Onlinehandel Kindle beschert Amazon hohe Gewinne

Der Online-Versandhändler Amazon trotzt der Wirtschaftskrise. Dank Kindle, dem Lesegerät für elektronische Bücher, erzielt der US-Konzern erneut einen kräftigen Gewinn.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat mit seinem Lesegerät Kindle auf das richtige Pferd gesetzt

Amazon-Chef Jeff Bezos hat mit seinem Lesegerät Kindle auf das richtige Pferd gesetzt

Während das konkurrierende Online-Auktionshaus eBay erneut sinkende Gewinne verzeichnet, freut sich der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon über einen blühenden Umsatz.

Die jüngsten Quartalszahlen Amazons haben die Erwartungen der Experten übertroffen. Der Überschuss stieg im dritten Quartal um fast 70 Prozent auf 199 Millionen Dollar (133 Mio. Euro). In Folge schoss die Aktie am Donnerstagabend im nachbörslichen US-Handel um rund 15 Prozent nach oben.

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Knapp die Hälfte seiner gesamten Einnahmen erzielte Amazon zuletzt außerhalb des Heimatmarkts. Deutschland zählt dabei zu den wichtigsten Ländern. Insbesondere die Unterhaltungselektronik kurbelte den Umsatz an.

Kindle, das Gerät zum Lesen elektronischer Bücher und Zeitungen, sei der meist verkaufte Artikel des Unternehmens gewesen, erklärte der US-Konzern. Der E-Book-Reader ist seit Kurzem auch in Deutschland und rund 100 anderen Ländern außerhalb der USA erhältlich.

Amazon senkt nun den Preis für die internationale Version von 279 Dollar auf das US-Niveau von 259 Dollar. Allerdings fallen weitere Kosten unter anderem für den Versand an. Die auf dem Kindle gespeicherten Bücher und Zeitungen können auch über das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 genutzt werden.

Allerdings bekommt Kindle bald Konkurrenz: Rivalen sind etwa der Sony-Konzern und bald auch das Berliner Unternehmen txtr GmbH, das ab Dezember ein eigenes Lesegerät auf den Markt bringt. Im Gegensatz zur Konkurrenz hat Amazon bisher fast ausschließlich englischsprachige Inhalte für seinen Kindle im Angebot.

Auch für das Weihnachtsgeschäft rechnet Amazon mit höheren Umsätzen. Für das laufende Schlussquartal erwartet das Unternehmen Einnahmen zwischen gut acht und mehr als neun Milliarden Dollar. Dies wäre ein weiteres Wachstum zum Vorjahresquartal von bis zu 36 Prozent. Der operative Gewinn soll zwischen 300 und 425 Millionen Dollar liegen und damit um bis zu 56 Prozent steigen.

 
Leser-Kommentare
    • T.M.
    • 23.10.2009 um 9:09 Uhr

    Also bitte, die einhellige Überschrift in der Journaille lautet "Kindle lässt die Kassen klingeln". Wenn schon überall derselbe Artikel, dann wenigstens richtig.

    • eras
    • 23.10.2009 um 9:26 Uhr

    ...in die Zukunft. Und die deutschen Verlage schlafen, wenn sie nicht gerade dabei sind, das Konzept des EReaders infrage zu stellen (von wegen "der Kunde will das gedruckte Buch"). Oder die Autorenapokalypse an die Wand zu malen.

    Was ist eigentlich mit der Zeit? Schon aufgewacht oder noch im Tiefschlaf?

  1. ... aber die kleinen Laptops (netbooks) werden immer besser. Windows 7 liest auch die Formate mit denen der Kindle etc. arbeitet. netbooks stellen "Welten" & Internet dar; kindle´s & Co. nur Schwarz-Weiß und einen eingeschränkten Nutzerservice. Netbboks der Zukunft werden viel stromsparender, sicher auch dank neuster Flachbildschirmtechnologien ... also werden die kindle´s & Co. nur einen anfänglichen Achtungserfolg einfahren.

    Letztendlich wird es wie mit der Geschichte der "pager" und "handys" sein. Der "pager" überlebte als Massenprodukt nicht, sondern wurde eine Nischenanwendung. "Handys" übernahmen das SMS´en ... und stellen heute eine millionenfach bewährte Einnahmequelle der Netzbetreiber dar. Auch ein Handy ist stromintensiver ... und ... und ... als ein Pager, aber ... der Pager wurde innerhalb von nur wenigen Jahren wieder verdrängt. Zu schnell und zu gewaltig waren die technologischen Innovationsschübe im Handybereich. Das Gleiche steht den Kindle´s & Co. noch bevor.

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