Geldpolitik Fed-Chef Bernanke sucht Ausweg aus Inflationsfalle

Amerikas Notenbank hat ein Problem: Für eine Leitzinserhöhung ist es zu früh, doch die Inflationsgefahr steigt. Nun hat Bernanke seine Pläne konkretisiert. Von Conrad Mattern

Fed-Chef Ben Bernanke auf dem Weg zum G7-Treffen der Finanzminister in Kanada vor einer Woche

Fed-Chef Ben Bernanke auf dem Weg zum G7-Treffen der Finanzminister in Kanada vor einer Woche

Wie will Amerikas Notenbank Fed aus der Nullzinspolitik aussteigen? Mit welchen Mitteln will ihr Präsident, Ben Bernanke, die Gefahr der Inflation bannen? Seit gestern gibt es auf diese Frage neue Antworten. Bernanke veröffentlichte im Netz ein zehnseitiges Papier, das einige überraschende Punkte beinhaltet.
 
Die entscheidenden: Bernanke plant von der Federal Fund Rate als Leitzins abzurücken. Stattdessen will die Fed sich künftig stärker auf den Zinssatz für die Einlagen konzentrieren, die die Banken bei der Fed halten. Dort liegen derzeit rund eine Billion Dollar an Liquidität, von der eine große Inflationsgefahr ausgeht. Zugleich kündigte Bernanke an, dass der sogenannte Diskontsatz bald steigen könnte. Verkürzt gesagt bedeutet das: Die Fed will erst das Liquiditätsproblem aus der Welt schaffen, bevor sie sich wieder der "normalen" Geldpolitik widmet.

Der Strategiewechsel hat Gründe. Die Fed scheint der Ansicht zu sein, dass es zu früh ist, den Federal Fund Rate anzuheben, weil die einsetzende Erholung der Wirtschaft in den USA noch zu schwach ist. Zugleich muss sie aber zeigen, dass sie bereit ist, den inflationären Gefahren zu begegnen, die durch die überschüssige Liquidität in ihrer Bilanz entstanden ist.

Wer das Vorgehen der Fed verstehen will, muss sich den Verlauf der letzten Monate noch einmal ins Gedächtnis rufen: Vor dem Ausbruch der Krise waren die Banken darauf aus, so wenig Liquidität wie möglich bei der Fed zu halten. In normalen Zeiten ist das kein gutes Geschäft, weil die Einlagen nicht verzinst werden. Hatten die Banken überschüssiges Geld, legten sie es lieber bei anderen Geschäftsbanken an, die ihnen dafür Zinsen zahlten.

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Das änderte sich radikal im September 2008, als die Lehman-Bank zusammenbrach. Weil das Vertrauen unter den Banken schwand, ließen die Banken ihre Überschussliquidität lieber ohne Verzinsung bei der Fed. Schließlich liefen sie Gefahr, das Geld zu verlieren, wenn sie es bei einer Bank angelegt hatten, die daraufhin Bankrott geht.

Um den Banken zu helfen, entschied sich die Fed dazu, auch die Einlagen zu verzinsen, die die Banken bei der Notenbank geparkt hat. Damit wollte sie den Instituten helfen. Jetzt aber wird das zum Problem. Die Notenbank muss fürchten, dass die Geschäftsbanken diese Liquidität wieder abziehen und – etwa über neue Kredite – in den Wirtschaftskreislauf leiten.

Damit das nicht passiert, muss die Fed den Banken etwas bieten. Das geht vor allem, indem sie die Zinsen auf die Einlagen bei der Notenbank erhöht, was Bernanke nun offenbar plant. Hieraus ergibt sich aber ein weiteres Problem: Wenn die Einlagenzinsen steigen und plötzlich höher sind als die Diskontsätze, böte sich den Banken ein gutes Geschäft. Die Banken könnten sich bei der Zentralbank unbegrenzt Liquidität beschaffen und sofort zu einem höheren Zinssatz risikolos bei der Zentralbank anlegen. Deshalb ist es nötig, auch die Diskontsätze zu erhöhen.

