BP-Chef vor Kongress Bedauern, aber kein Schuldeingeständnis
Erbärmlich, alarmierend, verantwortungslos: Bei der Anhörung im Kongress muss sich BP-Chef Hayward viele Vorwürfe anhören. Er selbst sieht die Schuldfrage noch nicht geklärt.
© Alex Wong/Getty Images

Viel Kritik – und eine Entschuldigung: BP-Chef Hayward vor dem Energieausschuss im Kongress
Welche Rolle spielte BP beim schwersten Öl-Unglück in der Geschichte der Vereinigten Staaten? Dieser Frage geht der Energieausschuss des US-Repräsentantenhauses seit einigen Wochen nach. Nun musste auch Konzernchef Tony Hayward den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Gleich zu Beginn sah er sich dabei schweren Vorwürfen ausgesetzt.
"Wir konnten keine Beweise dafür finden, dass Sie den Risiken, die BP eingegangen ist, irgendwelche Aufmerksamkeit geschenkt haben", sagte der demokratische Ausschuss-Vorsitzende Henry Waxman an die Adresse Haywards. "BP hat alles unternommen, um hier eine Million Dollar und dort ein paar Stunden oder Tage zu sparen."
Nicht nur Waxman, auch viele andere Abgeordnete stellten Hayward mit scharfen Kommentaren zur Rede. Der BP-Chef müsse schlimmstenfalls mit einem "goldenen Handschlag daheim in England" rechnen, sagte Sitzungspräsident Bart Stupak. "Wir in Amerika hingegen müssen mit den schrecklichen Folgen der Missachtung leben, die BP gegenüber Sicherheitsbestimmungen gezeigt hat." Im Übrigen seien die Reaktionen auf die Katastrophe genau so erbärmlich gewesen wie die Sicherheitsmaßnahmen davor. "Was wir bisher erfahren haben, ist alarmierend."
Hayward, der einen müden Eindruck machte, entschuldigte sich für die Umweltkatastrophe. Eine "beispiellose Serie von Fehlern" habe zu der Ölpest im Golf von Mexiko geführt, die niemals geschehen dürfen, sagte er. "Die Explosion und das Feuer auf der Deepwater Horizon und die daraus resultierende Ölpest hätten sich nie ereignen dürfen, und mir tut es sehr leid."
Der 53-Jährige sagte den Abgeordneten zu, verloren gegangenes Vertrauen in BP wiederherzustellen. "Ich weiß, dass nur Taten und Ergebnisse, nicht aber reine Worte dies erreichen können", sagte er. "Ich gebe Ihnen mein Versprechen als Chef von BP, dass wir nicht ruhen werden, ehe wir die Aufgabe erledigen ." Er selbst sei "am Boden zerstört" über dieses "schreckliche Ereignis".
Haywards Erklärung wurde von einer lautstark protestierenden Frau unterbrochen, die ihre Hände eingeschwärzt hatte und rief: "Tony, du gehörst vor Gericht." Sie wehrte sich heftig gegen Polizeibeamte, die sie schließlich aus dem Saal führten.
Der Brite bekam aber auch Unterstützung, die zeigt, dass sie Seilschaften zwischen US-Republikanern und den Ölkonzernen offenbar noch immer intakt sind. Der Abgeordnete Joe Barton aus Texas bezeichnete den politischen Druck der Regierung von Präsident Barack Obama als "beschämend". Ihn störte vor allem, dass Washington den Ölmulti "gezwungen" habe, 20 Milliarden Dollar in einen Entschädigungsfonds einzuzahlen. Dafür entschuldigte sich Barton ausdrücklich bei Hayward: "Ich will nicht in einem Land leben, in dem Bürger oder Unternehmen, wenn sie Fehler machen, einem politischen Druck ausgesetzt werden, der auf Erpressung hinausläuft."
