UBS: Aus der Krise nichts gelernt
Der UBS-Skandal zeigt, wie wichtig eine Reform des internationalen Finanzsystems ist. Bislang hat sich die Politik erfolgreich davor gedrückt.
War es Scham, gemischt mit Reue, die plötzlich Tränen in seine Augen schießen ließ? Oder wurde sich Kweku Adoboli erst in dem Augenblick, als er in Handschellen zum Gericht in der Londoner City gebracht wurde, bewusst, dass es unwiderruflich vorbei ist, mit dem guten Leben, mit dem hohen Gehalt, den generösen Boni, mit Luxusapartment, heißen Partys mit schönen Frauen und dem einmaligen Wohlgefühl, ganz oben angekommen zu sein?
Der 31-jährige Ghanese, der die Schweizer Bank UBS um mindestens 2,3 Milliarden Dollar brachte, wird von Kollegen und Freunden als hochbegabt, freundlich, ja charismatisch beschrieben.
Gewiss beschwerten sich seine Nachbarn schon mal über die allzu fröhlichen Partys in dem schicken, modernen Apartment, für die er eigens DJs anheuerte. Doch richtig böse mochten auch sie dem charmanten jungen Mann aus einer Ghanesischen Diplomatenfamilie nicht sein, der sich danach höflich entschuldigte und ihnen stets eine Flasche Champagner zukommen ließ.
Die ganz spezielle Spezies der Finanzwelt, zu der Kweku Adoboli gehört, hat Tom Wolfe in den achtziger Jahren in seinem beinah prophetischen Roman
Bonfire of Vanities
(Jahrmarkt der Eitelkeiten) beschrieben: Es sind die
Masters of the Universe
, junge Banker, Händler und Börsenmakler, die das berauschende Gefühl beflügelt, zu den wirklichen Herrschern der Welt zu gehören. Zu jener kleinen, erlesenen Elite, die die komplexe Welt der globalen Finanzmärkte versteht. Sie haben die arkanen Produkte und Konstruktionen nicht entwickelt, aber wenigstens durchschaut. Sie sind als einzige in der Lage, sie gewinnbringend durch diese Welt zu navigieren. Für die meisten anderen Menschen bleiben sie hingegen ein Buch mit sieben Siegeln.
Bedauerlicherweise trifft die Unwissenheit oft genug gerade auf die Bankenaufsicht zu, aber oft auch auf die Vorstände führender Geldinstitute, die nach Aussage eines Insiders der Londoner City "schon lange nicht mehr fähig sind, die Bilanzen ihrer eigenen Institute zu lesen, geschweige denn zu verstehen".




Wenn man sein Geld aufs Sparbuch legt und nicht in Wertpapiere investiert, und wenn man sich dann noch eine Bank sucht, die das Geld auf dem Sparbuch nicht für windige Investments nutzt hat man mit solchen Leuten schon fast keine Probleme mehr.
Da können 100 Banken Kippen und Taumeln und Jammern.
Die persönliche Gier hilft nur der Gier dieser Menschen.
Wie hieß es so schön auf der IAA ? "Frau Merkel sie haben viel um die Ohren, aber hier bei uns, der realen Wirtschaft können sie sich hoffentlich etwas entspannen, uns gehts gut"
In der Finanzwirtschaft machen alle zusammen einen riesenhaufen Geld, und irgednwann sackt einer alles ein und taucht ab,dann jammern erstmal die anderen aber solange man ihnen neues Geld zum Haufen machen gibt wirds auch so weiter gehen.
...interessiert doch in der Politik niemanden mehr. "Richtiges Geld" wird in der "irrealen Wirtschaft" "verdient" - bei Investmentbänkers und Consosorten.
Übrigens: wusstet Ihr schon, dass inzwischen auch in der "realen Wirtschaft" das "Geld" mit dem "Verkauf" von "Finanzierungen" "verdient".
...interessiert doch in der Politik niemanden mehr. "Richtiges Geld" wird in der "irrealen Wirtschaft" "verdient" - bei Investmentbänkers und Consosorten.
Übrigens: wusstet Ihr schon, dass inzwischen auch in der "realen Wirtschaft" das "Geld" mit dem "Verkauf" von "Finanzierungen" "verdient".
