"Es geht nur zusammen"
Allerdings ist sie, trotz aller heftigen Töne des Zorns und der Verärgerung über die amerikanische Entscheidung, in einer schwachen Position. Denn GM hat nun alle Trümpfe in der Hand. Zum einen kann sich der Konzern bei der Europäischen Kommission für ein starkes Argument bedanken. Diese hatte das Bedenken geäußert, der Magna-Deal sei vor allem durch politischen Druck zustande gekommen. Die Regierung habe deutsche Standorte mithilfe von Staatskrediten schonen wollen, zulasten der Opel-Werke in anderen europäischen Ländern. Die Bundesregierung hatte die Vorwürfe mit der Behauptung gekontert, man hätte auch andere Angebote unterstützt – mithin also auch jenes von GM. Die Amerikaner werden sie beim Wort nehmen.
Zum anderen hat sich die Regierung bereits derart in den Fall Opel eingemischt und sich für die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze starkgemacht, dass sie jetzt kaum zurück kann – so sinnvoll das auch wäre. Die Amerikaner haben dadurch ein starkes Druckmittel. GM kann jederzeit mit der Insolvenz drohen und damit mit dem Wegfall von noch mehr Arbeitsplätzen, falls die Politik Kredithilfen verweigert.
Das aber kann Schwarz-Gelb nicht wollen. Im Mai des kommenden Jahres will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers (CDU) wiedergewählt werden, daran hängt auch die Mehrheit von Union und FDP im Bundesrat. In Bochum steht ein Opel-Werk, dem einmal mehr die Schließung droht. Bereits gestern Nachmittag zeigte sich Rüttgers an der Seite des Bochumer Betriebsrates Rainer Einenkel und versprach, um jeden Arbeitsplatz in Bochum kämpfen zu wollen.
Für Rüttgers ist die Causa Opel Chance und Belastung zugleich. Einerseits kann er sich in den kommenden Monaten in seiner Lieblingsrolle als Arbeiterführer gerieren. Er muss dann aber auch Erfolge vorweisen. Zugleich dürfte es Rüttgers angesichts der auch bundespolitisch bedeutsamen Wahl leichter fallen, seine Argumente für einen Erhalt des Werks in Bochum während der Verhandlungen zwischen Berlin und Detroit geltend zu machen.
5000 arbeitslose und wütende Opelaner in Bochum, ein weiteres Sozialdrama in einer strukturschwachen Region, das wird auch der Kanzlerin in Berlin nicht gefallen. Deshalb schließt Rüttgers Staatshilfen für GM nicht aus – allerdings nur unter der Bedingung, dass das Werk Bochum erhalten bleibt. Damit könnte er durchaus durchkommen. GM hat bereits angekündigt, man prüfe einen neuen Vorschlag für das Werk.
Am Mittag versammeln sich die Mitarbeiter von Opel zum Protest gegen General Motors: 10.000, an allen deutschen Standorten, in Bochum, Eisenach, Kaiserlautern und Rüsselsheim. Hessens Ministerpräsident Koch ist zum Stammwerk nach Rüsselsheim gekommen, "Opel ist gut und muss bleiben", schmettert er den Beschäftigten entgegen. Koch beschwört wie Rüttgers die Solidarität der Opel-Mitarbeiter, man dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen. Auch aus der Staatskanzlei in Düsseldorf heißt es: "Es geht nur zusammen."
Das war schon die Sprachregelung, als Magna noch als Käufer festzustehen schien. Doch schon damals wurde hinter den Kulissen hart um jeden Arbeitsplatz gekämpft. Erbittert stritten die einzelnen Werke darum, wer welche Opfer bringt, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Damals waren es vor alle die Spanier und Briten, die versuchten, für ihre Werke nachzuverhandeln. Ein solcher Kampf droht nun wieder, nur könnten die Rollen tauschen. Diesmal könnten es die Deutschen sein, die im Kampf um die heimischen Arbeitsplätze bis zum Letzten gehen.
- Datum 05.11.2009 - 18:16 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Jetzt ist klar: Opel gehört GM.
GM zahlt die Staatsknete zurück. Wenn GM gut gelaunt ist legt es irgendwann einen Plan für die Weiterführung vor.
Kann aber auch sein, dass jetzt erst ein paar Tausend Entlassungbriefe gedruckt werden.
Wieder einmal hat der deutsche Michel eins auf die Muetze bekommen. in welcher Welt lebt Deutschland?? Als Deutscher in Amerika - seit ueber 10 Jahren -, kann ich mich nur wundern wie Presse Sddt.Ztg., BILD, ZEIT etc., und in diesem Fall Belegschaft eines auslaendisch gefuehrten Unternehmen und Kanzlerin Angela Merkel reagieren. GM war pleite - der amerikanische Staat hat Millarden investiert - Obama als Hauptaktionaer wird nie zugeben, dass er von der Entscheidung des Aufsichtsrates gewusst hat - und GM hat ein Zeit-Spielchen mit dem deutschen Staat, den restlichen Eignern und der Belegschaft gespielt, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Wie dumm sind denn die Deutschen?? Falls private oder staatliche Stellen einen Experten in internationaler (amerikanischer) Denk- und Handlungsweise benoetigen -
bitte melden!
nun mehrere sicher gut recherchierte Sanienrungsvorschläge gut erläutert frei Haus geliefert bekommen, welche es nun selbst umsetzen wird. Hätte sonst ein Heidengeld gekostet für GM.
Wer amerikanische Geschäftspraktiken kennt, dem war von Anfang an klar, das es so und nicht anders kommen würde und musste.
Auch amerikanische Banken handeln nicht anders. Heuschrecken wie Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley und die FED sind beste Beispiele für diese Realität, die offensichtlich deutsche Politik nicht erkennen will (oder darf). Schließlich geht ja auch der deutsche Goldman Sachs-Statthalter Dibelius bei Frau Merkel ein und aus als geschätzter Gesprächspartner und Berater.
Einzig der in den entsprechenden Kreisen in den USA bestens verdrahtete "Atlantiker" von Guttenberg hat das wohl gewusst, bekam aber einen Maulkorb verpaßt - wohl auch wegen der Wahl.
Aber entweder hängt der Rest der Politik an langen Marionettenfäden oder ist wirklich so unbeleckt davon, wie im Turbokapitalismus vorgegangen wird.
nun mehrere sicher gut recherchierte Sanienrungsvorschläge gut erläutert frei Haus geliefert bekommen, welche es nun selbst umsetzen wird. Hätte sonst ein Heidengeld gekostet für GM.
Wer amerikanische Geschäftspraktiken kennt, dem war von Anfang an klar, das es so und nicht anders kommen würde und musste.
Auch amerikanische Banken handeln nicht anders. Heuschrecken wie Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley und die FED sind beste Beispiele für diese Realität, die offensichtlich deutsche Politik nicht erkennen will (oder darf). Schließlich geht ja auch der deutsche Goldman Sachs-Statthalter Dibelius bei Frau Merkel ein und aus als geschätzter Gesprächspartner und Berater.
Einzig der in den entsprechenden Kreisen in den USA bestens verdrahtete "Atlantiker" von Guttenberg hat das wohl gewusst, bekam aber einen Maulkorb verpaßt - wohl auch wegen der Wahl.
Aber entweder hängt der Rest der Politik an langen Marionettenfäden oder ist wirklich so unbeleckt davon, wie im Turbokapitalismus vorgegangen wird.
Sie hätten sich früher melden müssen. Aber auf Ihren Rat hätte man sicher nicht gehört. Die eine Seite hier dachte an Arbeitsplätze und einer wollte (VUZ G.) ein Unternehmen in Insolvenz gehen lassen, obwohl diese mangels Masse abgelehnt worden wäre. Denn es war bekanntlich kein Geld in der Kasse.
"The ugly men" aus Detroit werden das Geschäft schon in ihrem Sinne machen und die Beihilfen gern einstecken. Da bin ich mir ziemlich sicher. Und auf den Charakter der US-Geschäftsleute habe ich noch nie viel geben können. Meine Erfahrungen waren zu schlecht.
nun mehrere sicher gut recherchierte Sanienrungsvorschläge gut erläutert frei Haus geliefert bekommen, welche es nun selbst umsetzen wird. Hätte sonst ein Heidengeld gekostet für GM.
Wer amerikanische Geschäftspraktiken kennt, dem war von Anfang an klar, das es so und nicht anders kommen würde und musste.
Auch amerikanische Banken handeln nicht anders. Heuschrecken wie Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley und die FED sind beste Beispiele für diese Realität, die offensichtlich deutsche Politik nicht erkennen will (oder darf). Schließlich geht ja auch der deutsche Goldman Sachs-Statthalter Dibelius bei Frau Merkel ein und aus als geschätzter Gesprächspartner und Berater.
Einzig der in den entsprechenden Kreisen in den USA bestens verdrahtete "Atlantiker" von Guttenberg hat das wohl gewusst, bekam aber einen Maulkorb verpaßt - wohl auch wegen der Wahl.
Aber entweder hängt der Rest der Politik an langen Marionettenfäden oder ist wirklich so unbeleckt davon, wie im Turbokapitalismus vorgegangen wird.
Die gesellschaftlichen Institutionen, die seit jeher ausschließen, dass der Lebensstil jedes Einzelnen hinfällig wird, frontal auf die Hörner nehmen zu wollen, scheitert von vornherein, weil insbesondere dadurch diese Institutionen entschwinden. Streiks von Gewerkschaftern wie in Rüsselsheim oder auch Bochum können daher allein davor warnen, ein solches Vorhaben auch nur als realistisch zu erwägen.
"Wie dumm sind denn die Deutschen??"
Braucht man ja nicht viel zu deiner Äußerung sagen oder?
zum Sachverhalt: Es irrt der Mensch solang er strebt.
Die Regierung, die Massenmeddien dieser linkisch-linken Krummenrepublik, mit der korrupten Gewerkschaft im Schlepptau, reitet im Fall "Opel" der feuerrote (Sozialismen) Teufel.
Eine Insolvenz nach deutschem Recht ist der richtige Weg. Zum einen werden wir dann sehen, was eigentlich von Opel überhaupt noch übrig ist, bzw. was eigentlich Opel gehört. Ich habe gelesen, daß weder die Gebäude noch die Maschinen Opel gehören, sondern an eine Firma ausgelagert wurden.
Viel wichtiger wäre es, vielleicht mit Magna und den Russen eine neue Autofabrik inklusive Entwicklungszentrum aus dem Boden zu stampfen. Vielleicht ist sogar eine Kooperation mit einem europäischen Autohersteller möglich.
Andererseits braucht GM Opel dringend, denn die wesentlichen Entwicklungen für Klein- und Mittelklassewagen sind hier gemacht worden. Und wenn GM deutsches Können haben will, dann sollen sie gefälligst dafür bezahlen (aber bitte in Euro und nicht in US-Dollar!).
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