Die Fed versucht offenbar mit allen Mitteln, das geldpolitische Heft wieder in die Hand zu bekommen. Ob das gelingt, ist fraglich. Die Geschichte lehrt, dass die Notenbanker schon in "normalen Zeiten" große Fehler gemacht haben. Warum sollte es in ungewöhnlichen Zeiten anders sein?

Conrad Mattern ist Vorstand der Conquest Investment Advisory AG und Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität, München. Sein besonderes Interesse gilt der Psychologie der Märkte. Auf ZEIT ONLINE beleuchtet er in unregelmäßigen Abständen die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Huh?

    Entschuldigung, ich beschäftige mich zwar nur am Rande mit dem ganzen Wirtschaftskram, aber so wie das geschrieben ist, kann es kein normaler Mensch verstehen.

    "Um den Banken zu helfen, ... Einlagen zu verzinsen"

    Kann das mal jemand konkretisieren? Was heisst 'helfen'?!?
    Damit die Banken mehr Geld haben, dass sie an die Real-Wirtschaft verleihen können?

    "Jetzt aber wird das zum Problem. Die Notenbank muss fürchten, dass die Geschäftsbanken diese Liquidität wieder abziehen und – etwa über neue Kredite – in den Wirtschaftskreislauf leiten."

    Wie kann man sich nur so undeutlich ausdrücken?
    Erstens: Ist es nicht gut, wenn die Banken weniger Zinsen von der FED bekommen, also ihr Geld dort auch nicht horten?
    Zweitens: Will man nicht GENAU das: "Liquidität wieder ... in den Wirtschaftskreislauf leiten."

    Wenn ich etwas falsch verstanden habe, dann bitte ich um Berichtigung. Das Ganze ist, jedenfalls meiner Ansicht nach, sehr konfus geschrieben.

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    Zitat: "...Dort liegen derzeit rund eine Billion Dollar an Liquidität, von der eine große Inflationsgefahr ausgeht. ..." Zitat Ende
    Um dem zu entgehen, also das Geld herauszugeben plant Bernanke (wie oben beschrieben) die Zinsen zu erhöhen, möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen. Mattern sagt dazu einfach wiedergegeben: Gut, wenn die Zinsen auf diese Einlagen erhöht werden, dann muss auch der Diskontsatz angehoben werden. Anscheinend legen Banken vorhandenes Geld was nicht investiert wird bei anderen Banken an um wenigstens Zinsen dafür zu bekommen. Weil aber Banken pleite gingen nahmen nicht-pleite-gegangene Banken dies zum Anlass um ihre Gelder bei der FED gegen Verzinsung zu parken.
    Zitat: "...In normalen Zeiten ist das kein gutes Geschäft, weil die Einlagen [Anm.: durch die FED]nicht verzinst werden. ..." Zitat Ende. Weiter Zitat: "...Die Banken könnten sich bei der Zentralbank unbegrenzt Liquidität beschaffen und sofort zu einem höheren Zinssatz risikolos bei der Zentralbank anlegen. ..." Zitat Ende.

    Also zu deiner ersten Frage. Bin zwar kein Experte aber studiere das ganze in gewisser Weise:)
    Wenn ein Mensch sein Geld verdient, gibt er es entweder fuer bestimmte Sachen aus, investiert es folglich, oder legt es bei der Bank seiner Wahl an um so die Zinsen abgreifen zu koennen und sein Geld fuer sich arbeiten zu lassen. Das gleiche passiert bei den Banken. Nur das es sich hierbei um Milliardenbetraege, in Form von Gewinnen handelt. Da sie nicht wissen wohin mit dem Geld legen sie es bei anderen banken an und lassen es verzinsen. Die Bank die das Geld erhaelt kann somit investieren und die Anlegerbank erhaelt die Zinsen. In der Krise ist das Vertrauen verloren gegangen und die Angst war da durch Bankrott alles zu verlieren. Also legte man es bei der sichersten Bank der Welt an, der Federal Reserve. Da das Zinsgeschaeft ein Gewinnsektor der Banken ist, haben sie durch unverzinste Anlagen Verluste eingefahren. So entschied die Fed das eingelagerte Geld zu verzinsen.
    Die pumpte 787 MILLIARDEN Dollar in die Wirtschaft. Das Geld waechst natuerlich nicht auf Baeumen und ist inflationaer. Ist das Geld bei der Bank eingelagert, macht es keine Probleme. Kommt es jedoch in den Wirtschaftskreislauf, loest es eine Inflation aus und die Wirtschaft kollabiert. Die scheinbare Liquiditaet ist auf Pump finanziert und koennte somit sehr verhaengnisvoll fuer die Preisentwicklung werden.

