Bankenkrise Angeschlagener Chef der Bank of America tritt zurückSeite 2/2

Die SEC ist der Ansicht, dass die Bank of America ihre Aktionäre über die 5,8 Milliarden Dollar schweren Bonuszahlungen für Manager von Merrill Lynch falsch informiert hat.

Ihren Aktionären, die der Übernahme zustimmen mussten, hatte die Bank of America versichert, Merrill dürfe ohne Zustimmung der neuen Mutter keine Boni auszahlen. In Wirklichkeit hatte die Bank of America dies aber der SEC zufolge bereits zuvor dem Merrill-Management zugesagt.

Im Rahmen eines Vergleichs sollten die SEC-Vorwürfe gegen eine Zahlung von 33 Millionen Dollar fallen gelassen werden. Vor zwei Wochen wies jedoch der zuständige Richter den Vergleich ab. Auch der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo führt Ermittlungen im Zusammenhang mit der Merrill-Lynch-Übernahme.

Lewis hatte den Deal Mitte September 2008 mit Merrill-Lynch-Chef John Thain eingefädelt und damit auch das Ende der Investmentbank Lehman Brothers besiegelt: Die Bank of America war als wahrscheinlichster Lehman-Retter gehandelt worden. Die damals als Coup gefeierte Merrill-Lynch-Übernahme geriet jedoch schnell zum Desaster. Bei der Investmentbank tat sich zum Jahresende unerwartet ein Riesenverlust von mehr als 20 Milliarden Dollar auf, Thain musste gehen.

Inzwischen arbeitet sich die Bank of America – später als viele anderen großen US-Kreditinstitute – wieder aus dem staatlichen Rettungsschirm heraus. Vor wenigen Tagen verließ sie eine Garantievereinbarung, die die Bank vor Verlusten bei Wertpapieren im Volumen von 118 Milliarden Dollar schützen sollte. Die Garantieleistungen kosten sie allein 425 Millionen Dollar.

 
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