Verpatzter Börsengang: Facebook-Aktie stürzt weit unter Ausgabepreis
Die Aktien von Facebook sind am zweiten Handelstag deutlich unter den Ausgabepreis von 38 Dollar gefallen. Teils ging es mehr als zehn Prozent nach unten.
© Emmanuel Dunand/AFP/GettyImages

An der Nasdaq in New York wurde der Start der Facebook-Aktie mit Euphorie erwartet.
Die Aktie von Facebook ist am zweiten Tag nach dem Börsengang deutlich unter den Ausgabepreis von 38 US-Dollar gefallen. Erst verlor sie sechs Prozent, dann acht Prozent – zwischenzeitlich fiel das Papier sogar um mehr als 13 Prozent auf etwas über 33 Dollar.
Nach etwa einer Stunde Handel in New York pendelte sie sich bei einem Minus von elf bis zwölf Prozent ein. Die Anteilsscheine kosteten damit etwa 34 Dollar (hier der aktuelle Börsenkurs). Mehr als elf Milliarden Dollar Börsenwert lösten sich damit binnen kürzester Zeit in Luft auf. Facebook war an der Börse zuletzt noch 93 Milliarden Dollar wert.
Für Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg und andere Mitbesitzer bedeutet das einige Milliarden Dollar Verlust. Zuckerberg ist mit 503,6 Millionen Aktien der größte Facebook-Anteilseigner. Damit macht eine Kursveränderung von einem Dollar in seinem Fall jeweils etwa eine halbe Milliarde Dollar aus.
Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
Mit dem Kursverlust können sich nun all jene bestätigt fühlen, die Facebook für überbewertet halten. Zwar hat das Netzwerk gut 900 Millionen Mitglieder, doch die Geschäftszahlen fallen bislang eher bescheiden aus: Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen 3,7 Milliarden Dollar Umsatz und eine Milliarde Dollar Gewinn. Die Haupt-Einnahmequelle ist Werbung.
Dabei muss Facebook allerdings eine Lösung für das Problem finden, das immer mehr Nutzer per Smartphone mit ihren Facebook-Freunden kommunizieren – ein Handy-Bildschirm bietet aber viel weniger Platz für Werbung.
Das Unternehmen hatte am Freitag sein weltweit mit Spannung erwartetes Börsendebüt absolviert und viele Experten enttäuscht. Zumeist waren Kurszuwächse von etwa zehn Prozent oder etwas mehr für den ersten Handelstag vorausgesagt worden, tatsächlich schlossen die Papiere aber nur 0,6 Prozent über ihrem Ausgabekurs. Dass sie nicht sogar unter die Marke von 38 Dollar gefallen waren, lag vor allem auch an Stützungskäufen der börsenbegleitenden Bank Morgan Stanley. Erschwerend waren Computerpannen beim Börsenbetreiber Nasdaq hinzugekommen.






realistisch.
Wobei das langfristig noch vorsichtig geschätzt ist.
Aber hauptsache, Zuckerberg & Co. konnten sich einmal mit dem gehypten Ausgabekurs eine goldene Nase verdienen - und die Investitionsbanken gleich mit, wenn ich mich an den anfänglichen Kursanstieg auf knapp 43$ und den direkt folgenden Absturz samt zwischenzeitlicher Stützung erinnere.
klingt tatsächlich sehr bescheiden...
Ganz ehrlich: Ich finde es krank, so einen Gewinn als bescheiden abzutun. In meiner Branche sind das Traumgewinne.
Zur Facebookaktie: Wenn die beteiligten Banken den Kurs schon am Ausgabetag durch Zukäufe stützen müssen, dann ist der Ausgabepreis ganz offensichtlich überbewertet. Genauso wie die Gewinnerwartung..
am Bau, werden um die 3% Gewinn erwartet, wobei da wirkliche Werte langfristig geschaffen werden, eine Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Tunnel, Kanalisation und Gebäude, von der alle anderen Branchen profitieren, dann ist das schon bedenklich, wenn man mit "heißer Luft" solche Gewinne einfahren kann
Sind sehr bescheiden. Von der enormen Umsatzrendite haben die Aktionäre nichts.
Der Fall zeigt, dass an der Börse oft Träume und Erwartungen gehandelt werden.
Dem Bericht nach wurden insgesamt rund 91 Milliarden Dollar für Facebook bezahlt, dem steht ein momentaner Jahresgewinn von einer Milliarde gegenüber.
Dies bedeutet, dass der Einsatz der Aktionäre - aus heutiger Sicht- erst in rund 90 Jahren durch die Rendite aus Dividendenzahlungen erwirtschaftet ist, wer geht solche Geschäfte ein? Leben die Aktionäre ewig?
Gut: Man kann sagen, dass eventuell mit höheren Gewinnen in der Zukunft zu rechnen ist, aber woher sollen diese Gewinne kommen, wenn jetzt selbst die zig Millionen Facebook Benutzer allensfalls rund 3,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften?