    Zitat: "...Dort liegen derzeit rund eine Billion Dollar an Liquidität, von der eine große Inflationsgefahr ausgeht. ..." Zitat Ende
    Um dem zu entgehen, also das Geld herauszugeben plant Bernanke (wie oben beschrieben) die Zinsen zu erhöhen, möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen. Mattern sagt dazu einfach wiedergegeben: Gut, wenn die Zinsen auf diese Einlagen erhöht werden, dann muss auch der Diskontsatz angehoben werden. Anscheinend legen Banken vorhandenes Geld was nicht investiert wird bei anderen Banken an um wenigstens Zinsen dafür zu bekommen. Weil aber Banken pleite gingen nahmen nicht-pleite-gegangene Banken dies zum Anlass um ihre Gelder bei der FED gegen Verzinsung zu parken.
    Zitat: "...In normalen Zeiten ist das kein gutes Geschäft, weil die Einlagen [Anm.: durch die FED]nicht verzinst werden. ..." Zitat Ende. Weiter Zitat: "...Die Banken könnten sich bei der Zentralbank unbegrenzt Liquidität beschaffen und sofort zu einem höheren Zinssatz risikolos bei der Zentralbank anlegen. ..." Zitat Ende.

    Also zu deiner ersten Frage. Bin zwar kein Experte aber studiere das ganze in gewisser Weise:)
    Wenn ein Mensch sein Geld verdient, gibt er es entweder fuer bestimmte Sachen aus, investiert es folglich, oder legt es bei der Bank seiner Wahl an um so die Zinsen abgreifen zu koennen und sein Geld fuer sich arbeiten zu lassen. Das gleiche passiert bei den Banken. Nur das es sich hierbei um Milliardenbetraege, in Form von Gewinnen handelt. Da sie nicht wissen wohin mit dem Geld legen sie es bei anderen banken an und lassen es verzinsen. Die Bank die das Geld erhaelt kann somit investieren und die Anlegerbank erhaelt die Zinsen. In der Krise ist das Vertrauen verloren gegangen und die Angst war da durch Bankrott alles zu verlieren. Also legte man es bei der sichersten Bank der Welt an, der Federal Reserve. Da das Zinsgeschaeft ein Gewinnsektor der Banken ist, haben sie durch unverzinste Anlagen Verluste eingefahren. So entschied die Fed das eingelagerte Geld zu verzinsen.
    Die pumpte 787 MILLIARDEN Dollar in die Wirtschaft. Das Geld waechst natuerlich nicht auf Baeumen und ist inflationaer. Ist das Geld bei der Bank eingelagert, macht es keine Probleme. Kommt es jedoch in den Wirtschaftskreislauf, loest es eine Inflation aus und die Wirtschaft kollabiert. Die scheinbare Liquiditaet ist auf Pump finanziert und koennte somit sehr verhaengnisvoll fuer die Preisentwicklung werden.

  2. Zitat: "...Dort liegen derzeit rund eine Billion Dollar an Liquidität, von der eine große Inflationsgefahr ausgeht. ..." Zitat Ende
    Um dem zu entgehen, also das Geld herauszugeben plant Bernanke (wie oben beschrieben) die Zinsen zu erhöhen, möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen. Mattern sagt dazu einfach wiedergegeben: Gut, wenn die Zinsen auf diese Einlagen erhöht werden, dann muss auch der Diskontsatz angehoben werden. Anscheinend legen Banken vorhandenes Geld was nicht investiert wird bei anderen Banken an um wenigstens Zinsen dafür zu bekommen. Weil aber Banken pleite gingen nahmen nicht-pleite-gegangene Banken dies zum Anlass um ihre Gelder bei der FED gegen Verzinsung zu parken.
    Zitat: "...In normalen Zeiten ist das kein gutes Geschäft, weil die Einlagen [Anm.: durch die FED]nicht verzinst werden. ..." Zitat Ende. Weiter Zitat: "...Die Banken könnten sich bei der Zentralbank unbegrenzt Liquidität beschaffen und sofort zu einem höheren Zinssatz risikolos bei der Zentralbank anlegen. ..." Zitat Ende.

