Solarstrom Sonnenschein fürs PortemonnaieSeite 2/2
Ab kommendem Jahr will der Solarworld-Konzern etwa eine kleine Solarstrom-Batterie anbieten, mit dem ein Haushalt je nach Verbrauch für etwa zwölf Stunden seinen Strombedarf überbrücken kann. Während das Bonner Unternehmen dabei vorerst auf kostengünstige, fast wartungsfreie Bleibatterien setzt, entwickeln die Hamburger Konkurrenten von Conergy zurzeit eine Batterie auf Lithium-Ionen Basis mit längerer Lebensdauer.
Ob allerdings tatsächlich eine "Vielzahl von Neukunden", wie Conergy hofft, auf den Direktverbrauch setzt, wird sich erst kommendes Jahr zeigen, wenn die ersten Speichermodelle auf den Markt kommen. Sind sie zu teuer, werden sich wohl nur Idealisten unabhängig vom Stromnetz machen wollen. Noch will keines der Unternehmen konkrete Preise für die Speicher nennen. "Wir werden eine betriebswirtschaftliche Lösung anbieten", versichert eine Conergy-Sprecherin. Dass dies allerdings bei den aktuellen Entwicklungskosten möglich ist, bezweifeln Branchenkenner.
Nichtsdestotrotz ist die eine Hoffnung der Bundesregierung in Erfüllung gegangen : Mit der Stärkung des Eigenverbrauchs hat sie technische Innovation in der Branche angekurbelt. Dass sie auch das Stromnetz entlastet, wie die Politik hofft, ist jedoch fraglich.
In einem Hintergrundpapier warnte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Frühjahr, den Eigenverbrauch zu stärken. Nach Ansicht der Energieversorger könnte die Regelung genau den gegenteiligen Effekt haben und das Stromnetz noch mehr unter Druck setzen. Bislang entlaste zusätzlich eingespeister Solarstrom gerade zur Mittagszeit, wenn Deutschland kocht und backt, das Netz.
Was aber, wenn gewiefte Solarwirte ihre Waschmaschinen auch noch mittags laufen lassen, weil sie ihre Gewohnheiten umgestellt haben, die Sonne aber nicht scheint? Dann müssen sich die Netzbetreiber mit einem noch höheren Strombedarf herumschlagen – den diesmal nicht eingespeister Solarstrom decken kann. Teure Spitzenlastkraftwerke müssten zusätzlich angeworfen werden. Ausdrücklich empfahl der BDEW daher, "von einer weiteren Stärkung der Eigenverbrauchsförderung Abstand zu nehmen".
Vergeblich. Die Bundesregierung dehnte die Förderung sogar noch auf große, gewerbliche Solaranlage aus. Jetzt können auch Dachanlagen mit einer Leistung von 500 Kilowatt die Vergütung abgreifen. Zum Vergleich: Privatleute packen sich in der Regel Anlagen mit einer Leistung von etwa fünf Kilowatt aufs Garagendach. Allerdings hält sich die Bundesregierung eine Hintertür offen. Die großzügige Neuregelung ist erst einmal bis Ende kommenden Jahres befristet.
- Datum 19.07.2010 - 20:13 Uhr
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Die Solarindustrie will jetzt Bleiakkus anbieten??? Super!!!
Das wäre doch mal ein Thema für DIE ZEIT: recherchiert doch mal, welch immensen Umweltbelastungen mit dem Bleiabbau verbunden sind. Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Tianying in China: In Tianying wird etwa die Hälfte des chinesischen Bleis produziert. Veraltete Technologien und nicht ernsthaft betriebener Umweltschutz haben mehrere Fälle schwerer Bleivergiftung ausgelöst, der Bleigehalt in Luft und Boden überschreitet die chinesischen Grenzwerte um ein mehrfaches. Auch in der Region angebautes Getreide überschreitet die Grenzwerte.
Quelle: www.oekosystem-erde.de/ht...
Bleiabbau ist in höchstem Maße politisch inkorrekt, und auf Grund der damit verbundenen Umweltverschmutzung will niemand eine Bleimine in seiner Nähe haben. Dies hat in Kombination mit niedrigen Bleipreisen dazu geführt, dass weltweit über mehrere Jahrzehnte keine neuen Bleiminen eröffnet wurden. Anders als bei Kupfer, Zink und Nickel sind also bei Blei praktisch keine Minen in Vorbereitung.
