US-Autoindustrie Das Image von Toyota ist angekratzt
Es ist keine Rückrufaktion im klassischen Sinn: Toyota hat in den USA Ärger mit Bodenmatten in Oberklassemodellen. Nach den umfangreichen Problemen am Jahresbeginn hat der weltgrößte Autohersteller also erneut ein Qualitätsproblem. Und das ausgerechnet jetzt.
© Toshifumi Kitamura/AFP/Getty Images

Rückruf wegen einer losen Fußmatte: Toyota zieht 3,8 Millionen Autos aus dem Verkehr.
Der weltgrößte Autohersteller Toyota hat in den USA Ärger mit Fußmatten in Oberklassemodellen. Nach einem bisher nicht aufgeklärten Autounfall gab das Unternehmen die Empfehlung heraus, am Fahrersitz vorerst auf das pflegeleichte Extra zu verzichten. "Wir raten unseren Kunden, die Fußmatte zu entfernen und nicht durch eine andere Fußmatte zu ersetzen", sagte ein Sprecher in Tokio.
"Es handelt sich nicht um einen Rückruf, aber wir nehmen den Fall sehr, sehr ernst", sagte er weiter. In Amerika war der Verdacht aufgekommen, dass sich eine von Kunden ausgelegte Matte verschoben und das Gaspedal blockiert haben könnte. Korrekt befestigtes Originalzubehör von Toyota gilt jedoch weiterhin als sicher.
Auch US-Behörden reagierten mit einem Sicherheitshinweis. "Wir empfehlen den Haltern der betreffenden Fahrzeuge dringend, Matten oder andere Gegenstände zu entfernen, die zu unbeabsichtigter Beschleunigung führen könnten", teilte die National Highway Traffic Safety Administration mit. Wegen der großen Zahl von Modellen mit ähnlicher Anordnung von Fußmatte und Pedalen gilt die Sicherheitswarnung für 3,8 Millionen Fahrzeuge aus acht Typenreihen, darunter die Edelmodelle Prius und Lexus.
US-Zeitungen behandelten den Fall überwiegend wie einen echten Rückruf in die Werkstätten wegen eines defekten Teils am Auto. Ein Autoexperte in Tokio vermutete hinter der scharfen Reaktion der US-Öffentlichkeit eine Gegenbewegung, nachdem die Schwächen der nationalen Autoindustrie in den vergangenen Monaten so "gnadenlos zutage getreten sind, während alle nur noch die Japaner gelobt haben".
Zu der von in den US-Medien verbreiteten Version vom Werkstattrückruf dürfte jedoch vor allem beigetragen haben, dass amerikanische Stellen ihre Sicherheitswarnung in der Kategorie eines safety recall führen. "Das ist keine gute Werbung", sagt Aktienexperte Yuuki Sakurai von Fukuoka Capital der Nachrichtenagentur Reuters. Zu den Kosten der Sicherheitswarnung machte Toyota keine Angaben, doch sie dürften deutlich unter einem richtigen Rückruf mit Belegung von Werkstätten und Einsatz von Ersatzteilen liegen.
Für den Fall unkontrollierter Beschleunigung empfiehlt Toyota, den Motor abzustellen und "die Bremsen zu benutzen, um kontrolliert am Fahrbahnrand anzuhalten". Bei einem Unfall im vergangenen Monat hatte ein Autofahrer am Steuer vom Handy aus die Notrufnummer angerufen und der Rettungsstelle gesagt, sein Auto habe ohne sein Zutun auf 190 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Kurz darauf hatte er einen tödlichen Zusammenstoß, bei dem auch drei Familienmitglieder starben. Er fuhr das Toyota-Oberklassemodell Lexus ES350.
- Datum 01.10.2009 - 09:55 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Handelsblatt.com
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Vielleicht hätte der Beifahrer mal lieber am Zündschlüssel hantieren sollen, an Stelle zu telefonieren. Aber so ist das in der neuen Online-Welt: bevor man nachdenkt erst mal googeln, oder den Telefon-Joker einsetzen....
Ein durchdrehender Motor kann auf viele Arten entschärft werden - in US-Autos reicht ein Schubs am Automatikhebel (auf N) auch.
Solchen Fahrern sollte man die "license" entziehen.
Aber eher wahrscheinlich ist, dass Toyota geschwächt werden soll.