Der Artikel spricht mir aus der Seele. Es ist beinahe grotesk, dass nach 2008 annähernd nicht unternommen wurde, um diesen "Masters of Universe" das Handwerk zu legen - ein Konsens scheint doch bei Bevölkerung und Politikern erreicht zu sein.
Treffend dazu die Aussage aus dem Film "Inside Job":
"If you can create something out of nothing, it is very hard to resist!"
"...Vielleicht wollen die Manager sie aber auch gar nicht verstehen..."
Beim Lesen dieses Satzes kam mir der Gedanke in den Sinn das es sich bei all den Bonis & Millionengehälter der Bankmanager nur noch um Schweigegeld handelt...
Wenn sie es versuchte, käme ja ans Tageslicht, dass sie schon längst nichts mehr zu melden hat...
"... die Masters of the Universe, ..., die das berauschende Gefühl beflügelt, zu den _wirklichen Herrschern der Welt zu gehören_. Zu jener kleinen, erlesenen _Elite_, die die komplexe Welt der globalen Finanzmärkte versteht. Sie haben die arkanen Produkte und Konstruktionen nicht entwickelt, aber wenigstens durchschaut." Mal abgesehen davon, dass eine Elite nicht noch erlesen genannt werden sollte (lat. "eligere", wovon "Elite" letztlich abstammt, _heißt_ schon "auslesen"), gibt der Artikel schön wieder, was da abgeht, und gibt Ihrer knappen Aussage gutes Futter. Die andere Seite der "wirklichen Herrscher" sind dann die im Dunkeln, oder? In der Tat: um an ein Problem heranzugehen, muss man es wenigstens teilweise verstanden haben. Und gerade da scheint es zu hapern: sei es, weil man es nicht kann, sei es, weil man es nicht will, sei es, weil man es nicht _darf_. Leider regt sich zunehmend der Verdacht, dass es nicht nur an mangelndem Willen und/oder Können liegt, wenn politischerseits nichts unternommen wird. Wenn man sich den -ob nun selbsternannten oder nicht- "wirklichen Herrschern" aus großteils selbst eingebrockter Geldnot nur noch unterordnen kann, weil einem sonst der Geldhahn zugedreht wird, ist nicht gut gegen den Stachel der Finanzwelt löken, ohne sich gleich den gängigen Vorwürfen des Neids, des linken Spinnertums etc. mehr auszusetzen.
"... die Masters of the Universe, ..., die das berauschende Gefühl beflügelt, zu den _wirklichen Herrschern der Welt zu gehören_. Zu jener kleinen, erlesenen _Elite_, die die komplexe Welt der globalen Finanzmärkte versteht. Sie haben die arkanen Produkte und Konstruktionen nicht entwickelt, aber wenigstens durchschaut." Mal abgesehen davon, dass eine Elite nicht noch erlesen genannt werden sollte (lat. "eligere", wovon "Elite" letztlich abstammt, _heißt_ schon "auslesen"), gibt der Artikel schön wieder, was da abgeht, und gibt Ihrer knappen Aussage gutes Futter. Die andere Seite der "wirklichen Herrscher" sind dann die im Dunkeln, oder? In der Tat: um an ein Problem heranzugehen, muss man es wenigstens teilweise verstanden haben. Und gerade da scheint es zu hapern: sei es, weil man es nicht kann, sei es, weil man es nicht will, sei es, weil man es nicht _darf_. Leider regt sich zunehmend der Verdacht, dass es nicht nur an mangelndem Willen und/oder Können liegt, wenn politischerseits nichts unternommen wird. Wenn man sich den -ob nun selbsternannten oder nicht- "wirklichen Herrschern" aus großteils selbst eingebrockter Geldnot nur noch unterordnen kann, weil einem sonst der Geldhahn zugedreht wird, ist nicht gut gegen den Stachel der Finanzwelt löken, ohne sich gleich den gängigen Vorwürfen des Neids, des linken Spinnertums etc. mehr auszusetzen.
Solange es systemrelevante Finanzabhängigkeiten mit dem unkontrollierbaren Markt gibt, wird kein Banker das Zocken sein lassen - warum das Geld auf der Straße liegen lassen? Blos weil ein auf Zeit gewählter Politiker es für notwendig erachtet? Einer, der nur durch Spenden von Finanzinstituten gewählt worden ist wird Gesetzesvorhaben gegen seine Sponsoren nie´frei bewerkstelligen können - spätestens mit (Geld-) Liebesentzug wandert der Politiker in die Besenkammer und ein neuer Held wird gebacken. Also träume niemand romantisch von irgendwelchen Finanzmarktbandagen!
