EnergieversorgerWarum bei E.on, RWE und Co. die Nerven blank liegen

In den Chefetagen zerstritten, bei den Verbrauchern verhasst, von den Anlegern gemieden – bei den Energiekonzernen wachsen die Zweifel an ihrer Zukunftsfähigkeit.

Johannes Teyssen, der Chef des Düsseldorfer Energiekonzerns E.On, spricht gern in einem Ton, den niedersächsische Landbewohner pflegen: vordergründig mitteilsam, doch im Grunde immer das Gleiche auf den Lippen. Selten oder nie lässt sich der gebürtige Hildesheimer aus der Reserve locken. Wenn ihn etwas wurmt, bedient er sich kleiner Lästereien und Sottisen, die er dann aber umso giftiger abschießt.

Vorvorige Woche Mittwoch, in der Konzernzentrale von E.On in Düsseldorf, ist wieder so ein Moment. Die aufgeräumte Art, mit der Teyssen die Neunmonatszahlen und die Konzernstrategie vorträgt, merken Vertraute schnell, kaschiert mehr, als seine Worte aussagen. Ruhig präsentiert der 51-Jährige die Neunmonatszahlen – ein Rekordergebnis.

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Teyssen ist seines Vorgängers überdrüssig

Doch in Wahrheit will Teyssen etwas anderes. Trotz der acht Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern muss er zugeben, das die E.On-Aktie seit seinem Amtsantritt im Mai um 20 Prozent in den Keller stürzte. Wer hat Schuld an dem Desaster? Teyssen wendet sich an 50 Journalisten und erzählt, wie peinlich ungeschickt sich sein Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann in Sitzungen des Gremiums gelegentlich anstelle. "Er findet den Knopf des Mikrofons nicht", lässt Teyssen die Runde wissen, "und kann erst sprechen, wenn ein Helfer hinzukommt."

Die Botschaft Teyssens schien klar: Er ist seines Vorvorgängers überdrüssig. Letztlich war der es, der E.On die heutige Gestalt und die Anmutung gab, die den Börsianern nun immer suspekter wird.

Nicht nur bei E.On, auch eine halbe Autostunde entfernt beim Branchengiganten RWE in Essen liegen die Nerven blank. Als Finanzchef Rolf Pohlig einen Tag nach Teyssen ebenfalls glänzende Quartalszahlen präsentiert, kann auch er nicht mehr an sich halten. Der 57-Jährige, seit Langem mit Konzernchef Jürgen Großmann über Kreuz, nutzt die krankheitsbedingte Abwesenheit seines Vorsitzenden und säuselt: "Jürgen und ich kommen aus derselben Stadt, sein Klassenlehrer war mein Mathematiklehrer." Und dann der Tiefschlag: "Es ist Sache des Aufsichtsrates", so Pohlig, "den Vorstand so zusammenzustellen, dass die Meinungen zusammenpassen." Klarer hätte er das Zerwürfnis im RWE-Vorstand nicht beschreiben und zum Showdown aufrufen können.

Im Jahr elf der Liberalisierung schlittert die Branche in ihre wohl tiefste Sinnkrise seitdem der deutsche Industrielle Emil Rathenau 1887 bei Berlin den ersten Strommast im Lande aufstellen ließ. Machtkämpfe halten Einzug in Chefetagen und Aufsichtsräte. Stromkunden verklagen die Unternehmen und hassen sie wegen ihrer ständigen Strompreiserhöhungen. Börsenanalysten finden die Geschäftspolitik "uninspiriert" und schicken die Aktienkurse in den Keller. Noch nie leisteten so viele Deutsche Widerstand gegen Atommülltransporte. Gleichzeitig sehen Fiskalpolitiker aller Couleur in Berlin und in den Landtagen in den eben noch Gehätschelten willkommene Melkkühe, um die öffentlichen Kassen zu füllen.

