Die Welthandelsorganisation (WTO) hat nach Airbus-Angaben die europäischen Starthilfekredite für Airbus-Flugzeuge grundsätzlich gebilligt. 70 Prozent der Beschwerden von Boeing seien abgewiesen worden, teilte Airbus mit. Damit wäre der Weg für 3,3 Milliarden Euro Darlehen für das neue Langstreckenflugzeug Airbus A350 weiter frei.

Zuvor hatte die WTO den Streitparteien ihren Bericht über die Staatshilfen für Airbus übermittelt. Die USA hatten 2004 gegen die Starthilfekredite bei der WTO in Genf geklagt.

Völlig vom Tisch wischte die WTO laut Airbus die Behauptung von Boeing, die Airbus-Hilfen hätten Amerikas Luftfahrtindustrie "materiell geschädigt". Washington hatte den Schaden auf 205 Milliarden Dollar beziffert.

Rund 30 Prozent der US-Klagen werden von der WTO allerdings als begründet angesehen. Als strukturell regelwidrig sieht die WTO Zuschüsse für die Forschung und Entwicklung an. Airbus will nach früheren Angaben in einem Revisionsverfahren vor allem dagegen vorgehen. Auch einige Kredite seien nicht marktgerecht gewesen.