Briefgeschäft Geballte Konkurrenz für die Post

Unter der deutschen Tochter des Logistikunternehmens TNT wollen sich private Konkurrenten der Post zusammenschließen. Dem Marktführer drohen so zusätzliche Verluste.

Die privaten Konkurrenten der Deutschen Post wollen sich unter der Leitung der deutschen Tochter des Unternehmens TNT unter dem Namen "Mail Alliance" bis Ende des Jahres zusammenschließen.

Die privaten Konkurrenten der Deutschen Post wollen sich unter der Leitung der deutschen Tochter des Unternehmens TNT unter dem Namen "Mail Alliance" bis Ende des Jahres zusammenschließen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen der Post-Wettbewerber soll Mail Alliance heißen. Bis Ende des Jahres wollen die Unternehmen mit dem Aufbau eines bundesweiten privaten Zustellnetzes beginnen. Die Führung übernehme die deutsche Tochter des niederländischen Post-Konkurrenten TNT, berichtete die Wirtschaftswoche. Weitere Mitglieder seien etwa die Berliner Pin Mail sowie weitere regionale Briefgesellschaften des Stuttgarter Medienhauses Georg von Holtzbrinck, zu dem auch die ZEIT gehört. Hinzu kämen Unternehmen wie Arriva sowie die Citipost des hannoveranischen Verlagshauses Madsack. 

Vier strategische Verteilzentren in Deutschland sollen für einen reibungslosen Postfluss sorgen, in dem Briefsendungen bis zu 1000 Gramm innerhalb von 24 bis 48 Stunden ankomment. Alle Partner sollen auf ein gemeinsames IT-System zugreifen können.

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In welcher Höhe sich die Mitgliedsunternehmen an der Mail Alliance beteiligen, sei dagegen noch nicht entschieden. Fehler der Vergangenheit wollen die Teilhaber diesmal vermeiden: Statt eines gemeinsamen Markenauftritts wie beim Brief-Konsortium Pin Group behalten den Plänen nach die Unternehmen ihre Namen und ihre regionale Identität.

TNT Deutschland hatte im Sommer angekündigt, sich mit großen Zeitungsverlagen zu verbünden, um der Deutschen Post Anteile auf dem Briefmarkt streitig zu machen. Am Freitag hatte das Bundeskartellamt den Einstieg von TNT bei den Briefdiensten von Holtzbrinck ohne Auflagen freigegeben.

Die Post bezog bisher keine Stellung zu dem Bericht. Für das Unternehmen könnte die Allianz der Konkurrenten zusätzliche Einbußen im klassischen Briefgeschäft bedeuten. Die Gewinne des Konzerns sinken ohnehin bereits.

 
Leser-Kommentare
  1. die ausbäuter Firmen wollen sich zusammenschließen um Arbeitsplätze bei der Post zu vernichten
    man kann jedem nur raten sich von diesen Firmen fern zuhalten

  2. Schon wegen ihres bekloppten Namens (TNT = Thomas Nationwide Transport, wobei mit "Nation" Australien (!) gemeint ist) ist mir diese Postkonkurrenz zuwider. Irgendjemand kauft sich in aller Welt irgendwas zusammen und hat dann die Macht, mittels Lohndumping schritt für schritt Volkswirtschaften zu ruinieren. Schöne neue Welt. Und die Marktfanatiker glauben, daß alle reich werden, wenn man ihnen nur tüchtig die Löhne kürzt.

    In einigen Jahren (2015 glaub ich) wird das Recht, amtliche Briefmarken zu verwenden (das sind die, wo "Deutschland" draufsteht, herausgegeben vom Finanzministerium) meistbietend verpachtet. Spätestens dann ist der traurige Rest, den die Privatisierung aus der guten alten Post gemacht hat, nur noch ein Anbieter von vielen.

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    Unsere alte und auch neue Regierung verhöckert alles, was ist wenn sie mal alles verhöckert haben ?

    Unsere alte und auch neue Regierung verhöckert alles, was ist wenn sie mal alles verhöckert haben ?

  3. meine Erfahrungen mit der Post sind super. Andere Unternehmen sind weit von der Qualität der Post entfernt.Sendungen werden nicht zugestellt, weil Empänger nicht gefunden.Sendungen werden auf und nicht in den HBK zugestellt.Nicht überall ist Konkurrenz gut, jedenfalls nicht wenn es um mein Eigentum geht.Sie haben nur Existensberechtigung, wenn sie mindestens so gut -wie die der Post sind-.Hoffe es ist nur ein Strohfeuer.
    Post weiter so !

  4. Unsere alte und auch neue Regierung verhöckert alles, was ist wenn sie mal alles verhöckert haben ?

    Antwort auf "Schöne neue Welt"
  5. Sie haben ja alle mächtig Ahnung.Die Deutsche Post arbeitet im internationalen Vergleich dermaßen ineffizient, dass jedem Erstsemester in BWL der Handlungsbedarf klar wäre.
    Ihre Argumente in Richtung Mindestlohn sind genauso aus der denkfaulen und forderungsstarken Maßnahmenkiste der Linkspartei geklaut, wie die Forderung eines sofortigen Rückzugs aus Afghanistan.... Der Grund für den Minimallohn der Beschäftigten der Postkonkurenz ist nämlich nicht die Profitgier der Anbieter, sondern das staatlich subventionierte Monopol der Deutschen Post! Es git keinen Grund dafür, dass eine Marktwirtschaft einen so vitalen Breich wie das Fermeldewesen unter halbstaatlicher Kontrolle hält... Und jeder Mitbewerber der Post hat weit höhere Auflagen zu erfüllen als eben jene. Wo bitte ist das gerecht und auch nur annähernd Marktorientiert?

