Umweltbundesamt Bahn und Bund verschwenden Steuergeld
Bahn und Bund geben nach ZEIT-Informationen Milliarden für unnötige Projekte aus. In einer Umweltbundesamt-Expertise wird gefordert, etwa auf Stuttgart 21 zu verzichten.
© dpa

Modell des geplanten Stuttgarter Hauptbahnhofs. Der Schienenverkehr wird unter die Erde verlegt
In dem Gutachten für das Umweltbundesamt (UBA) heißt es, die Infrastrukturpolitik müsse "grundlegend umgestaltet" werden und diese Kehrtwende dulde "keinen weiteren Aufschub". Ohne "Verzicht auf die Prestigeprojekte" beim Schienenbau seien "die sinnvollen Vorhaben nicht einmal bis 2030 finanzierbar".
Das Gutachten liegt der ZEIT vor. Die Gutachter empfehlen auf das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 zu verzichten. Es müsse "umgehend gestoppt werden", unter anderem weil es "kein Nadelöhr beseitigt, sondern neue schafft", so die Studie. "Konzeptionell falsch" sei ebenfalls die Schnellfahrstrecke von Wendlingen nach Ulm. Auch der ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt nach Halle und Leipzig fehle "jegliche Legitimation". Dem Güterverkehr auf der Schiene, der über ein hohes Wachstumspotential verfüge, nutzten diese Investitionsvorhaben praktisch nicht; sie allein beanspruchten aber Bundesmittel in Höhe von elf Milliarden Euro.
Die gleiche Summe sei erforderlich, um die Leistungsfähigkeit des gegenüber der Straße umweltverträglichen Schienengüterverkehrs ungefähr zu verdoppeln. In Zukunft solle deshalb bei jedem Investitionsvorhaben geprüft werden, ob es dem Frachtverkehr auf der Schiene nutze, heiße es in der UBA-Studie. Davon profitiere auch der Schienenpersonennahverkehr.
Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, fordert in der ZEIT, die Investitionen ins Schienennetz in Zukunft "in erster Linie am Bedarf und an den Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes" zu orientieren. Alternativ ließen sich die Mittel für den notwendigen Ausbau des Schienengüterverkehrs durch "Verzicht auf unnötige Straßenbauprojekte" erwirtschaften oder durch "Erhöhung der Lkw-Maut", so der UBA-Präsident.
- Datum 11.08.2010 - 15:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Sau blöd nur, dass die Bagger in Stuttgart längst angerollt sind und das viel zu spät kommen wird. Ersatzweise könnte man für den Betrag, den die Umgestaltung des Stuttgarter Bahnhofes und anliegender Strecken verschlingt, 80 (!) Bahnhöfe für 50 (!) Millionen € renovieren. Schade auch, dass gewisse Realitätsferne, wie es häufig Aktivisten von RobinWood sind, mit ihren bisweilen infantilen Kampagnen pragmatischere Gegnern des Projektes mit in die Unglaubwürdigkeit gezogen haben. So hatten Oettinger und Co. auch recht leichtes Spiel. Von der Bahn ist man ja nichts anderes gewohnt, also gegen das Allgemeinwohl zu handeln...
Stuttgart 21 ist längst beschlossen und wird bereits gebaut. Die Demos usw. sind vor allem Mobilisierungsversuche der Grünen für die Landtagswahl in BW. Ein Stopp ist quasi unmöglich.
Die Medien und viele Bürger gehen dieser Inszenierung vollständig auf den Leim. Ich werfe das den Grünen nicht vor. Es ist äußert klug und geschickt, aber ich werfe es den Medien und den armen Bürgern vor, die sich so vor den Karren spannen lassen.
Zur Info: SPD, CDU und FDP stehen in BW hinter dem Projekt, auch weil es nicht so schlecht ist, wie sein Ruf. Die SPD hätte als Oppositionspartei ja gar keinen so großen Anreiz dazu.
Es ist auch okay in BW Grün zu wählen (als Öko habe ich Sympathien mit denen, vor allem in BW, wo sie modern sind), aber damit stoppt man nicht Stuttgart 21.
Ich halte es für ein politisches Kabinettstücken, was hier gemacht wird. Da sind politische Schelme am Werk, was ich als Politikfan liebe (seit Obama einer der besten Wahlkämpfe). Ich bin nur erstaunt, wie schutzlos die öffentliche Berichterstattung dem ausgeliefert ist.
