GM-Sanierungsplan
Opelaner kündigen harten Widerstand gegen Jobabbau an
Der Sanierungsplan für Opel steht: GM will europaweit 9000 Stellen abbauen, davon fast 60 Prozent in Deutschland. Der Betriebsrat will dies nicht akzeptieren.
© Georges Gobet/AFP/Getty Images

Widerstand gegen GM: Die Opelaner wollen um jeden Arbeitsplatz kämpfen
Die Arbeitnehmervertreter von Opel haben Widerstand gegen den Sanierungsplan der US-Mutter General Motors (GM) angekündigt: "Der Betriebsrat und die IG Metall werden dieses Vorgehen nicht akzeptieren", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Mittwoch in Rüsselsheim.
Franz bestätigte zwar die prinzipielle Bereitschaft der Belegschaft, einen Beitrag für die Opel-Sanierung zu leisten. Dafür müsse GM aber Zugeständnisse machen, bisher gebe es nur schöne Worte. Weder die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine AG, noch die erweiterte Mitbestimmung seien zugesagt. Der europäische Betriebsrat fordert außerdem den Zugang Opels zu Märkten außerhalb von Europa.
Sie ärgert, dass GM die Sanierung des Autobauers vor allem zulasten von Deutschland und Belgien durchführen will. Zwar sei die Zukunft der deutschen Standorte gesichert, die Arbeiter dort müssten aber die Hauptlast der Restrukturierung tragen. "Die wollen aus Deutschland Produktionsvolumina nach England abziehen, um dort Staatsgelder zu bekommen", kritisierte eine mit den Plänen vertraute Person. Damit solle Deutschland, das sich bisher in Sachen Staatshilfen für die Sanierung zurückhaltend äußert, erpresst werden.´
Am Nachmittag hatte GM-Europachef Nick Reilly den Sanierungsplan den Arbeitnehmervertretern vorgestellt. Insgesamt sollten 9000 von europaweit 55.000 Jobs bei dem Autobauer wegfallen. "Rund 50 bis 60 Prozent der geplanten Kürzungen betreffen Deutschland", sagte Reilly. Demnach will GM in Deutschland bis zu 5400 Stellen abbauen.
Auf genaue Personalzahlen wollte er sich unter Verweis auf die laufenden Gespräche nicht festlegen. Allerdings ließ er durchblicken, dass die Zukunft des Astra-Werkes im belgischen Antwerpen "nach wie vor unsicher" sei. Eine Arbeitsgruppe solle verschiedene Möglichkeiten für den Standort ausloten. Franz dagegen warf GM vor, sich nicht an bestehende Verträge halten, wonach im belgischen Werk ein kleiner Sport-Geländewagen gebaut werden sollte. Daher stehe der Standort vor dem Aus.
Der Betriebsratschef nannte auch die genauen Ausmaße des Arbeitsplatzabbaus. So wolle GM bei Opel und Vauxhall 8684 Arbeitsplätze abbauen, davon 7230 in Antwerpen und den vier deutschen Standorten insgesamt. Im Einzelnen sehe der Unternehmensplan von GM vor, in Rüsselsheim knapp 2500 Stellen abzubauen, in Bochum 1800 und in Eisenach und Kaiserslautern jeweils 300.
Der dortige Betriebsrat rechnet mit einem Abbau von gut 280 Stellen und betonte zugleich: "Diese Zahl, wenn es denn dabei bleibt, ist nicht das große Problem." Nach Angaben des stellvertretenden Betriebsratschefs Lothar Sorger würde über Altersteilzeit in den nächsten Jahren sogar ein Mehrfaches dieser Zahl in Kaiserslautern frei. Unsicher ist aber die langfristige Zukunft der Motorenfertigung. "Da ist schon noch die Angst da", sagte Sorger.
Ein endgültiges Ergebnis zum Personalabbau erwartet Reilly Mitte Dezember, bis dahin werde es Gespräche mit den Beschäftigten geben. Bis dahin werde das Unternehmen auch keine "einseitigen Fakten" schaffen. Allerdings drängte Reilly die Arbeitnehmervertreter zu einem schnellen Entgegenkommen. "Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen", sagte der GM-Manager.
Die Sanierungskosten bezifferte Reilly erneut auf rund 3,3 Milliarden Euro, die für den Kapazitätsabbau sowie Investitionen benötigt würden. Dabei hofft er auf Staatshilfen sowie einen Beitrag der Belegschaft. "Wir erwarten einen Beitrag der Mitarbeiter und hoffen, Hilfe von den Regierungen der betroffenen EU-Länder zu bekommen."
GM hatte Anfang November den Opel-Verkauf an den Zulieferer Magna abgesagt und sich entschlossen, Opel aus eigener Kraft zu sanieren. Dies sei die beste Möglichkeit, "langfristig und nachhaltig für den Erfolg von Opel zu sorgen", hieß es aus Detroit. Den Brückenkredit für Opel von 1,1 Milliarden Euro hat GM inzwischen ganz getilgt. Damit liegt Opel seit Dienstag wieder ganz in der Hand des Mutterkonzerns.
- Datum 25.11.2009 - 19:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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im Kapitalismus. Das einer aus dem Osten erklären muss wie der Markt funktioniert ist schon traurig. Wenn keine Autos mehr verkauft werden, braucht es nicht so viele Autoriesen. Das der Staat künstliche Nachfrage erzeugt und die Staaten mit Subventionen locken ist so ein großer Eingriff.