    Antwort auf "Huh?"
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    Zitat: "...möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen." Zitat Ende. Ursprünglich sollte es lauten: "möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld abziehen."

    Das "Ich leih' mir Geld von der FED, damit ich genau dieses geliehene Geld HÖHERVERZINST wieder bei der FED parken kann"-Problem ist mir schon klar.
    Aber: Warum ist es ein Problem, dass die Banken ihr Geld wieder von der FED abziehen!? Es war doch sicherlich nicht gewollt dass die Einlagen bei der FED auf eine Billion anwachsen. Vor der Krise muss es doch auch wesentlich weniger gewesen sein? Jetzt besteht da plötzlich Inflationsgefahr, aha, dass heisst also es gibt zuviel Geld im System um sicherstellen zu können, dass es nicht zur Geldentwertung führt, wenn es wieder aus seiner "Parkposition" (bei der FED) in den normalen Umlauf gerät!!?? Deswegen muss man den Banken also noch mehr 'Anreize' (Verzinsung der einen Billion) bieten? Wird das Problem damit kleiner? Zinsen? Da wird nix kleiner, im Allgemeinen wird's dann großer!? ;-)

    Das klingt doch alles total absurd. Kommt mir so vor als wären die Banken ein kleines Kind das Mutters Porzellan kaputt macht, und Mutter muss immer wieder neues Porzellan hinstellen, weil das Kind sonst das ganze Haus einreißt. Was aber, wenn Mutter dann irgendwann kein Porzellan mehr hat? Dann muss das Haus trotzdem dran glauben.
    Ich freu' mich drauf...

    Zitat: "...möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen." Zitat Ende. Ursprünglich sollte es lauten: "möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld abziehen."

    Das "Ich leih' mir Geld von der FED, damit ich genau dieses geliehene Geld HÖHERVERZINST wieder bei der FED parken kann"-Problem ist mir schon klar.
    Aber: Warum ist es ein Problem, dass die Banken ihr Geld wieder von der FED abziehen!? Es war doch sicherlich nicht gewollt dass die Einlagen bei der FED auf eine Billion anwachsen. Vor der Krise muss es doch auch wesentlich weniger gewesen sein? Jetzt besteht da plötzlich Inflationsgefahr, aha, dass heisst also es gibt zuviel Geld im System um sicherstellen zu können, dass es nicht zur Geldentwertung führt, wenn es wieder aus seiner "Parkposition" (bei der FED) in den normalen Umlauf gerät!!?? Deswegen muss man den Banken also noch mehr 'Anreize' (Verzinsung der einen Billion) bieten? Wird das Problem damit kleiner? Zinsen? Da wird nix kleiner, im Allgemeinen wird's dann großer!? ;-)

    Das klingt doch alles total absurd. Kommt mir so vor als wären die Banken ein kleines Kind das Mutters Porzellan kaputt macht, und Mutter muss immer wieder neues Porzellan hinstellen, weil das Kind sonst das ganze Haus einreißt. Was aber, wenn Mutter dann irgendwann kein Porzellan mehr hat? Dann muss das Haus trotzdem dran glauben.
    Ich freu' mich drauf...

  3. Zitat: "...möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld nicht abziehen." Zitat Ende. Ursprünglich sollte es lauten: "möglicherweise um zu verhindern, dass Banken dieses Geld abziehen."

