Porsche hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 eine Absatzrückgang von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Im ersten Quartal hatte Porsche noch ein Minus von knapp 40 Prozent eingefahren. Weltweit wurden 33.200 Autos an Kunden ausgeliefert.  "Der Aufwärtstrend ist also deutlich erkennbar", sagte der neue Porsche-Holding-Chef Martin Winterkorn auf der Hauptversammlung in Stuttgart. Der Umsatz liegt bis Ende Januar allerdings voraussichtlich mit 2,9 Milliarden Euro um 3,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Porsche will bis Ende des Geschäftsjahres im Juli den Vorjahresabsatz von 75.238 Fahrzeugen überbieten. Die geplante Gewinnentwicklung in den kommenden sechs Monaten blieb jedoch offen. Im Gesamtjahr wird bei Porsche erneut ein Milliardenverlust anfallen, da die Stuttgarter ihre Beteiligung an Volkswagen abwerten müssen.

Der neue Chef der Porsche Holding SE, Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, sagte auf dem Aktionärstreffen, die Rezession in der Autoindustrie sei noch nicht ausgestanden. "Das Marktniveau von vor der Krise werden wir frühestens 2012/13 wieder erreichen." Die im vergangenen Jahr beschlossene Partnerschaft von Porsche und VW soll bereits im laufenden Jahr Profit bringen.

Die Kosten beider Hersteller könnten deutlich sinken, da die Unternehmen Synergieeffekte nutzen wollen. "Volkswagen und Porsche gehen jetzt gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft", sagte Winterkorn. Man senke die Verschuldung von Porsche weiter. Nach der im Jahr 2011 geplanten Kapitalerhöhung um rund fünf Milliarden Euro werde Porsche weitgehend schuldenfrei sein.

Den zuletzt noch gut acht Milliarden Euro betragenden Schuldenberg hatten die früheren Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter im Zuge der letztlich gescheiterten VW-Übernahme angehäuft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden ausgeschiedenen Manager wegen des Verdachts der Kursmanipulation. Deshalb wollte die Hauptversammlung die Entlastung der beiden auf Antrag der Porsche-Führung vertagen. Winterkorn sagte, es habe keine Rechtsverstöße gegeben.

Für das seit August mit zehn Prozent der Stammaktien an Porsche beteiligte Emirat Katar sollen die Aktionäre über den 1978 geborenen Scheich Jassim Al-Thani abstimmen. Er soll einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten.