Griechenland-Krise Der Fonds kann Retter oder Insolvenzverwalter sein
Wie solidarisch soll Europa nach innen sein? Die Antwort der Politik auf diese Frage entscheidet, welche Rolle ein EU-Währungsfonds künftig spielen kann.
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Vergangene Größe: Touristen vor dem alten Tor zur Akropolis, der Propylaia
Insolvenzverwalter, Feuerwehrmann, Instrument gegen akute Krisen: Der Europäische Währungsfonds (EWF) existiert noch nicht und trägt doch schon viele Namen. "Eine Institution, die über die Erfahrungen des Internationalen Währungsfonds und analoge Durchgriffsbefugnisse verfügt", forderte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Wochenende. Was genau er damit meinte, ließ er jedoch offen. Auch sein Ministerium gab keine Auskunft zu weiteren Details.
Man könnte den EWF aber auch als Pfadfinder bezeichnen. Denn falls er Wirklichkeit wird, könnte er der Europäischen Währungsunion – und mit ihr der ganzen EU – den Weg aus einem tiefen Streit weisen. Der Konflikt kreist um eine grundsätzliche Frage: Soll Euroland überschuldete Mitglieder Pleite gehen lassen, oder sind die Staaten untereinander zur Solidarität verpflichtet? Anlass der Debatte ist die Misere in Griechenland. Zwar hat die Athener Regierung erst vor wenigen Tagen erfolgreich Anleihen im Wert von fünf Milliarden Euro an die Finanzmärkte platziert und damit erst einmal die Gefahr einer Pleite gebannt. Doch in den kommenden Wochen werden den Griechen weitere Milliarden fehlen.
Was, wenn Griechenland tatsächlich bald vor der Zahlungsunfähigkeit stünde? Der Vertrag von Maastricht verbiete es den Mitgliedsstaaten, einander zu helfen, sagen konservative Ökonomen, im Interesse eines stabilen Euro. Ihre Gegner kontern: Wer wie das Exportland Deutschland die Vorteile der Währungsunion nutze, müsse den Partnern in schlechten Zeiten zu Hilfe kommen. Zudem könne die Pleite Griechenlands andere Euroländer mit in den Abgrund ziehen, und das würde die Einheitswährung erst recht beschädigen. Um Krisen von vornherein zu vermeiden, argumentieren die Befürworter größerer Solidarität, brauche man in Zukunft neben der europäischen Währungs- auch eine Wirtschaftsunion, also mehr Befugnisse für Brüssel. Dagegen aber sträuben sich die Mitgliedsländer, allen voran Deutschland.
Eine Einigung ist noch lange nicht gefunden. Bislang haben sich Europas Politiker deshalb darauf beschränkt, den Gläubigern der Griechen durch vergleichsweise vage öffentliche Äußerungen zu signalisieren: Wir lassen unsere Nachbarn nicht im Stich. Das half jedes Mal, die Märkte zu besänftigen, bis die Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit erneut aufkam und stärkere Verlautbarungen zu ihrer Beruhigung nötig waren. Bald wird das nicht mehr reichen – Europa muss sich festlegen.
Welche Position aber die Debatte gewinnt, wird letztlich darüber entscheiden, ob und in welcher Form ein EWF Wirklichkeit werden kann. Am Montag meldeten einschlägige Wirtschaftsmedien: Geplant sei, dass der Fonds bedrängten Euro-Staaten im Fall von Schuldenkrisen mit Geld zu Hilfe eilen solle. Die Vergabe der Gelder wäre an strenge Bedingungen gekoppelt, der EWF würde also ähnlich arbeiten wie sein Pendant auf internationaler Ebene, der IWF.
Sein Auftrag könnte indes noch weiter gehen. Der EWF könnte die Insolvenz europäischer Staaten verwalten. Das jedenfalls schlagen Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, und Daniel Gros, Direktor des Brüsseler Think-Tanks Centre for European Policy Studies (CEPS) vor, die ihre Idee eines Europäischen Währungsfonds bereits vor einigen Wochen in die Debatte einbrachten.
"Uns ging es um zwei zentrale Elemente", sagt Gros. "Jene Staaten, die das größte Risiko darstellen, sollten das meiste Kapital zum Fonds beitragen", Länder mit hoher Verschuldung und hohem Defizit also. Dadurch soll schon früh ein Anreiz zur Sparsamkeit gesetzt werden, um Krisen wie der griechischen vorzubeugen.
