Finanzmärkte Wohin fließen die Börsen-Milliarden?

Seit Tagen kennen die Aktienmärkte nur eine Richtung: nach unten. Auch von einer Flucht aus Staatsanleihen ist die Rede. Wohin gehen die Investoren?

Eine Aktienhändlerin an der Börse in Frankfurt

Eine Aktienhändlerin an der Börse in Frankfurt

"Das Kapital ist ein scheues Reh" – dieser Satz stammt von keinem Investmentbanker, sondern von Karl Marx höchstpersönlich. Marx brachte damit zum Ausdruck, dass Unternehmen und Investoren innerhalb kurzer Zeit ihr Kapital aus Staaten abziehen, in denen die Steuern erhöht werden. Doch derzeit blicken die ängstlichen Rehaugen des Kapitals weniger auf die Steuersätze, als vielmehr auf die Risiken, die mit den einzelnen Anlageklassen verbunden sind. Ganz besonders ausgeprägt scheint der Fluchtreflex am Aktienmarkt zu sein: Dort rauschte der Dax innerhalb von nur zwei Wochen um mehr als 15 Prozent in die Tiefe.

Auch von der Flucht aus Staatsanleihen ist zuweilen die Rede. Doch hier präsentieren die Märkte ein uneinheitliches Bild. Während die Kurse spanischer Anleihen im Lauf des Juli kräftig gesunken sind und damit auf größere Kapitalabflüsse schließen lassen, konnten Bundesanleihen im gleichen Zeitraum fast spiegelbildlich zulegen. Scheinbar widersinnig ist die Kursentwicklung von US-Staatsanleihen: Während das wochenlange öffentliche Gezerre um die Staatspleite am vergangen Wochenende in einer Herabstufung der Bonität durch die Rating-Agentur Standard&Poor's gipfelte, sind die Börsenkurse von US-Staatsanleihen – auch als Treasuries bezeichnet – seit Anfang Juli deutlich gestiegen.

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Rezessionsangst

Die Aktienmärkte sind nervös, ganz besonders in den USA. Sie fürchten, Amerika könne erneut in eine Rezession rutschen. Viele Anzeichen deuten darauf hin: Das Wirtschaftswachstum ist schwach, das Vertrauen der Bürger in die Erholungskraft der Wirtschaft schwindet. Sie konsumieren besonders wenig – und das bremst die Konjunktur noch mehr, denn der Konsum ist traditionell die stärkste Triebkraft der amerikanischen Wirtschaft. Hinzu kommt die hohe Arbeitslosigkeit. Zwar geht es vielen Unternehmen gut. Doch das kann die Anleger im Moment nicht beruhigen. Im Gegenteil: Sie fürchten, dass Amerika die ganze Welt in eine Wirtschaftskrise reißen könnte.

US-Schuldendebatte

Das politische Gezerre um die Verschuldung der USA hat die Unruhe an den Märkten verstärkt. Erst kurz vor knapp einigten sich Demokraten und Republikaner auf einen Kompromiss. Er sieht vor, dass die Staatsverschuldung künftig steigen darf. Zugleich muss Washington sparen. Die heikle Haushaltslage, aber noch mehr die politische Gemengelage in Washington, veranlasste die Rating-Agentur Standard & Poor's, den USA ihre Bestnote zu entziehen. "Die politischen Prozesse scheinen weniger als früher geeignet, die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen", begründet Moritz Krämer, Leiter des Länderbereichs Europa von S&P, die Herabstufung im Interview. Zwar sind die beiden anderen große Agenturen Moody's und Fitch anderer Ansicht und geben den USA auch weiterhin die bestmögliche Note. Dennoch fielen die Aktienkurse nach der Herabstufung weiter, und zwar stärker als zuvor. Die Börsen stecken in einer Vertrauenskrise und auf kurze Sicht ist kein Politiker in Sicht, der ihnen ihr Vertrauen in die Zukunft wieder zurückgeben könnte.

