Altersvorsorge Studie legt Schwächen der Riester-Rente offen
Verbraucherexperten zufolge lohnt sich die Riester-Rente nicht. Die Altersvorsorge wirft keine Rendite ab, lautet die Analyse. Es sei denn, man lebt besonders lange.
© Sean Gallup/Getty Images

Eine ältere Frau in Berlin
Die vor zehn Jahren eingeführte Riester-Rente zeichnet sich durch eine schlechte Rendite, hohe Gebühren und intransparente Verträge aus. Zu diesem Urteil kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie zu der zusätzlichen Altersvorsorge. Die mit ihr verbundenen Erwartungen seien in keiner Weise erfüllt, schreiben die Forscher in der Studie, die in Kooperation mit der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung entstand.
"Die Riester-Produkte haben sich seit ihrer Einführung zuungunsten der Sparer entwickelt", sagte die DIW-Verbraucherpolitikexpertin Kornelia Hagen. Die Rendite der Riester-Renten sei "oft so schlecht wie beim Sparstrumpf". Auch die "gesamtgesellschaftliche Rendite" der Riester-Rente sei völlig unbefriedigend.
Zudem lohne sich die Riester-Rente nur für Menschen, die sehr alt würden: Der Versicherungsmathematiker und neue Vorstandschefs des Bundes der Versicherten (BdV), Axel Kleinlein, rechnete die Defizite der zusätzlichen Altersvorsorge vor. Eine heute 35-jährige Frau muss bei Abschluss eines Riester-Vertrags fast 85 Jahre alt werden, um mit ihren Einzahlungen einschließlich staatlicher Zulagen auf eine Rendite von 2,5 Prozent zu kommen. Um wenigstens Spareinlagen plus Zuschüsse zurückzuerhalten, müsse sie mindestens 77 Jahre werden. Sollen gar ein Inflationsausgleich und höhere Zinsen erwirtschaftet werden, müsste die Sparerin 104 bis 109 Jahre alt werden.
Kleinlein sagte, die Untersuchungen hätten die Aussage widerlegt, "die Riester-Rente lohnt sich für alle". Bislang hätten nur knapp 40 Prozent der Anspruchsberechtigten einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Im unteren Einkommensbereich seien es sogar noch deutlich weniger. Auch Menschen mit geringer Bildung und Migrationshintergrund riestern demnach seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung. Dennoch raten die Wissenschaftler nicht generell vom Abschluss ab, empfehlen aber fachkundige Beratung. Nötig sei zudem eine grundlegende Reform.
- Datum 23.11.2011 - 20:06 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
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Natürlich lohnt sich die Riesterrente. Für die Versicherungswirtschaft!Für den Versicherten nur, wenn er so alt wie Joopi wird.
Die gleiche Klientelpolitik hätte die liebe Versicherungswirtschaft natürlich auch gerne bei der Pflegeversicherung. Private Vorsorge. Die Lobby ist schon kräftig am arbeiten. Ich kann nur jedem von dem Riesterbetrug abraten.
"Aus Sicht der Linken ist die Riester-Rente "der löchrige Sparstrumpf" der Versicherten und der "Goldesel für die Versicherer". Statt in die Taschen der Versicherer sollten die Riester-Zulagen in Milliardenhöhe besser in die gesetzliche Rentenversicherung fließen, sagte der rentenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Matthias Birkwald." Meine volle Zustimmung!
Wer sich mit der Riesterrente mal auseinandersetzen will, der sollte mal hier etwas recherchieren:
http://www.nachdenkseiten...
Dort wird seit langer Zeit schon beschrieben was dort, eigentlich recht einfach zu sehen, abläuft.
Die Riesterrente ist ein Musterbeispiel für den Lobbyismus, die Korruption und die Abzockerei die man in diesem Land statt einer wahren Demokratei hat!
Für Walter Riester und für Bert Rürup hat es sich doch richtig gelohnt, die nach ihnen benannten "Renten" zu erfinden: Herr Maschmeyer hat es mit sehr gut dotierten Jobs und Beraterpöstchen gedankt...
Piet Klockes legendärem Beitrag aus "Neues aus der Anstalt" ist nichts mehr hinzuzufügen:
http://www.youtube.com/wa...
