Quelle-Verkauf Otto kauft die Marke Quelle

Das Hamburger Versandhaus hat die Rechte an der Marke Quelle erworben. Zudem übernimmt Otto das komplette Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten.

Bis 31.12.2009 soll der Ausverkauf beim insolventen Versandhandel Quelle abgeschlossen sein. Über 18 Millionen Artikel warten auf die Schnäppchenjäger

Bis 31.12.2009 soll der Ausverkauf beim insolventen Versandhandel Quelle abgeschlossen sein. Über 18 Millionen Artikel warten auf die Schnäppchenjäger

Mit dem Kauf darf Otto neben der begehrten Marke Quelle auch die Logos und die meisten Internet-Adressen des insolventen Fürther Versandhauses nutzen. Der Kauf schließe zudem auch die Eigenmarken wie Privileg für den deutschen, den russischen und weitere mittel- und osteuropäische Märkte ein, teilte die Otto Group am Donnerstag mit.

Otto wollte verhindern, dass Konkurrenten wie Amazon die Quelle-Markenrechte erwerben. Ob und wie die Marke im Otto-Konzern genutzt werde, sei noch nicht entschieden. Der Konzern besitzt zahlreiche Marken. Manche wurden nach deren Kauf umgewandelt, wie etwa Schwab von einem Universal- zu einem Spezialversender.

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Das Hamburger Versandhaus strebt durch den Kauf eine Absicherung und einen deutlichen Ausbau seiner führenden Stellung im Wachstumsmarkt Russland an. Die Sortimente von Otto und Quelle umfassen in Russland vor allem Mode, Schuhe, Haus- und Heimtextilien, sodass sich große Einsparpotenziale ergeben.

Otto ist seit 1990 im russischen Markt aktiv und erreicht mit den drei Marken Otto, Bonprix und Witt International einen Umsatz von etwa 200 Millionen Euro. Quelle belegt in Russland mit einem Umsatz von ungefähr 170 Millionen Euro den zweiten Platz.

Ob die rund 280 Quelle-Mitarbeiter in Russland ihre Arbeitsplätze behalten können, ist ungewiss. Ein Otto-Sprecher sagte, dass es zwar zu Einsparungen kommen werde, jedoch sei aufgrund des wachsenden Versandhandels in Russland mittelfristig eher mit einem Personalaufbau zu rechnen.

Leser-Kommentare
  1. ... ist meist ein Mitbewerber. Wäre nicht das erste Beispiel in den letzten Monaten (gab es je ein Gegenbeispiel in den letzten Jahren?). Der Preis für Infrastruktur und Datenbestand wird im Stillschweigen verhandelt, dürfte allerdings nicht hoch sein, eher zu niedrig.
    Da erleben wir ein Stück von dem "freien Markt", welcher so oft propagiert wurde. Niedergang des einen ist der günstige Aufstieg des anderen.
    Hoffentlich denkt da niemand an die 50 Millionen Euro für den obsoleten Katalogdruck bei Quelle ...

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