TriebwerkspanneBehörde warnt vor Triebwerks-Konstruktionsfehler

Australiens Sicherheitsbehörde hat ein schweres Problem bei A380-Motoren festgestellt. Die Fluggesellschaft Qantas leitet nun rechtliche Schritte gegen Rolls-Royce ein. von 

Ein Airbus A380 der Lufthansa kurz vor der Landung auf dem Flughafen Helsinki-Vantaa

Ein Airbus A380 der Lufthansa kurz vor der Landung auf dem Flughafen Helsinki-Vantaa   |  © Jussi Nukari/AFP/Getty Images

Die Flugsicherheitsbehörde teilte mit, es gebe ein "großes Sicherheitsproblem" bei den Motoren des A380, das zu einem Ölbrand und "einem katastrophalem Triebwerksausfall" hätte führen können. Die Behörde forderte Qantas zu einer genauen Überprüfung der Motoren auf. Außerdem sei der britische Motorenhersteller Rolls-Royce informiert worden.

Ein Motorschaden hatte einen Airbus A380 von Qantas Anfang November zu einer dramatischen Notlandung in Singapur gezwungen. Bei dem Triebwerksbrand hatten sich Teile gelöst und die Tragflächen beschädigt. Daraufhin ließen die australische Airline und auch andere Fluggesellschaften ihre A380-Flotte vorübergehend am Boden.

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Erst vor wenigen Tagen hatte Qantas zwei A380-Flugzeuge wieder starten lassen . Die übrigen bleiben noch bis nächstes Jahr außer Betrieb, weil die Triebwerke weiter durchgecheckt werden müssen. Der doppelstöckige Flieger ist das größte Passagierflugzeug der Welt.

Inzwischen hat Qantas rechtliche Schritte gegen den Motorenbauer Rolls-Royce eingeleitet. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine Klageschrift eingereicht und eine Verfügung eines australischen Bundesgerichtes erreicht. Dies sei ein erster Schritt, um Rolls-Royce verklagen zu können, falls eine Einigung mit dem Motorenhersteller nicht zustande komme.

Auf Anordnung der australischen Luftfahrtbehörde tauscht die Lufthansa kurzfristig eines ihrer A380-Triebwerke aus. Es geht um ein spezielles Teil bei einem bestimmten Bautyp der Trent-900-Triebwerke. Lufthansa hat nach eigenen Angaben in ihrer gesamten A380-Flotte nur eines dieser Triebwerke.

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Leserkommentare
  1. Von "Motoren des A380" ist die Rede. Genauer: den Rolls-Royce-"Motoren".
    Die Behörde warnt also nicht vor dem A380 an sich (denn der ist weder geparkt noch mit den GE-Antrieben bestückt ein Problem), sondern vor der Verwendung der besagten Treibwerke, ohne Revision.

    Sollte mir eine Sparte der Zeit auffällig falsch erscheinen, dann warne ich auch nicht vor dem ganzen Blatt, sondern gebe an, worauf ich mich beziehe.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die australische Flugsicherheitsbehörde bei solchen Dingen ins Blaue schießt und Pauschalwarnungen verkündet, wie es Ihre derzeitige Überschrift allerdings impliziert.

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    Ich denke sie überintepretieren ein wenig die Überschrift. Meiner Meinung nach ist es durchaus angebracht, wenn die Sicherheitsbehörde eine Grundsatzwarnung vor den Triebwerken ausspricht, da berechtigterweise davon ausgegangen werden kann, dass nicht nur die Triebwerke der Quantas betroffen sind. Die Triebwerke sind schließlich keine Unikate, die ein Handarbeit zusammengeschustert werden. Sie werden vielmehr nach einem einheitlichen Plan gebaut. Und wenn da ein Fehler drin ist, dann ist eine Pauschalwarnung durchaus sinnvoll und die Überschrift meiner Meinung nach auch nicht falsch. Ich finde auch nicht, dass aus der Überschrift herausgeht, dass die Behörde vor den A380 Flugzeugen an sich warnt. Sie warnt nach dieser Überschrift nach den Motoren der Flugzeuge vom Typ A380. Das ist ein kleiner Unterschied.

    Mit einem Mindestmaß an Recherche hätte man festgestellt, daß es für den A380 zwei verschiedene Triebwerke von zwei verschiedenen Herstellern gibt. Nur die Triebwerke von Rolls Royce sind von dem Fehler betroffen. Es handelt sich also nicht um einen Konstruktionsfehler im A380, sondern um einen Fehler in den Triebwerken von Rolls Royce.

    Diese fehlerhafte Überschrift ist doppelt schlecht, weil sie nicht nur Probleme suggeriert, wo gar keine sind (in einen A380 mit GP7200 Triebwerk existiert das Problem bislang überhaupt nicht), sondern womöglich auch falsche Sicherheit, falls andere Flugzeuge mit ähnlichen Triebwerken von Rolls Royce ausgestattet wurden.