Keine Frage, ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Milliardengewinne fehlt E.On, RWE und Co. eine konsistente Strategie, wie sie die neue Gemengelage meistern und in den kommenden Jahren wachsen können. Fast schon verzweifelt wirkte Teyssen mit seiner Idee am vorvorigen Mittwoch, in Schwellenländern ins Geschäft mit Kraftwerken einzusteigen, die ausschließlich Strom produzieren und den in fremde Netze einspeisen. E.On-Nachbar Steag hat mit drei solchen Anlagen in Kolumbien, in der Türkei und auf den Philippinen nicht die besten Erfahrungen gemacht. Die Konzernmutter Evonik will sich von der Tochter unter anderem auch deshalb trennen.

Leserkommentare
    • yato
    • 26.11.2010 um 19:43 Uhr

    Das ist das einzige was diese ICH-ICH-ICH-GroßKonzerne verstehen.

    In meinem Umfeld gibt es gerade den Trend hin zu den Ökostromversorgern die zudem oft sogar noch billiger sind.

    Der Preisvergleich (und der Wechsel) geht heute super einfach:

    http://www.stern.de/wirts...

    11 Leserempfehlungen
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    • Folko
    • 26.11.2010 um 20:08 Uhr

    Nehmen wir ein kleines Beispiel: Es gäbe nur insgesamt 100 Haushalte.
    20 davon beziehen Strom vom Ökostromversorger. Dieser baut nun Windkraftanlagen, die entsprechende Strommengen im Mittel(!) im Jahr produzieren. Diese Menge schwankt aber. Ist trotzdem klasse, wird mehr als für die 20 Haushalte produziert muss der Strom nach Gesetz trotzdem abgenommen werden, kein Verlust. Wird jedoch aktuell weniger als benötigt produziert (Flaute) sitzen nicht etwa die Kunden im Dunkeln, das geht in unserem Stromnetz aktuell nicht, sondern die nicht Ökostromanbieter müssen plötzlich mehr Strom liefern, dass heißt sie mussten konventionelle Kraftwerke auf ihre Kosten bauen, die nur zeitweise und daher unrentabler in Betrieb sind.
    Das ist eine relativ unfaire Auslagerung des unternehmerischen Risikos. Und auch für die Preisdifferenz zuständig.

    weil ich nach dieser ganzen Farce, die da abgezogen wurde, echt keine Lust mehr hatte, der eon auch noch Geld in den Rachen zu werfen.
    Jetzt zahle ich weniger als vorher und selbst wenn es mehr wäre: Die einzige Möglichkeit wie mündige Bürger in diesem Land noch mitbestimmen können ist über ihren Geldbeutel.

    Für die Solarstromförderung in den nÄchsten 20 Jahren könnten auf Dauer 20.000 Lehrer neu eingestellt werden.
    Und ist es billiger eine verßliche Technlgie zugunsten von Knkurreten aufzzgebenß

    • Folko
    • 26.11.2010 um 20:08 Uhr

    Nehmen wir ein kleines Beispiel: Es gäbe nur insgesamt 100 Haushalte.
    20 davon beziehen Strom vom Ökostromversorger. Dieser baut nun Windkraftanlagen, die entsprechende Strommengen im Mittel(!) im Jahr produzieren. Diese Menge schwankt aber. Ist trotzdem klasse, wird mehr als für die 20 Haushalte produziert muss der Strom nach Gesetz trotzdem abgenommen werden, kein Verlust. Wird jedoch aktuell weniger als benötigt produziert (Flaute) sitzen nicht etwa die Kunden im Dunkeln, das geht in unserem Stromnetz aktuell nicht, sondern die nicht Ökostromanbieter müssen plötzlich mehr Strom liefern, dass heißt sie mussten konventionelle Kraftwerke auf ihre Kosten bauen, die nur zeitweise und daher unrentabler in Betrieb sind.
    Das ist eine relativ unfaire Auslagerung des unternehmerischen Risikos. Und auch für die Preisdifferenz zuständig.

    weil ich nach dieser ganzen Farce, die da abgezogen wurde, echt keine Lust mehr hatte, der eon auch noch Geld in den Rachen zu werfen.
    Jetzt zahle ich weniger als vorher und selbst wenn es mehr wäre: Die einzige Möglichkeit wie mündige Bürger in diesem Land noch mitbestimmen können ist über ihren Geldbeutel.