- Datum 08.03.2010 - 19:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das Geld für diesen Fond kommt wohl überwiegend aus D. Dabei gibt es bereits den IWF.
Fein, dann können sich die Pleitestaaten künftig sehr leicht am deutschen Steuergeld salvieren, ohne eine solide Finanzpolitik zu betreiben. Wenn wir in Zukunft mit 70 Jahren in Rente gehen dürfen oder die Mehrwertsteuer auf 25% steigt, wissen wir alle, wer dies zu verantworten hat.
Man kann Herrn Schäuble nicht genug für diesen Vorschlag danken, denn er beweist, dass diese Regierung die inkompetenteste seit Gründung der Bundesrepublik Deutschlands ist.
Je nun, wir haben ja schon immer behauptet, dass die Welt an unserem Wesen einst genesen wird. Jetzt gibt man uns endlich Gelegenheit, dies mit Bargeld zu beweisen.
Je nun, wir haben ja schon immer behauptet, dass die Welt an unserem Wesen einst genesen wird. Jetzt gibt man uns endlich Gelegenheit, dies mit Bargeld zu beweisen.
Es ist an der Zeit, dass die Gegner eines Eingriffs des IWF ihre Argumente präsentieren. Der falsche Stolz der Eurogruppe, die Krise selbst bewältigen zu können, oder die Sperrminorität der USA im IWF sind keine, zumal die EU-Mitglieder Lettland, Ungarn und Rumänien seine Kredite und Expertise bereits in Anspruch nehmen.
Die Frage nach der europäischen Solidarität lässt sich leicht beantworten: Es gibt keine, der Maastricht-Vertrag enthält eine "No bail out"-Klausel. Aus gutem Grund, ein europaweiter Umverteilungsmechanismus, der über die heutigen Strukturfonds hinausgeht, würde eine vertiefte Union voraussetzen. Dazu ist heute niemand bereit, zuallerletzt die Deutschen, bei denen sich der Eindruck verfestigt, dass der Kern europäischer Identität ein deutsches Scheckbuch ist.
Es ist lediglich verboten, dass ein Staat oder die EU einem Mitgliedsstaat aus der Krise hilft. Wenn man ein Konto dazwischen nimmt und es "Fonds" nennt, ist das nicht verboten. Das ist eine Umgehung des Stabilitätspakts. Das ist aber nicht weiter schlimm. Die deutsche Regierung stiftet auch zu Datendiebstahl an und verwendete illegal beschaffte Informationen gegen seine Bürger. Da braucht man auch hier nicht zu klagen.
Es ist lediglich verboten, dass ein Staat oder die EU einem Mitgliedsstaat aus der Krise hilft. Wenn man ein Konto dazwischen nimmt und es "Fonds" nennt, ist das nicht verboten. Das ist eine Umgehung des Stabilitätspakts. Das ist aber nicht weiter schlimm. Die deutsche Regierung stiftet auch zu Datendiebstahl an und verwendete illegal beschaffte Informationen gegen seine Bürger. Da braucht man auch hier nicht zu klagen.
Je nun, wir haben ja schon immer behauptet, dass die Welt an unserem Wesen einst genesen wird. Jetzt gibt man uns endlich Gelegenheit, dies mit Bargeld zu beweisen.
So ganz allgemein, ein EU interner Geldfonds, ist ja nicht nur auf Solidarität gebaut. War das verleihen von Geld gegen Zins und ZZ jemals sozial? Wohl kaum... im gegenteil, den althergebrachten Wucherzinssystemen musste erstmal ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Aber,...immerhin kann man ja durch die Zinseinnahmen andere Leute für sich arbeiten lassen und noch dazu die Konditionen festlegen. Wiederum so ganz allgemein finde ich das wir alle durch die vergangenen 20 jahre ziemlich getrimmt wurden auf "Eigenverantwortung und Wettbwerb" so ganz der Neoliberalen Indoktrination folgend welche nun auch endlich in der EU Verfassung festgenagelt ist. Um auf die einleitende Frage wegen der EU internen Solidarität zu antworten. Ja, mehr EU interne Solidarität ist sicher nötig weil da so manches abgebaut wurde. Zudem würde weniger Gier, ganz speziell der global agierenden Finanzhaie einzig den Kapialteigentümern/Geldverleihern wehtun... und die machen es sich ja eh nur in den systmischen Steueroasen bequem und sind somit für den grössten Teil der Gesellschaft eher Inventar ohne Mehrwert.
