Sanierungspläne Opel stellt auf Kurzarbeit um
Gut die Hälfte der inländischen Belegschaft muss vorerst unfreiwillige Pausen einlegen. Kurzarbeit ist Teil der Sanierungsstrategie des Autoherstellers.
© Sean Gallup/Getty Images

Opel-Werk Bochum: Hier sind die meisten Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen
Gut 12.000 Mitarbeiter und damit die Hälfte der inländischen Belegschaft des Autobauers Opel müssen nach Informationen der Süddeutschen Zeitung im Januar und Februar zeitweise kurzarbeiten. Die Produktion werde wegen geringerer Nachfrage und des Wegfalls der Fertigung eines Saab-Modells am Standort Rüsselsheim gedrosselt, hieß es. Dort gebe es im Januar drei und im Februar vier Tage Kurzarbeit, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Firmensprecher. Am stärksten betroffen ist das Werk Bochum: Dort soll vorerst teils nur eine Schicht gefahren werden, auch wenn das Werk für drei Schichten konzipiert ist.
Die Auslastung des Werkes in Rüsselsheim solle 2010 höher sein, als dies im letzten Jahr der Fall war, sagte der Sprecher. Ermöglichen solle dies die Produktion eines amerikanischen Modells für den Mutterkonzern General Motors.
Opel-Sanierer Nick Reilly, der am Freitag sein neues Managementteam vorstellen wollte, ist künftig Unternehmenschef. Zunächst muss ihn der Aufsichtsrat formell bestätigen.
Derweil wird nach wie vor über die Beteiligung der europaweit 48.000 Mitarbeiter an der Sanierung des Konzerns gerungen. Aus Verhandlungskreisen war zu erfahren, dass Opel in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden solle und eine Kapital- und Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter angestrebt sei.
- Datum 15.01.2010 - 08:18 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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