Arbeitskampf Schlecker bezahlt in Zukunft nach Tarif
Monatelang haben Schlecker und ver.di verhandelt. Nun haben sie sich auf neue Tarifverträge geeinigt. Auch im Tochterunternehmen soll nun nach Tarif gezahlt werden.
Die neuen Arbeitsbedingungen für die bundesweit rund 41.000 Beschäftigten des Drogeriekonzerns Schlecker stehen fest. Wie inzwischen auch die Gewerkschaft ver.di bestätigte, haben sich beide Parteien auf neue Tarifverträge geeinigt – nach monatelangen Verhandlungen, in denen die Arbeitnehmervertreter schwere Vorwürfe gegen die Unternehmensführung erhoben hatten.
Grund für die Auseinandersetzung war die Neugründung des Tochterunternehmens Schlecker XL, das in den vergangenen Monate mehrere Großfilialen eröffnet hatte. Ver.di warf dem Drogeristen vor, kleinere Filialen der Mutter Schlecker AS zu schließen, den Angestellten zu kündigen und für die neu eröffneten XL-Märkte Personal fast ausschließlich über die Leiharbeitsfirma Meniar zu deutlich schlechteren Bedingungen einzustellen.
Kurz danach errang ver.di einen ersten Sieg: Schlecker lenkte nach massiver Kritik auch seitens der Politik ein und kündigte an, keine neuen Verträge mit Meniar zu schließen. Kurz darauf rief die Drogeriemarktkette zu neuen Tarifverhandlungen auf.
Diese sind nun erfolgreich beendet worden. In Zukunft sollen auch die Mitarbeiter von Schlecker XL nach dem Tarifvertrag für den Einzelhandel in Baden-Württemberg bezahlt werden. Für die Beschäftigten der Mutter Schlecker AS wurde eine Beschäftigungssicherung vereinbart.
Nicht verhindern konnte die Gewerkschaft, dass 500 kleine Filialen geschlossen werden. Allerdings sollen die Mitarbeiter nicht entlassen, sondern zu gleichen Bedingungen in den neuen Großfilialen weiterbeschäftigt werden.
- Datum 01.06.2010 - 16:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Zeit!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren