Mit SOS Steuern sparen
Das Team um Daugerdas entwickelte eine ganze Palette von Steuersparmodellen, denen sie eingängige Kurznamen gaben: Short Sale oder SOS, Swaps oder Homer. Gemeinsam war ihnen, dass der Kunde seine Steuerlast vermindern konnte: Auf Wunsch – und gegen saftige Gebühren und Provisionen – würden Daugerdas und seine Partner in der Finanzindustrie einen Anlageverlust herbeizaubern. Ein Minus, das die Steuerlast gedrückt habe, durch das aber in Wirklichkeit gar kein entsprechender wirtschaftlicher Verlust entstanden sei; so sieht es der Staatsanwalt. Dies ist die Art von Zaubertricks, die die Alchemisten der Hochfinanz beherrschen, jene mathematisch hoch gebildeten Finanzingenieure der Wall Street, von denen auch die Deutsche Bank eine große Zahl beschäftigt.
Als Daugerdas’ Bestseller erwies sich ein Steuersparmodell namens SOS, was kurz für Short Options Strategy steht. Vereinfacht dargestellt erwarb der Kunde eine Währungsoption, also eine Wette auf das Geschehen an den Währungsmärkten, und sie bescherte ihm einen Verlust. Den konnte er in der Steuererklärung angeben. Der Kunde kaufte aber noch eine zweite Währungsoption, die den tatsächlichen finanziellen Verlust auf einen Bruchteil dieses Spekulationsverlustes beschränkte. Von diesem zweiten Geschäft erfuhren die Steuerbehörden angeblich nichts.
Die New Yorker Strafverfolger rechnen vor, dass SOS und die verwandten Produkte an 931 Kunden verkauft worden seien, die dem Fiskus ungerechtfertigte Steuerverluste von mehr als sieben Milliarden Dollar angegeben hätten. Die Drahtzieher hätten dabei über 180 Millionen Dollar kassiert. Nach Ansicht der Strafverfolger war das kriminell. Beihilfe zum Steuerbetrug ist in den USA kein Kavaliersdelikt. Wie ernst es den US-Behörden ist, erlebte auch die Schweizer UBS, die wegen der Vermittlung angeblich unzulässiger Steuersparstrategien knapp 800 Millionen Dollar an die US-Staatskasse zahlte.
Auswirkungen auf das laufende Ergebnis nach Steuern habe das Strafmandat nicht, heißt es von der Deutschen Bank. Die Summe sei bereits durch Rückstellungen abgedeckt. Doch mit der Vereinbarung vom Dienstag ist noch nicht alles vorbei. Daugerdas steht ein Gerichtsverfahren noch bevor. Am 1. März steht er in Manhattan vor dem Richter. Auf die Deutsche Bank, die in der Vergangenheit schon private Kunden im Zusammenhang mit den windigen Steuersparmodellen mit Millionen abgefunden hat, könnten nach dem Strafmandat weitere zivile Klagen zukommen. Vor allem aber: Es bleiben hässliche Kratzer im sorgfältig polierten Saubermann-Image.
- Datum 22.12.2010 - 09:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wer glaubt das schon wirklich ?!
... ist in den USA kein Kavaliersdelikt"
Merkwürdig. Warum denn das nicht?
"Anmerkung Orlando Pascheit: Was haben wir doch für eine tolle Steuerfahndung in Deutschland, dass die Deutsche Bank es nicht gewagt hat, hierzulande illegale Steuersparmodelle anzubieten!?"
(c) Nachdenkseiten
http://www.nachdenkseiten...
welche lack?
was erwartet man von kriminellen?...genau...kriminellen handlungen..diese leute bringen ganzen länder zum fall...verursachen unendlichen leid...die sind skrupelose verbrecher...
wenn diese leute italienisch klingende namen hätte würde jeder die sehen für was die sind...der mafia...aber nur weil die anzuge tragen und sauber aussehen sollen die vertrauenswürdig sein?
schau was die machen statt auf ihre wörte zu hören...
der kandierten Peanuts
der kandierten Peanuts
Anscheinend gibt es wohl doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt... Zumindest ein klein wenig!
