Automobilindustrie VW will 6000 neue Jobs in Deutschland schaffen
Der Automobilkonzern VW hat 2010 einen Rekordgewinn verzeichnet. Einen Teil davon will er in die Schaffung neuer Arbeitsplätze investieren – vor allem im Ausland.
© Oliver Killig/dpa

Eine Mitarbeiterin in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden
Der Automobilkonzern VW ist auf Wachstumskurs: Das Unternehmen will in den kommenden sechs bis acht Jahren weltweit etwa 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Davon sollten 5000 bis 6000 Stellen in Deutschland entstehen. Nach Angaben von Vorstandschef Martin Winterkorn würden davon alle deutschen Standorte profitieren.
Der Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, 2010 das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte hingelegt zu haben. Der Konzern hat einen Gewinn von mehr als sieben Milliarden Euro verbucht – nach nur 911 Millionen Euro im Krisenjahr 2009. Außerdem verkaufte Volkswagen mit seinen neun Marken erstmals über sieben Millionen Autos. Das bedeutet ein Plus von 13,7 Prozent.
Bis spätestens 2018 will Volkswagen weltweit zehn Millionen Autos verkaufen und damit größter und zugleich profitabelster Autobauer der Welt werden. Derzeit steht Volkswagen auf Platz drei hinter Toyota und General Motors. Mehrere Experten gehen davon aus, dass VW sein Ziel auch schon früher erreichen könnte. Dabei dürfte vor allem der chinesische Markt Wachstumsmotor für die Automobilindustrie bleiben.
Der Aktienkurs sprang schon unmittelbar nach Veröffentlichung der Eckdaten an. Binnen einer halben Stunde stiegen die Papiere um 5,87 Prozent auf 119,05 Euro. Analysten sprachen von "sehr starken Zahlen".
Die Ausweitung der Geschäfte und die Kapitalerhöhung haben im vergangenen Jahr auch dazu beigetragen, dass der Konzern sein finanzielles Polster kräftig verstärken konnte. Am Jahresende hatte Volkswagen 18,6 Milliarden Euro in der Kasse, 75,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Eingliederung des Sportwagenbauers Porsche unter dem Dach des VW-Konzerns. Die Fusion dürfte allerdings wegen ungeklärter juristischer Auseinandersetzungen vorerst auf die lange Bank geschoben werden und eventuell sogar platzen. In diesem Fall würde VW die Sportwagenschmiede ganz kaufen – knapp die Hälfte gehört schon den Wolfsburgern.
- Datum 26.02.2011 - 13:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
- Kommentare 12
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Piech unser Land nicht an den Erfolgen von VW angemessen beteiligen will!!!!
Sind die Löhne etwa in den Neuen Bundesländern wirklich zu hoch?
Ich denke, dies ist nicht der Fall.
Wenn 6000 neue Jobs nicht genug sind, weiß ich leider nicht mehr was Ihnen noch helfen soll.
Mag das vergangene Geschäftsjahr noch so erfolgreich verlaufen sein, keiner der Deutschen Autoproduzenten ist ausreichend auf die nächste Autogeneration vorbereitet. Die Japaner haben bereits Elektroautos auf den Deutschen Markt gebracht. Selbst GM hat ein zukunftsfähiges E-Auto.
Wenn die dt. Hersteller weiter schlafen (und Sie mit Ihren Boykottforderungen Erfolg haben) wird aus Mercedes AEG, aus Volkswagen Grundig und aus BMW Nordmende.
Sind wir dann alle "angemessen beteiligt"?
Wenn 6000 neue Jobs nicht genug sind, weiß ich leider nicht mehr was Ihnen noch helfen soll.
Mag das vergangene Geschäftsjahr noch so erfolgreich verlaufen sein, keiner der Deutschen Autoproduzenten ist ausreichend auf die nächste Autogeneration vorbereitet. Die Japaner haben bereits Elektroautos auf den Deutschen Markt gebracht. Selbst GM hat ein zukunftsfähiges E-Auto.
Wenn die dt. Hersteller weiter schlafen (und Sie mit Ihren Boykottforderungen Erfolg haben) wird aus Mercedes AEG, aus Volkswagen Grundig und aus BMW Nordmende.
Sind wir dann alle "angemessen beteiligt"?
Wenn 6000 neue Jobs nicht genug sind, weiß ich leider nicht mehr was Ihnen noch helfen soll.
Mag das vergangene Geschäftsjahr noch so erfolgreich verlaufen sein, keiner der Deutschen Autoproduzenten ist ausreichend auf die nächste Autogeneration vorbereitet. Die Japaner haben bereits Elektroautos auf den Deutschen Markt gebracht. Selbst GM hat ein zukunftsfähiges E-Auto.
Wenn die dt. Hersteller weiter schlafen (und Sie mit Ihren Boykottforderungen Erfolg haben) wird aus Mercedes AEG, aus Volkswagen Grundig und aus BMW Nordmende.
Sind wir dann alle "angemessen beteiligt"?
... und sich andererseits darüber beklagen, dass die Autos dort gebaut werden, wo sie gekauft werden: Das ist schon lustig.
Regelmäßig vor den Wahlen stellen die unternehmen ein. damit kann die cdu dann sagen: "wir haben das alles geschafft"!
Und nach den wahlen? rationalisierung, denn vw und die anderen unternehmen sind keine heilsarmee. nur halt cdu treu.
Bei so manchem Kommentar kommen einem Zweifel an dieser Erkenntnis. Lesen heißt nicht gleichzeitig auch verstehen und daraus dann die richtigen Schlüsse zu ziehen.
es keine Zeit- oder Leiharbeitsplätze werden. Bei solchen Gewinnen müßte es selbstverständlich sein das VW, immerhin zu ca. 25 % Eigentum des Landes Niedersachsen, das sich der Anteil von Leih- und Zeitarbeit in Richtung Null bewegt.
Ansonsten - Herzlichen Glückwunsch. Weiter so!
Von allen VW Fabriken befinden sich ca. 10 % in Deutschland, also nicht gerade in einer Boomregion, verglichen mit China, Indien, Brasilien, Mexiko oder Russland. Verglichen damit ist die Schaffung von 10 % der neuen Arbeitsplätze in D schon ein guter Wert.
"Davon sollten 5000 bis 6000 Stellen in Deutschland entstehen."
Von den sicher 80-90% Leiharbeiter sein werden.
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