Wachstum Deutschlands Konzerne verdienen wieder prächtig
Ob Siemens oder RWE: Die deutschen Unternehmen machen nach der Krise wieder gute Gewinne. Vor allem die Autoindustrie profitiert vom wiederbelebten Export.
Ob Siemens, Daimler oder Adidas – branchenübergreifend heben Deutschlands Konzerne nach einem unerwartet starken zweiten Quartal ihre Ertragsprognosen massiv an. Der Sportartikelhersteller beispielsweise verbesserte seinen Nettogewinn zwischen April und Juni von neun Millionen im Vorjahr auf 126 Millionen Euro. Das ergibt ein Plus von 1 300 Prozent.
Die niedrige Messlatte, wie sie die meisten Unternehmen angesichts der schweren Rezession 2009 ansetzen, macht solche Zahlen überhaupt erst möglich. Doch über diesen rein statistischen Effekt hinaus gilt: Die hervorragenden Zahlen im ersten Quartal und ersten Halbjahr sorgen nicht nur für Rekordsteigerungen, sondern auch für Rekordgewinne. Adidas wird angesichts des Rekordgewinns von 295 Millionen Euro im ersten Halbjahr aller Voraussicht nach in diesem Jahr mindestens so viel verdienen wie im bisherigen Rekordjahr 2008. Nur schwere Einbrüche, die weit und breit nicht zu erkennen sind, können daran noch etwas ändern.
Auch Siemens, der Gasehersteller Linde, der Markenkonzern Henkel, der Stromversorger RWE, der Softwareriese SAP, der Pharmaproduzent Fresenius und seine Dialysetochter FMC werden netto mindestens so viel einfahren wie in ihren Rekordjahren 2007 oder 2008. Das signalisieren die starken Ergebnisse, die Firmenausblicke und die Berechnungen der Fachanalysten der internationalen Banken. Erstmals seit zehn Jahren dürften alle 30 Dax-Konzerne in einem Gesamtjahr schwarze Zahlen schreiben, auch der lange Zeit angeschlagene Chiphersteller Infineon und die teilverstaatlichte Commerzbank.
"Nach massiven Kosteneinsparungen treibt jetzt die rasante weltwirtschaftliche Erholung die Gewinne kräftig nach oben", sagt der Chefvolkswirt Carsten Klude von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg. Vor allem die Auslandsnachfrage lässt die vielen exportorientierten Unternehmen profitieren. Deutschlands 30 Dax-Konzerne, aber auch die Unternehmen in der zweiten Reihe im MDax und TecDax erwirtschaften gut zwei Drittel ihrer Erträge im Ausland. Auf so einen hohen Wert kommt weltweit kein großes Industrieland.
Die Dynamik überrascht. Woche für Woche blicken die Firmenbosse optimistischer in die Zukunft, woraufhin die Fachanalysten in aller Welt ihre Gewinnschätzungen nach oben setzen. Dabei hinken die eigentlich notorisch optimistischen Analysten der Realität immer noch hinterher. Denn Quartal für Quartal schlagen gut drei Viertel der Unternehmen die vorangegangenen Prognosen. Aktuell erwarten die Analysten nach Berechnungen des Finanzdatenspezialisten Factset, dass die Dax-Konzerne ihre Nettogewinne im laufenden Jahr um 62 Prozent gegenüber 2009 steigern. Vor sechs Monaten gingen die Experten noch von 45 Prozent aus.
Besonders kräftig ziehen die Gewinnprognosen für die Automobilhersteller an. Daimler-Chef Dieter Zetsche schraubte zum zweiten Mal in diesem Jahr die Ziele nach oben. Und dabei geht es keineswegs um Peanuts. Beim Vorsteuerergebnis rechnet Daimler mit sechs Mrd. Euro und nicht wie bisher mit mehr als vier Milliarden Euro. Auch BMW und VW blicken optimistisch nach vorn.
Die Autoindustrie profitiert von rasant anziehenden Exporten nach Amerika und China, wo sich Gutverdiener luxuriöse und teure Limousinen deutscher Hersteller kaufen. Im ersten Halbjahr stiegen die Ausfuhren um 44 Prozent. Nachfrageeinbrüche im heimischen Markt wirken sich kaum aus, weil sie die margenarmen Kleinautos nach Auslaufen der Abwrackprämie betreffen.
- Datum 30.07.2010 - 12:29 Uhr
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- Quelle Handelsblatt
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gerade die autoindustrie hat durch werkverträge, gründung hauseigener leiharbeitsfirmen und strategisch genutzte leiharbeiter so viele gewinne erzielt!
jetzt gibt es keine ausreden mehr für lohndumping! auch wäre es gerecht, wenn anteile des gewinns zurück an den steuerzahler gehen, da er mit seinem geld die ganzen geringverdiener auf algII-niveau aufstocken musste!!
Da wird ja bald der Ruf erschallen, um die Gewinne zu stabilisieren, Opfer von den Mitarbeitern zu verlangen und die Lohnnebenkosten von dem Arbeitgeberanteil für die Krankenversicherung von den Arbeitnehmern alleine zahlen zu lassen. Minister Rösler ist ja bereits bei der "Arbeit".
Erst wenn die Mitarbeiter Lebensmittelgutscheine klaglos akzeptieren ist das Ideal für die Konzerne erreicht.
Da Ideale aber nicht erreicht werden, genügt Lohndumping und Angsterzeugung um die Arbeitsplätze zunächst erst einmal aus.....
wenn der aktionaer dann eine schoene dividende ausgeschuettet bekommt, kann uns ja egal sein, was dem rest der bevölkerung oder dem rest der menschheit so passiert.
zur not werden die anderen eben als soldaten ins feld geschickt. helden werden immer gebraucht , um die rechtfertigung für unmenschlichen kriegseinsaetze mit ihrem tod zu bezahlen ... auf allen seiten.
und was ist mit systematischen loesungen, globalen loesungen, friedlichen loesung ? pustkuchen ... aha ... ist ja auch logisch, damit wir hier weiter im wirtschaftsimperialismus baden gehen koennen, muessen woanders selbstverstaendlich bomben fallen.
armes deutschland - hat sich selbst verraten und verkauft - mal wieder.
moussolini sagt: Faschismus ist der schulterschluss von regierung und wirtschaft. na, der muss es wohl gewusst haben.
frohes wettruesten noch. die BRD liegt weltweit auf platz 3 der ruestungsindustrienationen. herzlichen glueckwunsch an die kriegstreiber in den grosskonzernenn, bankhaeusern und regierungen der "demokratischen" welt.
ach sie haben nicht für krieg gestimmt? komisch ...
bei einigen wenigen angekommen!
Ist doch schön!
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