Rating-Agenturen "Unsere Aufgabe ist nicht, die Märkte zu beruhigen"

Mit der Herabstufung der USA hat Standard & Poor’s die Märkte erschüttert. Moritz Kraemer, Europachef von S&P, erklärt im Interview, wie es zu der Entscheidung kam.

Frage: Prominente Investoren fürchten auch in der EU und der Euro-Zone spektakuläre Herabstufungen. Sind die Bonitätsbestnoten von Frankreich und Großbritannien in Gefahr?

Moritz Krämer: Wir signalisieren die Risiken, die wir sehen, durch den Ausblick, den wir geben. Die USA standen auf Ausblick beziehungsweise Creditwatch negativ. Sowohl für Frankreich als auch für Großbritannien haben wir einen stabilen Ausblick, der signalisiert, dass wir aus heutiger Sicht in den kommenden zwei Jahren nicht mit einer Herabstufung rechnen.

Anzeige

Frage: Hochverschuldete Länder wie Spanien, Belgien und Zypern haben dagegen einen negativen Ausblick.

Moritz Krämer

ist Leiter des Länderbereichs Europa bei der Ratingagentur Standard & Poor's.

Krämer: Das stimmt. Insgesamt überwiegen in der Euro-Zone die Risiken. Das zeigt schon die Tatsache, dass wir mit Ausnahme des Sonderfalls Estland derzeit keinen einzigen positiven Ausblick in der Währungsunion haben. Seit 2004 haben sich die Ratings immer nur verschlechtert.

Frage: Hatten Sie keine Angst, dass sie mit der Herabstufung der USA zu diesem kritischen Zeitpunkt für einen ähnlichen Panikmoment an den Märkten sorgen könnten wie die Lehman-Pleite 2008? Der Fondsmanager Bill Miller nannte die Entscheidung "überstürzt, gefährlich und falsch".

Krämer: Unsere Aufgabe ist es nicht, die Märkte zu beruhigen. Wir müssen die Risiken so benennen, wie wir sie sehen.

Frage: Ihre Konkurrenten Moody’s und Fitch scheinen die Lage der USA allerdings optimistischer zu beurteilen. Sie haben die Bestnote "AAA" bestätigt.

Krämer: Es ist ja gut, dass es unterschiedliche und konkurrierende Meinungen gibt. Wir sind jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es in den USA zu einer strukturellen Veränderung gekommen ist. Die politischen Prozesse scheinen weniger als früher geeignet, die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen.

Frage: Hat denn die Euro-Zone die richtigen Instrumente, um ihre Schuldenprobleme zu bewältigen? Welche Schritte sollten die Verantwortlichen jetzt einleiten?

Krämer: Wir stehen zwar in engem Kontakt mit der EU und den nationalen Regierungen, aber es ist nicht die Aufgabe einer Rating-Agentur, Ratschläge zu geben und Empfehlungen zu erteilen.

Frage: Dennoch haben Rating-Agenturen enorme Macht. Kritiker monieren, dass sie damit nicht verantwortungsvoll genug umgehen.

Krämer: Das würde ich entschieden bestreiten. Zum einen würde ich lieber von Relevanz als von Macht sprechen, und zum anderen sind nicht nur wir für diese Relevanz verantwortlich. Es waren nicht die Rating-Agenturen, sondern es war die Politik, die unsere Bewertungen zur Grundlage von Regularien der Europäischen Zentralbank oder der Eigenkapitalvorschriften für die Banken gemacht hat. Wir sehen diese harte Verdrahtung mit quasi offiziellen Aufgaben nicht unbedingt positiv, sondern wollen bei der Suche nach Alternativen helfen. Es ist allerdings kein Zufall, dass die Ratings für solche Zwecke genutzt werden, schließlich haben sich unsere Bewertungen als sehr zuverlässiger Indikator für Zahlungsausfälle erwiesen.

