Wirtschaftskrise Bahn fürchtet DumpingpreiseSeite 2/2
Allerdings müsse dieses Geschäft zukunftsfähig gestaltet werden. Denkbar sei, über den Verbund mit DB Schenker Logistics "die letzte Meile vom und zum Kunden auf der Straße zu fahren" und die Fracht dann in den verbliebenen Güterbahnhöfen auf den Zug zu bringen.
Künftig würden Schienenangebote in den Logistiksystemen von Schenker eine größere Rolle spielen als bisher. „Unsere Stärke ist es, dass wir alle Transportlösungen der Verkehrsträger aus einer Hand anbieten – zumindest in Europa können wir alles.“ DB Schenker versuche, Logistiksparte und Güterbahn zum Gesamtangebot zu verbinden.
Die Integration war in den vergangenen Jahren nur zögerlich voran gekommen. Rausch begründet das mit dem Boom der letzten Jahre: Alle Kapazitäten seien ausgelastet gewesen, da habe man die neue Gemeinsamkeit eher hinaus geschoben. Das müsse jetzt anders werden: "Wir müssen zwei stolze Geschäftsbereiche zusammenbringen, damit sie gemeinsam stolz sind."
- Datum 19.10.2009 - 14:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Handelsblatt.com
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zu bringen war aber eine der großen Aufgaben der Bahn, die spätestens das Mehdorn-Management mit freundlicher Duldung der Politik vermasselt hat. Und nun ist das Gejammer groß.
Kein Wort mehr von politisch motivierten erforderlichen infrastrukturellen Aufgaben der Bahn - zumal auch schon reichlich Infrastruktur zurückgebaut und Anlagen verkauft wurden.
Was machen die Schweizer Bahnen anders (und vor allem besser) als die Deutsche Bahn, deren weltweite Expansionsgelüste mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dem viel wichtigerem innerdeutschen Aufgaben massiv geschadet hat?
Sowas wie bei der Berliner S-Bahn und den ICE wird wohl in der Schweiz nicht passieren.
Es liegt wie fast immer auch am fehlenden politischen Willen für die richtigen Manager und deren Aufgabenbeschreibung.
Die Güterbahn muss raschest auf die längst entwickelte und erprobte Mittelpufferkupplung mit Elektrokupplung (automatische Bremsprobe und Sensorik) umgerüstet werden. Diese Investition erhöht die Leistungsfähigkeit (schnelles, billiges Rangieren; schwerere und längere Züge, größere Sicherheit usw.) weit stärker als sündteure Neubaustrecken. Das Bedienen von Anschlussbahnen wird vielfach wieder konkurrenzfähig. Anstatt mit Monster-LKW den Einzelwagenverkehr der Bahn endgültig zu ruinieren, muss endlich auf moderne Bahntechnik (auch mit leisen Drehgestellen und Gleisen) gesetzt werden. Eine verantwortungsvolle Klimaschutzpolitik kann auf das enorme Potential der Bahn nicht derartig leichtfertig verzichten!
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