Das Problem heißt nicht Griechenland sondern betrifft alle EU Staaten.
Lösung: Die Zentralbank gibt Nullzinskredite für EU Staaten und Städte und Gemeinden aus. Sie produziert also Geld, was sie heute wohl nicht darf.
Wer den Tilgungsplan dann einhält bekommt dann neue Kredite und somit werden die Altkredite abgelöst.
Es gibt dann einen Nullzins und einen Bankzins und die Spekulanten haben keine Chance mehr und gehen pleite - dann gehen auch die Banken pleite und der Steuerzahler ...
Ein Scherz ...
Bravo! Wann immer es Probleme gibt, dann gründet man einen neuen Runden Tisch, eine neue Behörde oder den Europäischen Währungsfonds (EWF). Die Hilf- und Einfaltslosigkeit unserer Elite-Politiker ist nicht mehr zu übernieten. Es geht um der Verlagern, Auslagern, Vertagen, Verschieben, Versemmeln oder sonst irgend etwas, jedoch nie um etwas Konkretes. Der Spaltpilz in diesem System ist nicht mehr zu übersehen. Weiter so!
Es ist lediglich verboten, dass ein Staat oder die EU einem Mitgliedsstaat aus der Krise hilft. Wenn man ein Konto dazwischen nimmt und es "Fonds" nennt, ist das nicht verboten. Das ist eine Umgehung des Stabilitätspakts. Das ist aber nicht weiter schlimm. Die deutsche Regierung stiftet auch zu Datendiebstahl an und verwendete illegal beschaffte Informationen gegen seine Bürger. Da braucht man auch hier nicht zu klagen.
...das was hier allgemein als Staat wahrgenommen wird basiert darauf das jeder seine ihm zugeordneten Steuern bezahlt...aktuell mehr oder weniger nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit (obwohl da die Progression durchaus linerarer verlaufen sollte). Ja?
Warum soll man dann akzeptieren das einige unter uns glauben über geltendem Recht zu stehen und ihre so geklauten Vermögen dem Rest der Gesellschaft entziehen zu müssen? Diese dann aber gerne parallel dazu die herovrragende Infrastruktur benutzen um eben diese Summen zu kummulieren um diese dann im nächsten Schritt auf diversen Steueroasen zu parken. Sozialschmarotzer ist wohl das korrekte Attribut für diese Individuen...
Und soll diese Entwicklung der Steuerzahler dann einfach akzeptieren?
Ich denke doch nicht.
Letztendliche bedeutet ein EWF mehr Zahlungen fuer Deutschland, mehr Intransparenz in der Finanzpolitik der EU und die Schaffung eines Gremiums, das seinen Einfluss nach Belieben ausweiten koennte.
Das wollen und brauchen wir nicht.
Der Stabilitaetspakt ist, wenn er endlich mal eingehalten wuerde, bereits ausreichend. Er kann auch so erweitert werden, dass die Insolvenz einzelner Laender moeglich waeren.
Faktisch ist der EWF Anleitung zum Vertragsbruch. Nur was ist eine EU wert, deren vertraege nichts wert sind?
...das was hier allgemein als Staat wahrgenommen wird basiert darauf das jeder seine ihm zugeordneten Steuern bezahlt...aktuell mehr oder weniger nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit (obwohl da die Progression durchaus linerarer verlaufen sollte). Ja?
Warum soll man dann akzeptieren das einige unter uns glauben über geltendem Recht zu stehen und ihre so geklauten Vermögen dem Rest der Gesellschaft entziehen zu müssen? Diese dann aber gerne parallel dazu die herovrragende Infrastruktur benutzen um eben diese Summen zu kummulieren um diese dann im nächsten Schritt auf diversen Steueroasen zu parken. Sozialschmarotzer ist wohl das korrekte Attribut für diese Individuen...
Und soll diese Entwicklung der Steuerzahler dann einfach akzeptieren?
Ich denke doch nicht.
Letztendliche bedeutet ein EWF mehr Zahlungen fuer Deutschland, mehr Intransparenz in der Finanzpolitik der EU und die Schaffung eines Gremiums, das seinen Einfluss nach Belieben ausweiten koennte.
Das wollen und brauchen wir nicht.