Quelle: www.goldseiten.de/modules...
Die deutsche Solarbranche, welche groß rautönt, man solle nur deutsche Solarzellen kaufen, wegen den Transportwegen und so, die will jetzt im großen Stil Blei einsetzen!!!
Da bleibt nur eines: ja zur deutschen Solarbranche, ja zu umweltschädlichem Bleiabbau, ja zu hohen Fördermitteln. Und nie vergessen offiziell von Umweltschutz zu reden!!!
irgendetwas von "Blei"akkus?
irgendetwas von "Blei"akkus?
Würden die Spaßenergieproduzenten ihren eigenen Strom ohne Kosten für die Allgemeinheit erzeugen und verbrauchen wäre dagegen nichts zu sagen.
Mit der Einspeisevergütung und der Umlage wird aber ein Zuschuß von 30 Cent pro kWh auf Kosten der Allgemeinheit fällig.
Der Strompreis beinhaltet schon jetzt 10% Mehrkosten durch Spielzeugenergien.
Im Laufe der nächsten 1 bis 2 Jahre erhöht sich die Stromrechnung durch die neuen Anlagen um weitere 10%.
Einen Nutzen kann ich nicht erkennen.
Durch die vermehrte Einspeisung fluktuativer Elektrizität muß das öffentliche Netz mit Milliardenkosten umgebaut werden.
Wer das alles bezahlen soll ist klar: der private Stromkunde.
man nur- mit Wut im Bauch -zustimmen.
Und ganz nebenbei bemerkt, Atomstrom ist nur so billig, weil er milliardenschwer subventioniert wurde und auch weiterhin wird. Spielzeugenergie?
Steinkohleabbau und AKWs (Endlager, GAU)? Das sind einige Milliarden. Also wesentlich mehr als die Systemwechselförderung für erneuerbare Energien.
In der Geschichte gab es Subventionen bei jedem Systemwechsel. Dieser hier geht wenigstens in eine Richtung die jedem einzelnen Menschen die Möglichkeit gibt unabhängig von der Erpressung durch Großkonzernpreise zu werden. Und er sichert eine Energieversorgung die auf unendlichen Ressourcen (Sonne - Milliarden Jahre) basiert die noch dazu keinen Dreck machen.
Und jetzt bitte nicht das hinfällige Argument - aber der Rohstoffabbau und die Produktion, bla bla. Das hat man auch bei Dreckschleuderkraftwerken, die oft bei hohen Temperaturen garnicht mehr arbeiten können. Dabei sollte man auch an den Klimawandel (höhere Temperaturen, niedrige Wasserstände) denken der diese Großverschmutzer auf Dauer nachhaltig ausschalten wird.
http://www.heise.de/tp/bl...
Skepsis gut und schön. Aber wenn dann bitte mit Verstand und echten Argumenten die auch in 10, 20, 100 Jahren noch relevant sind und nicht nur aktuell großen, skrupellosen, machtgeilen Aktiengesellschaften den Erhalt ihrer Pfründe sichern, nur weil sie es nicht gerne sehen wenn Otto-Normal-Bürger plötzlich Beteiligter am Strommarkt ist (freier Markt?) und nicht mehr nur Melkkuh.
Tool zur Solarberechnung:
http://www.solartoolbox.ch/
man nur- mit Wut im Bauch -zustimmen.
Und ganz nebenbei bemerkt, Atomstrom ist nur so billig, weil er milliardenschwer subventioniert wurde und auch weiterhin wird. Spielzeugenergie?
Steinkohleabbau und AKWs (Endlager, GAU)? Das sind einige Milliarden. Also wesentlich mehr als die Systemwechselförderung für erneuerbare Energien.
In der Geschichte gab es Subventionen bei jedem Systemwechsel. Dieser hier geht wenigstens in eine Richtung die jedem einzelnen Menschen die Möglichkeit gibt unabhängig von der Erpressung durch Großkonzernpreise zu werden. Und er sichert eine Energieversorgung die auf unendlichen Ressourcen (Sonne - Milliarden Jahre) basiert die noch dazu keinen Dreck machen.