Frage: Aber liegt der Grund für diese Zuverlässigkeit nicht einfach in der Tatsache, dass ihre Bewertungen Prophezeiungen sind, die sich selbst erfüllen?

Krämer: Dafür gibt es keinerlei empirische Hinweise. Gerade die Entwicklung in der Euro-Zone hat gezeigt, dass die Risikoaufschläge an den Märkten bereits deutlich vor unseren Entscheidungen gestiegen sind.

Erschienen im Handelsblatt.

 
Leser-Kommentare
  1. "Die politischen Prozesse scheinen weniger als früher geeignet, die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen."

    Wenn DAS wirklich die Begründung für die Herabstufung der USA ist entlarvt es das Ratingmodell in all seiner Willkürlichkeit!

    Die letzten zwei Regierungen in Amerika, zusammen immerhin 16 Jahre an der Macht, haben das Wort "Sparen" NIE in den Mund genommen sondern permanent weitere Schulden gemacht.

    Nun will die Regierung sparen sowie den Haushalt sanieren und DESHALB verschlechtern sich die Aussichten?

    Einen großen strukturellen Wandel in den USA kann ich beim besten Willen auch nicht erkennen. S&P sollten weniger in Leerverkäufe und CDS investieren...

    "Dafür gibt es keinerlei empirische Hinweise." - Das sagen Tabakkonzerne immer auf die Frage, ob Rauchen Krebs verursacht... sehr vertrauenerweckend!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    @ Rheinlandsmann

    Die letzten beiden Regierungen? Sie meinen die jweiligen Amtszeiten von Clinton und Bush? Wenn ja, Clinton hat erstmals seit Reagan das Haushaltsdefizit ausgleichen können. (Dies geschah unter dem Druck + der Mithilfe der Republikaner im Kongress)

    Aber ihrer Intention gebe ich recht! Dass ausgerechnet jetzt eine Herabsetzung des Ratings erfolgt (die Verschuldung der USA ist ja seit Reagan ein Problem - nur kurz unterbrochen von einer Erholungsphase Ende der 90er) ist nicht nachvollziehbar.

    Die letzten 16 Jahre, das heißt dann wohl neben Obama ganz eindeutig George W. Bush und Bill Clinton.

    Clinton hat in seiner ersten Amtszeit netto praktisch ausgeglichen gewirtschaftet, und in seiner zweiten Amtszeit durchweg kräftige Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, mit denen Teile der Schulden abgebaut wurden, die George H. W. Bush und vor allem Ronald Reagan angehäuft hatten.

    George W. Bush machte dann allerdings in der Tat da weiter, wo sein Vater acht Jahre zuvor von Clinton jäh unterbrochen wurde...

    http://en.wikipedia.org/w...

    die Wirkungen ihrer Ratings schon vorher in die Ratings einbeziehen? Falls nicht ist das ganze ein schlechter Witz. Zugegeben charmant und schön verpackt in Armani-anzüge...

    @ Rheinlandsmann

    Die letzten beiden Regierungen? Sie meinen die jweiligen Amtszeiten von Clinton und Bush? Wenn ja, Clinton hat erstmals seit Reagan das Haushaltsdefizit ausgleichen können. (Dies geschah unter dem Druck + der Mithilfe der Republikaner im Kongress)

    Aber ihrer Intention gebe ich recht! Dass ausgerechnet jetzt eine Herabsetzung des Ratings erfolgt (die Verschuldung der USA ist ja seit Reagan ein Problem - nur kurz unterbrochen von einer Erholungsphase Ende der 90er) ist nicht nachvollziehbar.

    Die letzten 16 Jahre, das heißt dann wohl neben Obama ganz eindeutig George W. Bush und Bill Clinton.

    Clinton hat in seiner ersten Amtszeit netto praktisch ausgeglichen gewirtschaftet, und in seiner zweiten Amtszeit durchweg kräftige Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, mit denen Teile der Schulden abgebaut wurden, die George H. W. Bush und vor allem Ronald Reagan angehäuft hatten.

