Die Tokyo Electric Power Company (Tepco) steht seit dem Reaktorunfall in Fukushima in der Kritik. Nun tritt der Präsident des Betreibers des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übernehme der 66-jährige Konzernchef Masataka Shimizu Verantwortung für die folgenschwere Pannenserie, schrieb die japanische Tageszeitung Yomiuri. Neuer Tepco-Chef solle der derzeitige Geschäftsführende Direktor Toshio Nishizawa werden.

Tepco teilte weiter mit, wegen des Unglücks einen Rekordverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von umgerechnet 10,69 Milliarden Euro (1,25 Billionen Yen) verzeichnet zu haben. Das ist der höchste Verlust eines japanischen Unternehmens außerhalb der Finanzbranche, der je verbucht wurde, schrieb Wirtschaftszeitung Nikkei. Bei den Verlusten seien auch die Kosten für die Stilllegung von vier Reaktoren von Fukushima sowie für die Reparatur von Wärmekraftwerken eingerechnet, deren Inbetriebnahme einen Engpass bei der Stromversorgung verhindern soll. Tepco werde auch einen Restrukturierungsplan vorlegen.

Tepco ist von dem Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami am 11. März schwer betroffen. Die Regierung hatte daher vergangene Woche zugesichert, das Unternehmen finanziell zu unterstützen. Ziel sei es, dass das Unternehmen nicht unter der Last der Milliardenentschädigungen für die Opfer zusammenbreche.