Kampf um Opel Betriebsrat droht GM-Führung mit "Krieg"Seite 2/2
Der Wirtschaftsexperte Hans-Werner Sinn hingegen fordert, dass es gar keine Staatshilfen für den vormals größten Autobauer der Welt beim Umbau des Opel-Geschäfts geben dürfet. "Das geht die Politik nichts, aber auch gar nichts an. Das Geld, das für Opel ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle des Konjunkturprogramms", sagte Sinn der Bild-Zeitung.
GM-Chef Fritz Henderson wird nach Informationen der Süddeutschen Zeitung spätestens am Montag nach Deutschland kommen. Erwartet wird, dass er einen Sanierungsplan mitbringt. Eine Regierungssprecherin in Berlin sagte, es gebe Signale, dass GM das Konzept nächste Woche vorstellen könnte. Dies hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel verlangt.
Nach den bisherigen Angaben will GM in Europa rund 10.000 der 50.000 Arbeitsplätze streichen. Das entspräche in etwa den gescheiterten Vorstellungen des Investors Magna. In Deutschland wird jedoch befürchtet, dass die deutschen Werke von dem Job-Abbau nun stärker betroffen sein könnten als bei dem Plan von Magna.
Als neuen Chef ihres Europageschäfts sucht GM nach einem Bericht des Wall Street Journal bevorzugt einen deutschen Manager. Der als Opel-Aufsichtsratschef vorgesehene GM-Veteran Bob Lutz solle sich wieder zurückziehen, sobald ein neuer Spitzenmanager für die Europatochter gefunden worden sei, berichtet das Blatt unter Berufung auf informierte Personen. Der Einsatz eines deutschen Europachefs solle die Spannungen mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat nach der Absage des Opel-Verkaufs an den Zulieferer Magna abmildern.
Die Berufung des 77-jährige Lutz hatte für Aufsehen gesorgt, weil ihm vorgeworfen wird, als Entwicklungschef von GM für den Niedergang des Konzerns und die Vernachlässigung der Marke Opel verantwortlich zu sein. Er soll offenbar jetzt nur vorübergehend Forster an der Spitze des Opel-Aufsichtsrats ablösen.
- Datum 07.11.2009 - 10:14 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 14
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





...ist wunderbar aber irgendwo schon sehr Déjà Vue. Solche Prozesse laufen hier immer so ab auch wenn es diesmal schon arg selbstzerstörerisch ist. Erst macht man nach inländischer Gewohnheit und denkt das wäre Recht so. Dann kommt die Störung, die Einen unerwartet trifft, weil man in seiner Traumwelt vertieft an niemanden Anderen dachte und Empathie schon gar nicht versuchte. Auf die Störung reagiert man mit einer Verfälschung der Ereignisse auf eine Einheitsmeinung, die die Realität verdreht und verleugnet durch wütende Zurufe und Medienhetze. Die Aufgebrachte Menge tobt, bis es müde wird und ruhig. Dann löst man das Problem ohne inländische Kontroverse nach Gusto der Führer. Wenn der definierte Gegner Macht hat gibt man nach. Andere zertritt man.
Das ist offenbar eine Eigenschaft der hiesigen Kultur. Leider. Denn meistens gibt niemand zu, dass man Unrecht hatte, andere dadurch schädigte und behält die Rensentiments des Konflikts in er Volksseele, wo es Vorurteile nährt. Diese Verhaltensweise ist sehr deutsch, wenig appetitlich und leider auch oft zerstörerisch.
Ja, ja, diese martialischen Drohgebärden und mit dem Wort "Krieg" hat scheinbar auch der moderne Deutsche kein Problem mehr. Traurig wie mangelnde Unfähigkeit sich den Gegebenheiten anzupassen, in selbstzerstörerische Dysfunktion umschlägt. Gleich einem Selbstmordattentäter wird dabei der eigene Tod in Kauf genommen, Hauptsache man hat Recht.
Ja, ja, diese martialischen Drohgebärden und mit dem Wort "Krieg" hat scheinbar auch der moderne Deutsche kein Problem mehr. Traurig wie mangelnde Unfähigkeit sich den Gegebenheiten anzupassen, in selbstzerstörerische Dysfunktion umschlägt. Gleich einem Selbstmordattentäter wird dabei der eigene Tod in Kauf genommen, Hauptsache man hat Recht.
Ja, ja, diese martialischen Drohgebärden und mit dem Wort "Krieg" hat scheinbar auch der moderne Deutsche kein Problem mehr. Traurig wie mangelnde Unfähigkeit sich den Gegebenheiten anzupassen, in selbstzerstörerische Dysfunktion umschlägt. Gleich einem Selbstmordattentäter wird dabei der eigene Tod in Kauf genommen, Hauptsache man hat Recht.
