Serie: Die Bessermacher Migranten integrieren Migranten
Der Sozialunternehmer Ramazan Salman treibt die Integration durch Gesundheitskurse für Migranten voran. Was ihm hilft: Er weiß, wie Türken und Deutsche ticken.
© Johannes Pennekamp

Der Sozialunternehmer Ramazan Salman sagt: "Man muss sich große Ziele setzen und große Projekte machen. So kommt die Integration voran"
Der Chef begrüßt Ramazan Salman mit Bruderkuss und Umarmung. Obwohl der Gast nicht reserviert hat und das türkische Restaurant in der Innenstadt von Hannover fast voll ist, bekommt er sofort einen Tisch auf der Terrasse, am Ufer der Leine. Salman bestellt türkische Pizza und Ayran. Das ist Salmans türkische Seite.
Dann schlägt er einen 200 Seiten starken Forschungsbericht auf. Darin ist seine deutsche Seite nachzulesen. Die Studie der Medizinischen Hochschule Hannover bescheinigt, wie "kosteneffektiv" es Salman mit seinen Gesundheits-Projekten schaffe, Migranten über das deutsche Gesundheitssystem aufzuklären. "Mein Erfolgsrezept", sagt er, "ist die Verbindung von türkischer Offenheit und Kreativität mit deutscher Genauigkeit und Akribie".
Salman, 50 Jahre alt, sieht sich als "typischen Sozialunternehmer". Was ihn treibt? "Ich will, dass Migranten genau die gleiche Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen wie Deutsche." Zu oft scheitere das an Wissensdefiziten und kulturellen Hürden, sagt Salman. Der türkische Zuwanderer will das ändern – mit unternehmerischen Mitteln.
Salman wirbt um Fördergelder von Land und Bund, das ist seine größte Einnahmequelle. Außerdem verkauft er Beratungsleistungen an Kliniken, die wissen wollen, wie sie sich besser auf die Migranten unter ihren Patienten einstellen können. Für einzelne Projekte kooperiert Salman mit Pharmafirmen und Krankenkassen. "Allerdings nur, wenn ich dabei das Heft in der Hand habe und die Inhalte der Projekte alleine bestimme", sagt er.
Die Einnahmen investiert Salman, der in Hannover das Ethno-Medizinische Zentrum (EMZ) betreibt, in die Ausbildung von sogenannten Gesundheitsmediatoren. Das sind gut integrierte Migranten, die bundesweit Kurse für Zuwanderer geben. Sie klären ihre Landsleute über die Gefahren von Brustkrebs auf, sprechen mit ihnen über Verhütung oder fordern sie zum regelmäßigen Zahnarztbesuch auf.
Viele der Kurse finden in Moscheen statt. Orte also, an denen Themen wie Sexualaufklärung und HIV eher tabu sind. Das klappt nur, weil die Gesundheitsexperten selbst aus der Gemeinde stammen. Rund 2000 Mediatoren gehören mittlerweile zum Netzwerk, mehr als 70.000 Menschen aus allen Kulturen saßen bereits in den Kursen. Begleitstudien belegen, dass die Kursteilnehmer sich tatsächlich besser um ihre Gesundheit kümmern als die übrigen Migranten. 24 Vollzeit- und mehr als 160 Teilzeitkräfte arbeiten heute für Salman. Der Umsatz des Zentrums hat die Millionengrenze längst überschritten.
Ein paar Kilometer entfernt, im Kulturzentrum von Hannovers ausländerreichstem Stadtteil Linden, startet Maas Roukiatou ihre Powerpoint-Präsentation. Die 34-Jährige Soziologin ist vor zehn Jahren aus Burkina Faso nach Deutschland gekommen, ein Mal pro Monat unterrichtet sie als Mediatorin und bekommt dafür 200 Euro Honorar. Heute sitzen ihr zwei Dutzend afrikanisch-stämmige Frauen gegenüber. Roukiatou spricht über Probleme im Alter und in der Pflege. Die Frauen tuscheln nervös. "In Afrika haben wir oft so große Angst vor dem Tod, dass wir über das Alter gar nicht nachdenken wollen", sagt eine von ihnen.
- Datum 03.09.2010 - 17:01 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Die Bessermacher
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 24
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




große Klasse! Von sowas würde ich gern mehr hören und lesen.
Bisher dachte ich, Unternehmer wären Leute, die Waren und Dienstleistungen herstellen und verkaufen und die dann von dem erzielten Gewinn Steuern zahlen. Jetzt lerne ich, daß typische Sozialunternehmer Leute sind, deren "größte Einnahmequelle ... Fördergelder von Land und Bund sind".
Eine Frage: Wie hoch ist das Einkommen, welches Herr Salmann mit seinen Aktivitäten erzielt?
bestimmt nicht so hoch wie bei Harald Ehlert von der Treberhilfe Berlin gGmbh.
bestimmt nicht so hoch wie bei Harald Ehlert von der Treberhilfe Berlin gGmbh.
Schöne Serie, dumm nur, dass dies alles Einzelfälle sind, die von den Problem der Integration ablenken sollen.
Warum integrieren sich eigentlich Brasilianer, Chinesen und Thais zum Beispiel ohne Probleme?
Diese Frage meidet die ZEIT der Teufel das Weihwasser.
gut erkannt: Deeskalation.
Sie hat nämlich das Pulverfass erkannt, dass durch die islamische Migration entstanden ist.
Wir wollen doch alle nicht dass uns Deutschland in die Luft fliegt.
Indem Sinne ist es schon richtig abzuwiegeln und deeskalierend zu wirken.
"Warum integrieren sich eigentlich Brasilianer, Chinesen und Thais zum Beispiel ohne Probleme?"
Tuen die das wirklich?
Woher haben Sie die entsprechenden Statistiken?
gut erkannt: Deeskalation.
Sie hat nämlich das Pulverfass erkannt, dass durch die islamische Migration entstanden ist.
Wir wollen doch alle nicht dass uns Deutschland in die Luft fliegt.
Indem Sinne ist es schon richtig abzuwiegeln und deeskalierend zu wirken.
"Warum integrieren sich eigentlich Brasilianer, Chinesen und Thais zum Beispiel ohne Probleme?"
Tuen die das wirklich?
Woher haben Sie die entsprechenden Statistiken?
gut erkannt: Deeskalation.
Sie hat nämlich das Pulverfass erkannt, dass durch die islamische Migration entstanden ist.
Wir wollen doch alle nicht dass uns Deutschland in die Luft fliegt.
Indem Sinne ist es schon richtig abzuwiegeln und deeskalierend zu wirken.
Deeskalation nenne Sie das?
Jeden Tag eine Gute- Nacht- Geschichte
dazwischen eine versuchte Mediencharta
und wieder eine nette Integrations- soap
Gelungene Integartion muss das Normale sein - ist es aber nie gworden
bei einer Gruppe ist sie das nicht geworden.
Das wurde bisher abgeblockt.
Nun hilfr kein Blocken mehr
es hilft auch nicht mehr, den Vermelder der unguten Botschaft abzuservieren und sich so weitere Aspiranten auf Problembezeigung vom Leibe zu halten.
Politik, wie sagte SPD- Dressler bei hart aber fair, hat parteienübergreifend jahrztehntelang weggeschaut
Rot/ Grün hat "großzügige Einreisevisa- Erteilung" angewiesen - jeder der kam wurde angenommen.
Schluß damit.
Schluß mit La- Le- Lu.
Ich glaube, keiner weiß eine gangbare Lösung, aber alle kennen das Problem.
Die Politisierung des Islam! Es ist so!
Das Problem ist eine Zeitbombe, die tickt.
was schlagen Sie denn vor?
Sie kritisieren über den Kuschelkurs, über die Parteien, über jeden, der Sarrazin kritisiert.
Aber mehr kommt auch nicht.
Ich finde diese Histörchen auch etwas nervig, zumal die volkspädagogische Absicht so deutlich durchscheint.
Zum Kern: Für Migranten, die nun einmal hier sind, gebieten Menschlichkeit und Fairneß nun mal einen erhöhten Aufwand im Sozialbereich. Die ZEIT versäumt es aber (und ich unterstelle hier Absicht), die Dimension auszuleuchten.
Ich glaube, keiner weiß eine gangbare Lösung, aber alle kennen das Problem.
Die Politisierung des Islam! Es ist so!
Das Problem ist eine Zeitbombe, die tickt.
was schlagen Sie denn vor?
Sie kritisieren über den Kuschelkurs, über die Parteien, über jeden, der Sarrazin kritisiert.
Aber mehr kommt auch nicht.
Ich finde diese Histörchen auch etwas nervig, zumal die volkspädagogische Absicht so deutlich durchscheint.
Zum Kern: Für Migranten, die nun einmal hier sind, gebieten Menschlichkeit und Fairneß nun mal einen erhöhten Aufwand im Sozialbereich. Die ZEIT versäumt es aber (und ich unterstelle hier Absicht), die Dimension auszuleuchten.
Ich glaube, keiner weiß eine gangbare Lösung, aber alle kennen das Problem.
Die Politisierung des Islam! Es ist so!
Das Problem ist eine Zeitbombe, die tickt.
sehr wicht, weil er hilft, aufzuklären!
sehr wicht, weil er hilft, aufzuklären!
sehr wicht, weil er hilft, aufzuklären!
bestimmt nicht so hoch wie bei Harald Ehlert von der Treberhilfe Berlin gGmbh.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren