AtomunglückTepco wird zum Milliardengrab

Die Katastrophe in Japan überfordert den AKW-Betreiber Tepco auch finanziell. Aber die Regierung kann es sich nicht leisten, den Konzern pleitegehen zu lassen. von 

Was während der Finanzkrise von 2008 bereits zu beobachten war, scheint sich in der Atomkrise in Japan zu wiederholen. Solange die Geschäfte laufen, bleiben die Gewinne in privater Hand. Werden die Probleme jedoch zu groß, muss der Staat einspringen. Die Verluste werden sozialisiert. So nun auch im Fall der Tokyo Electric Power Company, kurz Tepco.

Die japanische Regierung erwägt, den Betreiber der Katastrophen-Reaktoren von Fukushima zumindest vorübergehend zu verstaatlichen . Die japanische Zeitung Yomiuri berichtete Anfang der Woche, mehrere Kabinettsmitglieder um Premierminister Naoto Kan hätten Pläne vorgelegt, die Aktienmehrheit von Tepco zu erwerben. Auf diese Weise wolle die Regierung dem überforderten Konzern bei den wachsenden Kosten der Katastrophe helfen. Offiziell bestreitet die Regierung dieses Vorhaben.

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Doch allein die Aussage von Regierungssprecher Yukio Edano, dass das Kabinett "noch nicht über eine Verstaatlichung" nachdenke und jede Entscheidung über die Zukunft des Konzerns seine Zeit brauche, zeigt, dass die Regierung zu einem späteren Zeitpunkt eine Verstaatlichung durchaus in Erwägung zieht. Nun berichtet auch die Zeitung Mainichi , die Regierung bereite konkret eine finanzielle Unterstützung des Konzerns vor. Der für die nationale Strategie zuständige Staatsminister Koichiro Gemba gab denn auch zu: "Es ist natürlich, darüber zu diskutieren, wie Tepco funktionieren sollte." Die Verstaatlichung sei "eine Option".

Drei Wochen nach dem großen Tsunami wird der Konzern nicht nur wegen seiner miserablen Informationspolitik und diverser anderer Fehler heftig kritisiert. Auch finanziell steht der weltweit viertgrößte Stromkonzern vor dem Ruin.

Dabei ist das Ausmaß der anhaltenden Atomkatastrophe derzeit noch gar nicht zu beziffern. Im Gegenteil: Die Atomkatastrophe in und um Fukushima entpuppt sich als unverändert dramatisch. Ein Tepco-Sprecher räumte Anfang der Woche ein, in mindestens einem der Reaktoren habe eine Kernschmelze stattgefunden. Derzeit muss davon ausgegangen werden, das die Anlage Fukushima-1 für Jahrtausende hochradioaktiv verseucht bleiben könnte. Noch ist unklar, ob verstrahlte Trümmer überhaupt abtransportiert werden können. Und es ist nicht abzusehen, wann und ob Tepco die Kontrolle über das havarierte Atomkraftwerk wieder zurück erlangt. Fest steht: Auf den Stromkonzern kommen gewaltige Kosten zu, die weit über die Katastrophenbewältigung auf dem Kraftwerksgelände hinaus gehen.

Lage in Fukushima-1
BLOCK 1 BLOCK 2 BLOCK 3 BLOCK 4
Abschaltung nach Beben, Explosion am 12.03.2011 Abschaltung nach Beben, Explosion am 15.03.2011 Abschaltung nach Beben, Explosion am 14. und 16.03.2011 Abgeschaltet vor Beben, Brände und Explosion am 15.03.2011
Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Weil Temperaturen im Reaktor unter 100 Grad Celsius sind, spricht Tepco von Kaltabschaltung Abgeschaltet und auch vor dem Beben nicht in Betrieb
Gebäude schwer beschädigt, Sicherheitsbehälter und Reaktordruckbehälter beschädigt, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude leicht beschädigt, Außenhülle löchrig, Leck im Sicherheitsbehälter vermutet, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude schwer beschädigt, Sicherheitsbehälter beschädigt, Leck vermutet, in den Reaktorkern wird Wasser eingeleitet Gebäude schwer beschädigt, Wasserstoff aus Block 3 sprengte das Dach, keine Brennelemente im Kern
Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde Strombetriebene Kühlsysteme mit Frischwasser und Wärmetauscher nicht funktionsfähig, es läuft ein alternatives Kühlsystem, das nach dem Tsunami eingerichtet wurde
Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 400 Brennelemente, Zustand der 292 Brennelemente im Abklingbecken unklar (Wasser wird eingespeist) Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 548 Brennelementen, Zustand der 587 Brennelemente im Abklingbecken unklar (Wasser wird eingespeist) Kernschmelze bestätigt (Tepco), Reaktorkern mit 548 Brennelementen beschädigt, Schäden an den 514 Brennelemente im Abklingbecken vermutet (Wasser wird eingespeist) keine Brennelemente im Reaktorkern, die meisten der 1331 Brennelementen im Abklingbecken sind vermutlich nicht beschädigt (Wasser wird eingespeist)
Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes. Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser Radioaktiv belastetes Wasser im Untergeschoss und unterirdischen Tunneln des Gebäudes, Abpumpen läuft. Eine Aufbereitungsanlage, die nach dem Tsunami installiert wurde, dekontaminiert das Wasser
Kunststoffzelt über dem Reaktorblock zur Abschirmung austretender Strahlung fertiggestellt kein Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung geplant Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung in Planung Kunststoffzelt zur Abschirmung austretender Strahlung in Planung
BLOCK 1 BLOCK 2 BLOCK 3 BLOCK 4

