Die Allied Irish Bank ist von der Krise stark geschwächt: Die EU gewährte dem Institut wie anderen irischen Banken Geld aus einem Rettungsfonds, um es vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren, Irland schoss 3,5 Milliarden Euro zu. Auf Druck der Regierung gab das Management in der Frage von Bonuszahlungen nun nach.

Finanzminister Brian Lenihan hatte mit einem Stopp der Staatshilfe gedroht, sollte die Bank wie geplant insgesamt 40 Millionen Euro Boni an ihre Manager auszahlen. Zudem hatte er angekündigt, Boni mit einer Steuer von 90 Prozent zu belegen.

"Die Bank schätzt die Unterstützung durch die Regierung und die Steuerzahler sehr", lenkte das Institut nun ein. Man gehe davon aus, auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen zu sein. Die Geschäftsleitung hatte die Auszahlung zuvor mit rechtlichen Zwängen begründet.

Die AIB ist neben der Anglo Irish und der Bank of Ireland eine der größten Banken auf der Insel. Die Regierung schätzt die Kosten für die Sanierung ihrer wirtschaftlich geschwächten Geldhäuser auf insgesamt 50 Milliarden Euro.

Irland wird wegen der Bankenrettung in diesem Jahr neue Schulden in Höhe von 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts machen. Die Regierung muss deswegen drastisch sparen , der Haushaltsentwurf für 2011 sieht strikte Sparmaßnahmen vor. Sie sind Bedingung für die 85 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsfonds, von denen 35 Milliarden Euro für die Banken bestimmt sind.