Europas Krise

Auch Europa steckt in der Krise: Griechenland muss seine öffentlichen Haushalte sanieren und spart hart, gleiches gilt für Portugal. Irlands Banken haben große Probleme. Alle drei kommen nur mit Hilfe der wohlhabenden EU-Mitglieder über die Runden. Das Problem: Die Hilfskredite haben die Lage bisher immer nur vorübergehend beruhigt. Früher oder später tauchten neue Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Krisenländer auf. Zuletzt geriet Italien in den Fokus der Anleger – ein Land mit so hohen Schulden, dass es Europa zerrisse, wenn auch Italien finanzielle Hilfe bräuchte. Weil die europäische Politik nicht in der Lage gewesen wäre, Italien schnell genug zu helfen, sprang die Europäische Zentralbank ein. Das half vorübergehend, doch auf lange Sicht bleiben die Märkte nervös. Denn Europas Politiker können sich nicht auf einen gemeinsamen Weg aus der Krise einigen. Das mindert die Chancen, dass die Sache gut ausgeht. Die Börsen nehmen das schlechte Ende vorweg, die Kurse fallen.

Sehr gefragt waren auch Gold und der Schweizer Franken. So ist der Kurs des Schweizer Franken seit Anfang April sowohl gegenüber dem Euro als auch im Verhältnis zum US-Dollar um rund 20 Prozent gestiegen. In derselben Größenordnung kletterte in diesem Zeitraum auch der Goldpreis. Dass Franken und Gold mit Solidität und Sicherheit assoziiert werden, hat in Anlegerkreisen eine lange Tradition. Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem in Deutschland die uralten Inflationsängste und die Furcht vor einem Zusammenbruch des Euro. Allerdings signalisieren auf der anderen Seite die Marktdaten eher eine Flucht aus den Aktienmärkten als eine Flucht aus Staatsanleihen.

Verhalten sind bislang noch die Auswirkungen der Krise auf die Immobilienmärkte. Zwar ist die Zahl der Wohnungsneubauten in der USA zuletzt deutlich gestiegen. Doch aufgrund der lange anhaltenden Nachwirkungen der Immobilienkrise ist hier kein Boom, sondern allenfalls eine leichte Erholung zu verzeichnen. Deutlicher zeigt sich der Immobilienaufschwung in Deutschland, wo in den vergangenen Monaten die Preise vielerorts deutlich gestiegen sind. Allerdings taugt der Immobilienmarkt mit seinen langen Reaktionszeiten nur sehr begrenzt als Indikator für eine Flucht in Sachwerte.

Damit deckt sich das gefühlte Anlegerverhalten in weiten Teilen nicht mit der Realität. Mit den Treasuries erweist sich gerade die Anlageklasse, die in jüngster Vergangenheit mit Negativschlagzeilen verbunden war, als erstaunlich robust. Das scheue Kapital zeigt ein wenig arttypisches Verhalten: Trotz der Angst vor der amerikanischen Staatspleite flieht es nicht wie ein aufgeschrecktes Reh in großen Sprüngen, sondern bewegt sich scheinbar wie ein störrischer Esel nicht von der Stelle.

Leser-Kommentare
  1. Aktien oder SChuldverschreibungen von soliden, globalen Unternehmen, die hauptsaechlich Fremdwaehrungen einnehmen

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    • Chali
    • 09.08.2011 um 13:28 Uhr

    Meinen Sie mit "Fremdwaehrung" Papier, bedruckt mit den Bildern toter (auch: amerikanischer) Präsidenten?

    Siemens hat seit dem 9.Mai 30% verloren. Steht jetzt auf dem 3 Monate Tiefpunkt.

    China hat eine neue Weltreservewaehrung vorgeschlagen. Vielleicht waere das eine Moeglichkeit. Auch Franken oder Kronen kann der Normalanleger nicht so ohne weiteres in den Koffer unter's Bett stecken.

