Sanierungspläne Opel schließt Antwerpen-WerkSeite 2/2

Die Produktion des Dreitürers sollte bislang nach Bochum verlagert werden. Stattdessen würden die polnischen Kollegen die Zafira- Fertigung an den Standort in Nordrhein-Westfalen abtreten.

GM will mit der Schließung Überkapazitäten bei der angeschlagenen Tochter abbauen. "Diese Lösung ist ein Meilenstein in unserem Bestreben, Opel für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen", begrüßte Reilly die Zustimmung zum Sozialplan.

Das Unternehmen erwartet von der Belegschaft einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro. Reilly sagte: "Ich bin zuversichtlich, dass wir nun zu einer Vereinbarung mit unseren Arbeitnehmervertretern über die geplanten Kostenreduzierungen auf europäischer Ebene kommen können."

Franz sagte nach der Zustimmung: "Ein großer Felsbrocken wurde aus dem Weg geräumt, aber es gibt noch weitere offene Punkte." Der Betriebsrat habe beim Management Forderungen eingereicht und erwarte eine Antwort in der kommenden Woche. Die größte Hürde sei die Frage der Sicherheiten für die Belegschaftsbeiträge. Dabei schweben dem Betriebsrat Unternehmensanteile vor: "Über diesen Oxer muss GM springen."

Das Management will Opel gesundschrumpfen. Europaweit sollen mehr als 8000 von 48.000 Stellen abgebaut und die Kapazität um 20 Prozent reduziert werden. Rund 4000 Stellen sollen in Deutschland wegfallen. Zudem will Opel Milliarden in neue Modelle und Technologien stecken. Dafür benötigt der Hersteller nach eigenen Angaben 1,8 Milliarden Euro von den europäischen Ländern, davon 1,3 Milliarden Euro aus Deutschland. GM selbst will 1,9 Milliarden Euro in die Opel-Rettung stecken. Eine Einigung des Managements mit den Betriebsräten gilt als Voraussetzung für deutsche Bürgschaften.

 
Leser-Kommentare
  1. In der polnischen Opel-Filiale in Gliwice sollen 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Es fragt sich nur wie lange es diese geben wird.

  2. Kein Geld für Opel,weil es Wettbewerbsverzerrung ist!

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    Erstens geht es nicht um Geld, sondern um Kreditbürgschaften.
    Zweitens haben andere europäische Automobilhersteller in der
    jüngsten Vergangenheit viel höhere Summen erhalten, z.B.
    Renault und PSA jeweils 3 Milliarden Euro von der französischen Regierung - war das keine Wettbewerbsverzerrung?

    Erstens geht es nicht um Geld, sondern um Kreditbürgschaften.
    Zweitens haben andere europäische Automobilhersteller in der
    jüngsten Vergangenheit viel höhere Summen erhalten, z.B.
    Renault und PSA jeweils 3 Milliarden Euro von der französischen Regierung - war das keine Wettbewerbsverzerrung?

  3. Erstens geht es nicht um Geld, sondern um Kreditbürgschaften.
    Zweitens haben andere europäische Automobilhersteller in der
    jüngsten Vergangenheit viel höhere Summen erhalten, z.B.
    Renault und PSA jeweils 3 Milliarden Euro von der französischen Regierung - war das keine Wettbewerbsverzerrung?

    Antwort auf "Kein Geld"
    • joelIV
    • 28.04.2010 um 17:01 Uhr

    ... oder ein Fass ohne Boden. Die Höhe der Schulden Griechenlands steigt und steigt. Eine Rückzahlung ist Wunschdenken. Andere Länder, Portugal ist bereits ante portas, werden die Hand aufhalten (müssen). Der Euro wird pulverisiert. Hellas soll sich seine Drachmen wieder gönnen, um es aus eigener Kraft zu schaffen. Die Umrechnerei nehme ich gerne in Kauf.

  4. Interssant wie Sie die Entlassung von 2560 Menschen bewerten: "In die Verhandlungen zur Konzernrettung kommt damit frischer Wind."

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