BörsengangFacebook erhöht den Preis

Facebook hat kurz vor dem Börsengang die Preisspanne für Aktien vergrößert. Die Mitarbeiter werden noch reicher, doch es bleiben Zweifel am Geschäftsmodell. von dpa und reuters

© Emily Wabitsch/dpa

Facebook hat informierten Kreisen zufolge die Preisspanne für seine Anteilsscheine erhöht und will bei seinem Gang an die Börse nun mehr als zwölf Milliarden Dollar einnehmen . Wegen der starken Nachfrage habe das Netzwerk die Spanne auf 34 bis 38 Dollar je Aktie von zuvor 28 bis 35 Dollar angehoben, zitierten mehrere Medien damit vertraute Fachleute.

Damit wäre der Konzern zwischen 93 und 104 Milliarden Dollar wert. Facebook käme auf eine größere Marktkapitalisierung als Hewlett-Packard und Dell zusammen.

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Die Aktien sollen ab Freitag an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gehandelt werden.

Das Interesse der Investoren war gewaltig. Das Aktienangebot (IPO) des Netzwerks mit seinen etwa 900 Millionen aktiven Nutzern ist nach Angaben aus internen Kreisen überzeichnet, die Nachfrage also deutlich höher als das Aktienangebot.

Zweifel am Geschäftsmodell

Deswegen würden die Konsortialbanken die Bücher bereits am Dienstag und damit zwei Tage früher als ursprünglich geplant schließen. Sie nehmen dann keine Kaufaufträge mehr entgegen.

Trotz gewaltigen Interesses an Facebook gibt es weiterhin Zweifel an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. Erst Ende April verunsicherte das Unternehmen Beobachter mit dem ersten Umsatzrückgang zum Vorquartal seit mindestens zwei Jahren. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine Milliarde Dollar Gewinn – nach Ansicht von Ökonomen ein krasser Gegensatz zum taxierten Börsenwert.

Hinzu kam, dass institutionelle Anleger eher geringeres Interesse zeigten . Privatanleger konnten so mehr Aktien zugeteilt bekommen als geplant.

Jüngst gestand Facebook ein , dass die Mobilgeräte-Nutzer Probleme bereiten, weil sich für sie derzeit keine Werbung platzieren lässt. Mehr als die Hälfte nutzt Facebook-Nutzer auf mobilen Geräten.

Der Konzern konkurriert vor allem mit Google um die wertvolle Zeit der Internetnutzer, die sich wiederum bei Werbekunden in bares Geld verwandeln lässt.

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Leserkommentare
  1. das dann die Aktionäre Geld sehen wollen, dann werden sich die User noch wundern, was Facebook alles aus ihrem Privatleben rausholt..

    Ich warte auf den Aufschrei!

    • Hermez
    • 15. Mai 2012 9:56 Uhr

    "Jüngst gestand Facebook ein, dass die Mobilgeräte-Nutzer Probleme bereiten, weil sich für sie derzeit keine Werbung platzieren lässt. Mehr als die Hälfte nutzt Facebook-Nutzer auf mobilen Geräten.".....bleibt Facebook bald wirklich nur noch die Option, die gesammelten Nutzerdaten an interessierte Abnehmer meistbietend zu verkaufen..:)

  2. 3. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/kvk

  3. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen. Danke. Die Redaktion/kvk

  4. wilkommen in der Bubble!

  5. ...das die institutionellen Anleger eher zurückhalten seien, was für Privatanleger die Chancen auf Zuteilung erhöhen würden.

    Da kann man doch gar nicht anders als wegrenn..., äh zugreifen.

    Geld verschwindet nicht es wechselt nur vom dummen zu klugen Wirt.

  6. Vorsicht ist beim Aktienkauf auch geboten weil Zuckerberg mit einem Anteil von 60% Unternehmensentscheidungen im Alleingang treffen kann. In folgendem Videoclip sind einige Zusammenhänge visualisiert:

    http://www.youtube.com/wa...

    Wir dürfen gespannt sein auf den größten Börsengang aller Zeiten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Schlagworte Google | Medien | Aktie | Börse | Dollar | Facebook
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