Ich kann mir den ganzen Facebook-Hype nur erklären, indem ich davon ausgehe, dass die meisten auf steigende Kurse gewettet haben, sprich in der Hoffnung gekauft haben, einen Käufer zu finden, der noch mehr für die Aktie ausgibt.
Mit Dividendenerwartungen ist meines Erachtens, der Kauf einer einer Facebook-Aktie nicht zu erklären.
am Bau, werden um die 3% Gewinn erwartet, wobei da wirkliche Werte langfristig geschaffen werden, eine Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Tunnel, Kanalisation und Gebäude, von der alle anderen Branchen profitieren, dann ist das schon bedenklich, wenn man mit "heißer Luft" solche Gewinne einfahren kann
Sind sehr bescheiden. Von der enormen Umsatzrendite haben die Aktionäre nichts.
Der Fall zeigt, dass an der Börse oft Träume und Erwartungen gehandelt werden.
Dem Bericht nach wurden insgesamt rund 91 Milliarden Dollar für Facebook bezahlt, dem steht ein momentaner Jahresgewinn von einer Milliarde gegenüber.
Dies bedeutet, dass der Einsatz der Aktionäre - aus heutiger Sicht- erst in rund 90 Jahren durch die Rendite aus Dividendenzahlungen erwirtschaftet ist, wer geht solche Geschäfte ein? Leben die Aktionäre ewig?
Gut: Man kann sagen, dass eventuell mit höheren Gewinnen in der Zukunft zu rechnen ist, aber woher sollen diese Gewinne kommen, wenn jetzt selbst die zig Millionen Facebook Benutzer allensfalls rund 3,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften?
Ich kann mir den ganzen Facebook-Hype nur erklären, indem ich davon ausgehe, dass die meisten auf steigende Kurse gewettet haben, sprich in der Hoffnung gekauft haben, einen Käufer zu finden, der noch mehr für die Aktie ausgibt.
Mit Dividendenerwartungen ist meines Erachtens, der Kauf einer einer Facebook-Aktie nicht zu erklären.
Hätten die Banken heute nicht wieder eingegriffen, wäre diese sicher unter die 30$ gesunken, aber die Banken haben bei 33$ eingegriffen.
Sämtliche Fachleute warnten seit Monaten. Selbst Warren Buffett verkündete vor 50.000 Anlegern, dass er nie in Facebook investieren würde. Aber die Gier war halt zu groß. Wie der Zirkuskönig P. T. Barnum sagte: Es hat noch nie jemand Geld verloren, der die Intelligenz der Leute unterschätzte.
Das ging aber schnell. Wahrscheinlich auch durch die Sammelklagen, die erst nach dem Börsengang bekannt wurden.
wo nichts ist, kann auch langfristig nichts wirklich reales an Wert entstehen - dass es aber so schnell geht mit der Abwertung ist aber doch irgendwie erschreckend
ich kapiere nicht, warum der Facebookgründer weiterhin so viel Aktien an Facebook hält, ich hätte das meiste verkauft und in Firmen investiert, die wirklich etwas produzieren, weil die sind langfristig auch was wert
weiß doch jeder, dass man ein großes Vermögen möglichst breit streuen sollte, um am Ende einen Gewinn einzufahren - solche Unternehmen können "morgen" schon wertlos sein, dann hat er (Zuckerberg) faktisch sein gesamtes Vermögen verloren
"Für Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg und andere Mitbesitzer bedeutet das einige Milliarden Dollar Verlust."
Wie schon zuvor gesagt: Zuckerberg und seine Mitbesitzer haben mit einem exorbitanten Ausgabepreis von 38$ die schlauen Investoren abgezockt. Sie hier als Verlierer im Milliardenbereich zu bemitleiden, ist eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen.
am Bau, werden um die 3% Gewinn erwartet, wobei da wirkliche Werte langfristig geschaffen werden, eine Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Tunnel, Kanalisation und Gebäude, von der alle anderen Branchen profitieren, dann ist das schon bedenklich, wenn man mit "heißer Luft" solche Gewinne einfahren kann
Den Vergleich kann man so nicht stehen lassen, denn natürlich sind auch die Werte der Güter zu berücksichtigen. Wenn man für 1 Mrd € Kosten eine Autobahn baut, dann kann die Baufirma dafür keine 1,5 Mrd € verlangen.
Wenn ich aber für Kosten in Höhe von 50 Cent ein Päcken Kaugummi herstelle, dann findet das für 1 Euro auch seine Käufer. Dadurch ist die prozentuale Marge viel höher.
Da Facebook im Vergleich zu einer Baufirma nur gerine Kosten hat, sind die relativen Gewinnmargen natürlich viel höher und damit die Umsatzrendite.
Diese Umsatzrendite ist aber wie oben erklärt absoluter Unfug, wenn man mit ihr verschiedene Branchen vergleicht.