    • Chali
    • 09.08.2011 um 13:28 Uhr

    Meinen Sie mit "Fremdwaehrung" Papier, bedruckt mit den Bildern toter (auch: amerikanischer) Präsidenten?

    Siemens hat seit dem 9.Mai 30% verloren. Steht jetzt auf dem 3 Monate Tiefpunkt.

    China hat eine neue Weltreservewaehrung vorgeschlagen. Vielleicht waere das eine Moeglichkeit. Auch Franken oder Kronen kann der Normalanleger nicht so ohne weiteres in den Koffer unter's Bett stecken.

  2. ...ändert sich doch mit dem Kurs. Das sollte man nicht vergessen. Wenn irgendwann für eine US Schuldverschreibung von 1000 Dollar nur noch 10 CHF bezahlt werden, weil das Ausfallrisiko zu hoch ist, wird der geschätzte Author des Artikels dies bestimmt auch noch verstehen.

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    • Chali
    • 09.08.2011 um 13:25 Uhr

    Zeit Online betieht sich auf Marx?

    Na, wenn das keine Überraschung ist.

    "Das scheue Kapital zeigt ein wenig arttypisches Verhalten: Trotz der Angst vor der amerikanischen Staatspleite flieht es nicht wie ein aufgeschrecktes Reh in großen Sprüngen, sondern bewegt sich scheinbar wie ein störrischer Esel nicht von der Stelle."

    Kann es denn wohl sein, dass Marx eine falsche Analogie verwendet hat? Vielleicht handelt es sich bei dem vermeintlichen Reh ja um eine andere Art Waldbewohner. Etwa einen Hirschen? Einen dachs? Eine Wildsau?

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    ...ist im Scheinwerferlicht des 40t-LKW erstarrt, der auf das Reh zubrettert.

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  3. "Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem in Deutschland die uralten Inflationsängste und die Furcht vor einem Zusammenbruch des Euro. "

    Das sind keine "uralten" Inflationsängste, sondern reale Verluste vor gerade mal 88 Jahren, bzw. 63 Jahren, zusammen mit der Weltwirtschaftskrise vor 80 Jahren ist das historisch gesehen sehr zeitnah, es gibt sogar noch "Überlebende".

    Zweimal wurde das Vermögen vernichtet, das man sich jahrelang mühsam erarbeitet hat, weil unfähige Politiker eine unverantwortliche Währungspolitik betrieben haben.

    Wer noch Verwandte hat, die um die 90 sind kann sich gerne mal erzählen lassen, was damals so los war...

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    nicht in "uralte" Zeiten. Mit der Einführung des Euros
    wurde in Deutschland der jüngste Währungsschnitt durchgeführt! Vergleichen Sie mal die Preise und die
    Einkommen von vor 2002 mit den heutigen. In vielen Bereichen
    sind die Einkommen kaufkraftmäßig halbiert und die Preise kaufkraftmäßig verdoppelt worden. Unsere "harte" DM mussten wir notgedrungen (besonders für die notwendige Zustimmung aus Frankreich!) auf dem Altar der deutschen Einheit opfern.
    Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich liebe die deutsche
    Einheit!!!

    nicht in "uralte" Zeiten. Mit der Einführung des Euros
    wurde in Deutschland der jüngste Währungsschnitt durchgeführt! Vergleichen Sie mal die Preise und die
    Einkommen von vor 2002 mit den heutigen. In vielen Bereichen
    sind die Einkommen kaufkraftmäßig halbiert und die Preise kaufkraftmäßig verdoppelt worden. Unsere "harte" DM mussten wir notgedrungen (besonders für die notwendige Zustimmung aus Frankreich!) auf dem Altar der deutschen Einheit opfern.
    Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich liebe die deutsche
    Einheit!!!

    • Chali
    • 09.08.2011 um 13:28 Uhr

    Meinen Sie mit "Fremdwaehrung" Papier, bedruckt mit den Bildern toter (auch: amerikanischer) Präsidenten?