...interessiert doch in der Politik niemanden mehr. "Richtiges Geld" wird in der "irrealen Wirtschaft" "verdient" - bei Investmentbänkers und Consosorten.
Übrigens: wusstet Ihr schon, dass inzwischen auch in der "realen Wirtschaft" das "Geld" mit dem "Verkauf" von "Finanzierungen" "verdient".
"... die Masters of the Universe, ..., die das berauschende Gefühl beflügelt, zu den _wirklichen Herrschern der Welt zu gehören_. Zu jener kleinen, erlesenen _Elite_, die die komplexe Welt der globalen Finanzmärkte versteht. Sie haben die arkanen Produkte und Konstruktionen nicht entwickelt, aber wenigstens durchschaut." Mal abgesehen davon, dass eine Elite nicht noch erlesen genannt werden sollte (lat. "eligere", wovon "Elite" letztlich abstammt, _heißt_ schon "auslesen"), gibt der Artikel schön wieder, was da abgeht, und gibt Ihrer knappen Aussage gutes Futter. Die andere Seite der "wirklichen Herrscher" sind dann die im Dunkeln, oder? In der Tat: um an ein Problem heranzugehen, muss man es wenigstens teilweise verstanden haben. Und gerade da scheint es zu hapern: sei es, weil man es nicht kann, sei es, weil man es nicht will, sei es, weil man es nicht _darf_. Leider regt sich zunehmend der Verdacht, dass es nicht nur an mangelndem Willen und/oder Können liegt, wenn politischerseits nichts unternommen wird. Wenn man sich den -ob nun selbsternannten oder nicht- "wirklichen Herrschern" aus großteils selbst eingebrockter Geldnot nur noch unterordnen kann, weil einem sonst der Geldhahn zugedreht wird, ist nicht gut gegen den Stachel der Finanzwelt löken, ohne sich gleich den gängigen Vorwürfen des Neids, des linken Spinnertums etc. mehr auszusetzen.
wirklich keine Ahnung von diesen ganzen "Geschäften", nur was mich an Ihrem Kommentar doch sehr stört, ist die Bemerkung von dem Neid der spinnenden Linken. Was ist da so spinnert, wenn diese Menschen fordern, das diese "Geschäfte", wie sie heutzutage von den Banken betrieben werden, für alle verständlich und vor allem "legal" sind!!! Bitte sind Sie mir nicht böse, da bin ich vielleicht auch zu spinnert???
wirklich keine Ahnung von diesen ganzen "Geschäften", nur was mich an Ihrem Kommentar doch sehr stört, ist die Bemerkung von dem Neid der spinnenden Linken. Was ist da so spinnert, wenn diese Menschen fordern, das diese "Geschäfte", wie sie heutzutage von den Banken betrieben werden, für alle verständlich und vor allem "legal" sind!!! Bitte sind Sie mir nicht böse, da bin ich vielleicht auch zu spinnert???
Das die USA und England nicht ihre Vormachtsstellung im Finanzsektor aufgeben wollen. Sie erwarten sich dadurch Vorteile. Ob die beiden Länder angesichts der aktuellen Situation überhaupt Vorteile dadurch haben ist mehr als fraglich. Unbestritten ist dies aber zum Nachteil aller anderen Länder der Welt. Wenn die Staatengemeinschaft es nicht schafft die USA und England zu überzeugen( Argumente gibt es genug) wird sich an der Situation nichts ändern.
Wenn man sich den Vorlauf zur WWK 2008 anguckt und die Verpflechtungen dahinter ( Fil mtip: Inside Job(2010) ) sieht man wie die Finanzindustrie in die Gesetzgebung eingreift und dann zu allem Überfluss noch hochkriminell handelt um kleiner Player zu Betrügen und zu ruinieren.
Es liegt in der Hand der Angelsachsen diese Diktatur des Finanzmarkt zu beenden. Sie werden es aber nicht tun, da es der Finanzsektor, durch verschiedene Instrumente, geschafft hat die Politik in diesen Ländern völlig zu dominieren.
