Chronik Das Geschacher um OpelSeite 2/2

25. August: Erneutes Opel-Spitzentreffen zwischen Bund, Ländern und GM in Berlin. Laut Medienberichten prüft der US-Autokonzern, seine bisherige Tochter doch zu behalten.

2. September: RHJI hat sein Angebot nochmals nachgebessert und fordert jetzt 600 Millionen Euro weniger Staatshilfen. Die Bundesregierung spricht sich jedoch erneut für Magna aus.

10. September: GM-Verwaltungsrat empfiehlt einen Verkauf von Opel an Magna. Die Treuhand genehmigt das Geschäft.

14. September: Magna bestätigt Stellenabbau in Deutschland: 4000 der 25.000 Arbeitsplätze seien gefährdet. EU-Kommission kündigt "sehr sorgfältige" Prüfung an. Proteste der Standorte in Belgien, Großbritannien und Spanien.

22. September: Bevor weitere Milliarden fließen, müssen Wirtschaftsprüfer grünes Licht geben. PriceWaterhouseCoopers stuft die Pläne Magnas als "nicht besonders robust" ein.

15. Oktober: Aus Sorge um ein späteres Veto der EU-Kommission legen Magna, sein russischer Partner Sberbank und GM die Unterzeichnung des Übernahmevertrags auf Eis.

16. Oktober: EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes äußert schwere Bedenken gegen die von der Bundesregierung versprochenen 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfen. Die Hilfszusagen dürften nicht an einen Bieter gebunden sein.

3. November: Der GM-Verwaltungsrat beschließt in einer dramatischen Wendung, Opel doch zu behalten (hier der Wortlaut der Erklärung). Der Mutterkonzern will das Europa-Geschäft selber sanieren.

(Anne-Kathrin Bronsert; mit dpa)

 
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