General Motors Tausende Opelaner leisten Widerstand

Bundesweite Opel-Aktion: Allein am Stammsitz in Rüsselsheim demonstrieren zehntausend Beschäftigte gegen den Verbleib bei GM. Spitzenpolitiker unterstützen den Protest.

Wochenlang hatten sich die Opelbeschäftigten in relativer Sicherheit gewähnt. Mit dem Verkauf des Unternehmens an den österreichischen Zulieferer Magna schien für sie das Schlimmste überstanden. Doch seit der US-Mutterkonzern am Mittwoch die Entscheidung für den Verkauf der Tochter Opel zurückgezogen hat, ist auch für die Beschäftigten wieder alles offen. Am Donnerstag machten allein am Stammsitz des Traditionsunternehmens im hessischen Rüsselsheim zehntausend Beschäftigte ihrer Wut über den geplatzten Verkauf Luft.

Sie befürchten Werkschließungen und massive Stellenstreichungen. In Eisenach gingen rund 500 Menschen auf die Straße, in Kaiserslautern waren es mehrere hundert Beschäftigte. Mit Plakaten und Transparenten kamen sie zu einer Großkundgebung, auf der auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sprach. "Wir wollen, dass Opel in Deutschland und Europa eine Zukunft hat", versuchte Koch den Opelanern Mut zu machen.

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Zu der Kundgebung vor dem Kaiserslauterer Werkstor kam auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Er hält Staatshilfen für den Autobauer Opel für möglich, jedoch unter der Voraussetzung, dass GM bei Opel auf Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichte. Er forderte ein Gesamtkonzept für Opel Europa. Auch an den anderen deutschen Standorten waren Protestaktionen geplant. Zur Kundgebung auf dem Werksgelände in Bochum wurden rund 3000 Mitarbeiter erwartet. In Deutschland arbeiten mehr als 25.000 Menschen für Opel.

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hielt eine Rede vor dem Stammwerk. Darin forderte er mehr Eigenständigkeit für den Autobauer unter dem Dach von GM. "Die Adam Opel GmbH muss in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Wir wollen kein Anhängsel sein, das von Detroit aus durchregiert wird", sagte Franz.

Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter werfen den GM-Managern vor, Opel durch Arroganz gegenüber den Interessen europäischer Kunden und eine falsche Modellpolitik in die Krise geführt zu haben. Das GM-Sanierungskonzept für Opel vom Mai 2009, auf dem der US-Konzern seinen neuen Restrukturierungsplan aufbauen will, lehnt Franz ab. Danach sollten drei Werke geschlossen werden.

Der Mutterkonzern hat Betriebsräte und Gewerkschaften davor gewarnt, nicht an der Restrukturierung des maroden Autobauers mitzuarbeiten. Der US-Konzern hatte bereits am Mittwochabend deutlich gemacht, dass er Zugeständnisse der Betriebsräte erwarte. Andernfalls drohe die Insolvenz.

Leser-Kommentare
  1. Wenn sie den Magna-Plan mögen, mögen sie auch den GM-Plan", sagte Smith

    Wie antwortete der Amerikanische Botschafter, als er gefragt wurde ob es stimme, dass alle Amerikaner ignorant uns apathisch seien:

    "Erstens weiß ich es nicht, zweitens interessiert es mich nicht."

    Zuviel zu Vorurteilen!

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    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr

    Mensch Fex2009, Sie lassen sich keine Gelegenheit entgehen, ihre "Sympathie" mit den Amerikanern zu verdeutlichen.

    Während die Arbeiter bei GM in England jubeln, zerbrechen sich andere im Konzern den Kopf, warum dem Verkauf nicht zugestimmt wurde.

    Wir haben leider den Kapitalismus und in dieser Form denkt jede Firma an sich selbst, nicht nur GM. Siehe Deutsche Bank & Co.

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

    .

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:32 Uhr

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr

    Mensch Fex2009, Sie lassen sich keine Gelegenheit entgehen, ihre "Sympathie" mit den Amerikanern zu verdeutlichen.

    Während die Arbeiter bei GM in England jubeln, zerbrechen sich andere im Konzern den Kopf, warum dem Verkauf nicht zugestimmt wurde.

    Wir haben leider den Kapitalismus und in dieser Form denkt jede Firma an sich selbst, nicht nur GM. Siehe Deutsche Bank & Co.

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

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    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:32 Uhr

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

    • Chali
    • 05.11.2009 um 13:22 Uhr

    Respekt.

    Meine Sympathie hätte nur dadurch verstärkt werden können, wenn man sich schon beim Einsatz von Leiharbeitern so gewehrt hätte.

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:24 Uhr

    Sicher sind die Opelaner enttäuscht. Mir wäre es auch lieber, wenn GM den Verkauf zugestimmt hätte.

    Nun ist es aber nciht der Fall und GM fordert nun auch dies von den Arbeitern, was sie Magna versprochen haben.
    Die Opelaner dürfen nicht vergessen, dass GM sie auch einfach auf die Straßen setzten kann.
    Streik ist einfach der falsche Weg. Es wäre hilfreicher, wenn die Belegschaft mit GM ordentlich an einem Strang zieht und die Politik mal ihre solidarisierte Empörung zur Sympathieaufpuschung beiseite lässt.
    Es ist hart, aber man muss das Beste drauß machen und nciht wie ein Kind heulend um sich schlagen, nur weil es den Lutscher nicht bekommt.
    Nur eine Zusammenarbeit würde das Schlimmste verhindern. Und nur diese Zusammenarbeit ist möglich. Ansonsten ->Insolvenz

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    • Chali
    • 05.11.2009 um 13:48 Uhr

    was ein Häkchen werden will"

    oder auch:
    "Er trat sie in den Hintern; der Kontakt war also ein inniger."

    • ngw16
    • 05.11.2009 um 16:08 Uhr

    Magna hatte für das Entgegenkommen der Mitarbeiter auch eine Beteiligung zugesagt.
    GM will dieses Entgegenkommen aber offensichtlich ohne solche Gegenleistung.

    • Chali
    • 05.11.2009 um 13:48 Uhr

    was ein Häkchen werden will"

    oder auch:
    "Er trat sie in den Hintern; der Kontakt war also ein inniger."

    • ngw16
    • 05.11.2009 um 16:08 Uhr

    Magna hatte für das Entgegenkommen der Mitarbeiter auch eine Beteiligung zugesagt.
    GM will dieses Entgegenkommen aber offensichtlich ohne solche Gegenleistung.

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr
    4. Ach

    Mensch Fex2009, Sie lassen sich keine Gelegenheit entgehen, ihre "Sympathie" mit den Amerikanern zu verdeutlichen.

    Während die Arbeiter bei GM in England jubeln, zerbrechen sich andere im Konzern den Kopf, warum dem Verkauf nicht zugestimmt wurde.

    Wir haben leider den Kapitalismus und in dieser Form denkt jede Firma an sich selbst, nicht nur GM. Siehe Deutsche Bank & Co.

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    muss man manchmal Klartext reden!

    muss man manchmal Klartext reden!

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:30 Uhr
    5. Ach

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

    .

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:32 Uhr

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion /ft]

    • Midway
    • 05.11.2009 um 13:33 Uhr
    7. wow

    Drei mal gepostet. Schuldigung -.-*

  2. muss man manchmal Klartext reden!

    Antwort auf "Ach"

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