    George W. Bush machte dann allerdings in der Tat da weiter, wo sein Vater acht Jahre zuvor von Clinton jäh unterbrochen wurde...

    http://en.wikipedia.org/w...

    die Wirkungen ihrer Ratings schon vorher in die Ratings einbeziehen? Falls nicht ist das ganze ein schlechter Witz. Zugegeben charmant und schön verpackt in Armani-anzüge...

  2. In einem kürzlichen Interview hat Beers von S & P die Katze aus dem Sack gelassen : nicht fiskalische Bewertungen - wie auch bei einem nachgewiesenem Rechenfehler von 2 Billionen Dollar - haben zur " Abwertung " geführt , sonder die politischen "Bewertungen ".
    Warum sagt S & P nicht offen, daß sie Obama und die Demokraten weg haben wollen.Unehrlicher geht`s nicht !
    Anghäuft hat diesen Schlamassel in nur 8 Jahren Geoge W. Bush , der einen ausgeglichenen Haushalt vom Demokraten Clinton (der erste seit Jahrzehnten ! ) übernommen hatte.
    Und jetzt gerieren sich dieselben Republikaner als " Spar-Kommissare " der Nation.
    Nein, S&P sollte bei seinen Buchhaltungs-Bewertungen bleiben und die Politik getrost den Politikern und der Wahlbevölkerung überlassen. Schlechter sind diese auch nicht als die Aussagen von S & P.
    Die Konkurrenten Moody`s und Fitch halten sich wohlweislich zurück. Gut so.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das größte Rätsel seit seinem Amtseid ist mir bei Obama die völlige strategische Unbeholfenheit seines Beraterstabs.

    Schon während des Gezerres um die staatliche Krankenversicherung war überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum man den Republikaner-Hardlinern nicht einfach ein State-Opt-In-Modell vorsetzte, welches sie dann weder verhindern noch ernsthaft diskreditieren könnten (sind sie doch die "antiföderale" Partei, die alle Rechte lieber bei den Einzelstaaten sieht).
    Nein, man musste widerspenstigen post-agrarischen Südstaaten ein bundesweites Gesetz aufzwingen, welches dort keinen politischen Gewinn bringen kann, anderswo aber exzellent zur negativen Propaganda missbraucht werden kann.

    Die Resultate sah man dann letzten November.

    Auch dieses Mal fragt man sich, was sich eigetlich die Mitarbeiter des Weißen Hauses dabei dachten, als mit S&P wie auf einem Bazar um die Note feilschen wollten - als ob S&P sich noch beeindrucken ließe, ob der Verzweifelung des Weißen Hauses.

    S&P hat dadurch sogar seine Position zementiert: Jedweder Vorschlag aus Obamas Kabinett zur Regulierung der Agenturen kann nun von den Schutzkolumnisten der Wall Street als Nachtreten und Strafaktion diskreditiert werden, noch ehe er überhaupt debattiert wird.

    Hätten Obamas Berater angesichts dieses grotesken Rechenfehlers geschwiegen, und erst darauf hingewiesen, als das offensichtliche Fehlurteil schon in der Welt war, hätte kein Hahn mehr danach gekräht, und S&P wäre dauerhaft blamiert gewesen.

    Das größte Rätsel seit seinem Amtseid ist mir bei Obama die völlige strategische Unbeholfenheit seines Beraterstabs.

    Schon während des Gezerres um die staatliche Krankenversicherung war überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum man den Republikaner-Hardlinern nicht einfach ein State-Opt-In-Modell vorsetzte, welches sie dann weder verhindern noch ernsthaft diskreditieren könnten (sind sie doch die "antiföderale" Partei, die alle Rechte lieber bei den Einzelstaaten sieht).
    Nein, man musste widerspenstigen post-agrarischen Südstaaten ein bundesweites Gesetz aufzwingen, welches dort keinen politischen Gewinn bringen kann, anderswo aber exzellent zur negativen Propaganda missbraucht werden kann.