Und jetzt bitte nicht das hinfällige Argument - aber der Rohstoffabbau und die Produktion, bla bla. Das hat man auch bei Dreckschleuderkraftwerken, die oft bei hohen Temperaturen garnicht mehr arbeiten können. Dabei sollte man auch an den Klimawandel (höhere Temperaturen, niedrige Wasserstände) denken der diese Großverschmutzer auf Dauer nachhaltig ausschalten wird.
http://www.heise.de/tp/bl...
Skepsis gut und schön. Aber wenn dann bitte mit Verstand und echten Argumenten die auch in 10, 20, 100 Jahren noch relevant sind und nicht nur aktuell großen, skrupellosen, machtgeilen Aktiengesellschaften den Erhalt ihrer Pfründe sichern, nur weil sie es nicht gerne sehen wenn Otto-Normal-Bürger plötzlich Beteiligter am Strommarkt ist (freier Markt?) und nicht mehr nur Melkkuh.
Tool zur Solarberechnung:
http://www.solartoolbox.ch/
irgendetwas von "Blei"akkus?
In dem Artikel steht, Solarworld will auf Bleiakkus setzen.
In dem Artikel steht, Solarworld will auf Bleiakkus setzen.
Ich halte Bleibatterien auch nicht für sinnvoll. Aber:
Die meisten Bleibatterien werden aus recycelten Alt-Batterien gemacht, da Bleiakkus praktisch vollständig recycelbar sind. Insofern muss das auch wahrscheinlich nichts weiter abgebaut werden, weil die Blei-Akku-Industrie eine Art geschlossener Kreislauf ist.
Würde Ihre Antwort stimmen, könnten alle Bleiminen der Welt geschlossen werden. Das heißt, würde das Blei welches jährlich in Recyclingstellen landet ausreichen um den Neubedarf an Blei zu decken, wäre die Bilanz zumindest ausgeglichen. Aber die Rechnung dürfte anders sein:
Jedes Gramm Blei was mehr verbraucht wird, muss entweder neu abgebaut werden oder es muss aus dem Recycling stammen. Stammt es aus dem Recycling, fehlt es jetzt dort wo das recycelte Blei bislang eingesetzt wurde. Dann braucht es jetzt dort neues Blei aus neuem Bleiabbau. Wenn Solarstromanlagen neuerdings mit Bleiakkus versehen werden, ist dies garantiert ein zusätzlicher Verbrauch.
Eine kleine Rechnung dazu (Zahlen als Denkmodell):
Jährlicher Verbrauch Blei in Deutschland bislang: 10.000 Einheiten
Jährlich anfallendes Recycling in D. bislang: 5.000 Einheiten
Jetzt kommt der Boom mit dem Eigenverbrauch und damit mit den Bleiakkus. Dadurch:
Jährlicher Verbrauch Blei in Deutschland neu: 10.100 Einheiten
Jährlich anfallendes Recycling in D. weiterhin: 5.000 Einheiten (denn die Eigenverbrauchs-Akkus werden ja erstmal 10 bis 20 Jahre benutzt bevor der erste davon ins Recycling geht und auch dann reichen diese nicht aus um für die wachsende Menge Solaranlagen genug Blei zur Verfügung zu stellen).
Im Endeffekt müssen wegen den Solarstrom-Bleiakkus 100 Einheiten Blei mehr abgebaut werden. 100 mal Umweltverschmutzung.
Würde Ihre Antwort stimmen, könnten alle Bleiminen der Welt geschlossen werden. Das heißt, würde das Blei welches jährlich in Recyclingstellen landet ausreichen um den Neubedarf an Blei zu decken, wäre die Bilanz zumindest ausgeglichen. Aber die Rechnung dürfte anders sein:
Jedes Gramm Blei was mehr verbraucht wird, muss entweder neu abgebaut werden oder es muss aus dem Recycling stammen. Stammt es aus dem Recycling, fehlt es jetzt dort wo das recycelte Blei bislang eingesetzt wurde. Dann braucht es jetzt dort neues Blei aus neuem Bleiabbau. Wenn Solarstromanlagen neuerdings mit Bleiakkus versehen werden, ist dies garantiert ein zusätzlicher Verbrauch.
