Banken-Übernahme Deutsche Bank kauft Sal. Oppenheim

Deutschlands größtes Finanzinstitut erweitert seinen Machtbereich: Für rund eine Milliarde Euro übernimmt es die in Bedrängnis geratene Privatbank Sal. Oppenheim.

Damit führt die Deutsche Bank den heimischen Markt der Vermögensverwaltung an. Für die komplette Übernahme der Sal.-Oppenheim-Gruppe werden 1,3 Milliarden Euro gezahlt, teilte Deutschlands größte Bank nach Abschluss eines Rahmenvertrages mit. Der Verkauf solle im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden.

Der Branchenführer kauft 100 Prozent der 220 Jahre alten Traditionsbank. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung beider Häuser sieht vor, dass die Alt-Gesellschafter von Sal. Oppenheim sich langfristig wieder mit 20 Prozent am Kern des Instituts – dem Geschäft mit reichen Privatkunden – beteiligen können. Damit müssen die rund 40 Familiengesellschafter nach hohen Verlusten im Handelsgeschäft die Unabhängigkeit der Bank opfern. Der Kaufpreis kann auch in Aktien der Deutschen Bank bezahlt werden.

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Die Deutsche Bank interessiert sich nur für das Geschäft mit reichen Privatkunden, in dem Sal. Oppenheim rund 130 Milliarden Euro verwaltet. Hier will das Frankfurter Institut mit zusammen 300 Milliarden Euro an verwalteten Geldern zum Marktführer in der Euro-Zone aufsteigen. Das von der Finanzkrise beeinträchtigte Investmentbanking von Sal. Oppenheim wird getrennt verkauft.

"Durch die Transaktion stärkt die Deutsche Bank ihre Position im gehobenen Privatkundengeschäft insbesondere in Deutschland", teilte die Deutsche Bank mit. Der Branchenführer stärkt seit Monaten konsequent sein Privatkundengeschäft. Erst kaufte das Institut die Berliner Bank, dann die Norisbank und zuletzt die Postbank. Nun kommt das lukrative Geschäft mit den besonders Vermögenden hinzu.

Die Deutsche Bank rechnet zunächst mit einem Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro für die Einheiten. In Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Risikopositionen könne sich der Preis auch erhöhen. Das größte deutsche Bankinstitut betreute Ende Juni 2009 rund 135 Milliarden Euro und zählt 4400 Mitarbeiter.

 
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