    Für die Solarstromförderung in den nÄchsten 20 Jahren könnten auf Dauer 20.000 Lehrer neu eingestellt werden.
    Und ist es billiger eine verßliche Technlgie zugunsten von Knkurreten aufzzgebenß

    • Folko
    • 26.11.2010 um 19:55 Uhr

    20 Mrd Investitionskosten (steuerlich absetzbar) sind als nicht finanzierbar, wenn der Konzern einen Vorsteuergewinn von 8 Mrd in 9 Monaten macht? Das heißt der Konzern müsste gerade mal knapp 2 Jahre warten um die Investitionen drin zu haben. Wie Bitte stellen diese Leute sich vor Kaufen Normalbürger ein Haus? Da sind die Investitionen vielleicht nach 20-30 Jahren wieder rein geholt.
    Und das keiner den Konzernen glaub, die einerseits immer behaupten sie müssten die Strompreise anheben, weil die Produktionskosten teurer geworden wären und gleichzeitig Rekordgewinne präsentiert dürfte nicht verwundern.
    Neue Strategie: Offenheit. Die Stromkonzerne sollten zB. aktiv von der Politik eine ergebnisoffene Suche nach einem neuen Atommüll(-end-)lager (warum eigentlich immer endgültig lagern?) fordern und das dabei alle Ergebnisse gleich und unzensiert an die Öffentlichkeit gegeben werden.
    Weiterhin Geld in die Hand nehmen und eine unparteiische Information der Bürger über die Möglichkeiten, Risiken und Probleme aller Energieerzeugungsarten anstoßen. Alle haben ihre Probleme alle ihre guten Seiten, nur dem Bürger muss auch klar werden: Da wir alle Energie nutzen, brauchen wir Kraftwerke. Daher wird der Bürger sich für einige Nachteile entscheiden müssen, dass muss ihm klar werden.

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    • umzu
    • 27.11.2010 um 17:57 Uhr

    tut tatsächlich not und dann vielleicht auch ein Umdenken. man dürfte sicher auch Datteln bauen, wenn man in gleichem Umfang alte weiger effiziente Kraftwerke abschaltet. Aber wenn man zusätzliche Kohlekraftwerke baut muss mansich nicht über Widerstand wundern.
    und schließlich warten wir alle schon seit Jahren auf die Modernisierung des Stromnetztes (Kyrill läßt grüßen). Das Geld wird auch gepflegt gespart und in den Zukauf externer Unternehmen gesteckt. Als nächstes werden dann die Netze für viel Geld abgestossen und der Steuerzahler übernimmt die Sanierungskosten.

    • umzu
    • 27.11.2010 um 17:57 Uhr

    tut tatsächlich not und dann vielleicht auch ein Umdenken. man dürfte sicher auch Datteln bauen, wenn man in gleichem Umfang alte weiger effiziente Kraftwerke abschaltet. Aber wenn man zusätzliche Kohlekraftwerke baut muss mansich nicht über Widerstand wundern.
    und schließlich warten wir alle schon seit Jahren auf die Modernisierung des Stromnetztes (Kyrill läßt grüßen). Das Geld wird auch gepflegt gespart und in den Zukauf externer Unternehmen gesteckt. Als nächstes werden dann die Netze für viel Geld abgestossen und der Steuerzahler übernimmt die Sanierungskosten.

  1. wurden? Nein!
    Dasselbe gilt für diese Viererbande.

    Klar steigen die Strompreise denn die Kampagnen ProLaufzeitverlängerung kosten, ein Bierhoff macht nichts umsonst.

    Klar sollte auch sein daß nach 2013 nicht nur der alte Zustand wieder hergestellt wird sondern die Brennelementesteuer dauerhaft bleibt jedoch ansteigt. Die Konzerne müssen auch nicht davon ausgehen daß die Kosten für die Haftpflichtvers. steigen werden: Dass alle 17 AKWs nur so hoch versichert werden müssen wie 25 PKWs, nämlich mit 2,5 Mrd Euro ist nicht zukunftsfähig! Denn dieser Betrag gilt für alle 17 AKWs, nicht für jedes Einzelne.
    Natürlich kann es auch nicht sein die Rückhol- u. Sanierungskosten von Asse u. Morsleben von fast 10 Mrd Euro die Allgemeinheit trägt.

    Dtl braucht auch keine neuen CCS-KKWs mit miesen Wirkungsgraden von nur 30%. Wenn ein Teil des CO2 unter die Erde gebracht wird kostet das viel Energie/Strom. Diese Technik ist schon bei heutigen EE-Strompreisen unrentabel.

    Die künftige Energieversorgung wird hauptsächlich Privatpersonen gehören. EK-Renditen in den Konzernen von 26,6% sind auch unnötig.

    Sicher gefällt es der Viererbande nicht wenn PV-Strom immer günstiger wird.
    Der durchschn. Strompreis aus der Steckdose in 2010 liegt bei knapp 24 ct/kwh, in 2011 sind wir schon bei 25-26 ct/kwh.
    Sinken wird dieser nicht mehr, bei der nächsten Mehrwertsteuererhöhung wird es noch deutlich teurer.

    PV-Strom ab 1.1.11 wird mit 28,6 ct/kwh vergütet, 20 Jahre lang. Die Anlage hält aber 40 Jahre.

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    • wd
    • 27.11.2010 um 7:01 Uhr

    Achimvr vergleicht Äpfel mit Birnen!
    Derzeit bezahle ich 19,75ct/kWh und das inklusive der Subventionierung von EE und den Netzverteilungskosten! Dieser Preis kommt zustande, weil konventionelle Kraftwerke für 6ct/kWh einspeisen.
    Diesen Preis auch wenn er mal durch unsere unvernünftige Energiepolitik auf 24ct/kWh mit einem völlig überteuerten Energieeinspeisepreis von 28,6ct/kWh zu vergleichen ist nutzlos!
    Wenn die Solarstromerzeuger vom Netz getrennt würden und nur ihren eigenen Strom verbrauchen könnten und nicht die Allgemeinheit durch erhöhte Netz- und Bevorratungskosten belasten würden, dann wäre dieser Vergleich sinnvoll!

    • wd
    • 27.11.2010 um 7:01 Uhr

    Achimvr vergleicht Äpfel mit Birnen!
    Derzeit bezahle ich 19,75ct/kWh und das inklusive der Subventionierung von EE und den Netzverteilungskosten! Dieser Preis kommt zustande, weil konventionelle Kraftwerke für 6ct/kWh einspeisen.
    Diesen Preis auch wenn er mal durch unsere unvernünftige Energiepolitik auf 24ct/kWh mit einem völlig überteuerten Energieeinspeisepreis von 28,6ct/kWh zu vergleichen ist nutzlos!
    Wenn die Solarstromerzeuger vom Netz getrennt würden und nur ihren eigenen Strom verbrauchen könnten und nicht die Allgemeinheit durch erhöhte Netz- und Bevorratungskosten belasten würden, dann wäre dieser Vergleich sinnvoll!