Ein eindeutiges Schuldeingeständnis von BP hörten Ausschussmitglieder und Öffentlichkeit bislang nicht. Hayward bat um Verständnis dafür, dass die genauen Ursachen der Explosion am 20. April und das anschließende Versagen der Sicherheitssysteme noch nicht geklärt seien. Es seien noch ausgiebige Untersuchungen nötig, um die Ursache dieses "komplexen Unfalls" aufzuklären. Er verstehe, dass die Menschen eine einfache Antwort auf die Frage wollten, warum dies geschehen sei und wer dafür verantwortlich sei. Es sei aber eine ganze Reihe von Unternehmen darin verwickelt, "darunter BP". "Es ist ganz einfach zu früh, um die Ursache für die Katastrophe zu benennen."
Mit diesen Äußerungen nahm der Konzernchef Bezug auf eine fast zwei Monate alte, BP-interne Untersuchung. Diese konzentriere sich auf Pannen bei insgesamt sieben Sicherheitsmechanismen, die eigentlich den Unfall hätten verhindern oder zumindest das Ausmaß der Ölpest hätten eindämmen sollen. Hayward nannte unter anderem den Zement zur Abdichtung des Bohrlochs, die Ummantelung der Quelle, die demselben Zweck dienen sollte, sowie die Sicherheitsventile.
Mitte April war die Deepwater Horizon explodiert und zwei Tage später gesunken. Seitdem strömen täglich bis zu 60.000 Barrel Öl aus dem Bohrloch, das entspricht etwa 9,5 Millionen Liter. Derzeit kann BP nach eigenen Angaben etwa 15.000 Barrel täglich in ein Schiff abpumpen, ein weiteres Schiff wurde inzwischen mit dem lecken Sicherheitsventil des Bohrlochs verbunden.
- Datum 17.06.2010 - 19:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Das finde ich nur gerecht, solange man nicht weiß wie genau und warum diese Sicherheitsmechanismen versagt haben und was der genaue Auslöser der Katastrophe war, sollte man nicht einfach Zorn in der Bevölkerung aufbauen und den Konzern BP für alles verantwortlich machen.
Anstatt zuzusehen hätte Obama auch direkt etwas unternehmen können, immerhin ist es seine Aufgabe das Land zu beschützen, auch wenn jemand anderes etwas verbockt hat. Da muss man eben erst einmal zupacken und versuchen das Schlimmste zu verhindern bevor man den Schuldigen mit der flachen Hand ins Gesicht schlägt. Aber das müssen die Menschen wohl noch lernen, dass man sich erst um ein Problem kümmert und dann versucht den schuldigen zu finden...ist nicht nur in den USA und nicht nur in so großem Stil so.
"Anstatt zuzusehen hätte Obama auch direkt etwas unternehmen können". Was hätte er denn nach Ihrer Meinung gegen das ausströmende Öl unternehmen können und sollen? Sich auf das Bohrloch setzen, um es abzudichten? Fratzen schneiden und Witze erzählen, um die Menschen abzulenken? Die Armee gegen das verdammte Öl in Bewegung setzen? Per Flugzeug Dollars über den verschmutzten Stränden abwerfen lassen? GWB und Sarah Palin um Rat fragen?
"Das finde ich nur gerecht, solange man nicht weiß wie genau und warum diese Sicherheitsmechanismen versagt haben und was der genaue Auslöser der Katastrophe war..."
Das Ökosystem im Golf von Mexiko ist nicht nur einmalig, sondern auch Lebensgrundlage für viele Menschen - MEHR, als für BP arbeiten.
BP hatte im Grunde nur EINE EINZIGE Pflicht: die Umwelt NICHT zu verschmutzen. Öl fördern, Milliarden scheffeln - das alles war nur Kür.
Falls Sie mal einen Blick in die Medien werfen möchten: das Öl tritt tatsächlich aus. Die Umwelt wird wirklich verschmutzt. Es ist also keine Frage, OB BP Schuld ist. Es ist auch keine Frage, was konkret schief gelaufen ist. BP hat seine Pflicht NICHT ERFÜLLT.
Die Flucht in Detailfragen, Schuldzuweisungen und ausreden ist eine übliche Taktik von Konzernen, um Veranwortung abzuwälzen, um zu relativieren, um die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu vertrösten. Warum sollte man das hinnehmen? Sicherlich müssen alle Fragen geklärt werden, um Wiederholungen auszuschliessen, aber an der Schuldfrage von BP ändert das natürlich nicht das Geringste.