Der Stabilitaetspakt ist, wenn er endlich mal eingehalten wuerde, bereits ausreichend. Er kann auch so erweitert werden, dass die Insolvenz einzelner Laender moeglich waeren.
Faktisch ist der EWF Anleitung zum Vertragsbruch. Nur was ist eine EU wert, deren vertraege nichts wert sind?
Wegen Bilanzfälschung und Beihilfe zum Betrug. Für`s erste wären dann mal ca. 20 Millarden einklagbar. Es könnten aber auch die Mittelmeerländer eine eigene EU Region bilden ohne Euro. Diese Staaten können es sich raussuchen, Banken die ihnen zum Bilanzbetrug jahrelang verholfen haben zu verklagen oder der Euro ist für solche Staaten ganz schnell weg.
Ich wünsche von der EU eine klare Stellungnahme, sonst gehe ich nicht mehr zur Wahl, denn auf solche Dreckspolitiker kann man verzichten. Die Griechen gehören aus allen Gremien der EU verbannt.
"Die EU könnte die amerikanischen Drecksbanken verklagen
Wegen Bilanzfälschung und Beihilfe zum Betrug. Für`s erste wären dann mal ca. 20 Millarden einklagbar."
Die Frage ist aber nicht was einklagbar ist, sondern welches Urteil durchsetzbar. Wie willst du amerikanische Banken belangen? Das wird USA zu verhindern wissen. Davon abgesehen haben die sicher streng nach Gesetzbuch gehandelt, die Banker sind ja nicht blöd. Blöd sind die Politiker, die das Spiel nicht durchschauen, bzw. aus politischen Gründen in die andere Richtung sehen.
"Es könnten aber auch die Mittelmeerländer eine eigene EU Region bilden ohne Euro."
Klar könnten sie, nur würden sie dann logischerweise auch ihre Schulden bei den deutschen Banken nicht bezahlen, was den Euro erst recht ins Trudeln bringen würde und bei uns ein neues BailOut Programm nötig machen würde...
"Ich wünsche von der EU eine klare Stellungnahme, sonst gehe ich nicht mehr zur Wahl, denn auf solche Dreckspolitiker kann man verzichten."
*lol* als ob deine Stimme irgendjemanden juckt, wir sind unwichtig, oder hat man uns bei irgendeiner EU-Entscheidung nach unserer Meinung gefragt? Bürger ist nur zum zahlen gut.
"Die Griechen gehören aus allen Gremien der EU verbannt."
Na ja, die Deutschen schmarotzen ja auch an fremden Schulden, mit ihrem Lohndumping und Exportwahn. Die Währungsunion war ein Fehler, viele Ökonomen wussten das schon bei der Einführung und die Bürger wollten den Euro nie, zumindest die Deutschen.
"Die EU könnte die amerikanischen Drecksbanken verklagen
Wegen Bilanzfälschung und Beihilfe zum Betrug. Für`s erste wären dann mal ca. 20 Millarden einklagbar."
Die Frage ist aber nicht was einklagbar ist, sondern welches Urteil durchsetzbar. Wie willst du amerikanische Banken belangen? Das wird USA zu verhindern wissen. Davon abgesehen haben die sicher streng nach Gesetzbuch gehandelt, die Banker sind ja nicht blöd. Blöd sind die Politiker, die das Spiel nicht durchschauen, bzw. aus politischen Gründen in die andere Richtung sehen.
"Es könnten aber auch die Mittelmeerländer eine eigene EU Region bilden ohne Euro."
Klar könnten sie, nur würden sie dann logischerweise auch ihre Schulden bei den deutschen Banken nicht bezahlen, was den Euro erst recht ins Trudeln bringen würde und bei uns ein neues BailOut Programm nötig machen würde...
"Ich wünsche von der EU eine klare Stellungnahme, sonst gehe ich nicht mehr zur Wahl, denn auf solche Dreckspolitiker kann man verzichten."
*lol* als ob deine Stimme irgendjemanden juckt, wir sind unwichtig, oder hat man uns bei irgendeiner EU-Entscheidung nach unserer Meinung gefragt? Bürger ist nur zum zahlen gut.
"Die Griechen gehören aus allen Gremien der EU verbannt."
Na ja, die Deutschen schmarotzen ja auch an fremden Schulden, mit ihrem Lohndumping und Exportwahn. Die Währungsunion war ein Fehler, viele Ökonomen wussten das schon bei der Einführung und die Bürger wollten den Euro nie, zumindest die Deutschen.
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