    • Folko
    • 26.11.2010 um 20:08 Uhr

    Nehmen wir ein kleines Beispiel: Es gäbe nur insgesamt 100 Haushalte.
    20 davon beziehen Strom vom Ökostromversorger. Dieser baut nun Windkraftanlagen, die entsprechende Strommengen im Mittel(!) im Jahr produzieren. Diese Menge schwankt aber. Ist trotzdem klasse, wird mehr als für die 20 Haushalte produziert muss der Strom nach Gesetz trotzdem abgenommen werden, kein Verlust. Wird jedoch aktuell weniger als benötigt produziert (Flaute) sitzen nicht etwa die Kunden im Dunkeln, das geht in unserem Stromnetz aktuell nicht, sondern die nicht Ökostromanbieter müssen plötzlich mehr Strom liefern, dass heißt sie mussten konventionelle Kraftwerke auf ihre Kosten bauen, die nur zeitweise und daher unrentabler in Betrieb sind.
    Das ist eine relativ unfaire Auslagerung des unternehmerischen Risikos. Und auch für die Preisdifferenz zuständig.

    5 Leserempfehlungen
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    Es gibt auch EE die flexibel ist und gesteuert werden kann. Z.B. Biomasse, Biogas.

    Es ist auch keine unfaire Auslagerung: EE haben Vorrang, das ist gesetzl. vorgeschrieben.
    Was anderes würde auch keinen Sinn machen. Oder soll Kohle verbraucht u. Atommüll produziert werden wenn genug Wind weht u. die Sonne scheint? Macht es etwa Sinn wenn WKA nur Strom erzeugen dürfen wenn Windstille ist? Macht es Sinn wenn PV-Anlagen nur nachts Strom einspeisen dürfen?

    • yato
    • 27.11.2010 um 23:22 Uhr

    funktionieren nur wenn man die Subventionen für AKWs vertuscht.
    Hierzu gehören zusätzlich die Kosten für Polizeiensätze und ein gespaltenes Volk.

    Ganz neu ist auch die Bedrohung durch die neuen Cyberwaffen wie Stuxnet, die auch AKWs bedrohen.
    http://www.zeit.de/2010/4...

    Das heisst wer wirklich sichere Energie haben will, der baut sich Solarzellen aufs Dach, dazu noch für vielleicht 5000 Euro einen High Tech Windgenerator, einen Stromwandler, eine Erdwärme Heizung (für 1000 Euro und erweiterbar ein paar Batterien für den Ernstfall) oder gleich ein Nullenergiehaus oder ein Plus-Energiehaus.
    Warum nicht beim Hausbau 50000 Euro in die sichere Selbst-Energieversorgung investieren, wenn sich das nach 15 jahren sogar amortisiert.
    Dann noch ein Elektroauto für 25000 und Ölscheichs und Energieversorger sollen sich selbst versorgen.

    ...die Zukunft bringt Solarzellen, die als fast unsichtbare Dünnschicht auf jedes Fenster aufgedampft werden kann, oder Dachziegeln mit Solarfunktion (keine Doppeldeckung mehr), Speicherung der am Tag gewonnenen überschüssigen Energie in einem Hitzespeicher, der nachts einen Motor zur Stromerzeugung antreibt, oder Druckluftspeicher...
    Wenn die AKW und Grosskonzerne nicht blocken würden wo sie können, dann wären wir noch weiter und Komplettsets wären für den viertel Preis bei Obi zu kaufen. Schade, durch unsere Lobbyblockade wird sich China freuen und wir können das in ein Paar Jahren bei Obi kaufen "Made in China"

    Es gibt auch EE die flexibel ist und gesteuert werden kann. Z.B. Biomasse, Biogas.

    Es ist auch keine unfaire Auslagerung: EE haben Vorrang, das ist gesetzl. vorgeschrieben.
    Was anderes würde auch keinen Sinn machen. Oder soll Kohle verbraucht u. Atommüll produziert werden wenn genug Wind weht u. die Sonne scheint? Macht es etwa Sinn wenn WKA nur Strom erzeugen dürfen wenn Windstille ist? Macht es Sinn wenn PV-Anlagen nur nachts Strom einspeisen dürfen?

    • yato
    • 27.11.2010 um 23:22 Uhr

    funktionieren nur wenn man die Subventionen für AKWs vertuscht.
    Hierzu gehören zusätzlich die Kosten für Polizeiensätze und ein gespaltenes Volk.