Also wenn man Ihren Beitrag liest, drängt sich einem der Verdacht auf SIE SIE SIE sind ein ganz linker der die SOZIALDEMOKRATIE mit ihren Wohltaten wie Riesterrente die am kleinen Mann vorbeigehen ablehnt ?
Aber Recht haben Sie.
Mit freundlichem Gruß Kohl-Haas
Wer sich mit der Riesterrente mal auseinandersetzen will, der sollte mal hier etwas recherchieren:
http://www.nachdenkseiten...
Dort wird seit langer Zeit schon beschrieben was dort, eigentlich recht einfach zu sehen, abläuft.
Die Riesterrente ist ein Musterbeispiel für den Lobbyismus, die Korruption und die Abzockerei die man in diesem Land statt einer wahren Demokratei hat!
Für Walter Riester und für Bert Rürup hat es sich doch richtig gelohnt, die nach ihnen benannten "Renten" zu erfinden: Herr Maschmeyer hat es mit sehr gut dotierten Jobs und Beraterpöstchen gedankt...
Piet Klockes legendärem Beitrag aus "Neues aus der Anstalt" ist nichts mehr hinzuzufügen:
http://www.youtube.com/wa...
Also wenn man Ihren Beitrag liest, drängt sich einem der Verdacht auf SIE SIE SIE sind ein ganz linker der die SOZIALDEMOKRATIE mit ihren Wohltaten wie Riesterrente die am kleinen Mann vorbeigehen ablehnt ?
Aber Recht haben Sie.
Mit freundlichem Gruß Kohl-Haas
Jubelartikel wie der hier: http://www.zeit.de/2011/4.... Für Männer mit ihrer niedrigeren Lebenserwartung lohnt sich Riestern aufgrund der Unisex-Tarife erst recht nicht. Da spart man lieber einfach nur so.
wie unterschiedlich die Bewertung erfolgt, wenn man beide Artikel miteinander vergleicht. Immerhin liegen zwischen diesen beiden Artikeln ganze 5 Wochen. Meines Wissens hat es in diesem Zeitraum keine Veränderungen in der Mathematik nach Adam Riese gegeben. Wie man dann zu so verschiedenen Schlüssen kommt, ist mir ein Rätsel. Oder ist Herr Rohwetter gar davon ausgegangen, dass die Leute in 35 bis 40 Jahren alle so um die 120 Jahre alt werden und bis 85 arbeiten?
Für wen hat letztlich Herr Rohwetter diesen Artikel geschrieben? Für mich ist das falsche Propaganda, zum Vorteil für die Versicherungsgesellschaften und zum Nachteil der Bürger.
wie unterschiedlich die Bewertung erfolgt, wenn man beide Artikel miteinander vergleicht. Immerhin liegen zwischen diesen beiden Artikeln ganze 5 Wochen. Meines Wissens hat es in diesem Zeitraum keine Veränderungen in der Mathematik nach Adam Riese gegeben. Wie man dann zu so verschiedenen Schlüssen kommt, ist mir ein Rätsel. Oder ist Herr Rohwetter gar davon ausgegangen, dass die Leute in 35 bis 40 Jahren alle so um die 120 Jahre alt werden und bis 85 arbeiten?
Für wen hat letztlich Herr Rohwetter diesen Artikel geschrieben? Für mich ist das falsche Propaganda, zum Vorteil für die Versicherungsgesellschaften und zum Nachteil der Bürger.
Ein großer Teil der jungen Generation hangelt sich ohnehin von befristetem zu befristetem Vertrag. Auch deshalb würde ich mir kein Riestervertrag oder eine Lebensversicherung ans Bein binden. Wenn die junge Generation mal Geld verdient, muss sie einen großen Anteil davon, an die heutige Rentnergeneration abdrücken, die übrigens für die eigene üppige Rente verhältnismäßig wenig eingezahlt hat. 1967 lag die Beitragsbemessungsgrenze bei 1.400 DM, der Rentenbeitrag bei 15%, heute sind es 5.500 EUR und 19,9% (und alles wird an die heutigen Rentner ausgekehrt und in Gran Canaria-Reisen investiert, statt Teilbeträge für schlechte Zeiten anzusparen). Das wird gern verschwiegen! Die junge Generation kann sich vielfach nicht das Finanzpolster aufbauen, dass man auch für die Familiengründung bräuchte.