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    Da wäre ja z.B. NOK oder SEK eine Möglichkeit. Die Norweger haben ja wieder Öl gefunden...

    Da wäre ja z.B. NOK oder SEK eine Möglichkeit. Die Norweger haben ja wieder Öl gefunden...

  4. Man stelle sich mal vor, all das vagabundierende Kapital würde wirklich einen Einsatzzweck suchen. Das würde ja bedeuten, dass wirklich etwas mit diesem Geld gemacht werden muss und es nichtnur von A über B nach C geschoben wird.
    Also ich meine einen Einsatzzeck abseits der puren Spekulation. Eine richtige Geldanlage in etwas Reales.

    Das geht garnicht, da es auf der Welt garnicht so viel Gegenwert gibt für all das Kapital. Ich wette selbst wenn soviel Kapital wie möglich in Realwirtschaft, Rohstoffe, Metalle, Staatsanleihen, Immobilien, Land oder irgentwelche Güter gesteckt wird...es wäre trotzdem der Großteil noch übrig.

    Dumm nur, dass Kapital nicht vernichtet wird. Es wechselt nur den Besitzer. In Zeiten von CDS & Co. sind die Verluste der Einen ja immer die Gewinne der Anderen.

    Wohin mit dem ganzen Schotter? Ich hätte da eine Idee:

    Finanztransaktionssteuer.

    So wird wenigstens ein teil des vagabundierenden Kapitals sinnvoll eingesetzt.

    19 Leser-Empfehlungen
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    Bitte beteiligen Sie sich mit differenzierten Argumenten an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag

    • jojocw
    • 09.08.2011 um 14:40 Uhr

    Trotz der gewaltigen Geldmenge ist die "amtliche" Inflation doch jahrelang recht niedrig. (Ich will mich jetzt nicht über den Warenkorb etc. streiten).

    Der Grund liegt doch darin, dass das ganze Geld nicht für den Warenumschlag zur Verfügung steht. Deshalb sind die Güter des tätlichen Lebens relativ preisstabil.

    Das ganze Geld schwingt doch auf dem Finanzmärkten für irgendwelche Wertpapiere um den Globus. Und dieses Geld wird dann durch ständig neue Finanzprodukte aufgesogen.

    Alle Papiere, die nicht durch einen wirklichen Wert abgesichert sind, gehören entweder verboten.

    Oder: Da diese Finanzprodukte ja nicht als Tauschwert für Waren gedacht sind, (eigentlich ja der Sinn des Geldes) sondern nur dem Gewinn dienen, sollte man doch Mehrwertsteuer drauf schlagen. Dann bräuchte man keine Transaktionssteuer mehr.

    Bitte beteiligen Sie sich mit differenzierten Argumenten an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag

    • jojocw
    • 09.08.2011 um 14:40 Uhr

    Trotz der gewaltigen Geldmenge ist die "amtliche" Inflation doch jahrelang recht niedrig. (Ich will mich jetzt nicht über den Warenkorb etc. streiten).

    Der Grund liegt doch darin, dass das ganze Geld nicht für den Warenumschlag zur Verfügung steht. Deshalb sind die Güter des tätlichen Lebens relativ preisstabil.

    Das ganze Geld schwingt doch auf dem Finanzmärkten für irgendwelche Wertpapiere um den Globus. Und dieses Geld wird dann durch ständig neue Finanzprodukte aufgesogen.

    Alle Papiere, die nicht durch einen wirklichen Wert abgesichert sind, gehören entweder verboten.

    Oder: Da diese Finanzprodukte ja nicht als Tauschwert für Waren gedacht sind, (eigentlich ja der Sinn des Geldes) sondern nur dem Gewinn dienen, sollte man doch Mehrwertsteuer drauf schlagen. Dann bräuchte man keine Transaktionssteuer mehr.