...wenn auch mit 11 Jahren Verspätung. Wundert mich, dass das noch nicht verjährt ist.
Vielleicht können wir in 2019 dann die ersten Urteile zur jetzigen Krise bewundern. Aber vermutlich eher nicht, die Banken haben ja ihren HokusPokus so weit als möglich legalisieren lassen. Wer viel Geld hat, kann in unserer *Demokratie* schliesslich alles kaufen.
...wenn auch mit 11 Jahren Verspätung. Wundert mich, dass das noch nicht verjährt ist.
Vielleicht können wir in 2019 dann die ersten Urteile zur jetzigen Krise bewundern. Aber vermutlich eher nicht, die Banken haben ja ihren HokusPokus so weit als möglich legalisieren lassen. Wer viel Geld hat, kann in unserer *Demokratie* schliesslich alles kaufen.
... erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert!
Dass auch ein Herr Ackermann kein Chorknabe ist und sein kann, muß doch eigentlich jedem klar sein. Nur mit viel Geschick und Rafinesse läßt sich ein Institut, wie es die DB darstellt, durch die stürmischen Zeiten lenken.
Richtig, und ich bin auch ganz begeistert, dass wir solch einen tollen und sauberen Finanzsteuermann in unserem Land haben.
Dessen Navigationskünste, wie auch die der Elitenkollegen, rechtfertigen daher Alles. Alles, was diese Banker tun, was sie verlangen, wie sie es handhaben.
Was Sie hier anführen ist der klassische Vorwand, mit dem solch kriminelle Elemente wie die Angeklagten hier ihr schmutziges Treiben rechtfertigen.
Ihr Treiben, mit dem sie ehrliche Institute in den Ruin treiben, den Leuten, die tagtäglich arbeiten und mehr schlecht als recht über die Runden kommen das Geld aus der Tasche ziehen und sich dieses dann in die eigenen Taschen stopfen.
Die Zeiten sind nicht von irgendwoher so stürmisch, der Sturm wird von den Kriminellen provoziert und dann als Ausrede für ihre Straftaten benutzt. Schlimmer geht's aus meiner Sicht nicht.
Man sollte die Täter enteignen, mindestens 5 Jahre in den Knast stecken und danach sollten sie wieder ganz unten anfangen müssen. Damit sie einmal selbst erleben, was sie anderen antun mit ihrem "Geschick" und ihrer "Rafinesse".
Richtig, und ich bin auch ganz begeistert, dass wir solch einen tollen und sauberen Finanzsteuermann in unserem Land haben.
Dessen Navigationskünste, wie auch die der Elitenkollegen, rechtfertigen daher Alles. Alles, was diese Banker tun, was sie verlangen, wie sie es handhaben.
Was Sie hier anführen ist der klassische Vorwand, mit dem solch kriminelle Elemente wie die Angeklagten hier ihr schmutziges Treiben rechtfertigen.
Ihr Treiben, mit dem sie ehrliche Institute in den Ruin treiben, den Leuten, die tagtäglich arbeiten und mehr schlecht als recht über die Runden kommen das Geld aus der Tasche ziehen und sich dieses dann in die eigenen Taschen stopfen.
Die Zeiten sind nicht von irgendwoher so stürmisch, der Sturm wird von den Kriminellen provoziert und dann als Ausrede für ihre Straftaten benutzt. Schlimmer geht's aus meiner Sicht nicht.