Übrigens ist eine harte Bestrafung von BP ein recht wirkungsvolles Mittel, zukünftig ähnliche Katastrophen zu verhindern. Insofern kann die Strafe garnicht hart genug sein.
Wir wollen schliesslich nicht vergessen, dass durch die Dummheit und die Gier von BP nicht nur unvorstellbarer ökologischer Schaden angerichtet wurde und nicht nur Millionen Tiere sterben werden, sondern auch Menschen.
Sicherlich werden sie nicht gleich sterben, aber in ein paar Jahren werden Spätfolgen auftreten (die BP natürlich bestreiten wird), Menschen werden ihre gesamte Existenz verlieren und Verzweiflungstaten begehen (die BP nicht einmal wahrnehmen wird), es wird zu Krankheiten kommen usw.
... und ich nehme mal an, dass es dann immer jemanden wie Sie geben wird, der dazu auffordert, erstmal abzuwarten, eine - schön lange dauernde - Untersuchung einzuleiten und alles schön bis zum Sanktnimmerleinstag zu verschieben, bis eine neue Katastrophe die Öffentlichkeit von der Schuld BPs ablenkt.
Jeder Strafrechtsexperte und jeder Richter wird Ihnen bestätigen, dass eine schnelle Sanktionierung von Verbrechen das wirkungsvollste Mittel zur Prävention ist. Genau das mus auch BP wiederfahren. Und das bedeutet nicht, dass die Chefs von BP mit Millionenabfindungen in der Tasche von dannen zieht, der Konzern sich mit einem kleinen Teil des zusammengerafften Vermögens freikauft und die Schuldfrage in langwierigen Untersuchungen verloren geht.
"Anstatt zuzusehen hätte Obama auch direkt etwas unternehmen können, immerhin ist es seine Aufgabe das Land zu beschützen, auch wenn jemand anderes etwas verbockt hat." Und SIE wären einer der ersten gewesen, der von Enteignung und kommunistischen Verhältnissen gewettert hätte und den Untergang des Westens vom Kirchturm ausgerufen hätten.
Oder hatten sie sich diesen 'Schutz' so vorgestellt, dass BP seine Pfründe behält und der US-Steuerzahler 'ERSTMAL' für die Bekämpfung der Katastrophe aufkommt?
Was hätte der Präsident den tun sollen ? Sich selbst auf das Loch setzen?
BP hat "Spezialschlamm" (man sollte herausfinden, was damit eigentlich gemeint ist) mit 30.000 PS in das Bohrloch gepresst! Wissen Sie, ich habe den Physikunterricht zwar nach dem zweiten Jahr abgewählt, aber dennoch kann ich mir denken, was passiert, wenn man an einem Ende eines Durchgangs, aus dem etwas (in diesem Fall Rohöl) mit enormen Druck herausschießt, etwas anderes mit ebenso großem Druck hineinpresst.
Kurz: Das Bohloch im Gestein unter dem Meeresboden ist an mehreren Stellen geborsten und das Öl sucht sich nun seinen Weg durch unzählige Risse in einem Umkreis von elf Kilometern, um in den Golf von Mexiko zu strömen. D.h. im Klartext: keine Chance auf Entlastungsbohrungen mehr und keine Chance, die Löcher zu stopfen. BP hat aus einem Loch (das es verschuldet hat) eine ganze Reihe Löcher gemacht. Und das Öl kann die nächsten hundert Jahre ungehindert ausströmen. Klasse. Genial. Super gemacht, BP.
Ich bin ganz ruhig. Sie auch?
"Anstatt zuzusehen hätte Obama auch direkt etwas unternehmen können". Was hätte er denn nach Ihrer Meinung gegen das ausströmende Öl unternehmen können und sollen? Sich auf das Bohrloch setzen, um es abzudichten? Fratzen schneiden und Witze erzählen, um die Menschen abzulenken? Die Armee gegen das verdammte Öl in Bewegung setzen? Per Flugzeug Dollars über den verschmutzten Stränden abwerfen lassen? GWB und Sarah Palin um Rat fragen?