ERM
Ich weiss, wie schwer es Arbeitnehmervertreter haben. Dennoch kann ich Herrn Franz vier Vorwürfe nicht ersparen:
Erstens hat er immer nur mit irgendwelchen "Schmiedchen" verhandelt. Was soll das?
Zweitens neurotisch ständig zur Presse gelaufen. Wäre Schweigen und lautlose Effizienz nicht besser gewesen? Können das aber solche "Knechtsgestalten" je erfassen?
Drittens zu sehr auf CDU gesetzt. Der unfähige Ex-Verteidigungsminister Jung gewann den Wahlkreis Groß-Gerau. Wenn Arbeitnehmer sich von einem Weinhändler Hilfe erwarten. Wie dumm muss man sein?
Viertens zitiert Herr Franz ständig die IG Metall. Deren Vorsitzender Huber, seinerzeit Siemens AG-Aufsichtsrats-Vizevorsitzender konnte nicht verhindern, dass der Konzern mit vielen Millionen eine Schein- u. Kriminellengewerk-schaft finanzierte. Wer ist hier dumm, unfähig und auch moralisch anfechtbar?
Es ist verdammt schwierig, sich für seine Kollegen Innen einzusetzen. Du hast auf jeden Fall keinerlei Aufstiegschancen. Zum Schein bekommt man vielleicht mal noch eine Stufe höher, dann aber ist Sense. Bis zur Rente. Für die Anständigen.
Die anderen enden wie Volkert. Mit und/oder ohne Justiz. Aber meistens endet es blamabel.
hat natürlich unbeschadet der Vorgeschichte die Aufgabe,
sich für die Interessen der Belegschaft einzusetzen.
Und da er außerdem sowohl Angebote seitens der Mitarbeiter
vorlegen kann als auch die Unterstützung der 4 Bundesländer und des Wirtschaftsministeriums hat, (wir reden hier über 3 Mrd. €) sind seine Chancen nicht so schlecht.
GMs Angebote müssen nun Magna toppen.
Bei Saab konnte GM schon mal sehen, dass es Schmerzgrenzen gibt.
ist zu vergleichen mit einem vergessenen Außenposten aus dem 2. Weltkrieg. 10 Soldaten sollten eine Brücke bewachen / sichern, wurden dann einfach beim Rückzug "vergessen".
Wer solche "Generale" hat, der hat die "A.-Karte" gezogen, hier halt im Zivil- bzw Wirtschaftsleben.
Weil aber die große Masse der Menschheit desinteressiert, gefühlsmässig "abgestumpft" und nur noch egoistisch zu werden scheint, nimmt auch meine Bereitschaft, mit zu leiden undmit zu kämpfen ab.
Für gute und ehrliche Leute jederzeit JA!!
Aber für antriebsarme Biertisch-Schwadronierer und Besserwisser?
ist zu vergleichen mit einem vergessenen Außenposten aus dem 2. Weltkrieg. 10 Soldaten sollten eine Brücke bewachen / sichern, wurden dann einfach beim Rückzug "vergessen".
Wer solche "Generale" hat, der hat die "A.-Karte" gezogen, hier halt im Zivil- bzw Wirtschaftsleben.
Weil aber die große Masse der Menschheit desinteressiert, gefühlsmässig "abgestumpft" und nur noch egoistisch zu werden scheint, nimmt auch meine Bereitschaft, mit zu leiden undmit zu kämpfen ab.
Für gute und ehrliche Leute jederzeit JA!!
Aber für antriebsarme Biertisch-Schwadronierer und Besserwisser?
Besser GM zahlt die Sanierung und Opel baut gute Autos als das
... GM US-Autos baut (?),
... und Deutschland die Sanierung bezahlt.
.... Sind Sie einmal die Corvette vergleichend mit dem Porsche gefahren? Offenbar haben Sie auch die neuen Cadillacs nicht ausprobiert. Da ürden Sie nicht US Autos nach Erfahrungen aus der 70ern beurteilen.
Kann mir eigentlich mal irgendwer erklären, wo die Unterschiede von den GM-Plänen zu den von allen so geliebten Magna-Plänen liegen?
Wer versteht das alles noch?
...wie der Plan ist sondern darum, ob sich die Bundesregierung aus den gemachten Zusagen herauswinden kann und die Opelaner beruhigen. Man hat Subventionszusagen offenbar illegal für die Wahl eingesetzt, gegen den Ami gehetzt und mag sich nach der Wahl den Konsequenzen nicht stellen.
das wird das Ergebnis sein, falls Staatsgeld fließt.
Bei den bestehenden Überkapazitäten ist jeder bei Opel mit Staatsgeldern erhaltene Arbeitsplatz ein Arbeitsplatz, der im Gegenzug bei Ford, Audi, VW oder sonstwo abgebaut werden muss.
Dann sind Geld und Arbeitsplatz weg.
Dann lieber das gesparte Geld in den Strukturwandel stecken und neue Arbeitsplätze schaffen.Das klingt für den betroffenen Opelarbeiter zunächst wenig tröstlich, träfe aber einen beschäftigten einer anderen Marke nicht weniger.
Ach was ist das fuer eine Labsal, wenn man sieht, wie dem
immer besserwissenden und unverschaemten Selbstdarsteller
Franz die Hosen ausgezogen werden, und er nach seinem Anwalt
schreit.
Lackierer, waerst Du doch bei Deinem Pinsel geblieben!
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