    Ganz neu ist auch die Bedrohung durch die neuen Cyberwaffen wie Stuxnet, die auch AKWs bedrohen.
    http://www.zeit.de/2010/4...

    Das heisst wer wirklich sichere Energie haben will, der baut sich Solarzellen aufs Dach, dazu noch für vielleicht 5000 Euro einen High Tech Windgenerator, einen Stromwandler, eine Erdwärme Heizung (für 1000 Euro und erweiterbar ein paar Batterien für den Ernstfall) oder gleich ein Nullenergiehaus oder ein Plus-Energiehaus.
    Warum nicht beim Hausbau 50000 Euro in die sichere Selbst-Energieversorgung investieren, wenn sich das nach 15 jahren sogar amortisiert.
    Dann noch ein Elektroauto für 25000 und Ölscheichs und Energieversorger sollen sich selbst versorgen.

    ...die Zukunft bringt Solarzellen, die als fast unsichtbare Dünnschicht auf jedes Fenster aufgedampft werden kann, oder Dachziegeln mit Solarfunktion (keine Doppeldeckung mehr), Speicherung der am Tag gewonnenen überschüssigen Energie in einem Hitzespeicher, der nachts einen Motor zur Stromerzeugung antreibt, oder Druckluftspeicher...
    Wenn die AKW und Grosskonzerne nicht blocken würden wo sie können, dann wären wir noch weiter und Komplettsets wären für den viertel Preis bei Obi zu kaufen. Schade, durch unsere Lobbyblockade wird sich China freuen und wir können das in ein Paar Jahren bei Obi kaufen "Made in China"

  2. Es gibt auch EE die flexibel ist und gesteuert werden kann. Z.B. Biomasse, Biogas.

    Es ist auch keine unfaire Auslagerung: EE haben Vorrang, das ist gesetzl. vorgeschrieben.
    Was anderes würde auch keinen Sinn machen. Oder soll Kohle verbraucht u. Atommüll produziert werden wenn genug Wind weht u. die Sonne scheint? Macht es etwa Sinn wenn WKA nur Strom erzeugen dürfen wenn Windstille ist? Macht es Sinn wenn PV-Anlagen nur nachts Strom einspeisen dürfen?

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    Ihnen ist wohl nicht klar, dass man Kraftwerke und besonders Atomkraftwerke nichtmal eben in ein paar Minuten an oder abschalten kann.
    Bei Atomkraftwerken sind das Zeiten von meines Wissen ca. 12 Stunden, wenn also der Wind mal für 3 Stunden aussetzt und dann wieder einsetzt ist das Atomkraftwerk noch gerade dabei sich warmzulaufen. Beim Abschalten dauert es ebenfalls lange, da offenbar weiter Hitze produziert wird.

    Beim Fordern muss man sich innerhalb der technischen Möglichkeiten bewegen.

    ...kommentiert wird!

    Eine sehr vehemente Forumerin in einem Parallelforum hat
    all das, was nicht funktionieren kann, vor 2-3 Jahren so aufgelistet

    ""
    - nichtexistente Solarthermieanlagen in der Wüste
    - nichtexistente Salzspeicher in der Wüste
    - nichtexistente HGÜ-Leitungen von Afrika nach Europa
    - nichtexistente zusätzlich notwendige 3.500 km
    - Stromtrassen kreuz und quer durch Deutschland
    - nichtexistente Druckluftspeicherkraftwerke
    - nichtexistente Geothermie-Kraftwerke
    - nichtexistente Osmosekraftwerke
    - nichtexistente Gezeitenkraftwerke
    - nichtexistente zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland
    - nichtexistente Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen
    - nichtexistente Wasserstoffspeicherung
    - nichtexistente HGÜ-Netze kreuz und quer durch die Nordsee
    - nichtexistente Häuserdämmung zur Einsparung von 40% Wärmeenergie
    - nichtexistente Millionen von Elektrofahrzeugbatterien zur Netzstabilisierung
    ""

    Besonders das 'kreuz und quer' war bestechend!