  2. Kann mich meinem Vorkommentator nur anschließen, so etwas hätte ich grade von der Zeit nicht erwartet sondern eher von der Zeitung mit den vielen bunten BILDern von halbnackten Damen.....

    • Mejan
    • 02. Dezember 2010 10:48 Uhr

    Wie sieht es bei uns aus? Oder haben die Australier eine ganz andere Lieferung dieser Triebwerke erhalten. Hat die Lufthansa nicht längst eine Entwarnung gegeben, und war diese vielleicht zu voreilig?

  3. Ich denke sie überintepretieren ein wenig die Überschrift. Meiner Meinung nach ist es durchaus angebracht, wenn die Sicherheitsbehörde eine Grundsatzwarnung vor den Triebwerken ausspricht, da berechtigterweise davon ausgegangen werden kann, dass nicht nur die Triebwerke der Quantas betroffen sind. Die Triebwerke sind schließlich keine Unikate, die ein Handarbeit zusammengeschustert werden. Sie werden vielmehr nach einem einheitlichen Plan gebaut. Und wenn da ein Fehler drin ist, dann ist eine Pauschalwarnung durchaus sinnvoll und die Überschrift meiner Meinung nach auch nicht falsch. Ich finde auch nicht, dass aus der Überschrift herausgeht, dass die Behörde vor den A380 Flugzeugen an sich warnt. Sie warnt nach dieser Überschrift nach den Motoren der Flugzeuge vom Typ A380. Das ist ein kleiner Unterschied.

    Antwort auf "Falsche Überschrift"
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    • micalo
    • 02. Dezember 2010 12:01 Uhr

    A380 Flugzeugen werden aber mit Triebwerken unterschiedlichen Typs ausgeliefert.
    Der Auftraggeber kann zwischen den Triebwerken Rolls-Royce Trent-900 und Engine Alliance GP7200 wählen.
    Erstere weisen anscheinend einen Konstruktionsfehler auf.

    Insofern ist die Aussage: ".. bei A380-Motoren" nicht ganz präzise, es hätte im Artikel erwähnt werden können, dass A380 Flugzeuge mit anderen Triebwerken nicht betroffen sind.

    • Hickey
    • 03. Dezember 2010 13:22 Uhr

    Die Besteller, können sich aussuchen welches Triebwerk in dem A380 stecken soll.

    Zitat:
    "Der Kunde hat die Wahl zwischen Rolls-Royce-Trent-900- oder Engine-Alliance-GP7200-Triebwerken."

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Airbus_A380

    • micalo
    • 02. Dezember 2010 12:01 Uhr

    A380 Flugzeugen werden aber mit Triebwerken unterschiedlichen Typs ausgeliefert.
    Der Auftraggeber kann zwischen den Triebwerken Rolls-Royce Trent-900 und Engine Alliance GP7200 wählen.
    Erstere weisen anscheinend einen Konstruktionsfehler auf.

    Insofern ist die Aussage: ".. bei A380-Motoren" nicht ganz präzise, es hätte im Artikel erwähnt werden können, dass A380 Flugzeuge mit anderen Triebwerken nicht betroffen sind.

  4. Die Untersuchung bezieht sich nur auf die von Quantas verwendeten Triebwerke. Meines Wissens haben andere Fluggesellschaften andere Versionen des Trent 900 bzw.Triebwerke anderer Triewbwerkshersteller im Einsatz
    Hier sollte die Information genau sein und keinen Raum für Spekulationen und Allgemeinaussagen lassen.

  5. Mit einem Mindestmaß an Recherche hätte man festgestellt, daß es für den A380 zwei verschiedene Triebwerke von zwei verschiedenen Herstellern gibt. Nur die Triebwerke von Rolls Royce sind von dem Fehler betroffen. Es handelt sich also nicht um einen Konstruktionsfehler im A380, sondern um einen Fehler in den Triebwerken von Rolls Royce.

    Diese fehlerhafte Überschrift ist doppelt schlecht, weil sie nicht nur Probleme suggeriert, wo gar keine sind (in einen A380 mit GP7200 Triebwerk existiert das Problem bislang überhaupt nicht), sondern womöglich auch falsche Sicherheit, falls andere Flugzeuge mit ähnlichen Triebwerken von Rolls Royce ausgestattet wurden.

    Antwort auf "Falsche Überschrift"
    • Hickey
    • 03. Dezember 2010 13:22 Uhr

    Die Besteller, können sich aussuchen welches Triebwerk in dem A380 stecken soll.

    Zitat:
    "Der Kunde hat die Wahl zwischen Rolls-Royce-Trent-900- oder Engine-Alliance-GP7200-Triebwerken."

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Airbus_A380

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Behörde | Lufthansa | Airbus | Rolls Royce | Airline | Bundesgericht
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