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    ineffizient ? Die Post ist weltweit größtes und am besten aufgestelltes Unternehmen seiner Art.Höhere Auflagen für andere Postunternehmen exitieren wohl nur in ihren Vorstellungen - Micha längst alt genug-, ich möchte nur an den Zustellauftrag der Post- Fläschendeckend zu sein- erinnern, wer macht das noch. Mann sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Einen Mindestlohn, nicht nur im Postbereich,sondern in der gesammten Volks- und Weltwirtschaftlich ist human und notwendig. Stundenlöhne von etwa 1,50 € sind eine Schweinerei, die in unserem Land nicht die einzige Schweinerei ist. Rückzug aus Afghanistan JA aber nur unsere Kampftruppen, humanitäre Hilfe auch über die Abtragung unserer Schuld hinaus. Wir sind kein Weltgendarm, wie es sich die Amerikaner einbilden. Auch nicht unter dem Deckmantel des "Terrorismus".

    ineffizient ? Die Post ist weltweit größtes und am besten aufgestelltes Unternehmen seiner Art.Höhere Auflagen für andere Postunternehmen exitieren wohl nur in ihren Vorstellungen - Micha längst alt genug-, ich möchte nur an den Zustellauftrag der Post- Fläschendeckend zu sein- erinnern, wer macht das noch. Mann sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Einen Mindestlohn, nicht nur im Postbereich,sondern in der gesammten Volks- und Weltwirtschaftlich ist human und notwendig. Stundenlöhne von etwa 1,50 € sind eine Schweinerei, die in unserem Land nicht die einzige Schweinerei ist. Rückzug aus Afghanistan JA aber nur unsere Kampftruppen, humanitäre Hilfe auch über die Abtragung unserer Schuld hinaus. Wir sind kein Weltgendarm, wie es sich die Amerikaner einbilden. Auch nicht unter dem Deckmantel des "Terrorismus".

  6. 7.

    ineffizient ? Die Post ist weltweit größtes und am besten aufgestelltes Unternehmen seiner Art.Höhere Auflagen für andere Postunternehmen exitieren wohl nur in ihren Vorstellungen - Micha längst alt genug-, ich möchte nur an den Zustellauftrag der Post- Fläschendeckend zu sein- erinnern, wer macht das noch. Mann sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Einen Mindestlohn, nicht nur im Postbereich,sondern in der gesammten Volks- und Weltwirtschaftlich ist human und notwendig. Stundenlöhne von etwa 1,50 € sind eine Schweinerei, die in unserem Land nicht die einzige Schweinerei ist. Rückzug aus Afghanistan JA aber nur unsere Kampftruppen, humanitäre Hilfe auch über die Abtragung unserer Schuld hinaus. Wir sind kein Weltgendarm, wie es sich die Amerikaner einbilden. Auch nicht unter dem Deckmantel des "Terrorismus".

    Antwort auf "Meine Güte..."
  7. Otto Normalverbraucher hat von den privaten Postdiensten gar nichts! Die Unternehmer wenden sich an Großeinlieferer, wie Banken, Versicherungen usw.. Die zahlen dann weniger Porto. Das steigerte den Gewinn dieser Großkunden. Die Privaten haben keine Briefkästen, von ganz seltenen Fällen mal abgesehen.
    Die ganze Organisation, einschließlich Geräte, Fahrzeuge, Gebäude und Infrastruktur muss ja neu aufgebaut und bezahlt werden. TNT weigert sich, den branchenüblichen Mindestlohn von 8 EUR bzw. 9,80 EUR zu bezahlen.
    Werden sonst bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten die Arbeitsplätze beschworen, so heisst es in der Reuters-Meldung, der gelben Post drohen Verluste bzw. die Gewinne des Konzerns werden sinken. In Wahrheit werden fair bezahlte Arbeitsplätze bedroht. Wenn überhaupt, dann werden bei den Privaten nur Billig-Jobs geschaffen.
    Und die Zeitungs-Verlage sind mit im Boot. Zitat: „Weitere Mitglieder seien etwa die Berliner Pin Mail sowie weitere regionale Briefgesellschaften des Stuttgarter Medienhauses Georg von Holtzbrinck, zu dem auch die ZEIT gehört.“
    Interessant, dass die ZEIT dazu im Augenblick nur eine dürre Meldung von Reuters veröffentlich. Die ZEIT-Redakteure halten sich bedeckt. Pressefreiheit? Freie Meinungsäußerung? Oder Angst um den Job? Aber es finden sich sicher noch willfährige Schreiberlinge, die unter dem Motto „Konkurrenz nützt allen“ ihr „Bewerbungsschreiben“ dazu verfassen werden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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