015 gibt VW-Chef Matthias Müller bekannt, Anfang Mai mit der Nachrüstung der vom Dieselskandal betroffenen VW Golf zu beginnen. mehr lesen

23.04.16

Linke vermuten Absprachen zwischen Dobrindt und Autoindustrie

Der geplante Untersuchungsausschuss im Bundestag soll klären, ob Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Untersuchungsergebnisse zu Abgaswerten später veröffentlichte, um den Autoherstellern Zeit zu geben. mehr lesen

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22.04.16

VW schreibt für 2015 Milliardenverlust

Wegen des Abgasskandals legt der Volkswagen-Konzern mehr als 16 Milliarden Euro zurück. Dadurch verbucht das Unternehmen für das vergangene Jahr einen operativen Verlust von 4,1 Milliarden Euro.  mehr lesen

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21.04.16

VW einigt sich mit US-Behörden

Volkswagen wird in den USA einen Großteil der manipulierten Dieselautos zurückkaufen und "substanziellen Schadensersatz" an die Besitzer zahlen. Über Details müssen sich alle Beteiligten aber noch verständigen. mehr lesen

10.03.16

Die Abgasaffäre hat Folgen für die Verwaltung von VW: In den Büros sollen Tausende Arbeitsplätze wegfallen. mehr lesen

10.03.16

US-Chef von VW tritt zurück

Sechs Monate nach Beginn der Abgasaffäre räumt Michael Horn seinen Posten als Volkswagen-Chef in den USA. Die Ermittlungen gegen den Konzern wurden kürzlich ausgeweitet. mehr lesen

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08.03.16

Die Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen im VW-Abgasskandal von sechs auf 17 Beschuldigte aus. Ein Vorstandsmitglied ist weiterhin nicht darunter. mehr lesen

07.03.16

Konzernvorstand verheimlichte Abgasmanipulation

Eine Stellungnahme des VW-Konzerns für das Landgericht Braunschweig zeigt: Der Vorstand wusste schon Wochen vor Bekanntwerden der Abgasmanipulation von dem Betrug. Die Führungsspitze setzte aber auf Geheimhaltung und hoffte, sich in Verhandlungen mit den US-Behörden auf eine Strafzahlung einigen zu können. mehr lesen

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13.02.16

Als Reaktion auf die VW-Abgasaffäre will der Bundesverkehrsminister Autos künftig "im Stile von Dopingtests" überprüfen. Nach dem Zufallsprinzip sollten Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet werden. mehr lesen

28.01.16

Was Betroffene über den VW-Rückruf wissen sollten

VW hat mit dem Rückruf von Autos mit manipuliertem Dieselmotor begonnen. In den kommenden Monaten sollen mehr als zwei Millionen Fahrzeuge in Deutschland ein Software-Update und zum Teil auch ein technisches Bauteil erhalten, um die Manipulation zu beheben. Ein FAQ zur Rückruf-Aktion. mehr lesen

22.01.16

Viele VW-Führungskräfte waren offenbar Mitwisser

Viele VW-Führungskräfte in der Motorenentwicklung sollen von den Manipulationen bei Dieselantrieben gewusst haben. Das behauptet Berichten zufolge zumindest ein Kronzeuge. mehr lesen

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04.01.16

US-Regierung verklagt VW wegen Abgasmanipulation

Das US-Justizministerium hat wegen des Abgasskandals eine Klage gegen Volkswagen eingereicht. Dem deutschen Autobauer werde ein Verstoß gegen das Luftreinheitsgesetz zur Last gelegt, teilte das Ministerium mit. Dem Konzern droht eine Milliardenstrafe. mehr lesen

01.12.15

VW-Absatz in den USA bricht ein

Volkswagen spürt die Folgen des Abgasskandals: Im November hat die Kernmarke VW in den USA 25 Prozent weniger Autos verkauft als im gleichen Vorjahresmonat. mehr lesen

25.11.15

Ein Software-Update und ein Bauteil sollen helfen

VW präsentiert für den deutschen Markt eine Lösung: ein Software-Update und ein Luftgleitgitter für etwa zehn Euro sollen bereits Abhilfe schaffen. mehr lesen

23.11.15

Audi gesteht Manipulation in den USA ein

Die VW-Tochter Audi gibt zu, in den USA gleich drei Programme in seinen Drei-Liter-Diesel-Modellen genutzt zu haben, die manipulativ sind. mehr lesen

09.11.15

VW hatte in Millionen Fahrzeugen den Dieselmotor mit Manipulationssoftware ausgestattet. Bei kleineren Motoren reicht eine reine Korrektur der Software allerdings nicht: 540.000 der rund 2,4 Millionen in Deutschland betroffenen Autos benötigen größere technische Änderungen, teilte das Bundesverkehrsministerium unter Berufung auf das Kraftfahrt-Bundesamt mit. mehr lesen

28.10.15

VW schreibt Milliardenverlust

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bringt Volkswagen den ersten Quartalsverlust seit mehr als 20 Jahren ein. Im dritten Quartal 2015 verbucht der Konzern ein Nettoergebnis von minus 1,7 Milliarden Euro. Grund für die tiefroten Zahlen sind hohe Rückstellungen im Umfang von 6,7 Milliarden Euro, die der Konzern wegen drohender Strafen und Kosten im Zusammenhang mit der Abgasaffäre vorgenommen hat. mehr lesen