Eine Horde hochgebilderter, kluger ZEIT-Redakteure müsste diesen Schelme doch auf die Schliche kommen, zu mal man das bei den Kommunalwahlen in Stuttgart schon mal gemacht hat.
Es drängt sich der Eindruck auf, als sei die Protestbewegung erst seit kurzem aktiv. Das ist nicht so ganz richtig. Sie existiert schon lange, aber sie beschränkte sich am Anfang auf nicht ganz so offentlichkeitswirksame Auftritte.
Ich möchte auch auf die Vielzahl "beschlossener" Projekte hinweisen, die geplatzt sind. Ich erinnere zum Beispiel an die WAA Wackersdorf, um nur eines zu nennen. Darüber hinaus sind die Beschlüsse an Bedingungen geknüpft, die nicht mehr erfüllt sind.
Darüber hinaus geht es hier auch um harte Fakten. Ich empfehle dringend eine gründliche Recherche.
Vor allem stellt sich die Frage wie lange man diese Regierung noch dulden möchte. Seit Jahrzehnten wurstelt sich die Landesregierung von einer Peinlichkeit und Milliardengrab zum nächsten, bürden uns Atommüll und Schulden auf, dass einem schwindelig wird.
SIe meinen die Grünen und Die Linke würden die Proteste instrumentalisieren: Naja, sie vertreten ihre und vielleicht doch auch Ihre Standpunkte. Die Frage lautet wohl wer instrumentalisiert hier wen. Im Grunde profitieren hier windige Geschäftsleute, Immobilienspekulanten Baufirmen und einige Politiker. Interessanterweise halten die Bahn und auch einige Behörde beim Projekt S21 wichtige Unterlage zurück. Dies ist für meiner Meinung nach Rechts- und Verfassungswidrig. Dagegen ist die Verwendung aktueller politischer Themen zu diesem Zeitpunkt mehr als nur recht und billig.
Stuttgart 21 ist längst beschlossen und wird bereits gebaut. Die Demos usw. sind vor allem Mobilisierungsversuche der Grünen für die Landtagswahl in BW. Ein Stopp ist quasi unmöglich.
Die Medien und viele Bürger gehen dieser Inszenierung vollständig auf den Leim. Ich werfe das den Grünen nicht vor. Es ist äußert klug und geschickt, aber ich werfe es den Medien und den armen Bürgern vor, die sich so vor den Karren spannen lassen.
Zur Info: SPD, CDU und FDP stehen in BW hinter dem Projekt, auch weil es nicht so schlecht ist, wie sein Ruf. Die SPD hätte als Oppositionspartei ja gar keinen so großen Anreiz dazu.
Es ist auch okay in BW Grün zu wählen (als Öko habe ich Sympathien mit denen, vor allem in BW, wo sie modern sind), aber damit stoppt man nicht Stuttgart 21.
Ich halte es für ein politisches Kabinettstücken, was hier gemacht wird. Da sind politische Schelme am Werk, was ich als Politikfan liebe (seit Obama einer der besten Wahlkämpfe). Ich bin nur erstaunt, wie schutzlos die öffentliche Berichterstattung dem ausgeliefert ist.
Eine Horde hochgebilderter, kluger ZEIT-Redakteure müsste diesen Schelme doch auf die Schliche kommen, zu mal man das bei den Kommunalwahlen in Stuttgart schon mal gemacht hat.
Es drängt sich der Eindruck auf, als sei die Protestbewegung erst seit kurzem aktiv. Das ist nicht so ganz richtig. Sie existiert schon lange, aber sie beschränkte sich am Anfang auf nicht ganz so offentlichkeitswirksame Auftritte.
Ich möchte auch auf die Vielzahl "beschlossener" Projekte hinweisen, die geplatzt sind. Ich erinnere zum Beispiel an die WAA Wackersdorf, um nur eines zu nennen. Darüber hinaus sind die Beschlüsse an Bedingungen geknüpft, die nicht mehr erfüllt sind.
Darüber hinaus geht es hier auch um harte Fakten. Ich empfehle dringend eine gründliche Recherche.
