Aktien und Euro: Wahlausgang in Griechenland treibt weltweit die Kurse
Der Wahlsieg der Konservativen nährt die Hoffnung auf weitere Sparpolitik in Athen. Der Euro-Kurs liegt leicht im Plus, Börsen eröffneten mit Kursgewinnen.
© Yuriko Nakao/Reuters

Aktienhändler am Morgen nach der Griechenland-Wahl in Tokio
Der Sieg der Spar-Befürworter bei der Wahl in Griechenland hat dem Euro Auftrieb gegeben. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich zeitweise auf 1,2748 Dollar, nach 1,2636 Dollar am Freitag in New York. Damit stieg sie auf den höchsten Stand seit einem Monat.
Im Handelsverlauf fiel der Euro jedoch wieder. Währungsexperte Peter Dragicevic von der Commonwealth Bank of Australia mahnte mit Blick auf Griechenland zur Vorsicht: "Es gibt noch einige Unsicherheit darüber, wie die Regierung aussehen wird." Hier warte der Markt auf Klarheit.
Der Sieg der Euro-Befürworter verlieh den Börsen in Asien jedoch bereits kräftig Auftrieb. In Tokio stieg der Nikkei-Index bis zum Nachmittag (Ortszeit) um etwa 160 Punkte, was fast zwei Prozent entspricht.
Skepsis betreffs Aufwärtstrend
In Hongkong stieg der Hang Seng Index um 1,45 Prozent, in Shanghai ging es 0,49 Prozent aufwärts, ebenso in Korea und Taiwan. "Das schlimmste Szenario ist fürs erste abgewendet", sagte der Finanzfachmann Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities im Hinblick auf ein mögliches Ausscheiden des überschuldeten Griechenlands aus der Euro-Zone. Doch einige Marktanalysten sind weiter skeptisch, ob der Aufwärtstrend anhält und verweisen auf die andauernden Sorgen über die Finanzlage Spaniens.
Auch der deutsche Index Dax verzeichnete zur Börsenöffnung in Frankfurt einen Gewinn. Die 30 wichtigsten Aktienwerte lagen in der ersten Handelsstunde im Schnitt einen knappen Prozentpunkt im Plus.
Aus der Parlamentswahl war die konservative Nea Dimokratia mit knapp 30 Prozent als stärkte Kraft hervorgegangen. Zusammen mit der sozialistischen Pasok würde sie über eine Mehrheit im Parlament verfügen.
Beide Parteien haben sich für die Beibehaltung des Sparkurses und einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. Die Vorgängerregierung war an der Sparpolitik zerbrochen.







Griechenlands Anteil am BIP der EU-27 betägt unter 3%, die Sparmassnahmen eine Fraktion davon, und da sollen wir glauben, dies rettet die Weltmärkte, die Weltbörsen und den Euro, sicher doch! Vielleicht sollten "die Märkte", eigentlich die Akteure dahinter, einmal anfangen gute alte ökonomische Grundlagen anzuwenden, anstatt sich in irgenwelchen Marktphilosopien zu üben, die aber auch garnichts mit der Realität zu tun haben. Aber so lange es keine Begrenzung für diesen Irrsinn gibt, entscheiden irrational agierende, schlecht ausgebildete und ängstlich wirkende Marktakteure über die politische Zukunft ganzer Kontinente.
wie der FDP-Politiker Rösler in einer Nation mit 82 Mio.EW mit an den Schalthebeln der Macht sitzen dürfen, wird sich wohl nichts ändern bei den Banken. Die Merkelschen Versprechen, da soll sich etwas ändern, wurden auch nicht eingehalten. Sie schaffen (oder wollen es nicht schaffen) es nicht, die Finanzwelt auf ihre eigentliche Aufgabe zurück zu führen. Die Politik bleibt machtlos.