Eine kleine Rechnung dazu (Zahlen als Denkmodell):
Jährlicher Verbrauch Blei in Deutschland bislang: 10.000 Einheiten
Jährlich anfallendes Recycling in D. bislang: 5.000 Einheiten
Jetzt kommt der Boom mit dem Eigenverbrauch und damit mit den Bleiakkus. Dadurch:
Jährlicher Verbrauch Blei in Deutschland neu: 10.100 Einheiten
Jährlich anfallendes Recycling in D. weiterhin: 5.000 Einheiten (denn die Eigenverbrauchs-Akkus werden ja erstmal 10 bis 20 Jahre benutzt bevor der erste davon ins Recycling geht und auch dann reichen diese nicht aus um für die wachsende Menge Solaranlagen genug Blei zur Verfügung zu stellen).
Im Endeffekt müssen wegen den Solarstrom-Bleiakkus 100 Einheiten Blei mehr abgebaut werden. 100 mal Umweltverschmutzung.
Diese Äußerung verstehe ich nicht:
"Nichtsdestrotzotz ist die eine Hoffnung der Bundesregierung in Erfüllung gegangen: Mit der Stärkung des Eigenverbrauchs hat sie technische Innovation in der Branche angekurbelt."
Im weiteren Verlauf des Artikels wird erklärt, es sei fraglich, ob Eigenverbrauch dem Stromnetz was bringe. Es gibt also Innovationen, die eines bewirken: mehr Profit für die Solarindustrie. Aber für die Allgemeinheit der Stromverbraucher bringt das Ganze außer Kosten eher keinen Nutzen.
Das wäre so, wie wenn man ein Softwareprogramm entwickelt "Wie Sie durch geschickte Tricks bei der Geldanlage dem Fiskus Steuern vorbehalten - 1000 Tricks für Finanzschiebereien und Anlagen in Steueroasen". Würde man ein solches Programm als Softwareinnovation bezeichnen?
Warum gibt sich die Solarbranche keine Selbstverpflichtung, von Anfang an nur Akkus einzusetzen, die aus Materialien bestehen, welche politisch korrekt produziert werden?
Die Solarbranche sollte auch in der Produktion auf Umweltschutz achten. Gesetze braucht es dafür gar keine, die Branche selbst ist hier gefordert ihr Image nicht zu riskieren.
Interessant wäre auch die Frage: wieviel Energie braucht es für den Bleiabbau, die Bleiaufbereitung, -transport usw. Holt die Solaranlage diese Energie jemals wieder rein?
".....Energie braucht es für den Bleiabbau, ........"
Ich würd ganz unideologisch fragen:
Welcher Preisaufschlag entsteht bei der gespeicherten Kilowattstunde gegenüber der verbrauchs-zeitgleichen?
".....Energie braucht es für den Bleiabbau, ........"
Ich würd ganz unideologisch fragen:
Welcher Preisaufschlag entsteht bei der gespeicherten Kilowattstunde gegenüber der verbrauchs-zeitgleichen?
Spielzeugenergien? Einen Nutzen kann man nicht erkennen?
Das wir weg von fossilen Energieträgern müssen und AKWs keine Alternative sind haben Sie sicherlich auch schon gemerkt, oder?
Irgendwo muss der Strom aber herkommen...und zwar nachhaltig. Die einzige entsprechende Alternative sind regenerative Energien und um eine neue Technologie in der Breite zu fördern, bis sie alleine Wettbewerbsfähig ist, das ist Teil der Aufgaben des Staates, weil es um das Allgemeinwohl (Umwelt) geht. Nebenbei entstehen auch noch einige hundertausend Jobs. Bei Windenergie läuft die Förderung in 4-5 Jahren aus, weil er nur noch 8cent/kwh kostet, bei Solaranlagen läuft die Entwicklung nach dem selben Muster ab.
Sie sollten sich mal lieber folgendes fragen:
Der Strompreis beträgt 20 Cent. Der EE-Aufschlag macht davon 2 Cent aus. Die Erzeugerkosten liegen aber nur bei 3-5 Cent. Es gibt also eine Gewinnspanne von 17 Cent. Die Gewinne der Konzerne, haben sich in den letzten Jahren verfünffacht.
Es ist auch mittlerweile untersucht worden, dass der Strompreis z.B. nichts damit zu tun hat, wieviele AKWs am Netz sind o.ä....er wird dadurch nicht billiger. Letztes Jahr waren teilweise die Hälfte aller AKWs vom Netz. Der Preis an der Strombörse blieb gleich. PLUS: wird sind Stromexporteuer-Weltmeister.
Also: Die Preisfestlegung erfolgt mehr oder weniger willkürlich, weil der Strommarkt von einem Oligopol beherrscht wird.
Die Förderung der EEs ist also nicht preistreibend und vor allem alternativlos.
"Der Strompreis beträgt 20 Cent. Der EE-Aufschlag macht davon 2 Cent aus. Die Erzeugerkosten liegen aber nur bei 3-5 Cent. Es gibt also eine Gewinnspanne von 17 Cent. Die Gewinne der Konzerne, haben sich in den letzten Jahren verfünffacht."
Diese Rechnung ist nicht ganz richtig...
Von den 20 Cent gehen erst mal Umsatzsteuer an den Staat, bleiben rund 16 Cent. Dann muss der Strom vom Kraftwerk noch zum Verbraucher, kostet rund 6 Cent*. Bleiben also noch 10 Cent. Davon geht noch die Stromsteuer ab, die Konzessionsabgabe, Messkosten, EEG-Umlage usw. (Quelle: www.heise.de/tp/r4/artike...). Bleiben genau die 3 Cent Erzeugungskosten übrig. In diesen 3 Cent sind sowohl die tatsächlichen Erzeugungkosten enthalten als auch der Gewinn des Kraftwerkes. Dieser kann durchaus hoch sein. Wenn er den Strom zum Beispiel für 2 Cent produziert, macht er 50 Prozent Gewinn. Muss er den Strom aber im Erdgaskraftwerk erzeugen, ist das meist deutlich teurer als 3 Cent. Deshalb wird der Solarboom auch neben der EEG-Umlage einen weiteren Strompreisanstieg zur Folge haben: wir brauchen mehr schnell zu- und abschaltbare Reservekraftwerke. Diese werden nicht mit billiger deutscher Braunkohle betrieben sondern mit teurem russischem Erdgas. Für die Umwelt ist das gut, weil Erdgas weniger CO2 emittiert als Braunkohle, aber der Strompreis könnte deshalb nochmals steigen.
*Das gilt auch für Häuser mit Solarstrom. Die brauchen für den Winter genauso ein Stromnetz wie alle anderen Häuser.
@ultimazer1
Einen Nutzen der Spielzeugenergien kann ich nicht erkennen.
Sie stellen meiner Aussage folgende Dogmen entgegen:
a) "Das wir weg von fossilen Energieträgern müssen"
b) "AKWs keine Alternative sind"
Es mag sein, daß in Ihrem Umkreis diese Dogmen akzeptiert sind.
Ich akzeptiere sie nicht und kann das im Gegensatz zu Ihnen dann auch durchaus begründen.
Ein Dogma wird ja aufgestellt und nicht begründet.
Zu a)
Die fossilen Energieressourcen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum letzten wirtschaftlich förderbaren Milligramm ausgebeutet werden. Es gibt keinen Grund das nicht zu tun und es spielt keine Rolle ob diese Resourcen heute oder morgen ausgebeutet werden.
Leider stellt Erdöl neben der Funktion als Energieträger vor allem aber auch die wichtigste chemische Ressource dar.
Es wäre außerodentlich schade wenn zum Zeitpunkt X keine wirtschaftlich lohnend herstellbaren Düngemittel mehr gibt.
Aber es wird wohl so kommen:
Die Menschheit verdoppelt sich nach wie vor alle 40 Jahre.
Dieses Problem ist bedeutender als jeder Klimawandelfirlefanz.
Zu b)
Kernkraft ist keine Alternative - da gebe ich Ihnen Recht: Kernkraft ist der Hauptstromlieferant neben Kohle in Europa.
Kernkraftwerke erzeugen trotz aller Dummschwätzerei den billigsten Strom und die Berennstoffvorräte reichen auf Jahrhunderte sobald man die Bruttechnologie wieder einsetzt.