Vor allem stellt sich die Frage wie lange man diese Regierung noch dulden möchte. Seit Jahrzehnten wurstelt sich die Landesregierung von einer Peinlichkeit und Milliardengrab zum nächsten, bürden uns Atommüll und Schulden auf, dass einem schwindelig wird.
SIe meinen die Grünen und Die Linke würden die Proteste instrumentalisieren: Naja, sie vertreten ihre und vielleicht doch auch Ihre Standpunkte. Die Frage lautet wohl wer instrumentalisiert hier wen. Im Grunde profitieren hier windige Geschäftsleute, Immobilienspekulanten Baufirmen und einige Politiker. Interessanterweise halten die Bahn und auch einige Behörde beim Projekt S21 wichtige Unterlage zurück. Dies ist für meiner Meinung nach Rechts- und Verfassungswidrig. Dagegen ist die Verwendung aktueller politischer Themen zu diesem Zeitpunkt mehr als nur recht und billig.
Der Neubau ist ja auch kein Produkt der Vernunfr. Man will den
alten Bahnhof abreissen, um die Filetstücke billig an Freunde zu verkloppen.
Dafür zerstört man nicht nur ein Denkmal, sondert stürzt die Stadt ins Chaos und verschwendet Milliarden von Euro - Steuergelder natürlich!
Ich kann den Affentanz um Stuttgart 21 langsam nicht mehr hören. Die größte Verschwendung bei Stuttgart 21 ist die massive Verzögerung durch unnötige Gutachtenkriege, sich ewig hinziehende Prozesse und Re-evaluationen. In derselben Zeit hat man in den VAE ganz Dubai gebaut. Gut, dass man jetzt wenigstens angefangen hat zu bauen.
Stuttgart 21 ist auch kein Prestigeprojekt:
- Es ist städtebaulich im internationalen Vergleich relativ bescheiden, vor allem wenn man bedenkt, dass Stuttgart und München Hauptstadt des ökonomischen Deutschlands sind
- Die Region Stuttgart ist mit Massachusetts, Südkorea und anderen eine der Wachstumsregionen der Welt führend - die wirtschaftliche Stärke findet hier absolut symbollos statt
- Es verbessert die Lage der Verkehrsinfrastruktur bedeutend, Gutachten für das Gegenteil dessen, was das Umweltbundesamt rausgefunden hat gibt es inzwischen auch wie Sand am Meer
Wie schön, dass Sie Dubai ansprechen. Auch dort sind größenwahnsinnige Immobilienspekulanten am Werk. Das Resultat: Eine "Palmeninsel" steht, Dubai ist hoffnungslos verschuldet, und die anderen Projekte liegen auf Eis. Prima Vergleich, danke!
Wie schön, dass Sie Dubai ansprechen. Auch dort sind größenwahnsinnige Immobilienspekulanten am Werk. Das Resultat: Eine "Palmeninsel" steht, Dubai ist hoffnungslos verschuldet, und die anderen Projekte liegen auf Eis. Prima Vergleich, danke!
Es ist eigentlich nicht so recht klar, warum an diesem Projekt noch festgehalten wird. Bei den Bürgern Stuttgarts ist es längst so unbeliebt, dass man damit politisch nur verlieren kann. Die Bahn hat davon auch keinen großen Nutzen.
Meine Vermutung ist, dass es um Gesichtswahrung geht. Man hat sich so lange für dieses Projekt eingesetzt, dass man jetzt nicht einräumen kann, dass es am besten ist, einfach darauf zu verzichten.
alle demokratischen und rechtlichen Hürden genommen. Wurden die Bürger nicht genügend in den Entschiedungsprozess mit einbezogen bzw. herausgehalten? In dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu Stuttgart 21 heißt es: "Ein der Vielschichtigkeit des Projekts angemessenes, die Öffentlichkeit einbeziehendes, strukturiertes und verbindliches Diskurs-Verfahren, das dem Wunsch vieler Bürger nach Mitsprache Rechnung trägt und diskursethischen Anforderungen genügt, wurde nicht gefunden. Leistungsfähige förmliche Verfahren zur Bürgerbeteiligung für Projekte dieser Komplexität existieren nicht."
67.000 Unterschriften (davon ca. 62.000 gültig von 20.000, die nötig waren) konnten keine politische und rechtliche Wirkung entfalten. Das Projekt hat viele Ebenen und damit viele Verantwortliche.