Sie sagen es und der Autor sagt es: die Banken haben aus der Krise nichts gelernt. Mein Beitrag ist als Denkanstoß in Richtung "Ursachen/Gründe für diese Lernverweigerung" gedacht wenn ich die These aufstelle, dass die Politiker und die Investmentbanker aus der Krise deshalb nichts gelernt haben, weil sie die Krise sind!
Was wir in GB und den USA erleben, das ist die räuberische Aneignung des Mehrwerts der wirklichen Produktivkräfte dieses Planeten durch die Avantgarde des "Raffenden Kapitals" (blogfighter.de) - sprich: die Finanzjongleure der von den Neocons geschaffenen Investmentbanken - die schlussendlich zur Enteignung der wirklich Arbeitenden und ihrer Angehörigen führen muss - und führt.
Diese obszöne, die Menschen- und Persönlichkeitsrechte von Milliarden Erdlingen verletzende Wirtschaftsweise hat sich in der Tat als "Modell USA/GB" zu institutionalisieren begonnen, will sagen: es wird inzwischen auch von deutschen Sparkassenleitern nachgeahmt, die das - gesetzlich verboten - gar nicht tun dürften.
Doch bei den Sparkassenleitern macht die - jedem als kriminell bewusste - Zockermentalität leider nicht halt, sondern - gemäß der Volksweisheit: "wie der Herr, so´s Gescherr!" - hat sich die Betrügermentalität inzwischen bis zum "einfachen Mann auf der Straße" als Verhaltensmaxime durchgefressen, was der - mit Brosamen vom Raffenden Kapital ausgehaltenen - "Plappernden Kaste" (blogfighter)ab und zu zu Schlagzeilen über "betrügerische" H4-Empfänger verhilft.
Cool ! Wer hat denn da die Jahresabschlüsse gemacht?
Was wir als erstes brauchen, ist diese Länder auf das deutsche Bilanzrecht einzunorden : IFRS, UK-GAAP, US-GAAP(Oh,Gott!!) einstampfen und das Minimierungsprinzip und den Gläubigerschutz ( nicht den amerikanischen:))einführen.
Dann sehen wir weiter !
Sie sagen es und der Autor sagt es: die Banken haben aus der Krise nichts gelernt. Mein Beitrag ist als Denkanstoß in Richtung "Ursachen/Gründe für diese Lernverweigerung" gedacht wenn ich die These aufstelle, dass die Politiker und die Investmentbanker aus der Krise deshalb nichts gelernt haben, weil sie die Krise sind!
Was wir in GB und den USA erleben, das ist die räuberische Aneignung des Mehrwerts der wirklichen Produktivkräfte dieses Planeten durch die Avantgarde des "Raffenden Kapitals" (blogfighter.de) - sprich: die Finanzjongleure der von den Neocons geschaffenen Investmentbanken - die schlussendlich zur Enteignung der wirklich Arbeitenden und ihrer Angehörigen führen muss - und führt.
Diese obszöne, die Menschen- und Persönlichkeitsrechte von Milliarden Erdlingen verletzende Wirtschaftsweise hat sich in der Tat als "Modell USA/GB" zu institutionalisieren begonnen, will sagen: es wird inzwischen auch von deutschen Sparkassenleitern nachgeahmt, die das - gesetzlich verboten - gar nicht tun dürften.
Doch bei den Sparkassenleitern macht die - jedem als kriminell bewusste - Zockermentalität leider nicht halt, sondern - gemäß der Volksweisheit: "wie der Herr, so´s Gescherr!" - hat sich die Betrügermentalität inzwischen bis zum "einfachen Mann auf der Straße" als Verhaltensmaxime durchgefressen, was der - mit Brosamen vom Raffenden Kapital ausgehaltenen - "Plappernden Kaste" (blogfighter)ab und zu zu Schlagzeilen über "betrügerische" H4-Empfänger verhilft.
Cool ! Wer hat denn da die Jahresabschlüsse gemacht?
Was wir als erstes brauchen, ist diese Länder auf das deutsche Bilanzrecht einzunorden : IFRS, UK-GAAP, US-GAAP(Oh,Gott!!) einstampfen und das Minimierungsprinzip und den Gläubigerschutz ( nicht den amerikanischen:))einführen.
Dann sehen wir weiter !
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