"Das finde ich nur gerecht, solange man nicht weiß wie genau und warum diese Sicherheitsmechanismen versagt haben und was der genaue Auslöser der Katastrophe war..."
Das Ökosystem im Golf von Mexiko ist nicht nur einmalig, sondern auch Lebensgrundlage für viele Menschen - MEHR, als für BP arbeiten.
BP hatte im Grunde nur EINE EINZIGE Pflicht: die Umwelt NICHT zu verschmutzen. Öl fördern, Milliarden scheffeln - das alles war nur Kür.
Falls Sie mal einen Blick in die Medien werfen möchten: das Öl tritt tatsächlich aus. Die Umwelt wird wirklich verschmutzt. Es ist also keine Frage, OB BP Schuld ist. Es ist auch keine Frage, was konkret schief gelaufen ist. BP hat seine Pflicht NICHT ERFÜLLT.
Die Flucht in Detailfragen, Schuldzuweisungen und ausreden ist eine übliche Taktik von Konzernen, um Veranwortung abzuwälzen, um zu relativieren, um die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu vertrösten. Warum sollte man das hinnehmen? Sicherlich müssen alle Fragen geklärt werden, um Wiederholungen auszuschliessen, aber an der Schuldfrage von BP ändert das natürlich nicht das Geringste.
Übrigens ist eine harte Bestrafung von BP ein recht wirkungsvolles Mittel, zukünftig ähnliche Katastrophen zu verhindern. Insofern kann die Strafe garnicht hart genug sein.
Wir wollen schliesslich nicht vergessen, dass durch die Dummheit und die Gier von BP nicht nur unvorstellbarer ökologischer Schaden angerichtet wurde und nicht nur Millionen Tiere sterben werden, sondern auch Menschen.
Sicherlich werden sie nicht gleich sterben, aber in ein paar Jahren werden Spätfolgen auftreten (die BP natürlich bestreiten wird), Menschen werden ihre gesamte Existenz verlieren und Verzweiflungstaten begehen (die BP nicht einmal wahrnehmen wird), es wird zu Krankheiten kommen usw.
... und ich nehme mal an, dass es dann immer jemanden wie Sie geben wird, der dazu auffordert, erstmal abzuwarten, eine - schön lange dauernde - Untersuchung einzuleiten und alles schön bis zum Sanktnimmerleinstag zu verschieben, bis eine neue Katastrophe die Öffentlichkeit von der Schuld BPs ablenkt.
Jeder Strafrechtsexperte und jeder Richter wird Ihnen bestätigen, dass eine schnelle Sanktionierung von Verbrechen das wirkungsvollste Mittel zur Prävention ist. Genau das mus auch BP wiederfahren. Und das bedeutet nicht, dass die Chefs von BP mit Millionenabfindungen in der Tasche von dannen zieht, der Konzern sich mit einem kleinen Teil des zusammengerafften Vermögens freikauft und die Schuldfrage in langwierigen Untersuchungen verloren geht.
"Anstatt zuzusehen hätte Obama auch direkt etwas unternehmen können, immerhin ist es seine Aufgabe das Land zu beschützen, auch wenn jemand anderes etwas verbockt hat." Und SIE wären einer der ersten gewesen, der von Enteignung und kommunistischen Verhältnissen gewettert hätte und den Untergang des Westens vom Kirchturm ausgerufen hätten.
Oder hatten sie sich diesen 'Schutz' so vorgestellt, dass BP seine Pfründe behält und der US-Steuerzahler 'ERSTMAL' für die Bekämpfung der Katastrophe aufkommt?
Was hätte der Präsident den tun sollen ? Sich selbst auf das Loch setzen?
BP hat "Spezialschlamm" (man sollte herausfinden, was damit eigentlich gemeint ist) mit 30.000 PS in das Bohrloch gepresst! Wissen Sie, ich habe den Physikunterricht zwar nach dem zweiten Jahr abgewählt, aber dennoch kann ich mir denken, was passiert, wenn man an einem Ende eines Durchgangs, aus dem etwas (in diesem Fall Rohöl) mit enormen Druck herausschießt, etwas anderes mit ebenso großem Druck hineinpresst.