Ich stoße beim Lesen der Nachrichten immer wieder auf das gleiche Grundproblem. Es läßt sich schlichtweg nicht nachvollziehen, wie die Verantwortung genau zu lokalisieren ist. Erst dann ist es doch möglich, jemanden überzeugen zu wollen und möglicherweise auch zu können.
Der Bürgerprotest richtet sich gegen das gesamte Projekt. Das ist eine schöne Sache zu sehen, dass Menschen sich engagieren. Problematisch ist aber, dass es ja nicht um das Projekt als solches geht, sondern um die, die die Verantwortung dafür tragen. Sprechen die Menschen miteinander? Es gibt eine klare parlamentarische Mehrheit für das Projekt. Man hört, die Mehrheit der Bürger sei dagegen. Wo ist die Verbindung?
Wie beim Transrapid in Bayern, München damals.
Von dem Geld sollte man Kitas bauen und Schulen besser austatten.
alle demokratischen und rechtlichen Hürden genommen. Wurden die Bürger nicht genügend in den Entschiedungsprozess mit einbezogen bzw. herausgehalten? In dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu Stuttgart 21 heißt es: "Ein der Vielschichtigkeit des Projekts angemessenes, die Öffentlichkeit einbeziehendes, strukturiertes und verbindliches Diskurs-Verfahren, das dem Wunsch vieler Bürger nach Mitsprache Rechnung trägt und diskursethischen Anforderungen genügt, wurde nicht gefunden. Leistungsfähige förmliche Verfahren zur Bürgerbeteiligung für Projekte dieser Komplexität existieren nicht."
67.000 Unterschriften (davon ca. 62.000 gültig von 20.000, die nötig waren) konnten keine politische und rechtliche Wirkung entfalten. Das Projekt hat viele Ebenen und damit viele Verantwortliche.
Ich stoße beim Lesen der Nachrichten immer wieder auf das gleiche Grundproblem. Es läßt sich schlichtweg nicht nachvollziehen, wie die Verantwortung genau zu lokalisieren ist. Erst dann ist es doch möglich, jemanden überzeugen zu wollen und möglicherweise auch zu können.
Der Bürgerprotest richtet sich gegen das gesamte Projekt. Das ist eine schöne Sache zu sehen, dass Menschen sich engagieren. Problematisch ist aber, dass es ja nicht um das Projekt als solches geht, sondern um die, die die Verantwortung dafür tragen. Sprechen die Menschen miteinander? Es gibt eine klare parlamentarische Mehrheit für das Projekt. Man hört, die Mehrheit der Bürger sei dagegen. Wo ist die Verbindung?
Wie beim Transrapid in Bayern, München damals.
Von dem Geld sollte man Kitas bauen und Schulen besser austatten.
Es lässt eigentlich immer nur der ein Gutachten erstellen, wer seine Meinung bekräftigen bzw. bestätigt haben möchte.
Ein Gutachten hat immer einen etwas negativen Beigeschmack, den es wirft immer wieder die Frage auf, von wem wurde dieses Gutachten veranlasst und auch finanziert.
Stuttgart 21 ist und bleibt ein, für die Zukunft der Bahn und der infrastrukturellen Stadtentwicklung von Stuttgart, notwendiges Projekt.
Was bei diesen Projekten immer gerne übersehen wird, ist doch auch die Tatsache, dass jeder investierter Euro an Staats-/Landesmitteln auch Arbeitsplätze sichert und neue schafft.
Dieses Projekt wird sich mit Sicherheit positiv für die Region Stuttgart/Baden-Würtenberg und darüber hinaus, aus.
Der Widerstand gegen das Projekt wächst von Tag zu Tag, und dennoch hält man weiter eisern an Plänen fest, die im Jahre 1997 vielleicht noch sinnvoll erschienen, jetzt aber von der Zeit und der wirtschaftlichen Entwicklung völlig überholt wurden. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ist Stuttgart 21 ein Skandal (Stichwort abgelehnter und nunmehr neu angestrebter Bürgerentscheid). Es gäbe Alternativen, doch diese werden nicht diskutiert. Wäre Stuttgart 21 kein Prestigeobjekt, würden auch die Alternativen diskutiert, bei denen man nicht den halben Bonatz-Bau abreißen und wertvolle Grünflächen dem Erdboden gleichmachen müsste.