Quellen (u.a.): GRS, JAIF, Stand: März 2012
Blöcke 5 und 6
BLOCK 5 BLOCK 6
Abgeschaltet vor Beben Abgeschaltet vor Beben
Gebäude intakt, Sicherheitsbehälter intakt Gebäude intakt, Sicherheitsbehälter intakt
548 Brennelemente im Reaktorkern unbeschädigt, 946 Brennelemente im Abklingbecken intakt, Kühlung wieder intakt 764 Brennelemente im Reaktorkern unbeschädigt, 876 Brennelemente im Abklingbecken intakt, Kühlung wieder intakt
Lüftungsloch im Dach soll Wasserstoffexplosion vorbeugen, Elektrizität wieder vorhanden Lüftungsloch im Dach soll Wasserstoffexplosion vorbeugen, Elektrizität wieder vorhanden
Keine Informationen über austretende Radioaktivität Keine Informationen über austretende Radioaktivität
 
AKW-Übersicht

© ZEIT ONLINE

Die sechs Reaktoren von Fukushima-Daiichi liegen direkt an der Küste im Osten Japans. Ihr Zustand kann auf noch unabsehbare Zeit kritisch bleiben. Die japanische Regierung schätzt, dass eine sichere Demontage der Anlage mindestens 40 Jahre dauern werde. Im Dezember verkündete sie die Kaltabschaltung des Kraftwerks, allerdings ist umstritten, wie sicher die Lage dort wirklich ist.

Evakuierungszone

© ZEIT ONLINE

Ende September wurde die Sperrzone auf Gebiete in einem Umkreis von 20 Kilometern reduziert. Einige Städte außerhalb dieses Bereichs, wie etwa Iitate, die sehr stark durch radioaktiven Fallout belastet worden sind, bleiben jedoch vorerst gesperrt. 

Rund 1200 Quadratkilometer im Umkreis des Katastrophen-Kraftwerks könnten längerfristig gesperrt bleiben und es bleibt ungewiss, ob die rund 70.000 betroffenen Menschen in absehbarer Zeit ihre Häuser wieder beziehen dürfen. Allein den Anwohnern stehen wohl Schadenersatzforderungen in mehrstelliger Milliardenhöhe zu. Ebenso den bislang rund 700 Kraftwerksmitarbeitern, Soldaten und Feuerwehrleuten, die bei der Bekämpfung drohender Kernschmelzen in den zurückliegenden drei Wochen zum Teil hohe Strahlendosen abbekommen haben.

Hohe Ausfälle verzeichnen auch die Bauern. Der Gouverneur der Präfektur Fukushima sah sich gezwungen, die gesamte Frühjahrsernte von Obst, Gemüse und Getreide aus der Region wegen der Strahlenbelastung zu vernichten. Und auch die Fischer von Fukushima sind betroffen. Vier weitere Präfekturen droht Ähnliches. Die Regierung werde dafür sorgen, dass Tepco die Verantwortung trage, versprach Regierungssprecher Edano. 

Leserkommentare
  1. Ein paar Fragen:

    - Wieviel zahlen die Versicherungen?

    - Wieviel kann man den Aktionären zumuten, die ja in den jahren zuvor dicke Gewinne eingefahren haben?

    - Was spricht dagegen, Tepco in die Insovenz gehen zu lassen und die Infrastruktur aus der Insovenzmasse zu verstaatlichen? Damit verlieren zwar die Gläubiger viel geld, aber naja...shit happens...

