Opel General Motors verspricht pünktliche Rückzahlungen
GM will die Staatshilfen, die für die angeschlagene Tochter Opel geflossen sind, nach der geplatzten Übernahme durch den Zulieferer Magna pünktlich zurückzahlen.
Der US-Autokonzern General Motors will die 1,5 Milliarden Euro, die er als deutsche Staatshilfe für seine Tochter Opel erhalten hat, pünktlich begleichen. Nach Angaben von Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) habe GM signalisiert, das Geld auch nach der gescheiterten Opel-Übernahme durch Magna wie vereinbart bis zum 30. November zurückzuzahlen.
Der Bund und die vier Länder mit Opel-Standorten hatten dem Rüsselsheimer Autobauer diesen Überbrückungskredit gewährt.
Reinholz, der an diesem Mittwoch aus dem Amt scheidet, aber an Schaltkonferenzen mit seinen Länderkollegen beteiligt war, sprach sich für eine Kooperation mit GM aus. "Es nützt jetzt nichts, die beleidigte Leberwurst zu spielen. Jeder hat in Deutschland das Recht, seine Firma zu behalten, solange er sie bezahlen kann", sagte er. GM hatte am Dienstagabend entschieden, Opel entgegen der ursprünglichen Absicht nicht an den Zulieferer Magna zu verkaufen, sondern selbst zu sanieren.
Voraussetzung für die künftige Unterstützung der Länder sei aber, dass GM nicht, wie nun befürchtet, Werke in Deutschland schließt. "Wenn die Standorte Bochum und Eisenach dicht gemacht werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Länder GM finanziell unterstützen werden", sagte Reinholz. GM habe bislang nicht durchblicken lassen, welches Konzept er für seine europäischen Töchter habe.
- Datum 04.11.2009 - 11:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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