Anstatt zeitig Renovierungen der Bahnanlagen und Trassen zu tätigen bzw. alternative Optionen zu entwickeln, kungelten unsere cleveren Schildbürger fast zwei Jahrzehnte mit dem auftragshungrigen Großwild und ließen ein Projekt für Baukonzerne, Immospekulaten und Autofetischisten präsentieren. Unglaublich fehlerhaft geplant und für den Fortschritt so unabdingbar wie damals die Atomanlage in Wackersdorf. Alternativlos eben, dieselbe Arroganz wie in den 80ern..
Nun erleben Willige ebenso wie Widerständler die Wiederaufarbeitung des ungelösten Streites um den Bedarf:
hier die Profite für die meist fliegerisch reisende Elite, dort das malochende, ohnehin lärm- und schmutzgeplagte Publikum, das auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Ein zähnebleckender Bahnchef, ein erbärmlich stammelnder O'Bürgermeister, zwei vernichtende Gutachten, pausenlose Steilpässe für die grünen Wendehälse - wir alle sind gespannt, ob die Chose in der Schwabenmetropole so ausgeht wie dereinst im Bayrischen.
Anstatt zeitig Renovierungen der Bahnanlagen und Trassen zu tätigen bzw. alternative Optionen zu entwickeln, kungelten unsere cleveren Schildbürger fast zwei Jahrzehnte mit dem auftragshungrigen Großwild und ließen ein Projekt für Baukonzerne, Immospekulaten und Autofetischisten präsentieren. Unglaublich fehlerhaft geplant und für den Fortschritt so unabdingbar wie damals die Atomanlage in Wackersdorf. Alternativlos eben, dieselbe Arroganz wie in den 80ern..
Nun erleben Willige ebenso wie Widerständler die Wiederaufarbeitung des ungelösten Streites um den Bedarf:
hier die Profite für die meist fliegerisch reisende Elite, dort das malochende, ohnehin lärm- und schmutzgeplagte Publikum, das auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Ein zähnebleckender Bahnchef, ein erbärmlich stammelnder O'Bürgermeister, zwei vernichtende Gutachten, pausenlose Steilpässe für die grünen Wendehälse - wir alle sind gespannt, ob die Chose in der Schwabenmetropole so ausgeht wie dereinst im Bayrischen.
Wie einflussreich ist dieses Umweltbundesamt?
Herr Ramsauer wird diese Info sicherlich zu hören oder lesen bekommen. SOLLTE das UBA einen gewissen Einfluss haben bin ich gespannt, ob sich das Verkehrsministerium hinstellen kann um die knappe Milliarde Mehrkosten für die Neubaustrecke zu bewilligen. Wieviel Sinn würde das denn noch ergeben?
Stuttgart 21 ist längst beschlossen und wird bereits gebaut. Die Demos usw. sind vor allem Mobilisierungsversuche der Grünen für die Landtagswahl in BW. Ein Stopp ist quasi unmöglich.
Die Medien und viele Bürger gehen dieser Inszenierung vollständig auf den Leim. Ich werfe das den Grünen nicht vor. Es ist äußert klug und geschickt, aber ich werfe es den Medien und den armen Bürgern vor, die sich so vor den Karren spannen lassen.
Zur Info: SPD, CDU und FDP stehen in BW hinter dem Projekt, auch weil es nicht so schlecht ist, wie sein Ruf. Die SPD hätte als Oppositionspartei ja gar keinen so großen Anreiz dazu.
Es ist auch okay in BW Grün zu wählen (als Öko habe ich Sympathien mit denen, vor allem in BW, wo sie modern sind), aber damit stoppt man nicht Stuttgart 21.
Ich halte es für ein politisches Kabinettstücken, was hier gemacht wird. Da sind politische Schelme am Werk, was ich als Politikfan liebe (seit Obama einer der besten Wahlkämpfe). Ich bin nur erstaunt, wie schutzlos die öffentliche Berichterstattung dem ausgeliefert ist.
Eine Horde hochgebilderter, kluger ZEIT-Redakteure müsste diesen Schelme doch auf die Schliche kommen, zu mal man das bei den Kommunalwahlen in Stuttgart schon mal gemacht hat.
