Flugverkehr Bei British Airways wird gestreikt
Die Verhandlungen zwischen Unternehmen und Gewerkschaften sind gescheitert: Seit Mitternacht streikt das Kabinenpersonal von British Airways. Fünf Tage soll das andauern.
Nachdem British Airways (BA) am Sonntagabend ein kurzfristig eingereichtes Angebot der Gewerkschaft Unite zurückgewiesen hatte, traten die Beschäftigten um Mitternacht (01.00 Uhr MESZ) in einen fünftägigen Ausstand. Während sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter über die Bezahlung weitgehend einig sind, streiten beide Seiten weiter über Vergünstigungen etwa bei privaten Flügen für die Beschäftigten.
Betroffen ist vor allem der Flughafen London-Heathrow. Am Vormittag fielen mehr als 50 Flüge von und zu dem Drehkreuz aus. BA teilte allerdings mit, dass trotz Streiks genügend Mitarbeiter zur Arbeit gekommen seien, um den Not-Flugplan aufrecht zu erhalten. An den Flughäfen Gatwick und London City habe es keine Probleme gegeben.
Die Verhandlungen zur Abwendung eines Streiks bei der britischen Fluglinie waren in der Nacht zum Sonntag abgebrochen worden . Die Gewerkschaften werfen Walsh vor, er wolle sie entmachten und dem Flugpersonal Änderungen aufzwingen, ohne darüber zu verhandeln. Walsh macht geltend, die Airline kämpfe um ihr Überleben.
Das Kabinenpersonal protestiert seit Monaten gegen weitere geplante Sparmaßnahmen und die Arbeitsbedingungen. Im März bescherten zwei Streiks BA Millionenverluste . Ein weiterer Ausstand ist für je fünf Tage am 30. Mai und am 5. Juni geplant.
Der Streik trifft BA tatsächlich schwer. Am Freitag hatte das Unternehmen einen Rekordverlust von 531 Millionen Pfund (609 Millionen Dollar) vor Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr verkündet. Die Fluggesellschaft sucht einen Weg aus der Krise, indem sie ihre Kosten reduziert. Außerdem ist die Fusion von British Airways mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia vereinbart.
- Datum 24.05.2010 - 11:01 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
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