    Dann könnte man den günstig verstaatlichten Konzern mit der ganzen Infrastruktur und den Mitarbeitern weiterführen und von der Börse nehmen. Unternehmen, die eine solche Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung haben, gehören sowieso nicht an die Börse.

    Dann hätte man auch die Möglichkeit, den Konzern nach und nach umzubauen weg von der Atomkraft, die einfach viel zu gefährlich ist für die Region Japan.

    Fragt sich nur, ob die Regierung Japan überhaupt das Geld hat um dieses Projekt zu stemmen...

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    • mik28
    • 01. April 2011 17:55 Uhr

    "Damit verlieren zwar die Gläubiger viel Geld, aber naja...shit happens..."

    "Unternehmen, die eine solche Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung haben, gehören sowieso nicht an die Börse."

    Völlig richtig! ...Im anderen Kontext würde man das allerdings als Kommunismus bezeichnen.

    • Hokan
    • 01. April 2011 12:53 Uhr

    Neben der Finanzkrise ein weiteres Beispiel, welch desaströse Folgen das Auseinanderklaffen von Kapitalmacht und Verantwortung bzw. Verantwortbarkeit weltweit hat. Die Diskussion um das kapitalistische Restrisiko bekommt neue Nahrung. Und der Ruf nach Abschalten wird mehr und mehr auch die Finanzenergiezentralen meinen.

  2. Durch das Atomgesetz ist in Deutschland die Haftung pro AWK-Block auf maximal 2,5 Milliarden Euro begrenzt.
    Laut dem Manager-Magazin wird in Japan ein 500 Milliarden Euro Schaden erwartet.

    Also wäre dies nach deutscher Gesetzeslage 2,5 Milliarden Euro für den Energieversorger und 492,5 Milliarden Euro für den Staat - und damit für den Steuerzahler.

    Wäre es hier nicht angebracht, dass der Gesetzgeber die Betreiber von Industrieanlagen und Kraftwerken dazu verpflichtet diesen Schaden selbst zu versichern?

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    Das verschiebt das Problem doch nur.

    Erstens gibt es vermutlich niemanden, der so etwas versichert.

    Und wenn doch, dann geht der Versicherungsgeber im Falle eines Falles eben pleite - und wer zahlt dann? Genau: wir!

    ich weiss zwar nicht, woher sie den schwachsinn mit 500 milliarden herhaben...
    ich weiss zwar nicht nicht wie hoch der schaden für den tsunami geschätzt wird, aber die chancen, dass dieser wesentlich mehr kosten wird als fukushima, sind sehr hoch...

    • R.B.
    • 01. April 2011 13:55 Uhr

    Auf den ersten Blick nahe liegend. Zu versichern wären also per anno angenommene 500 Mrd. eines Schadensereignisses.

    Das entspricht ca 20 % der gesamten Wirtschaftsleistung von D, dem BIP von ca 2500 Mrd € und das jedes Jahr und das über Jahrzehnte, bei einem exorbitant hohen Strompreis, den der Bürger und die Industrie bezahlen müsste.

    Ja, es ist - paradoxerweise - volkswirtschaftlich günstiger, erst beim Schadenseintritt die Kosten als Gemeinschaftkosten aus Steuermitteln zu übernehmen.

    Es zeigt aber auch auf, dass die Kernenergie weitaus teurer ist, als bisher dargestellt und dass wir dieses tödliche und finanztechnische Roulettspiel so schnell wie möglich beenden müssen.

    ... 5 Mrd. für sich abgezwackt, oder sind das Erfolgsboni für das Management und seine Freunde?

    500 Mrd. mag erstmal viel klingen, aber es handelt sich dabei nur um die initialen Kosten. Der Problemkomplex rund um das Fukushima-Versagen lässt sich mit etwas Geld nicht dauerhaft entschärfen. Ich schreibe "Versagen", denn sowohl Tepco, als auch die japanische Politik, haben die Katastrophe erst ermöglicht.

    Ich meine deshalb, dass die langfristigen Schäden für die japanische Volkswirtschaft, auch durch soziokulturelle Einflüsse, deutlich höher sind.

    Jedenfalls wird das der Fall sein, wenn die Japaner keinen sauberen Schlusstrich untere einige technische und moralische Fehlentwicklungen ziehen. Daraus könnte die Chance entstehen, etwas Neues, Dauerhafteres entstehen zu lassen.

    Dass das Land das Potential dazu hat, zeigt sich etwa am Abwenden von damals moderner Waffentechnologie nach der Schlacht von Sekigahara, der Reaktion auf die durch die USA erzwungene Wiederöffnung im späten Edo und dem Aufstieg als Wirtschaftsmacht nach dem 2. Weltkrieg.