....etwas richtig taxiert. Es ist ein "Non-Event". Es hat lediglich eine unmittelbare Gefahr sich vertagt. So atmeten die Marktteilnehmer auf und kehren jetzt sich der Sorge um europäisches Versagen wieder zu. Wie groß dieses Versagen ist, ermessen Sie mE recht anschaulich. Man hat zugelassen, dass ein Problem der Größe der Portokasse einer kleinen Filiale auswächst, bis nun der Bankrott ernsthaft droht.
wie der FDP-Politiker Rösler in einer Nation mit 82 Mio.EW mit an den Schalthebeln der Macht sitzen dürfen, wird sich wohl nichts ändern bei den Banken. Die Merkelschen Versprechen, da soll sich etwas ändern, wurden auch nicht eingehalten. Sie schaffen (oder wollen es nicht schaffen) es nicht, die Finanzwelt auf ihre eigentliche Aufgabe zurück zu führen. Die Politik bleibt machtlos.
....etwas richtig taxiert. Es ist ein "Non-Event". Es hat lediglich eine unmittelbare Gefahr sich vertagt. So atmeten die Marktteilnehmer auf und kehren jetzt sich der Sorge um europäisches Versagen wieder zu. Wie groß dieses Versagen ist, ermessen Sie mE recht anschaulich. Man hat zugelassen, dass ein Problem der Größe der Portokasse einer kleinen Filiale auswächst, bis nun der Bankrott ernsthaft droht.
wie der FDP-Politiker Rösler in einer Nation mit 82 Mio.EW mit an den Schalthebeln der Macht sitzen dürfen, wird sich wohl nichts ändern bei den Banken. Die Merkelschen Versprechen, da soll sich etwas ändern, wurden auch nicht eingehalten. Sie schaffen (oder wollen es nicht schaffen) es nicht, die Finanzwelt auf ihre eigentliche Aufgabe zurück zu führen. Die Politik bleibt machtlos.
einer der unzähligen schlechten für uns europäer!
In Spanien, Italien, Frankreich wird die Zukunft der Währungsunion besiegelt. Und die Entwicklung der letzten Wochen dort ist wesentlich besorgniserregender als ein Wahlgewinn der Syriza mit 98%. Außerdem hat sich an der Lage in Griechenland absolut nichts verändert - die Industrieproduktion ist auf den Stand von 1978 zurückgefallen (Spanien steht hier etwas besser, die sind wohl erst auf dem Stand von 1992 angelangt). Tendenz: weiterhin stark abwärts, im Gegensatz zu den exponentiell wachsenden Target2-Salden.
Die gesamte Währungsunion ähnelt einem Schwungrad mit Unwucht, welches immer weiter beschleunigt wird, während die Konstrukteure versuchen, durch eine Verstärkung mit Panzertape noch ein paar Umdrehungen herauszuschinden - jeder weiß, dass der große Knall kommt, aber der genaue Zeitpunkt ist noch ungewiss...
Marc Faber: Deutschland wird Eurozone verlassen
http://goo.gl/6lifc
Was Politik und Medien verschweigen hat der unmögliche ehemalige Bundesbanker und Finanzsenator Sarrazin in der FAZ auf den Punkt gebracht:
"Der deutsche Sparer soll durch die Entwertung seiner Geldvermögen für die Konsolidierung der Südländer bezahlen. Das ist im Kern der Inhalt der Politik der Bundesregierung, auch wenn das so nicht beabsichtigt war".
"In Hongkong stieg der Hang Seng Index um 1,45 Prozent, in Shanghai ging es 0,49 Prozent aufwärts"
Der Hang Seng Index ist seit Anfang Juni im Aufwärtstrend. Der DAX ist aktuell nicht mal ein halbes Prozent im Plus und zeigt seit Anfang Juni einen leichten Aufwärtstrend. Die Vorstellung, dass diese Kursentwicklung ursächlich mit dem Wahlergebnis in Griechenland zusammenhängt ist geradezu abenteuerlich.
"Der Wahlsieg der Konservativen nährt die Hoffnung auf weitere Sparpolitik in Athen. Der Euro-Kurs liegt leicht im Plus, Börsen eröffneten mit Kursgewinnen."
Spekulanten, Bankster, Händler, Diebe - es ist noch Geld da!
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