"die übrigens für die eigene üppige Rente verhältnismäßig wenig eingezahlt hat."
Vor etwa 10 Jahren, da stimmte der Spruch noch. Mittlerweile ist der Rentenanspruch um etwa 15% absenkt worden. Heute etwa, 57 % vom durschnittlichen Nettolohn, bei 50 Beitragsjahren. Versteuerung kommt für einige noch dazu. Tendenz - weiter Fallend.
Die jetzigen Renter sind schon Beschissen worden, die Zukünftigen noch mehr!
...das letzte Hemd von mir bekommen, wenn nötig, und möglich, von meiner künftigen Rente. Weil Jugend Zukunft ist für mich, auch wenn ich einmal alt bin.
Vielen Dank für den passenden Kommentar. Das gleiche sage ich seit Jahren, zu meinem "Berater" bei der Bank, meinen Großeltern bei der Frage nach Urenkeln etc. etc. Vieles, was früher möglich war, kann sich meine Generation trotz Vollzeitjob einfach nicht mehr leisten.
"die übrigens für die eigene üppige Rente verhältnismäßig wenig eingezahlt hat."
Vor etwa 10 Jahren, da stimmte der Spruch noch. Mittlerweile ist der Rentenanspruch um etwa 15% absenkt worden. Heute etwa, 57 % vom durschnittlichen Nettolohn, bei 50 Beitragsjahren. Versteuerung kommt für einige noch dazu. Tendenz - weiter Fallend.
Die jetzigen Renter sind schon Beschissen worden, die Zukünftigen noch mehr!
...das letzte Hemd von mir bekommen, wenn nötig, und möglich, von meiner künftigen Rente. Weil Jugend Zukunft ist für mich, auch wenn ich einmal alt bin.
Vielen Dank für den passenden Kommentar. Das gleiche sage ich seit Jahren, zu meinem "Berater" bei der Bank, meinen Großeltern bei der Frage nach Urenkeln etc. etc. Vieles, was früher möglich war, kann sich meine Generation trotz Vollzeitjob einfach nicht mehr leisten.
Wer hätte das gedacht? - Immerhin: Vielleicht sind solche Regierungsaktionen mit eine Erklärung dafür, warum in der Schule immer schlechtere Rechenkünste vermittelt werden: Es könnte ja einer zu früh draufkommen...
Die Riester-Rente finanziert als allererstes exorbitante Provisionen, Puff-Besuche, Koks- und Champagnerparties.
Achtung Zensoren: Das ist keine Polemik, das sind schlichtweg die Fakten.
jeder der sich mit den Verträgen auseinandergesetzt hätte, hätte dies erkannt. 10-15 Provision (Maschmeyer lacht immer noch), dann Verwaltungsgebühr während der Rentenzahlung (bis zu 5 Prozent), dann die Versicherung zur Vorsorge für Zahlungen ab dem 85. Lebensjahr (wird bei Rentenantritt fällig) 30-40 Prozent der Gesamtsumme frei definierbar vom Versicherer, dann muss die Rente noch versteuert werden. Also 60 Prozent sind schon weg bevor irgendeine Zahlung erfolgt ist.
Wenn man nun noch annimmt das Aktienunterlegte Fonds keine Erträge bringen könnten, weiß man wo es hinläuft.
Altersarmut wird den deutschen Staat über die Klippe bringen und das dürfte in den nächsten 5 bis 10 Jahren beginnen.
"die übrigens für die eigene üppige Rente verhältnismäßig wenig eingezahlt hat."
Vor etwa 10 Jahren, da stimmte der Spruch noch. Mittlerweile ist der Rentenanspruch um etwa 15% absenkt worden. Heute etwa, 57 % vom durschnittlichen Nettolohn, bei 50 Beitragsjahren. Versteuerung kommt für einige noch dazu. Tendenz - weiter Fallend.
Die jetzigen Renter sind schon Beschissen worden, die Zukünftigen noch mehr!
Wie dumm die Menschen, die gering verdienen und/oder lange erwerbslos sind, mit einer Riester-Rente dastehen, da diese voll auf die sogenannte "Grundsicherung" (= Mindestrente) angerechnet wird.
Die werden sich im Alter dann ärgern, das Geld nicht verjubelt zu haben ...
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