Die bauen einfach gute Autos und sind alles Andere als dumm -
wie die den Prius verkaufen (trotz blödsinniger Technik) ist nur genial zu nennen
(OK - dafür braucht man nur genug Doofe, und dann kann Toyota auch mal ausbaden, was die Doofen sonst noch so anstellen.....).
Ein durchdrehender Motor kann auf viele Arten entschärft werden - in US-Autos reicht ein Schubs am Automatikhebel (auf N) auch.
Solchen Fahrern sollte man die "license" entziehen.
Aber eher wahrscheinlich ist, dass Toyota geschwächt werden soll.
Die bauen einfach gute Autos und sind alles Andere als dumm -
wie die den Prius verkaufen (trotz blödsinniger Technik) ist nur genial zu nennen
(OK - dafür braucht man nur genug Doofe, und dann kann Toyota auch mal ausbaden, was die Doofen sonst noch so anstellen.....).
Ein durchdrehender Motor kann auf viele Arten entschärft werden - in US-Autos reicht ein Schubs am Automatikhebel (auf N) auch.
Solchen Fahrern sollte man die "license" entziehen.
Aber eher wahrscheinlich ist, dass Toyota geschwächt werden soll.
Die bauen einfach gute Autos und sind alles Andere als dumm -
wie die den Prius verkaufen (trotz blödsinniger Technik) ist nur genial zu nennen
(OK - dafür braucht man nur genug Doofe, und dann kann Toyota auch mal ausbaden, was die Doofen sonst noch so anstellen.....).
Was die vom Vorkommentator kritisierte Hybridtechnik angeht. Nach Aussage meines Professors liegt die automobile Durchschnitts-geschwindigkeit in Japan bei unter 30 km/h. Unter solchen Bedingungen ist es mehr als naheliegend dass die japanischen Hersteller früher auf den Hybrid gesetzt haben als die Europäischen. Angeblich führt der Prius in Japan die Zulassungszahlen an.
Und das sind ja wohl nicht alles Idioten, sondern Menschen die halt ein Auto benötigen und es einigermaßen wirtschaftlich durch die asiatischen Megastaus bewegen wollen, weil es halt doch noch etwas schneller ist, als Laufen und Radfahren. Im Stop und Go Verkehr hat halt der Hybrid die Nase vorn.
Die europäischen Hersteller haben es halt mit Autobahn- und Landstraßen-dominierten Fahrprofilen zu tun, und da ist einfach für Vielfahrer der diesel das Witschaftlichste.
In Amerika ist Treibstoff sowiso zu billig. Da dominieren halt grosse Benzinfahrzeuge mit Verbräuchen bei denen es uns die Sprache verschlägt.
Aber eigentlich haben sowohl Asiaten, alsauch Europäer, alsauch Amis genau die Fahrzeuge die in ihrer jeweilige Gesellschaft wirtschaftlich sinnvoll sind.
Und im Fall japanischer Hybrid und europäischer Diesel muss man halt sagen, jeder von beiden ist in seinem Heimatland absolut das sinnvollste.
Dass ein Auto 190 fährt, und der Fahrer nix tun kann, glaub ich schlichtweg nicht. Selbst wenn die gesamte Autoelektronik versagt, sollte das Durchtreten der mechanischen Bremse doch reichen, das Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Wer seine Fußmatte so montiert, dass sie das Gaspedal verklemmt hat es einfach nicht verdient, ein Auto zu fahren.
Nach der Lektüre des Artikels frage ich mich, wer allen Ernstes behaupten kann, es handele sich um ein Problem von Toyota, wenn die Ursache der Unfälle nachweislich im Verhalten der Fahrzeugbesitzer zu finden ist.
Der Hinweis, man möge zum Anhalten doch bitteschön die Fußbremse benutzen ist in diesem Zusammenhang eine schöne Pointe.
Sollte es zu einer - erfolgreichen - Klage kommen, der "Stella Award" ist dem Kläger sicher!
Warum soll ein Hybrid-Auto blödsinnig sein? Nach 12 Jahren Prius und 1,8 Millionen verkauften Exemplaren begreifen sogar die Deutschen Autobauer, dass es ohne nicht gehen wird. Bremsenergie nicht in Staub und Wärme umzuwandeln kann ja wohl nicht blödsinnig sein!!! Bis zu 3km in der Stadt elektrisch fahren mit dieser Brems-Energie kann auch nicht blödsinnig sein. Deutsche Taxifahrer fahren 500tkm mit dem Prius und der angeblich "blödsinnigen" aber ausgereiften Technik, also muss es sich auch bei uns lohnen.
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