Kurz: Das Bohloch im Gestein unter dem Meeresboden ist an mehreren Stellen geborsten und das Öl sucht sich nun seinen Weg durch unzählige Risse in einem Umkreis von elf Kilometern, um in den Golf von Mexiko zu strömen. D.h. im Klartext: keine Chance auf Entlastungsbohrungen mehr und keine Chance, die Löcher zu stopfen. BP hat aus einem Loch (das es verschuldet hat) eine ganze Reihe Löcher gemacht. Und das Öl kann die nächsten hundert Jahre ungehindert ausströmen. Klasse. Genial. Super gemacht, BP.
Ich bin ganz ruhig. Sie auch?
wer hat das loch gebohrt?
na also.
am dreistesten ist jedoch der republikaner Joe Barton, der sich für den druck der regierung auf BP entschuldigt.
der typ gehört zum bewusstseinserweiternden ölschlammschaufeln an die küste.
ich für meinen teil werde weiterhin BP/Aral boykottieren. als zeichen meiner ablehnung gegen dieses rücksichtslose verhalten. auch wenn es die pächter und lizenznehmer am schlimmsten trifft.
Es trifft niemanden der es verdient hätte, wenn sie boykottieren. Es trifft allenfalls die Mitarbeiter bei BP, die ihren Job verlieren weil die Firma pleite geht und die Pächter, die sich nach was anderem umschauen müssen.
Man beachte: BP ist DER größte Konzern von Großbritannien überhaupt, das heißt da hängen Millionen Jobs dran. Und sollte dieser Konzern dicht machen, würde es nicht nur eine Machtverschiebung auf dem Ölmarkt geben, sondern auch Großbritannien sehr stark in die Knie zwingen, da sie ja sowieso schon in der Schuldenfalle sitzen.
Also protestieren die Engländer quasi gegen sich selbst, wenn sie BP herunter machen. Fehler sind menschlich, dass es nirgendwo nach Vorschrift läuft weiß auch jeder und dass man irgendwann damit auf die Nase fällt ist auch klar. Aber anstatt jetzt wie ein wütender Hahn auf den anderen einzupicken sollte man sich vorrangig damit beschäftigen wie man das Problem gelöst bekommt. BP ist nicht geholfen wenn wir den Konzern runtermachen und wenn sie derart viel Geld zahlen müssen, wovon sollen sie dann noch die Rettungskosten zahlen? Mit dem ganzen Schuldzuweisen ist niemandem geholfen. Das muss man doch einsehen. Zumindest vorerst.
Man kann den Bock auch später noch in die Wüste schicken..
Es trifft niemanden der es verdient hätte, wenn sie boykottieren. Es trifft allenfalls die Mitarbeiter bei BP, die ihren Job verlieren weil die Firma pleite geht und die Pächter, die sich nach was anderem umschauen müssen.
Man beachte: BP ist DER größte Konzern von Großbritannien überhaupt, das heißt da hängen Millionen Jobs dran. Und sollte dieser Konzern dicht machen, würde es nicht nur eine Machtverschiebung auf dem Ölmarkt geben, sondern auch Großbritannien sehr stark in die Knie zwingen, da sie ja sowieso schon in der Schuldenfalle sitzen.
Also protestieren die Engländer quasi gegen sich selbst, wenn sie BP herunter machen. Fehler sind menschlich, dass es nirgendwo nach Vorschrift läuft weiß auch jeder und dass man irgendwann damit auf die Nase fällt ist auch klar. Aber anstatt jetzt wie ein wütender Hahn auf den anderen einzupicken sollte man sich vorrangig damit beschäftigen wie man das Problem gelöst bekommt. BP ist nicht geholfen wenn wir den Konzern runtermachen und wenn sie derart viel Geld zahlen müssen, wovon sollen sie dann noch die Rettungskosten zahlen? Mit dem ganzen Schuldzuweisen ist niemandem geholfen. Das muss man doch einsehen. Zumindest vorerst.
Man kann den Bock auch später noch in die Wüste schicken..
a citizen or a corporation does something that is legitimately wrong is subject to some sort of political pressure that is -- again, in my words, amounts to a shakedown. So I apologize."