Nun, noch steht der Bahnhof. Natürlich wurden schon Millionen in Planung, Erkundung und Werbung investiert, Grundstücke veräußert und Verträge geschlossen. Völlig unmöglich das rückgängig zu machen, ist es natürlich nicht.
Dass der Protest erst so spät an Schwung gewinnt, liegt auch daran, dass es sehr lange danach aussah, als würde aus dem Projekt ohnehin nichts werden.
Was genau ist denn nun ihre Forderung?
Nur weil es schwierig ist, das Projekt zu stoppen, sollte man als Gegner den Protest aufgeben oder eine Partei wählen, die für das Projekt ist?
An alle Nicht-Stuttgarter. Es wird in Stuttgart noch nicht gebaut. Bisher wurde 1. ein seit Jahren funktionsloser Prellbock entfernt und 2. ein Bauzaun am den Nordflügel des Bahnhofs aufgestellt. Dieser ist seither zu einer spektakulären Pilgerstätte für friedlichen demokratischen Protest geworden, für all diejenigen, die es sich erlauben bestimmte politische Entscheidungen zu hinterfragen.
[...]
Eine kleine Bemerkung sei noch gestattet.
Seit Jahren wird in Cannstatt an den Mineralquellen "herumgedoktort". Es gibt immer wieder Baustopps und Unterbrechungen, von sage und schreibe mehreren Monaten. Die vorher veranschlagten Kosten und Beträge sind durch diese "Überraschungen (Sie als Politikfan werden diesen Ausdruck lieben)nicht zu halten. Immer neue Planungen und Umstände müssen berücksichtigt werden!
S21 wird bei seiner Umsetzung (die auch das Mineralwasser direkt betrifft) auf ähnliche Probleme stoßen. Mit ungleich schwerwiegenden Auswirkungen. Die Kalkulation ist somit jetzt schopn dahin. Was von Verantwortlichen aber vehement bestritten wird.
Das ist der Kern des Protestes. Die Verantwortlichen lügen die Bürger direkt an. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!!
Auch in Ihrem Sinne!! "Politikfan"
Gekürzt, bitte unterlassen Sie persönliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.
Ich kenne das Gutachten nicht, auf das sich der Artikel bezieht. Aber eines ist klar: mit 7 Milliarden kann man eine Menge sehr sinnvoller Verkehrsprojekte finanzieren, aber man kann sie auch für ein völlig absurdes und unnötiges Projekt wie Stuttgart 21 Neubaustrecke nach Ulm (mit insgesamt 60 km Tunnel in geologisch problematischem Untergrund) zum Fenster rauswerfen. Arbeitsplätze schafft sowohl das eine als auch das andere.
Für das Stadtklima wäre Stuttgart 21 eine Katastrophe.
Rettet Stuttgart - stoppt Stuttart 21!
Ein unsinniges Projekt wird nicht sinnvoller dadurch, dass es von wenigen gegen den Willen der Bürger entschieden worden ist und bereits in der Umsetzung befindet.
Es ist in der Demokratie durchaus sinnvoll, dass sich die Gegner nun hinter den Grünen in BW versammeln können und eventuell noch ein sinnvoller Baustopp in letzter Minute für diese Verschwendung von Steuergeldern erfolgt.
Eine parlamentarische und jede andere Demokratie lebt davon, dass diese Kräfte gebündelt werden und sich dadurch die Mehrheiten gerade im Landesparlament BW ändern.
Da ist immer auch ein Stück Wahlkampf. Natürlich! Parteien setzen sich für oder gegen solche Projekte ein und das ist auch gut so.
Aber zu behaupten, dass wäre Wahlkampf rein von grüner Seite ist falsch.
58% der BWler sind gegen Stuttgart 21!!!
Die Grünen haben noch nicht 58% der Stimmen im Land!
Oder liege ich falsch?
Und zu behaupten "es hat eh keinen Sinn mehr!" ist eine passive und feige Haltung.
Leute geht auf die Straßen und kämpft wieder!
Der Wahnsinn ist, dass selbt wenn Institutionen wie der Bundesrechnungshof oder Bundesumweltamt gegen Stuttgart 21 sind, diese kein Gehör finden.