05.10.15

Der Großteil der elf Millionen Dieselfahrzeuge, die laut Volkswagen weltweit mit einer Manipulationssoftware ausgestattet wurden, fährt in der EU: Acht Millionen der betroffenen Fahrzeuge wurden in Ländern der Europäischen Union ausgeliefert. VW sicherte zu, alle betroffenen Fahrzeuge kämen in Werkstätten. "Natürlich werden wir die dadurch entstehenden Kosten übernehmen", so VW. mehr lesen

28.09.15

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft den Vorwurf des Betruges gegen den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn. Unter anderem der Volkswagen-Konzern selbst habe Anzeige erstattet, allerdings gegen unbekannt, hieß es in der Mitteilung.  mehr lesen

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25.09.15

Porsche-Chef übernimmt Vorstandsvorsitz bei Volkswagen

Der VW-Aufsichtsrat hat den Favoriten gewählt: Matthias Müller (62), seit 2010 Chef beim Sportwagenhersteller Porsche, wird Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg. Er folgt Martin Winterkorn, der zwei Tage vorher zurückgetreten ist. mehr lesen

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25.09.15

Von den Abgas-Manipulationen von Volkswagen sind in Deutschland 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen. Nach aktueller Kenntnis seien das Fahrzeuge mit 1,6- und 2,0-Liter-Dieselmotoren, sagt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. mehr lesen

23.09.15

VW-Chef Martin Winterkorn tritt zurück

Martin Winterkorn zieht die Konsequenzen aus der Abgas-Affäre bei Volkswagen. Als Vorstandsvorsitzender übernimmt er die Verantwortung für die Manipulationen bei Dieselmotoren. Seit Januar 2007 war er Konzernchef. mehr lesen

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23.09.15

Autos sind rollende Computer. Die Software der Dieselmodelle war so geschrieben, dass sie die Systeme im Test umstellte – ohne dass dies dokumentiert wurde. So wurden die Abgaswerte im Tests niedrig gehalten.  mehr lesen

20.09.15

Volkswagen gibt Abgas-Manipulation zu

Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen im großen Ausmaß in den USA zu. Der Vorwurf der US-Umweltschutzbehörde EPA treffe zu, man arbeite mit der Behörde zusammen. VW-Chef Martin Winterkorn kündigt eine externe Untersuchung an. mehr lesen

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18.09.15

VW muss 500.000 Autos zurückrufen

Volkswagen muss die Software von 482.000 Autos in den USA überarbeiten und dafür die Fahrzeuge zurückrufen. Die US-Umweltbehörde Epa wirft dem Autohersteller vor, mit seiner Software bewusst Abgasgrenzwerte umgangen zu haben. mehr lesen

Frühere Ereignisse:

  • Im Sommer 2007 führt Volkswagen einen neuen Dieselmotor mit der Typbezeichnung EA 189 in Europa und später in den USA ein. Dort gilt der Dieselantrieb als schmutzig. Um ihn den Amerikanern schmackhaft zu machen, wird der neue Motor als "Clean Diesel" beworben.
  • VW verzichtet auf die aufwändige Stickoxid-Reinigung mittels Harnstoffeinspritzung und setzt einfachere NOx-Speicherkatalysatoren ein. Diese genügen offenbar nicht, um die amerikanischen Stickoxid-Grenzwerte, die niedriger sind als die europäischen, zu erfüllen. Nun beginnt man, mit der Motorsteuerungssoftware zu tricksen. Ungeklärt ist, wer diesen Betrug in Auftrag gab oder davon wusste.
  • Im Mai 2014 stellt das International Council on Clean Transportation (ICCT) fest, dass ein US-Jetta und ein US-Passat auf der Straße um ein Vielfaches höhere Stickoxidwerte aufweist als im Labor – anders als ein ebenfalls gemessener BMW X5. Belege für Manipulation hat die Non-Profit-Organisation allerdings nicht. Sie informiert die US-Umweltbehörde EPA und die kalifornische Luftreinheitsbehörde Carb.
  • Die Behörden fordern von VW eine Erklärung. Der Konzern beruft sich auf einen Softwarefehler und ruft in den USA im Dezember 2014 etwa eine halbe Million Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA 189 zurück, um nach eigenen Angaben mit einem Software-Update das Abgasproblem zu beheben.
  • Im Mai 2015 misst Carb noch einmal nach: Die Abgaswerte auf der Straße sind immer noch viel zu hoch. Carb testet VW-Fahrzeuge zudem in einem abgewandelten Fahrzyklus, in dem die Autos ebenfalls die Grenzwerte überschreiten.
  • Im Juli 2015 informieren die Behörden VW über die Ergebnisse des Nachtests und verlangen vom Unternehmen eine Erklärung. Andernfalls könne man den Modellen des Baujahrs 2016 keine Zulassung erteilen.
  • Angesichts dieser Drohung gesteht VW am 3. September 2015 gegenüber Carb und EPA ein, dass die Dieselfahrzeuge mit einer Abschalteinrichtung versehen sind, die die Abgaskontrolle des Fahrzeugs umgehen. Am 18. September fordert Carb in einem Brief an VW of America eine Korrektur der betroffenen Fahrzeuge.