Man verfolge diese Aussage auf ihren Umkehrschluss: Abgeordneter Barton möchte demnach in einem Land leben, in dem der Staat (sic!)nicht (oder nicht jederzeit) Konsequenzen fordert, wenn ein Bürger oder ein Unternehmen 'legitimately wrong' handelt. Dies scheint auch dann noch der Fall zu sein, wenn diese Konsequenzen für Natur und Mensch solch verheerende Auswirkungen haben wie im Oil-Spill-Fall.
Der Artikel verweist hier meines Erachtens völlig zu Recht auf die geistige Bruderschaft, die zwischen US-Republikanern und der Ölindustrie herrscht. Nur zur Veranschaulichung:
"In 1981, [Barton] was selected for the prestigious White House Fellows Program, and served as an aide to then-Energy Secretary James B. Edwards. He returned to Texas in 1982 as a natural gas decontrol consultant for Atlantic Richfield Oil and Gas Company before being elected to Congress." (Auszug aus der Biographie Bartons, http://joebarton.house.go...)
Des Weiteren:
In einer Abstimmung des Kongresses vom 17.01.2007 (Vote 40: HR6) stimmte Barton mit 'Nein'. Der Inhalt der Bill liest sich wie folgt: "This bill would repeal tax cuts to oil companies and mandate that they pay a fee to remove oil from the Gulf of Mexico. It would also fund renewable energy programs." (http://projects.washingto...)
Und zu guter Letzt noch diese Bemerkung eines lesenwerten Blogs, auf den sich u.a. die New York Times bezieht:
"In 2009, individuals and political action committees associated with BP donated $16,000 to members of the House Energy and Commerce Committee.
In addition, five of the all-time top 10 recipients of BP money in the House of Representatives sit on the House Energy Committee: John D. Dingell (D-Mich.) Joe Barton (R-Tex.), Ralph M. Hall (R-Tex.), Roy Blunt (R-Mo.) and Fred Upton, (R-Mich.).
All have received upward of $13,000 from BP-related individuals and political action committees during the past two decades. Dingell, the second most favored recipient of BP money in the House, has received $31,000."
(http://www.opensecrets.or...)
Mehr muss man nicht wissen, um die genauen Züge der neoliberalen Fratze zu erkennen, die Barton an dieser Stelle der weltweiten Presse entgegenhält. Shameful, me thinks!
Was würde geschehen, wenn diese Quelle mehrere Jahre weiter'sprudelt'?
zum Strand fahren um zu tanken.
dann würden vielleicht raffinerieschiffe sinn machen...
oder man könnte sich das öl in fischkonservern sparen.
ist auch das einzig positive was mir ad hoc einfällt.
man verzeihe meinen zynismus angesichts der hilflosigkeit bei solch einem szenario.
zum Strand fahren um zu tanken.
dann würden vielleicht raffinerieschiffe sinn machen...
oder man könnte sich das öl in fischkonservern sparen.
ist auch das einzig positive was mir ad hoc einfällt.
man verzeihe meinen zynismus angesichts der hilflosigkeit bei solch einem szenario.
zum Strand fahren um zu tanken.
dann würden vielleicht raffinerieschiffe sinn machen...
oder man könnte sich das öl in fischkonservern sparen.
ist auch das einzig positive was mir ad hoc einfällt.
man verzeihe meinen zynismus angesichts der hilflosigkeit bei solch einem szenario.
ich konnte es auch nur noch als einen blöden Satz meinerseits bringen. Man fühlt sich nur noch hilflos angesichts diese Katastrophe und der Ignoranz dieser abartigen "Nicht-Menschen".
ich konnte es auch nur noch als einen blöden Satz meinerseits bringen. Man fühlt sich nur noch hilflos angesichts diese Katastrophe und der Ignoranz dieser abartigen "Nicht-Menschen".
ich konnte es auch nur noch als einen blöden Satz meinerseits bringen. Man fühlt sich nur noch hilflos angesichts diese Katastrophe und der Ignoranz dieser abartigen "Nicht-Menschen".
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