Studie Wirtschaftskriminalität nimmt deutlich zu
37 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind in den letzten drei Jahren Opfer krimineller Handlungen geworden. Auch Topmanager handeln zunehmend kriminell.
Die Wirtschaftskriminalität ist in den letzten drei Jahren sprunghaft angestiegen. 37 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind in den letzten drei Jahren Opfer krimineller Handlungen geworden. Noch vor drei Jahren waren es nur 26 Prozent. In der Mehrzahl der Fälle machten sich die Täter dabei das Internet zunutze. Dies ergab eine Umfrage, die von Emnid im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 300 mittelständischen und großen Unternehmen durchgeführt wurde.
Frank Hülsberg, Experte für Wirtschaftskriminalität bei der KPMG, bezeichnete die Ergebnisse als "alarmierend". Besonders der Mittelstand sei betroffen. Bei jedem dritten mittelständischen Unternehmen seien Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse oder Schutz- und Urheberrechte verletzt worden. "Gerade in Krisenzeiten blüht das Geschäft mit dem Verkauf sensibler Informationen an Wettbewerber oder Kriminelle", warnte Hülsberg. Mittelständler unterschätzten die Gefahr oft, weil dort eine Kultur des Vertrauens herrsche.
Zudem handelten zunehmend auch hochrangige Manager kriminell. In der Krise komme es auch verstärkt vor, dass Manager Finanzdaten fälschten, um Kredite für ihre Firmen zu erhalten. "Wirtschaftskriminelle Handlungen", erklärte die KPMG, wanderten "in der Unternehmenshierarchie weiter nach oben".
Wie aus der Studie hervorgeht, hätten auch Geldwäsche und Bilanzfälschung zugenommen. Die Commerzbank habe durch falsche Zahlen von Kunden bei Krediten rund 60 Millionen Euro bis September verloren.
- Datum 12.01.2010 - 15:42 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 7
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Da war ich doch völlig überrascht. Selbst unsere Manager "werden" kriminell, natürlich nur gezwungenermassen.
Zuerst habe ich gedacht, der Artikel sei ironisch gemeint, aber nein, das ist bitterer Ernst. Gut zu wissen, dass es hierbei aber "nur" um die Weitergabe von Daten und Interna geht.
Über die wahren Strippenzieher der "Wirtschaftskriminalität" schweigen sich die entsprechenden Stellen selbstreden aus. Und während der Schaden auf der einen Seite "eine Handvoll Milliönchen" beträgt, wird auf der Seite der "Guten" der Topf mit den Milliarden wieder gefüllt.
Krank, oder??
... sind jetzt nicht mitgerechnet, ja?
falls wir im kaliyuga leben sollten:
wen wundert ausgerechnet dies???
um so geringer die Wahrscheinlichkeit das jemand zu Rechenschaft gezogen wird.
Wir wundern uns über Kleinkriminelle, die Brötchen essen, Pfandmarken einsacken und die "Da-Oben" treiben es doller denn je.
Wie wir sehen können, machen die Bank(st)er so weiter wie bisher; niemand hindert sie daran.
Der normale Malocher fliegt wegen Kinkerlitzchen auf die Straße.
Kaputte Gesellschaft!
Habe gestern eine Sendung über die Scherben gesehen, der Song "Macht kaputt, was euch kaputt macht" hat eine Renaissance.
Das ist so! Wenn die Moral verkommt!
Ich habe schon vor 35 Jahren davor gewarnt.
Jede Schraube hat mal ein Ende.
Ausgelacht hat man mich!
Habe auch nie wieder eine Arbeitsstelle erhalten.
Noch nicht einmal eine zum Kehren.
Das war die Rache derer, die mich kriminalisieren wollten,
es aber nicht geschafft haben.
Wir brauchen nicht mehr Umsatz, mehr Wachstum, Helden, Schwätzer, Menschenverdummer, Angepasste.
Was wir brauchen ist mehr Moral, Anstand, Mutige und Vorbilder.
www.binismus.de
Wirtschaftskriminalität gibt es seit 2007 nicht mehr - sie wurde damals von Jörg Asmussen, Jens Weidmann und Peer Steinbrück unter Generalamnesie getellt.
Dieses Delikt, liebe Leute, ist seit der letzten Schwarz-Roten Regierung unter Angela Merkel und Peer Steinbrück endgültig ausgestorben:
wurde doch ausnahmslos jeder Bankster, egal wieviele Milliarden er mit welcher anrüchigen Methode in den Sand setzte auch noch mit Millionen-Boni und der politischen und gesetzlichen Absolution belohnt.
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