    Die Resultate sah man dann letzten November.

    Auch dieses Mal fragt man sich, was sich eigetlich die Mitarbeiter des Weißen Hauses dabei dachten, als mit S&P wie auf einem Bazar um die Note feilschen wollten - als ob S&P sich noch beeindrucken ließe, ob der Verzweifelung des Weißen Hauses.

    S&P hat dadurch sogar seine Position zementiert: Jedweder Vorschlag aus Obamas Kabinett zur Regulierung der Agenturen kann nun von den Schutzkolumnisten der Wall Street als Nachtreten und Strafaktion diskreditiert werden, noch ehe er überhaupt debattiert wird.

    Hätten Obamas Berater angesichts dieses grotesken Rechenfehlers geschwiegen, und erst darauf hingewiesen, als das offensichtliche Fehlurteil schon in der Welt war, hätte kein Hahn mehr danach gekräht, und S&P wäre dauerhaft blamiert gewesen.

    • FL
    • 09.08.2011 um 12:34 Uhr

    "Es ist allerdings kein Zufall, dass die Ratings für solche Zwecke genutzt werden, schließlich haben sich unsere Bewertungen als sehr zuverlässiger Indikator für Zahlungsausfälle erwiesen."

    Wo er Recht hat..bei der Entlarvung von CDOs und Konsorten hat den Ratingagenturen in ihrem mutigen und offenherzigen Einschreiten wirklich niemand auch nur das Geringste vorgemacht..Chapeau!

  3. Da kann man sich wirklich fragen, was hier Ei und Huhn ist. - Sind die Schulden der Staaten schuld an dem Problem oder der Hinweis der Agenturen auf die Schulden?

    Sicher wären wir ohne die Komentare der Ratingagenturen besser dran im Augenblick, aber es löst das eigentliche Problem nicht.

    Unser ganzes Wirtschaftssystem ist auf stetiges Wachstum angelegt, in einem offenen System mag das gehen, aber nicht in der realen Welt. - Also muss man alle paar Dekaden das System resetten. - Das letzte Mal hat es der 2. WK gemacht, nun macht es die Welt-Wirtschafts-Kriese Nummer 3. - Ich hoffe wir überleben das.

  4. Wenn die politischen Institutionen die Ratings der Agenturen als Grundlage für Eigenkapitalvorschriften u. ä. nehmen und diese dann nicht wie gewünscht ausfallen, ist das nicht Angelegenheit der Agenturen.
    Dann müssen die Vorschriften eben wieder geändert werden.
    Dass die Agenturen vor der US-Subprimekrise kollektiv geschlafen haben und dann bei den PIIGS Staaten wiederum sehr streng urteilen, lässt aber echte Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen.
    Ich persönlich glaube nicht, dass irgendein Staat der Welt jemals seine Schulden zurückzahlen wird.
    Wie auch:
    EU27 8,69 Bio. €, 74 % BIP
    USA 10,7 Bio. $, 83 % BIP
    Japan 190 % BIP
    (http://de.wikipedia.org/w...)
    Bisher wird nach dem Prinzip Hoffnung immer weitergewurschtelt, jeder Politiker, der ernsthaft Steuern erhöhen oder sparen will, würde bald abgewählt. Also sind wir Wähler an den kommenden Problemen selber schuld.
    Wie das ganze enden wird, mit reihenweise Staatspleiten oder starker Inflation, weiss ich nicht. Es kann jedenfalls nicht immer so weiter gehen!
    Und wenn die Ratingagenturen diese sowieso bekannten Tatsachen öffentlich bestätigen, ist das nur recht und billig.

