Einsparungen Chaos wegen Streik bei British Airways bleibt aus
Nach wochenlangen Verhandlungen ohne Ergebnis streikt jetzt das Kabinenpersonal. 1000 Flüge sollen jetzt gestrichen werden
© Carl de Souza/AFP/Getty Images

Der Streik war tagelang angekündigt, jetzt ist das Kabinenpersonal bei der britischen Fluglinie British Airways in den Ausstand getreten
Das erwartete Chaos an britischen Flughäfen ist ausgeblieben: Seit der Nacht von Freitag auf Samstag jetzt kämpft das Kabinenpersonal bei der Fluglinie British Airways (BA) für bessere Arbeitsbedingungen.
Notfallpläne und wochenlange Vorbereitungen haben die Auswirkungen der Streiks teilweise jedoch auffangen können. Zwar fielen zahlreiche Flüge aus und einige Passagiere mussten stundenlang an Flughäfen ausharren, viele aber kamen auch wie geplant am Ziel an. Die Streiks sollen noch bis Montag dauern.
In den kommenden Tagen werden vor allem am Londoner Flughafen Heathrow und auf Kurzstrecken Turbulenzen bei den Startzeiten erwartet. In Heathrow versammelten sich die Streikenden zum Protest. Laut Gewerkschaft Unite bekamen sie Zuspruch von Gewerkschaften aus anderen Ländern, unter anderem Deutschland.
Das Unternehmen hatte im Vorhinein eigens neues Personal für die Streik-Zeiten organisiert und Passagieren zugesagt, rund 65 Prozent der Flüge normal abzuwickeln. Außerdem waren Plätze bei mehr als 60 anderen Fluggesellschaften gebucht worden, um die eigenen Kunden unterzubringen. Allerdings waren auch die Passagiere vorbereitet: Viele von ihnen hatten vorher umgebucht oder waren gleich auf andere
Gesellschaften ausgewichen. Der Schaden für BA soll schon jetzt mehrere Millionen Pfund betragen. An einem regulären Werktag befördert BA nach eigenen Angaben rund 75.000 Passagiere. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, dass rund 1000 Flüge ausfallen.
Der Streit dauert bereits Monate, es geht um Kürzungen beim Lohn und schlechtere Arbeitsbedingungen. Bei dem seit langem schwelenden Streit geht es um ein Sparprogramm, das sich die Fluglinie selbst verordnet hat. British Airways hatte in den neun Monaten bis Ende Dezember einen Verlust von rund 271 Mio Euro zu verkraften. Schuld daran waren rückläufige Passagierzahlen, schwankenden Kerosinkosten und wachsende Konkurrenz durch Billigflieger. Insgesamt möchte das Unternehmen rund 70 Millionen Euro einsparen.
Reisende können sich im Internet informieren, ob sie von Flugausfällen betroffen sind. Bislang hat British Airways reduzierte Flugpläne für den Zeitraum bis zum 26. März veröffentlicht. "Wir hoffen, unsere Flugpläne für den 27. bis 31. März am 22. März anzukündigen", heißt es auf der BA-Website.
Im Februar hatte ein eintägiger Pilotenstreik bei der Deutschen Lufthansa zu einem Einbruch der Passagierzahlen geführt. Die BA-Flugbegleiter planen zudem eine zweite Arbeitsniederlegung über vier Tage ab dem 27. März – kurz vor Beginn des Oster-Reiseverkehrs.
- Datum 20.03.2010 - 13:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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hat wohl der Vorstand und das Management von BA verzichtet, um die Lage des KOnzerns zu verbessern? Auf -30 Mio. Pfund oder so? Es ist very strange, die Einen werden gegangen oder müssen auf Gehalt verzichten, die anderen bleiben mit einer Gehaltsaufstockung.
Ich verstehe dem Personal der BA gut, aber für Passagiere ist es nicht lustig, wenn man nicht fliegen kann. Das letzte Mal war ich betroffen von Lufthansa, danach habe ich mir gesagt: „nie mehr mit Lufthansa“. Jetzt werde ich meine Liste mit BA erweitern. D.h. falls ich nicht vergesse, werde ich nicht bei diesen zwei buchen.
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