    Und dabei auch noch PV und WKA-unterschlagen, die heute schon mehr als 20% des DE-Strombedarfs decken.
    An den >20% EE-Strom sind die EVU gerademal mit mickrigen 6,5% beteiligt - also fast 20% weitgestreut in kleinen und mittleren Anlagen - unabhängig von den EVU!

    Das wird alle noch sehr spannend!

    Ihnen ist wohl nicht klar, dass man Kraftwerke und besonders Atomkraftwerke nichtmal eben in ein paar Minuten an oder abschalten kann.
    Bei Atomkraftwerken sind das Zeiten von meines Wissen ca. 12 Stunden, wenn also der Wind mal für 3 Stunden aussetzt und dann wieder einsetzt ist das Atomkraftwerk noch gerade dabei sich warmzulaufen. Beim Abschalten dauert es ebenfalls lange, da offenbar weiter Hitze produziert wird.

    Beim Fordern muss man sich innerhalb der technischen Möglichkeiten bewegen.

    ...kommentiert wird!

    Eine sehr vehemente Forumerin in einem Parallelforum hat
    all das, was nicht funktionieren kann, vor 2-3 Jahren so aufgelistet

    ""
    - nichtexistente Solarthermieanlagen in der Wüste
    - nichtexistente Salzspeicher in der Wüste
    - nichtexistente HGÜ-Leitungen von Afrika nach Europa
    - nichtexistente zusätzlich notwendige 3.500 km
    - Stromtrassen kreuz und quer durch Deutschland
    - nichtexistente Druckluftspeicherkraftwerke
    - nichtexistente Geothermie-Kraftwerke
    - nichtexistente Osmosekraftwerke
    - nichtexistente Gezeitenkraftwerke
    - nichtexistente zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland
    - nichtexistente Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen
    - nichtexistente Wasserstoffspeicherung
    - nichtexistente HGÜ-Netze kreuz und quer durch die Nordsee
    - nichtexistente Häuserdämmung zur Einsparung von 40% Wärmeenergie
    - nichtexistente Millionen von Elektrofahrzeugbatterien zur Netzstabilisierung
    ""

    Besonders das 'kreuz und quer' war bestechend!

    Und dabei auch noch PV und WKA-unterschlagen, die heute schon mehr als 20% des DE-Strombedarfs decken.
    An den >20% EE-Strom sind die EVU gerademal mit mickrigen 6,5% beteiligt - also fast 20% weitgestreut in kleinen und mittleren Anlagen - unabhängig von den EVU!

    Das wird alle noch sehr spannend!

  3. Wir lassen uns schon seit 2005 nicht mehr von denen mit Gas und Strom beliefern.

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    • Zack34
    • 27.11.2010 um 18:57 Uhr

    Sind Sie sich sicher, dass Sie von den Energiekonzernen keinen Strom und kein Gas beziehen? Viele der Kleinanbieter sind nichts anderes, als "Reseller", sie haben keinen Meter eigener Leitungen und kein einziges eigenes KW...

    • Zack34
    • 27.11.2010 um 18:57 Uhr

    Sind Sie sich sicher, dass Sie von den Energiekonzernen keinen Strom und kein Gas beziehen? Viele der Kleinanbieter sind nichts anderes, als "Reseller", sie haben keinen Meter eigener Leitungen und kein einziges eigenes KW...

  4. Zuviel Geld führt immer zu blanken Nerven, wenn man nicht damit umgehen kann.

    Eine Leserempfehlung
  5. zu groß, um zu überleben. Nur deswegen brauchen diese "Konzerne" doch die Laufzeitverlängerung. AKWs sollte man besser nicht auf dem eigenen Dach oder auch Feld errichten, erst recht nicht, wenn man dann selber für die Entsorgung des Mülls zahlen müsste.

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