Die deutschen Kernkraftwerke stellen eine enorme volkswirtschaftliche Investition dar und sie laufen seit 50 Jahren unfallfrei. Der volkswirtschaftliche Schaden des sogenannten Atomausstiegs liegt bei ca 200 Milliarden EUR.
Bei Abschaltung der Kernkraftwerke nach dem Atomausstiegsprogramm fällt diese Summe in Form weiterer Verschuldung der Bürger und des Staates an.
Ich habe nichts dagegen wenn Sie sich Solarzellen oder wahlweise frische Heringe auf Dach kleben.
Ich bin jedoch nicht bereit Ihr Spielzeug mitzufinanzieren.
....die ihre Monopole schließlich von den Politikern haben, die wir wählten. So ist man selbst schuld, dass wir staatsverhandelte Monopolpreise zahlen.
"Der Strompreis beträgt 20 Cent. Der EE-Aufschlag macht davon 2 Cent aus. Die Erzeugerkosten liegen aber nur bei 3-5 Cent. Es gibt also eine Gewinnspanne von 17 Cent. Die Gewinne der Konzerne, haben sich in den letzten Jahren verfünffacht."
Diese Rechnung ist nicht ganz richtig...
Von den 20 Cent gehen erst mal Umsatzsteuer an den Staat, bleiben rund 16 Cent. Dann muss der Strom vom Kraftwerk noch zum Verbraucher, kostet rund 6 Cent*. Bleiben also noch 10 Cent. Davon geht noch die Stromsteuer ab, die Konzessionsabgabe, Messkosten, EEG-Umlage usw. (Quelle: www.heise.de/tp/r4/artike...). Bleiben genau die 3 Cent Erzeugungskosten übrig. In diesen 3 Cent sind sowohl die tatsächlichen Erzeugungkosten enthalten als auch der Gewinn des Kraftwerkes. Dieser kann durchaus hoch sein. Wenn er den Strom zum Beispiel für 2 Cent produziert, macht er 50 Prozent Gewinn. Muss er den Strom aber im Erdgaskraftwerk erzeugen, ist das meist deutlich teurer als 3 Cent. Deshalb wird der Solarboom auch neben der EEG-Umlage einen weiteren Strompreisanstieg zur Folge haben: wir brauchen mehr schnell zu- und abschaltbare Reservekraftwerke. Diese werden nicht mit billiger deutscher Braunkohle betrieben sondern mit teurem russischem Erdgas. Für die Umwelt ist das gut, weil Erdgas weniger CO2 emittiert als Braunkohle, aber der Strompreis könnte deshalb nochmals steigen.
*Das gilt auch für Häuser mit Solarstrom. Die brauchen für den Winter genauso ein Stromnetz wie alle anderen Häuser.
@ultimazer1
Einen Nutzen der Spielzeugenergien kann ich nicht erkennen.
Sie stellen meiner Aussage folgende Dogmen entgegen:
a) "Das wir weg von fossilen Energieträgern müssen"
b) "AKWs keine Alternative sind"
Es mag sein, daß in Ihrem Umkreis diese Dogmen akzeptiert sind.
Ich akzeptiere sie nicht und kann das im Gegensatz zu Ihnen dann auch durchaus begründen.
Ein Dogma wird ja aufgestellt und nicht begründet.
Zu a)
Die fossilen Energieressourcen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum letzten wirtschaftlich förderbaren Milligramm ausgebeutet werden. Es gibt keinen Grund das nicht zu tun und es spielt keine Rolle ob diese Resourcen heute oder morgen ausgebeutet werden.
Leider stellt Erdöl neben der Funktion als Energieträger vor allem aber auch die wichtigste chemische Ressource dar.
Es wäre außerodentlich schade wenn zum Zeitpunkt X keine wirtschaftlich lohnend herstellbaren Düngemittel mehr gibt.
Aber es wird wohl so kommen:
Die Menschheit verdoppelt sich nach wie vor alle 40 Jahre.
Dieses Problem ist bedeutender als jeder Klimawandelfirlefanz.
Zu b)
Kernkraft ist keine Alternative - da gebe ich Ihnen Recht: Kernkraft ist der Hauptstromlieferant neben Kohle in Europa.
Kernkraftwerke erzeugen trotz aller Dummschwätzerei den billigsten Strom und die Berennstoffvorräte reichen auf Jahrhunderte sobald man die Bruttechnologie wieder einsetzt.
Die deutschen Kernkraftwerke stellen eine enorme volkswirtschaftliche Investition dar und sie laufen seit 50 Jahren unfallfrei. Der volkswirtschaftliche Schaden des sogenannten Atomausstiegs liegt bei ca 200 Milliarden EUR.
Bei Abschaltung der Kernkraftwerke nach dem Atomausstiegsprogramm fällt diese Summe in Form weiterer Verschuldung der Bürger und des Staates an.
Ich habe nichts dagegen wenn Sie sich Solarzellen oder wahlweise frische Heringe auf Dach kleben.
Ich bin jedoch nicht bereit Ihr Spielzeug mitzufinanzieren.
....die ihre Monopole schließlich von den Politikern haben, die wir wählten. So ist man selbst schuld, dass wir staatsverhandelte Monopolpreise zahlen.
In dem Artikel steht, Solarworld will auf Bleiakkus setzen.
Das mit der Eigenverbrauchsförderung klingt alles sehr nach Ideologie. Ist nicht gerade die Existenz einjes Stromnetzes der Reichtum eines Industriestaates?
Und ist nicht gerade das Netz dazu da, den Ausgleich zwischen verschiedenen Anbietern und Nachfragern herbeizuführen?
Die zitierten Bedenken des Energie-Bundesverbandes klingen durchweg logisch.
An anderer Stelle war -aus solarlobbyistischem Munde- zu lesen, daß PV-Strom durchweg Spitzenlast-Eigenschaften hätte. Auch das klingt in gewisser Weise logisch. Denn die Stromnachfrage- z.B. im gewerblichem Bereich - zeigt durchaus ihre Maxima zu Zeiten, wenn auch die Sonne scheint.
Mit solchen Erwägungen läßt sich zumindest ansatzweise ein Sinn in den gezahlten massiven Subventionen für die PV-Einspeisung erblicken.
Warum eine gezielte Verbrauchsverlagerung in die Mittagszeit mit 20 oder sonstwieviel ct/kWh subventioniert werden soll, ist kaum einzusehen.
Während dem PV-Betreiber so zum inneren Seelenfrieden verholfen wird und es bei ihm im Portemonaie gleichzeitig klingelt, laufen anderenorts die Gasturbinen zur Deckung der Spitzenlast.
Das Geschwadroniere über die akkugepufferte Netzautarkie treibt das Ganze auf die Spitze.
Ich begreif nicht, wozu man das Ganze in einem dichtbesiedelten Industriestaat braucht. Und bei der Vermarktung solcher Anlagen in der afrikanischen Savanne wünsche ich viel Spaß.
@Felefon
"Der Strompreis beträgt 20 Cent. Der EE-Aufschlag macht davon 2 Cent aus. Die Erzeugerkosten liegen aber nur bei 3-5 Cent. Es gibt also eine Gewinnspanne von 17 Cent. Die Gewinne der Konzerne, haben sich in den letzten Jahren verfünffacht."
Die Gewinnspanne beläuft sich nicht auf 17 Cent. Neben den Erzeugerkosten gibt es die Netzentgelte einschl. Mess- und Abrechnungspreise (ca. 6 Ct/kWh), die Konzessionsabgabe (1,23 Ct/kWh), den KWK-Aufschlag (ca. 2 Ct/kWh), die Stromsteuer (2,05 Ct/kWh) und on top die Umsatzsteuer von 19%.
Und eine Tonne Kohlendioxid einzusparen ist kaum teurer möglich als über PV-Anlagen. Durch die Förderung der Wärmedämmung wäre die Minderung der Kohlendioxidemissionen um ein Vielfaches höher.
...dadurch bsw. Leitungsverlusste minimiert werden. So schön ein flächendeckendes Stromnetz auch sein mag, ein Kabel ist auch nur ein Widerstand. An jedem Widerstand fällt Leistung an, die woanders erbracht werden muss. Daher sind kurze Übertragungswege ein guter Weg zu einer höheren Energieeffizienz.