  5. Die Investoren ziehen ihr Geld raus, die Aktien fallen... dann kaufen sie s zurück und machen enormen Gewinn auf Kosten derer die treu die Aktien behielten und der Firmen, oder?

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    Wenn die bösen Investoren, wie von Ihnen geschildert, die Aktien wieder anfangen zurückzukaufen, dann steigt der Kurs auch wieder. In den Genuß der von Ihnen vermuteten Gewinne dürften nur die allerersten kommen die oben verkaufen und die allerersten, die am Tiefpunkt wiederkaufen.

    Die meisten Investoren sind nämlich nicht böse, sondern nur irrational und in unbelehrbarer Weise einfältig, da sie sich selbst für ganz besonders schlau halten.

    Und derjenige, der seine Aktien einfach behält und nach ca. 20 Jahren und ca. 10 Auf-Ab-Aufzyklen der Börse mal wieder nachschaut, was sie wert sind, ist eben nicht der Dumme, sondern nachweislich derjenige, der sein Geld im durchnittlichen Vergleich mit anderen Anlageformen immer noch am besten angelegt hat. Aktien sind für Privatanleger nur als kurzfristge Anlage keine gute Idee.

    Wer aber auf das schnelle Geld aus ist, kann an der Börse natürlich mit viel Glück sehr reich werden, meistens wird er aber arm - wie in anderen Casinos auch.

    Den Reichtum der ganzen Welt kann man ja auch garnicht zuverlässig messen. Er ist immer nur eine auf einer Momentaufnahme beruhende Annahme über den zukünftigen Wert von Gütern, Rechtsansprüchen und Know-How, die tausenderlei Randbedingungen unterworfen sind, die sich fast allesamt jederzeit in die eine oder andere Richtung ändern können.
    D.h. das in den letzten Tagen "verlorengegangene Vermögen" hat real so nie existiert, es war nur eine Fiktion.

    Wenn die bösen Investoren, wie von Ihnen geschildert, die Aktien wieder anfangen zurückzukaufen, dann steigt der Kurs auch wieder. In den Genuß der von Ihnen vermuteten Gewinne dürften nur die allerersten kommen die oben verkaufen und die allerersten, die am Tiefpunkt wiederkaufen.

    Die meisten Investoren sind nämlich nicht böse, sondern nur irrational und in unbelehrbarer Weise einfältig, da sie sich selbst für ganz besonders schlau halten.

    Und derjenige, der seine Aktien einfach behält und nach ca. 20 Jahren und ca. 10 Auf-Ab-Aufzyklen der Börse mal wieder nachschaut, was sie wert sind, ist eben nicht der Dumme, sondern nachweislich derjenige, der sein Geld im durchnittlichen Vergleich mit anderen Anlageformen immer noch am besten angelegt hat. Aktien sind für Privatanleger nur als kurzfristge Anlage keine gute Idee.

    Wer aber auf das schnelle Geld aus ist, kann an der Börse natürlich mit viel Glück sehr reich werden, meistens wird er aber arm - wie in anderen Casinos auch.

    Den Reichtum der ganzen Welt kann man ja auch garnicht zuverlässig messen. Er ist immer nur eine auf einer Momentaufnahme beruhende Annahme über den zukünftigen Wert von Gütern, Rechtsansprüchen und Know-How, die tausenderlei Randbedingungen unterworfen sind, die sich fast allesamt jederzeit in die eine oder andere Richtung ändern können.
    D.h. das in den letzten Tagen "verlorengegangene Vermögen" hat real so nie existiert, es war nur eine Fiktion.

  6. ...auf die Pollphin-Umfrage, ob die Finanz- und Schuldenkrise zur nächsten Rezession führt. Mich würde brennend interessieren, was ganz normale Leute dazu denken.
    Ich glaube, ich werde dazu mal eine regelmäßige Reihe von Umfragen einstellen und mit den "Experten"-Prognosen vergleichen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Experten auch nur raten können.

    http://www.pollphin.de/po...

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