Deshalb muss das VOLK auf die Straßen.
Nun, noch steht der Bahnhof. Natürlich wurden schon Millionen in Planung, Erkundung und Werbung investiert, Grundstücke veräußert und Verträge geschlossen. Völlig unmöglich das rückgängig zu machen, ist es natürlich nicht.
Dass der Protest erst so spät an Schwung gewinnt, liegt auch daran, dass es sehr lange danach aussah, als würde aus dem Projekt ohnehin nichts werden.
Was genau ist denn nun ihre Forderung?
Nur weil es schwierig ist, das Projekt zu stoppen, sollte man als Gegner den Protest aufgeben oder eine Partei wählen, die für das Projekt ist?
An alle Nicht-Stuttgarter. Es wird in Stuttgart noch nicht gebaut. Bisher wurde 1. ein seit Jahren funktionsloser Prellbock entfernt und 2. ein Bauzaun am den Nordflügel des Bahnhofs aufgestellt. Dieser ist seither zu einer spektakulären Pilgerstätte für friedlichen demokratischen Protest geworden, für all diejenigen, die es sich erlauben bestimmte politische Entscheidungen zu hinterfragen.
[...]
Eine kleine Bemerkung sei noch gestattet.
Seit Jahren wird in Cannstatt an den Mineralquellen "herumgedoktort". Es gibt immer wieder Baustopps und Unterbrechungen, von sage und schreibe mehreren Monaten. Die vorher veranschlagten Kosten und Beträge sind durch diese "Überraschungen (Sie als Politikfan werden diesen Ausdruck lieben)nicht zu halten. Immer neue Planungen und Umstände müssen berücksichtigt werden!
S21 wird bei seiner Umsetzung (die auch das Mineralwasser direkt betrifft) auf ähnliche Probleme stoßen. Mit ungleich schwerwiegenden Auswirkungen. Die Kalkulation ist somit jetzt schopn dahin. Was von Verantwortlichen aber vehement bestritten wird.
Das ist der Kern des Protestes. Die Verantwortlichen lügen die Bürger direkt an. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!!
Auch in Ihrem Sinne!! "Politikfan"
Gekürzt, bitte unterlassen Sie persönliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.
Ich kenne das Gutachten nicht, auf das sich der Artikel bezieht. Aber eines ist klar: mit 7 Milliarden kann man eine Menge sehr sinnvoller Verkehrsprojekte finanzieren, aber man kann sie auch für ein völlig absurdes und unnötiges Projekt wie Stuttgart 21 Neubaustrecke nach Ulm (mit insgesamt 60 km Tunnel in geologisch problematischem Untergrund) zum Fenster rauswerfen. Arbeitsplätze schafft sowohl das eine als auch das andere.
Für das Stadtklima wäre Stuttgart 21 eine Katastrophe.
Rettet Stuttgart - stoppt Stuttart 21!
Ein unsinniges Projekt wird nicht sinnvoller dadurch, dass es von wenigen gegen den Willen der Bürger entschieden worden ist und bereits in der Umsetzung befindet.
Es ist in der Demokratie durchaus sinnvoll, dass sich die Gegner nun hinter den Grünen in BW versammeln können und eventuell noch ein sinnvoller Baustopp in letzter Minute für diese Verschwendung von Steuergeldern erfolgt.
Eine parlamentarische und jede andere Demokratie lebt davon, dass diese Kräfte gebündelt werden und sich dadurch die Mehrheiten gerade im Landesparlament BW ändern.
Da ist immer auch ein Stück Wahlkampf. Natürlich! Parteien setzen sich für oder gegen solche Projekte ein und das ist auch gut so.
Aber zu behaupten, dass wäre Wahlkampf rein von grüner Seite ist falsch.
58% der BWler sind gegen Stuttgart 21!!!
Die Grünen haben noch nicht 58% der Stimmen im Land!
Oder liege ich falsch?
Und zu behaupten "es hat eh keinen Sinn mehr!" ist eine passive und feige Haltung.
Leute geht auf die Straßen und kämpft wieder!
Der Wahnsinn ist, dass selbt wenn Institutionen wie der Bundesrechnungshof oder Bundesumweltamt gegen Stuttgart 21 sind, diese kein Gehör finden.
Deshalb muss das VOLK auf die Straßen.
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