Gescheiterte VW-Übernahme

Porsche meldet Milliardenverlust

Rund 4,4 Milliarden Euro Verlust muss Porsche nach der gescheiterten VW-Übernahme hinnehmen. Die Aktionäre erhalten dennoch eine kleine Dividende.

4,4 Milliarden Euro Verlust im letzten Geschäftsjahr: Autobauer Porsche

4,4 Milliarden Euro Verlust im letzten Geschäftsjahr: Autobauer Porsche

Porsche muss wegen der gescheiterten Übernahme von VW einen Milliardenverlust verkraften. Die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro ein. Das teilte der Sportwagenbauer am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

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An ihre Aktionäre wollen die Stuttgarter dennoch eine kleine Dividende zahlen. Porsche will eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen entnehmen und so einen Bilanzgewinn von 8,23 Millionen Euro ausweisen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, diese Summe komplett an die Aktionäre auszuschütten. Dies würde einer Dividende je Vorzugsaktie von 0,05 Euro und von 0,044 Euro je Stammaktie bedeuten. Dem muss die Hauptversammlung Ende Januar noch zustimmen.

Grund für den Verlust sind die hohen Belastungen aufgrund der Entwicklungen rund um die gescheiterte VW-Übernahme. Porsche hatte unter anderem seine Optionen auf VW-Aktien bilanziell abgewertet, um sie besser verkaufen zu können. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen auch dank der VW-Beteiligung noch einen Gewinn vor Steuern von 8,57 Milliarden und einen Überschuss von 6,39 Milliarden Euro erzielt.

Die Sportwagenschmiede hatte sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben und einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft. Bis 2011 soll Porsche nun als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert werden.

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Leser-Kommentare

  1. schwer gebeutelt und übernahmereif, man liest es immer wieder mit Entsetzen. Der Musterknabe hat mehr als Sturzverletzungen. http://viereggtext.blogsp...

  2. 2. ...

    selbst schuld. wer anderen eine grube gräbt fällt selbst hinein. ich fände es ja ziemlich witzig, wenn vw jetzt porsche schlucken würde. dann wäre die farce perfekt. :-)

    • 13.11.2009 um 8:40 Uhr
    • hamkon

    zeichnet sich heute durch die von Größenwahn, pathologischen Herrenmenschenvisionen und ein an totalitäre Verhältnisse erinnerndes Willkürgebaren der sogen. Elitemitglieder in diesem heutigen Deutschland aus.

    Dass wir in der realen Welt heute faktischen einen Krieg der Besitzenden gegen die Habenichtse haben, dass werden wir als Gesellschaft erst noch begreifen. Dass die Inszenierungen, die wir auf der sogen. Führungs-, Lenkungs- und Leitungskräfteebene in Wirtschaft, Politik und Verwaltung erleben, bei genauem Studium der Geschichtsbücher in den Zeiten des russischen Feudalsystems der sogen. Zarenzeit wieder zu finden sind, sollte uns hellhörig machen und unsere ganze Aufmerksamkeit auf das Gebaren der stalinistischen Kaderfunktionäre in der Ostzone lenken. Dort finden wir diese autoritären, antidemokratischen, unzivislisierten und asozialen Verhaltensweisen, mit denen sich heute die sogenannten Exzellenzen und Eliten in der ehemaligen demokratischen Bundesrepublik Deutschland inszenieren und selbst verherrlichen.
    [Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Danke, die Redaktion/vv]
    Es ist wohl an der Zeit, auch diese inzwischen vollkommen unproduktive und für jeden realen wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozess vollkommen entbehrliche Aristokratenbande zur Bewährung in die Produktion zu treiben. Zwanzig Jahre nach dem Untergang der stalinistischen Kaderfunktionärsdiktatur scheint auch Beendigung unserer Finanzspekulationskaderfunktionärsdiktatur von Nöten zu sein.

  3. Zwar stellte auch der Zweite Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall jüngst öffentlich fest, dass im Unterschied zum kolportierten Anschein auch der dortige Stab in Frankfurt/Main kein Eigenleben besitzen kann, weil stets der gewählte Vorstand ausschließlich politisch tätig sei. Auf der Arbeitgeberbank der Porsche Holding SE hingegen geistert ganz offenbar wie zu Zeiten der Niederlegung des Kommunistischen Manifests das Gespenst eines Stabes, dem vermeintlich Leben eingehaucht wurde. Anders kann kaum die wundersame Wandlung der horrenden Verluste durch die Volkswagen AG als eines der Unternehmen der Porsche Holding SE erklärt werden.

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  • Datum 12.11.2009 - 18:38 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Kommentare 4
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  • Schlagworte Automobilindustrie | Verlust
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