    Antwort auf ""helfen""
  4. Das "Ich leih' mir Geld von der FED, damit ich genau dieses geliehene Geld HÖHERVERZINST wieder bei der FED parken kann"-Problem ist mir schon klar.
    Aber: Warum ist es ein Problem, dass die Banken ihr Geld wieder von der FED abziehen!? Es war doch sicherlich nicht gewollt dass die Einlagen bei der FED auf eine Billion anwachsen. Vor der Krise muss es doch auch wesentlich weniger gewesen sein? Jetzt besteht da plötzlich Inflationsgefahr, aha, dass heisst also es gibt zuviel Geld im System um sicherstellen zu können, dass es nicht zur Geldentwertung führt, wenn es wieder aus seiner "Parkposition" (bei der FED) in den normalen Umlauf gerät!!?? Deswegen muss man den Banken also noch mehr 'Anreize' (Verzinsung der einen Billion) bieten? Wird das Problem damit kleiner? Zinsen? Da wird nix kleiner, im Allgemeinen wird's dann großer!? ;-)

    Das klingt doch alles total absurd. Kommt mir so vor als wären die Banken ein kleines Kind das Mutters Porzellan kaputt macht, und Mutter muss immer wieder neues Porzellan hinstellen, weil das Kind sonst das ganze Haus einreißt. Was aber, wenn Mutter dann irgendwann kein Porzellan mehr hat? Dann muss das Haus trotzdem dran glauben.
    Ich freu' mich drauf...

    Antwort auf ""helfen""
    • politz
    • 14.02.2010 um 10:59 Uhr

    Sofern man an den Leitzins als wesentliches Mittel zur Konjunktursteuerung glaubt, steht man in einem großen Dilemma. Die Inflationsgefahren können selbst dann zunehmen, wenn die Wirtschaftsleistung immer noch am Boden liegt. Das wird aber noch einige Zeit dauern, bis die Unterauslastung der Kapazitäten durch Kapazitätsabbau beseitigt ist. Dann ist der Deflationsdruck verschwunden, und wir haben trotz Stagnation oder geringem Wachstum starke inflationäre Tendenzen.

    Um die Arbeitslosigkeit wieder zurückzuführen, sprich auf Vollbeschäftigungsniveau zu kommen, wäre aber ein extrem starkes Wachstum über mehrere Jahre hinweg nötig. Das hätte tatsächlich sehr hohe Inflationsraten zur Folge, die die Fed zum Abbruch des Aufschwungs zwingen würden. In der Folge dauert es wohl im Idealfall noch mehr als ein Jahrzehnt, bis man die Arbeitslosigkeit signifikant reduziert hat.

    Die Arbeitslosigkeit ist schon jetzt dabei, sich zu verfestigen und die Vollbeschäftigung unmöglich zu machen. Noch aber sind die Kapazitäten nicht abgeschrieben, können also durch kluge Konjunkturpolitik wieder nutzbar gemacht werden. Doch in den nächsten ein bis zwei Jahren sollte man diese Anstrengungen schon unternehmen, sonst wird's schwierig.

  5. Also zu deiner ersten Frage. Bin zwar kein Experte aber studiere das ganze in gewisser Weise:)
    Wenn ein Mensch sein Geld verdient, gibt er es entweder fuer bestimmte Sachen aus, investiert es folglich, oder legt es bei der Bank seiner Wahl an um so die Zinsen abgreifen zu koennen und sein Geld fuer sich arbeiten zu lassen. Das gleiche passiert bei den Banken. Nur das es sich hierbei um Milliardenbetraege, in Form von Gewinnen handelt. Da sie nicht wissen wohin mit dem Geld legen sie es bei anderen banken an und lassen es verzinsen. Die Bank die das Geld erhaelt kann somit investieren und die Anlegerbank erhaelt die Zinsen. In der Krise ist das Vertrauen verloren gegangen und die Angst war da durch Bankrott alles zu verlieren. Also legte man es bei der sichersten Bank der Welt an, der Federal Reserve. Da das Zinsgeschaeft ein Gewinnsektor der Banken ist, haben sie durch unverzinste Anlagen Verluste eingefahren. So entschied die Fed das eingelagerte Geld zu verzinsen.
    Die pumpte 787 MILLIARDEN Dollar in die Wirtschaft. Das Geld waechst natuerlich nicht auf Baeumen und ist inflationaer. Ist das Geld bei der Bank eingelagert, macht es keine Probleme. Kommt es jedoch in den Wirtschaftskreislauf, loest es eine Inflation aus und die Wirtschaft kollabiert. Die scheinbare Liquiditaet ist auf Pump finanziert und koennte somit sehr verhaengnisvoll fuer die Preisentwicklung werden.

    Antwort auf "Huh?"

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