    Kai Hamann

  3. Das verschiebt das Problem doch nur.

    Erstens gibt es vermutlich niemanden, der so etwas versichert.

    Und wenn doch, dann geht der Versicherungsgeber im Falle eines Falles eben pleite - und wer zahlt dann? Genau: wir!

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    Wenn solche Betreiber schon nicht versichert werden können, dann müssen die Aktionäre und Eigentümer aber zu 100% in Verantwortung genommen werden. Hier handelt es sich eindeutig um ein Risikoinvestment, da muss man schon damit rechnen alles zu verlieren...

    1. AKW-Betreiber müssen ein Gau komplett versichern, können sie keine Versicherung vorweisen, wird die Betriebsgenehmigung entzogen. Fertig.

    2. Die Versicherungskosten werden komplett auf den Strompreis umgelegt (damit auch der letzte Idiot kapiert, wie teuer Strom aus AKWs letzten Endes ist).

    3. Die AKW-Betreiber müssen die zu erwartenden Entsorgungskosten ihrer Brennstäbe und der verstrahlten Bauteile (welche ein Paar tausend Jahre sicher gelagert werden müssen) im Voraus.

    Spätestens an diesem Punkt dürfte jedem klar sein, wie sehr wir von dem Politbonzen, der Atomlobby und anderen AKW-Befürwortern über all die Jahre vom billigen Atomstrom belogen wurden.

    Es gibt keine Alternative zum Abschalten. Wir sollten lieber anfangen darüber zu reden, wie wir den Ausstieg vernünftig gestalten.

    • KHans
    • 01. April 2011 13:12 Uhr

    Erneut haben wir etwas, das sich als zu bedeutend herausstellt, um aus dem Scheitern die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der PREIS für unser auf Äußerlichkeiten und kurzfristige Erfolge ausgerichtetes Denken wird höher und höher.

    Die Folgen und Kosten der Nutzung von nicht beherrschbaren Technologien trägt genauso die Allgemeinheit, wie das bei der Finanz-Industrie der Fall ist, deren System ebenfalls nicht beherrscht wird. Sollen wir uns an SUPER-GAUs ausgelöst durch hybride Egomanen gewöhnen?

    Wir brauchen eine andere Bildungs- Arbeits- und Erfolgsausrichtung. Via wissenschaftlich gesichertem Machbarkeitsglauben beten wir das goldene Kalb an, definieren uns hoffnungslos als Triebwesen, statt wir unsere Freiheit als Verantwortung interpretieren.

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    • Digne
    • 02. April 2011 22:46 Uhr

    Selten so Richtiges klar und ruhig zusammengefasst gelesen, danke.

  4. Wenn solche Betreiber schon nicht versichert werden können, dann müssen die Aktionäre und Eigentümer aber zu 100% in Verantwortung genommen werden. Hier handelt es sich eindeutig um ein Risikoinvestment, da muss man schon damit rechnen alles zu verlieren...

    Antwort auf "Selbst versichern"
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    • Karl7
    • 01. April 2011 13:39 Uhr

    Da es sich um Aktionäre handelt und der Kurs der Aktien um 80% eingebrochen ist, denke ich ist ihre Forderung schon erfüllt.

  5. In Deutschland ist das vermutlich auch so. Biblis macht am Tag 700.000 Euro Gewinn, im Notfall kann die Verluste der "systemrelevanten" Energieanbieter natürlich der Steuerzahler übernehmen. Ebenso wie die jahrtausendelange Einlagerung des Restmülls.
    Hauptsache, die Dividende an die Aktionäre wird pünktlich bezahlt...

  6. Man kann lange hin und her rechnen, aber der Betrieb und erst recht die Schäde der Hinterlassenschaften sind nicht versicherbar. Denn damit eine Versicherung nicht nur die Prämien einzieht sondern auch Leistet, müsste sie eine Sicherheit stellen. Die dürfte ziemlich happig sein, also wird es keine Versicherung geben die das kann.

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    • Hokan
    • 01. April 2011 14:05 Uhr

    Wenn Risiken und Folgen menschlichen Handelns ähnlich unversicherbar - sprich: finanztechnisch unverantwortbar sind wie die Risiken und Folgen verheerende Naturkatastrophen, wieso dann diese rechnerische Grenzlinie nicht als unzureichende doch äußerst hilfreiche Grenzlinie menschlichen Handelns nehmen. Projekte jenseits dieser Linie könnten und sollten geächtet werden.

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