  5. @ Rheinlandsmann

    Die letzten beiden Regierungen? Sie meinen die jweiligen Amtszeiten von Clinton und Bush? Wenn ja, Clinton hat erstmals seit Reagan das Haushaltsdefizit ausgleichen können. (Dies geschah unter dem Druck + der Mithilfe der Republikaner im Kongress)

    Aber ihrer Intention gebe ich recht! Dass ausgerechnet jetzt eine Herabsetzung des Ratings erfolgt (die Verschuldung der USA ist ja seit Reagan ein Problem - nur kurz unterbrochen von einer Erholungsphase Ende der 90er) ist nicht nachvollziehbar.

    Antwort auf "Ein schlechter Witz"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dass Clintons Regierung einen ausgeglichenen Haushalt erreicht hat, musste ich erstmal nachlesen um es zu glauben... das ist damals wohl irgendwie vom Hinterkopf Lewinskys verdeckt worden ;)

    Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Dass Clintons Regierung einen ausgeglichenen Haushalt erreicht hat, musste ich erstmal nachlesen um es zu glauben... das ist damals wohl irgendwie vom Hinterkopf Lewinskys verdeckt worden ;)

    Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

  6. Die letzten 16 Jahre, das heißt dann wohl neben Obama ganz eindeutig George W. Bush und Bill Clinton.

    Clinton hat in seiner ersten Amtszeit netto praktisch ausgeglichen gewirtschaftet, und in seiner zweiten Amtszeit durchweg kräftige Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, mit denen Teile der Schulden abgebaut wurden, die George H. W. Bush und vor allem Ronald Reagan angehäuft hatten.

    George W. Bush machte dann allerdings in der Tat da weiter, wo sein Vater acht Jahre zuvor von Clinton jäh unterbrochen wurde...

    http://en.wikipedia.org/w...

    Antwort auf "Ein schlechter Witz"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Aha, wenn US-Bürger ein leuchtendes Vorbild haben wollen, müssen Sie nur zur Bill Clinton zurückgehen, der keine Staatsschulden gemacht hat. Und dieses Vorbild lebt noch und kann seinen Landsleuten hilfreiche Ratschläge geben.

    Wir Deutschen müssten auf der Suche nach solch einem Vorbild viel weiter zurückgehen, bis ins Jahr 1956, als unser Fiskus noch mehrere Milliarden DM angespart hatte, dank Finanzminister Fritz Schäffer. 1957 begann dann schon die Verschwendung.

    Aha, wenn US-Bürger ein leuchtendes Vorbild haben wollen, müssen Sie nur zur Bill Clinton zurückgehen, der keine Staatsschulden gemacht hat. Und dieses Vorbild lebt noch und kann seinen Landsleuten hilfreiche Ratschläge geben.

    Wir Deutschen müssten auf der Suche nach solch einem Vorbild viel weiter zurückgehen, bis ins Jahr 1956, als unser Fiskus noch mehrere Milliarden DM angespart hatte, dank Finanzminister Fritz Schäffer. 1957 begann dann schon die Verschwendung.

  7. Herr Krämer sagt: "Unsere Aufgabe ist es nicht, die Märkte zu beruhigen. Wir müssen die Risiken so benennen, wie wir sie sehen."

    Dies ist auch die Einstellung eines verantwortungsvollen Arztes, der seinen Patienten über Jahre hinweg auf Herz und Nieren prüft. Hat solch ein Arzt einen Patienten mit einem Alkoholproblem in Behandlung und besorgniserregende Leberwerte festgestellt und merkt, dass der Patient sein Verhalten nicht grundlegend ändert, sondern weiter Alkohol konsumiert wie bisher, wird er eine Warnung aussprechen, statt zu beruhigen.

    Das Gegenteil von einem verantwortungsvollen Arzt war Minister Blüm, der versicherte: "Die Renten sind sicher!"

    Der westliche Patient braucht jetzt mehr Menschen wie Krämer und weniger wie Blüm.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Arzt ist unter Umständen selbst Alkoholiker und stirbt vor dem Patienten.

    Der Arzt ist unter Umständen selbst Alkoholiker und stirbt vor dem Patienten.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service