...Stromkonzerne Preiserhöhungen gerne mit hohen Investitionskosten rechtfertigen. Wenn statt 2 Kraftwerken nur noch eins gebaut werden muss, wird Strom ja vielleicht doch irgendwann billiger.
...wir einen Überschuss an Strom produzieren und diesen exportieren. Wer glaubt da noch der Atom-Lobby, wir bräuchten für unsere "Versorgungssicherheit" AKWs? Zur Spitzenlast einige Kohlekraftwerke und sonst EEs!
...wir Kohle ebenfalls fördern. Die Förderung von EE, die ja ebenfalls zeitlich befristet ist, anzuprangern ist eine einseitige Darstellung. Das niemand sein privates Kohlekraftwerk im Garten stehen hat, ist verständlich. Aber Voltaik-Anlagen lohnen eben auch schon im kleinen Maßstab.
...das Stromnetz sowieso weiter bestehen bleiben wird. In einer Stadt den gesamten Energiebedarf über EE zu decken, ist kaum möglich. Daher werden die Netze nach wie vor gebraucht und wenn die Erzeuger ihr Produkt verkaufen wollen, werden sie auch gezwungenermaßen weiter in die Netze investieren.
Und @ Nr. 8... gute Lobbyarbeit klingt immer "logisch". Sonst würde sie ja nicht die Verwirrung stiften, die sie soll. Und die Lobby der Energie-Erzeuger sind wahrlich Profis.
@Felefon
"Der Strompreis beträgt 20 Cent. Der EE-Aufschlag macht davon 2 Cent aus. Die Erzeugerkosten liegen aber nur bei 3-5 Cent. Es gibt also eine Gewinnspanne von 17 Cent. Die Gewinne der Konzerne, haben sich in den letzten Jahren verfünffacht."
Die Gewinnspanne beläuft sich nicht auf 17 Cent. Neben den Erzeugerkosten gibt es die Netzentgelte einschl. Mess- und Abrechnungspreise (ca. 6 Ct/kWh), die Konzessionsabgabe (1,23 Ct/kWh), den KWK-Aufschlag (ca. 2 Ct/kWh), die Stromsteuer (2,05 Ct/kWh) und on top die Umsatzsteuer von 19%.
Und eine Tonne Kohlendioxid einzusparen ist kaum teurer möglich als über PV-Anlagen. Durch die Förderung der Wärmedämmung wäre die Minderung der Kohlendioxidemissionen um ein Vielfaches höher.
...dadurch bsw. Leitungsverlusste minimiert werden. So schön ein flächendeckendes Stromnetz auch sein mag, ein Kabel ist auch nur ein Widerstand. An jedem Widerstand fällt Leistung an, die woanders erbracht werden muss. Daher sind kurze Übertragungswege ein guter Weg zu einer höheren Energieeffizienz.
...Stromkonzerne Preiserhöhungen gerne mit hohen Investitionskosten rechtfertigen. Wenn statt 2 Kraftwerken nur noch eins gebaut werden muss, wird Strom ja vielleicht doch irgendwann billiger.
...wir einen Überschuss an Strom produzieren und diesen exportieren. Wer glaubt da noch der Atom-Lobby, wir bräuchten für unsere "Versorgungssicherheit" AKWs? Zur Spitzenlast einige Kohlekraftwerke und sonst EEs!
...wir Kohle ebenfalls fördern. Die Förderung von EE, die ja ebenfalls zeitlich befristet ist, anzuprangern ist eine einseitige Darstellung. Das niemand sein privates Kohlekraftwerk im Garten stehen hat, ist verständlich. Aber Voltaik-Anlagen lohnen eben auch schon im kleinen Maßstab.
...das Stromnetz sowieso weiter bestehen bleiben wird. In einer Stadt den gesamten Energiebedarf über EE zu decken, ist kaum möglich. Daher werden die Netze nach wie vor gebraucht und wenn die Erzeuger ihr Produkt verkaufen wollen, werden sie auch gezwungenermaßen weiter in die Netze investieren.
Und @ Nr. 8... gute Lobbyarbeit klingt immer "logisch". Sonst würde sie ja nicht die Verwirrung stiften, die sie soll. Und die Lobby der Energie-Erzeuger sind wahrlich Profis.
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