Es ist diese Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit und Überheblichkeit, die der amerikanischen Nation weltweiten Hass eingebracht hat. Viele von uns haben sich in der Vergangenheit über diese weitverbreitete, tiefverwurzelte Abneigung gegen die Amis gewundert. Jetzt versteht so mancher, wie diese Wut entsteht und warum es Terroristen so leicht haben, Gefolgsleute zu finden.
Wer das Verhalten des GM-Managements für knallhartes Erfolgsdenken hält, denkt zu kurz. Die Folgen können jetzt vor unserer Haustür studiert werden. GM hat die vorherige und die jetzige Bundesregierung getäuscht. GM hat aus Mitarbeitern Gegner, ja Feinde gemacht. GM hat jegliches Vertrauen verspielt.
Umso weniger verstehe ich, dass Schäuble in dieser Situation schon wieder staatliche Hilfe in Aussicht stellt.
Wer für einen US-amerikanischen Konzern arbeitet, weiss, dass Loyalität dort weniger gross geschrieben wird als vielleicht in einem altherrgebrachten Familienunternehmen in Frankreich oder Deutschland. Mein Mitleid mit den "Opelanern" hält sich drum etwas in Grenzen.
"Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit und Überheblichkeit" kann man genauso gut auch der deutschen Regierung vorwerfen. Was erlaubt sie sich eigentlich, sich derart in ein privatwirtschaftliches Unternehmen einzumischen wie bei GM/Opel? Ihre Rücksichtslosigkeit ging ja so weit, dass sie nicht nur vorschreiben wollte, dass Unternehmensteile verkauft werden, sondern sogar an wen. Bei der Gewährung von Staatshilfen sähe es die deutsche Regierung auch am liebsten, wenn die deutschen Standorte gesichert werden - egal ob das nun die beste Lösung für Opel wäre oder nicht. Es sind also nicht nur die Amis, die rücksichtslos, gleichgültig und überheblich sind.
...Da sollten Sie wirklich nocheinmal die Artikel nachlesen. Es ist eindeutig umgekehrt der Versuch gewesen deutsche Wähler zu täuschen. Dazu war offenbar der Regieung auch ein Bruch EU Rechts recht.
Wer für einen US-amerikanischen Konzern arbeitet, weiss, dass Loyalität dort weniger gross geschrieben wird als vielleicht in einem altherrgebrachten Familienunternehmen in Frankreich oder Deutschland. Mein Mitleid mit den "Opelanern" hält sich drum etwas in Grenzen.
"Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit und Überheblichkeit" kann man genauso gut auch der deutschen Regierung vorwerfen. Was erlaubt sie sich eigentlich, sich derart in ein privatwirtschaftliches Unternehmen einzumischen wie bei GM/Opel? Ihre Rücksichtslosigkeit ging ja so weit, dass sie nicht nur vorschreiben wollte, dass Unternehmensteile verkauft werden, sondern sogar an wen. Bei der Gewährung von Staatshilfen sähe es die deutsche Regierung auch am liebsten, wenn die deutschen Standorte gesichert werden - egal ob das nun die beste Lösung für Opel wäre oder nicht. Es sind also nicht nur die Amis, die rücksichtslos, gleichgültig und überheblich sind.
...Da sollten Sie wirklich nocheinmal die Artikel nachlesen. Es ist eindeutig umgekehrt der Versuch gewesen deutsche Wähler zu täuschen. Dazu war offenbar der Regieung auch ein Bruch EU Rechts recht.
Wer für einen US-amerikanischen Konzern arbeitet, weiss, dass Loyalität dort weniger gross geschrieben wird als vielleicht in einem altherrgebrachten Familienunternehmen in Frankreich oder Deutschland. Mein Mitleid mit den "Opelanern" hält sich drum etwas in Grenzen.
"Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit und Überheblichkeit" kann man genauso gut auch der deutschen Regierung vorwerfen. Was erlaubt sie sich eigentlich, sich derart in ein privatwirtschaftliches Unternehmen einzumischen wie bei GM/Opel? Ihre Rücksichtslosigkeit ging ja so weit, dass sie nicht nur vorschreiben wollte, dass Unternehmensteile verkauft werden, sondern sogar an wen. Bei der Gewährung von Staatshilfen sähe es die deutsche Regierung auch am liebsten, wenn die deutschen Standorte gesichert werden - egal ob das nun die beste Lösung für Opel wäre oder nicht. Es sind also nicht nur die Amis, die rücksichtslos, gleichgültig und überheblich sind.
...kulturfremd. Man hat ein Wort dafür und sagt heute: Nestbeschmutzer. Früher nannte man es "Wehrkraftzersetzung", aber der gesellschaftliche Mechanismus ist letztlich der gleiche.