Man sollte die Täter enteignen, mindestens 5 Jahre in den Knast stecken und danach sollten sie wieder ganz unten anfangen müssen. Damit sie einmal selbst erleben, was sie anderen antun mit ihrem "Geschick" und ihrer "Rafinesse".
denn wenn man die letzten 24 Monate Bankenzeitgeschehen Revue passieren lässt, dann fällt es einem schwer auszuschliessen, dass "kriminelles Fehlverhalten" nicht ein essentieller Bestandteil der Stratgie vieler Banken sein könnte, zumindest ihren sehr geschätzten Kunden gegenüber.
bleibt trotz allem der Kanzlerin-Flüsterer.
dafür wird sie auch noch weitere Rettungsschirme spannen.
Das ist richtig, dass die Deutsche Bank in Deutschland den Staat um Hilfe gebeten hat.
Dafür zahlen wir umso teurer in GR, IR, demnächst Portugal und Spanien um überall die "Ausleih-Geschäfte" der Ackermänner zu regulieren.
sich nun nicht von A. distanzieren, ist sie m.E. ebenfalls bestandteil der M.
sich nun nicht von A. distanzieren, ist sie m.E. ebenfalls bestandteil der M.
...was ist aus dem Verdachtsansatz geworden die Deutsche Bank hat bie LB´s bewusst, also vorsetzlich, in den Verlust getrieben. Hoffentlich wird unsere Staatsanwaltschaft auch endlich aktiver.
... in D ist nicht unabhängig, weder die Richter noch die Staatsanwälte:
http://www.transparency.d...
http://www.gewaltenteilun...
http://mein.salzburg.com/...
Zitat aus erstem Link:
Auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen kann aufgrund des Weisungsrechts ( §§145 ff GVG) Einfluss genommen werden ... [die] wenn überhaupt, nur in der Dritten nicht zugänglichen Handakte dokumentiert werden. Dem Staatsanwalt ist es strafrechtlich untersagt, Weisungen Dritten mitzuteilen (§ 353 b StGB)
Man muss also nur ausreichend Minister "auf seine Seite bringen", bei denen es dann wiederrum ausreicht, wenn sie geheime Weisungen geben, Gesetze oder Ernennungen blockieren, verzögern, verwässern oder den Geldhahn zudrehen etc.
Was glaubst du warum so gut wie nie Netzwerk-geschützte Politiker verurteilt werden?
Ich habe mal gelernt in D könne es nie wieder eine Diktatur geben. Ich vermag das nicht zu erkennen, alle Hebel dazu sind noch installiert, es gibt (zum Glück) nur niemanden der sie zentral bedient, auch wenn die Marionetten dahinter oft gekauft sind. Berlusconi-Land Deutschland.
Die Sache ist eigentlich ein riesiger Skandal, einer zu dem die Presse beharrlich schweigt...
... in D ist nicht unabhängig, weder die Richter noch die Staatsanwälte:
http://www.transparency.d...
http://www.gewaltenteilun...
http://mein.salzburg.com/...
Zitat aus erstem Link:
Auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen kann aufgrund des Weisungsrechts ( §§145 ff GVG) Einfluss genommen werden ... [die] wenn überhaupt, nur in der Dritten nicht zugänglichen Handakte dokumentiert werden. Dem Staatsanwalt ist es strafrechtlich untersagt, Weisungen Dritten mitzuteilen (§ 353 b StGB)
Man muss also nur ausreichend Minister "auf seine Seite bringen", bei denen es dann wiederrum ausreicht, wenn sie geheime Weisungen geben, Gesetze oder Ernennungen blockieren, verzögern, verwässern oder den Geldhahn zudrehen etc.
Was glaubst du warum so gut wie nie Netzwerk-geschützte Politiker verurteilt werden?
Ich habe mal gelernt in D könne es nie wieder eine Diktatur geben. Ich vermag das nicht zu erkennen, alle Hebel dazu sind noch installiert, es gibt (zum Glück) nur niemanden der sie zentral bedient, auch wenn die Marionetten dahinter oft gekauft sind. Berlusconi-Land Deutschland.
Die Sache ist eigentlich ein riesiger Skandal, einer zu dem die Presse beharrlich schweigt...
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