Die Metro Gruppe hatte beispielsweise 2011 eine Umsatzrendite von 2,11 %. Daimler hatte hingegen 9,1 % und man kann Daimler nun nicht vorwerfen. Apple hatte z.b. über 30 %.
Kommt IMMER auf die Branche an und ist branchenübergreifend absolut unbrauchbar.
...aber darum geht im Detail gar nicht, sondern um die Absurdität der Hypegesellschaft, die in Werten keine Werte mehr erkennt, dafür aber jede Aufmerksamkeit Hypes, ihren Darstellern und dem Abgesang widmet. Dabei muss es dann immer um viel gehen. Miliarden sind bei Geld eine gute Bezugsgrösse. Bei Menschenopfern reichen schon 10 oder 20 aus. Das ist ein Zeitgeistproblem und am Ende wird es auch ein Demokratieproblem werden.
Nicht nur das Falsche wird berichtet und vermeintlich kritisch begleitet, sondern damit auch falsche Werte vermittelt. Am Ende gibt es eine handfeste Vertrauenskrise in allen handeln Gruppen. Das sind Wirtschaft, Politik und Medienwelt. Letztere hat ihr kritisches Bewußtsein - so vorhanden - längst der schnellen Hypeverarbeitung geopfert. Zudem: Selbstkritik gibt es dazu an fast keiner Stelle. Auch die Zeit scheint mir nur noch ein Durchlauferhitzer der Hypeverarbeitung zu sein.
Ein konkretes Beispiel plus einer Vermutung:
Claus Kleber vom heute journal gestern sah dann auch freidig erregt Geld regnen. Heute habe ich das heute journal nicht verfolgen können. Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn er heute Geld verbrennen gesehen hat und dabei tief traurig schaute. Emtionsnachrichten statt sachlicher Aufklärung. Betroffenheitsdebatten statt fundamentaler Sachdebatten und Plakatives statt Investigatives. Schuld sind auch wir Konsumenten dieser entwerteten Fastfoodscheinwelt.
Für Wertiges, Nachhaltiges haben wir als Masse weder Geld noch Zeit.
Den Vergleich kann man so nicht stehen lassen, denn natürlich sind auch die Werte der Güter zu berücksichtigen. Wenn man für 1 Mrd € Kosten eine Autobahn baut, dann kann die Baufirma dafür keine 1,5 Mrd € verlangen.
Wenn ich aber für Kosten in Höhe von 50 Cent ein Päcken Kaugummi herstelle, dann findet das für 1 Euro auch seine Käufer. Dadurch ist die prozentuale Marge viel höher.
Da Facebook im Vergleich zu einer Baufirma nur gerine Kosten hat, sind die relativen Gewinnmargen natürlich viel höher und damit die Umsatzrendite.
Diese Umsatzrendite ist aber wie oben erklärt absoluter Unfug, wenn man mit ihr verschiedene Branchen vergleicht.
Die Metro Gruppe hatte beispielsweise 2011 eine Umsatzrendite von 2,11 %. Daimler hatte hingegen 9,1 % und man kann Daimler nun nicht vorwerfen. Apple hatte z.b. über 30 %.
Kommt IMMER auf die Branche an und ist branchenübergreifend absolut unbrauchbar.
...aber darum geht im Detail gar nicht, sondern um die Absurdität der Hypegesellschaft, die in Werten keine Werte mehr erkennt, dafür aber jede Aufmerksamkeit Hypes, ihren Darstellern und dem Abgesang widmet. Dabei muss es dann immer um viel gehen. Miliarden sind bei Geld eine gute Bezugsgrösse. Bei Menschenopfern reichen schon 10 oder 20 aus. Das ist ein Zeitgeistproblem und am Ende wird es auch ein Demokratieproblem werden.
Nicht nur das Falsche wird berichtet und vermeintlich kritisch begleitet, sondern damit auch falsche Werte vermittelt. Am Ende gibt es eine handfeste Vertrauenskrise in allen handeln Gruppen. Das sind Wirtschaft, Politik und Medienwelt. Letztere hat ihr kritisches Bewußtsein - so vorhanden - längst der schnellen Hypeverarbeitung geopfert. Zudem: Selbstkritik gibt es dazu an fast keiner Stelle. Auch die Zeit scheint mir nur noch ein Durchlauferhitzer der Hypeverarbeitung zu sein.
Ein konkretes Beispiel plus einer Vermutung:
Claus Kleber vom heute journal gestern sah dann auch freidig erregt Geld regnen. Heute habe ich das heute journal nicht verfolgen können. Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn er heute Geld verbrennen gesehen hat und dabei tief traurig schaute. Emtionsnachrichten statt sachlicher Aufklärung. Betroffenheitsdebatten statt fundamentaler Sachdebatten und Plakatives statt Investigatives. Schuld sind auch wir Konsumenten dieser entwerteten Fastfoodscheinwelt.
Für Wertiges, Nachhaltiges haben wir als Masse weder Geld noch Zeit.
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