Natürlich sah es die Bundesregierung als oberstes Ziel, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Aber die Frage ist, da stimme ich voll zu, was das Beste für Opel ist und wie Opel gerettet werden kann. Vor der Wahl konnte man es sich einfach nich leisten, 25000 Arbeitslose zu riskieren. Jetzt, da die Wahl vorbei ist, zeigen sich die wahren Probleme. Die Staatshilfen waren doch nichts als ein bisschen Kosmetik, ein bisschen Make-up. Fakt ist doch, dass Opel seit 25 Jahren keine attraktiven Autos mehr produziert, Opel war doch vorher schon in der Krise, lange bevor man überhaupt von einer Finanzkrise sprach. Und, wie das im Kapitalismus nunmal so ist, werden in harten Zeiten die Schwächsten aussortiert, und gegen VW und die ganzen fernöstlichen Produkte hatte Opel einfach keinen guten Stand. Unter normalen Umständen hätte man den Betrieb einfach Insolvenz anmelden lassen, doch im Wahljahr und während der Krise musste die Regierung natürlich zeigen, dass sie für ihre Industrie und für ihre Arbeitnehmer da ist bla bla. Das Ganze entpuppt sich doch als eine riesige Luftnummer. Wer hat ernsthaft geglaubt, dass irgendein Deal mit Magna oder sonst wem funktioniert? Denkt doch nur mal an die Forderungen aus der Opel-Betriebsrente, die vefallen nicht beim Verkauf. Welcher Wahnsinnige hätte denn diese Forderungen beim Kauf übernommen, das wär doch ins eigene Knie geschossen. Diese Forderungen verfallen nur durch Insolvenz, und so wird es am Ende kommen. Oder Opel wird plattgemacht.
...kulturfremd. Man hat ein Wort dafür und sagt heute: Nestbeschmutzer. Früher nannte man es "Wehrkraftzersetzung", aber der gesellschaftliche Mechanismus ist letztlich der gleiche.
Natürlich sah es die Bundesregierung als oberstes Ziel, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Aber die Frage ist, da stimme ich voll zu, was das Beste für Opel ist und wie Opel gerettet werden kann. Vor der Wahl konnte man es sich einfach nich leisten, 25000 Arbeitslose zu riskieren. Jetzt, da die Wahl vorbei ist, zeigen sich die wahren Probleme. Die Staatshilfen waren doch nichts als ein bisschen Kosmetik, ein bisschen Make-up. Fakt ist doch, dass Opel seit 25 Jahren keine attraktiven Autos mehr produziert, Opel war doch vorher schon in der Krise, lange bevor man überhaupt von einer Finanzkrise sprach. Und, wie das im Kapitalismus nunmal so ist, werden in harten Zeiten die Schwächsten aussortiert, und gegen VW und die ganzen fernöstlichen Produkte hatte Opel einfach keinen guten Stand. Unter normalen Umständen hätte man den Betrieb einfach Insolvenz anmelden lassen, doch im Wahljahr und während der Krise musste die Regierung natürlich zeigen, dass sie für ihre Industrie und für ihre Arbeitnehmer da ist bla bla. Das Ganze entpuppt sich doch als eine riesige Luftnummer. Wer hat ernsthaft geglaubt, dass irgendein Deal mit Magna oder sonst wem funktioniert? Denkt doch nur mal an die Forderungen aus der Opel-Betriebsrente, die vefallen nicht beim Verkauf. Welcher Wahnsinnige hätte denn diese Forderungen beim Kauf übernommen, das wär doch ins eigene Knie geschossen. Diese Forderungen verfallen nur durch Insolvenz, und so wird es am Ende kommen. Oder Opel wird plattgemacht.
...kulturfremd. Man hat ein Wort dafür und sagt heute: Nestbeschmutzer. Früher nannte man es "Wehrkraftzersetzung", aber der gesellschaftliche Mechanismus ist letztlich der gleiche.
...Da sollten Sie wirklich nocheinmal die Artikel nachlesen. Es ist eindeutig umgekehrt der Versuch gewesen deutsche Wähler zu täuschen. Dazu war offenbar der Regieung auch ein Bruch EU Rechts recht.
Während in Frankreich Reifen brennen und Bosse entführt werden wird hier eh nur gekuscht bis sich die gewerkschaftlichen Maulhelden dann wieder mit Sozialplänen und vermeintlich hohen Abfindungen abspiesen lassen.
mit der Philip Holzman AG und ihrem Retter Gerhard Schröder?
Damals haben unsere Konservativen Zeter und Mordio geschriehen, dass die Rettung nur der Wiederwahl Schröder`s diente. Und jetzt Merkel!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren