Spekulation per Computer Zu schnell für die BörsenaufsichtSeite 3/3
Immer mehr Aufträge wandern von den öffentlichen Börsen ab. Im Mai etwa fiel das Handelsvolumen an der New York Börse auf ein neues Tief: Nur noch 30 Prozent der Aktien der dort gelisteten Unternehmen wurde auch auf dem Parkett der Börse gehandelt. "Wir haben inzwischen zwei Märkte", klagte jüngst der US-Senator Edward Kaufman in einem Brief an die Börsenaufsicht SEC. "Ein Markt für die mächtigen Insider mit ihren Hochgeschwindigkeitscomputern und privilegiertem Zugang zu Informationen, die Lücken in den Regeln zu ihrem Vorteil nutzen. Und einen Markt für den normalen Anleger, der sich an die Vorschriften halten muss und dessen Aufträge nur so nebenbei ausgeführt werden."
Selbst an der Wall Street räumen Insider ein, dass die Gefahr der Manipulation besteht. Mangelnde Fairness und Transparenz bedrohen langfristig das Funktionieren der Kapitalmärkte. Doch die Risiken sind noch drängender. Die neue Welt aus Cybercasinos und Untergrundbörsen hat sich weitgehend unbeachtet von den Aufsichtsbehörden entwickelt. Die Annahme lautet, die Hauptakteure – Banken und Hedgefonds – würden schon aus Selbstschutz aufpassen und kontrollieren. Genau das war einst das Argument gegen eine Regulierung der Derivate.
Wer will die Finanzmärkte hier wirklich beschneiden? Das ist doch der einzige Bereich, in dem die USA noch vorne liegt!
Ein Veteran der Wall Street
Der Handel läuft – weitgehend automatisiert – 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Billionen schwappen unablässig rund um den Globus und quer durch die Märkte, angelegt in Aktien, Optionen, Anleihen, Devisen, Rohstoffe. Die HFT-Händler beschränken sich längst nicht mehr auf Unternehmensanteile. Was, wenn ein außer Kontrolle geratenes Softwareprogramm einen Verkaufstsunami auslöst? Was, wenn eine Schnellfeuerorder eine Kettenreaktion auslöst, die auf andere Märkte übergreift? Die SEC hat kürzlich angekündigt, HFT und Dark Pools einer Prüfung zu unterziehen. Ein Wall-Street-Veteran ist skeptisch. "Bei der SEC sind doch alles Anwälte, die haben weder die Kenntnisse noch die technologischen Mittel, um tatsächlich effektive Kontrollen einzuführen." Und außerdem, sagt er mit einem Schulterzucken: "Wer will die Finanzmärkte hier wirklich beschneiden? Das ist doch der einzige Bereich, in dem die USA noch vorne liegt!"
- Datum 09.09.2009 - 10:24 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ja so ist es. Und die, die mit Geld umgehen können. Keine Ware, keine Dienstleistung, sondern nur noch Geld.
Ich finde man könnte das relativ leichr regulieren indem man eine Mindest-Haltezeit für Aktien einführt: Hat man eine Aktie gekauft kann man sie erst nach zB 24h wieder verkaufen.
Ich finde generell das Spielregeln für einen langsameren Aktienhandel zu größerer Stabilität und mehr Nachhaltigkeit beitragen würden. Wenn man eine Mindest-Haltezeit im Bereich von Jahren festlegt, kann man damit rechnen, dass langfristiger geplant wird ;) .
Nachteil ist natürlich, dass dem Markt dadurch "Liquidität" entzogen würde. Die ist aber ohnehin nur bei einem so schnellen Markt in dem Ausmaß notwendig.
Boersenumsatzsteuer einfuehren (trifft die Spieler) und die Boersen eine Art Vergnuegungssteuer zahlen lassen ("langsame" zahlen weniger, "schnelle" mehr). Das macht erst einmal den einheimischen Boersen zu schaffen, steckt aber an, da auch andere Staaten sich dem Reiz der zusaetzlichen Einnahmequellen nicht verschliessen koennen.
Wieder ein neues Konzept.
Je mehr sich daran beteiligen desto eher wird sich diese Methode in wohl gefallen auflösen.
Man könnte sich durch vorgetäuschtes Interesse viel leichter von grösseren Postionen trennen.Die letzten werden wie immer für die ersten bezahlen.
Was wird aus den Marketmakern bei den Nebenwerten ? Und am Ende aus uns ?
Vielleicht gibt es sogar zusätzliche Chancen für Kleinanleger man muss sie nur finden.
Mit der einer guten Strategie ist immer Geld zu verdienen.
Bei den Shortsellern wurde am Anfang auch viel diskutiert....aber als Daytrader sind sehr gute Trading Ergebnisse bei den Short Squeeze der Instis zu erzielen.
kommt man also als groß- oder 1000 facher kleintrader nur limitiert in den markt, wenn es den hft´s paßt und sie nicht in sekundenbruchteilen jede nachfrage vorwegnehmen, so daß die limite der anderen ungefüllt bleiben... versucht man´s unlimitiert, machen die erst mal ihren reibach, ehe sie die durchgehandelten teile zu testikulär hypoplastischen orchideenpreisen an die schneckenhaften, gemeinen internet-möchtegern-masters_of_the_universe weitergeben.
"Selbst Aufseher und Zentralbanker waren von den Billionensummen überrascht, die .... von einer Handvoll großer Institute um den Globus gejagt wurden."
Seit vielen Jahren werden die Volumina der gehandelten Derivate ausgewiesen. Wer vorgibt, von ihnen überrascht zu sein, hat entweder die Sache nicht verfolgt oder...
"fast völlig unreguliert"
Derivate wurden relativ stark reguliert. Die Börsennotierten Kontrakte waren sogar hochreguliert. OTC (over the counter) Derivate unterlagen wie Kredite (Kreditäquivalent) Regeln der Anrechnung auf Grundkapital, Der Menge, die spezifische Unternehmensformen abschließen konnten oder in welcher Form und gingen in einem Mark to Market in die GuV ein, wenn sie gewissen Kriterien nicht entsprachen. Man kann nicht sagen, dass sie "fast völlig unreguliert" waren. Man könnte argumentieren, dass sie schlecht reguliert waren.
"Von den Folgen der Implosion des Derivatemarkts"
Es gibt sehr gute Studien, die nahelegen, dass die Derivatemärkte eher eine stabilisierende Wirkung hatten. Die Probleme scheinen vielmehr in den Cash Märkten angesiedelt gewesen zu sein. Wenn man von einer "Implosion" sprechen will, müsste man zeigen, wie die Zahlen waren auch relativ zum Rückgang des Handels anderer Produkte.
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Ähnliche Unklarheit hat die Abhandlung oben von HFT. Es gibt in deren Umfeld einige suspekte Zusammenhänge, die hier nicht angerissen werden. Erschweren sie allerdings lediglich Intransparenz dienende Orderstückelung et al, so ist das nicht schlecht
Da stimme ich No 4 aber voll zu: Die Jungs und Mädels mit HTF sind ja sowas von leicht abzuzocken ... wann immer man (als Pensionsfond, oder allgemein als grosser Aktienbesitzer) eine grössere Menge Aktien hat, kann man erst mal ein paar zukaufen, bis de HTFs anspringen. Der Preis steigt und dann .... macht man GAR NIX (ausser verkaufen, solange der Pres hoch ist).
Wenn an das erstmal so 10-20 mal gemacht hat, sind die alle pleite.
Prima Idee, das !
aj
Ja mach das mal so 10 bis 20 mal, Du Schlaumeier. Mal sehen, wer dann pleite ist. Oder hast Du vielleicht gar nicht das Geld zum Einsatz?
Das waere aber schade, denn dann wuerdest Du nicht herausfinden, wie schnell man mit Deiner Methode noch reicher werden kann. Versuch es doch mal mit geliehenem Geld. Kann doch gar nicht schief gehen.
Entweder Du wirst zum Kroesus, oder aber Merkel, Steinbrueck und Konsorten muessen Dir eine Buergschaft geben, es waere ja fuer die nicht das erste Mal, dass sie fehlgelaufenen Risikogeschaeften das Geld hinterher schmeissen. Es ist ja nicht ihr Geld. Sie sind da ziemlich locker. Also versuch es mal. Viel Glueck.
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