Finanzkrise Von Lehman nichts gelernt
200 Milliarden oder vielleicht sogar 400 Milliarden Euro? Europas Banken haben die Verluste aus der Finanzkrise noch längst nicht bereinigt und brauchen neues Kapital.
In der Euro-Krise geraten die europäischen Banken zunehmend in den Fokus. Besitzen sie genug Eigenkapital, oder sind die eingegangenen Risiken zu groß, um die Folgen – im schlimmsten Fall eine Staatspleite – alleine zu schultern? "Der Zustand des europäischen Bankensystems ist fragil", sagt Dorothea Schäfer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Deutschland stehe dabei nicht viel besser da als andere Länder. "Die Probleme, die seit der Lehman-Pleite vor drei Jahren diskutiert werden, sind noch immer ungelöst."
Ein Problem sind die zu großen Hebel, mit den die Banken am Markt agieren. Will heißen: Die Institute versuchen, mit wenig eigenem Geld möglichst große Summe zu bewegen. "Das Verhältnis von hartem Eigenkapital zur Gesamtbilanzsumme, ist mit drei Prozent viel zu niedrig", sagt Schäfer.
Ein weiteres Problem sind die Fehlanreize, die durch die implizite staatliche Absicherung entstehen. "Die Konzentration im Bankensektor nimmt zu, die großen Institute werden immer größer", sagt Schäfer. Die Großbanken können sich sicher sein: Im Zweifelsfall wird sie der Staat schon retten, um die Folgen für das gesamte System in Grenzen zu halten.
War Lehman pleite?
Auch Lehman Brothers ging im September 2008 pleite, weil die Bank, um möglichst hohe Gewinne zu erzielen, mit viel zu wenig Eigenkapital operiert hatte. Der Vergleich mit Lehman zeigt aber noch etwas anderes: Ob eine Bank pleite ist oder nicht, ist keineswegs immer klar. "Was bedeutet solvent?", fragte JP Morgans Chef Jamie Dimon, als er vor dem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses gefragt wurde, ob Lehman solvent gewesen sei. "Die Antwort ist, ich weiß es nicht. Ich kann die Frage immer noch nicht beantworten."
JP Morgans Risikomanager Barry Zubrow sagte aus: "Von einem rein buchhalterischen Standpunkt aus war Lehman solvent", obwohl es offensichtlich gewesen sei, dass die Bank mit einem großen Hebel und auf einer kurzfristigen Finanzierungsbasis gearbeitet hätte. Lehman-Chef Richard Fuld war auch später noch davon überzeugt, sein Institut sei nicht pleite gewesen, schließlich habe es ja 28 Milliarden Dollar an Eigenkapital besessen. Doch wie ein Mitarbeiter der US-Notenbank schon im Juli 2008, zwei Monate vor der Lehman-Pleite, in einer E-Mail an Kollegen geschrieben hatte: "In der Bilanz ausgewiesenes Kapital bedeutet nicht viel, wenn es zu einem Sturm auf die Bank kommt."
Was bedeutet die Lehman-Erfahrung für Europas Banken? Dass sich auch die, die den im Juli veranstalteten Stresstest bestanden haben (durchgefallen waren nur einige kleinere Institute), nicht in Sicherheit wiegen können – zumal das Ereignis einer Staatspleite darin gar nicht vorkam. So wie Lehman im September 2008 Hypothekenkredite und Immobilien zu Kursen bilanzierte, die am Markt längst nicht mehr zu erzielen waren, rechnen Europas Banken bis heute nicht mit Verlusten durch die Staatsschuldenkrise.
- Datum 28.09.2011 - 16:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Was fällt, soll man fallen lassen!
Der Markt wird es schon richten. Die staatlichen Gelder sind Steuern, die zweckentfremdet werden!!!
Nach Aussage von BK Merkel hängt der Frieden Europas mit der Stabilität des Euros zusammen. Allso zahlen wir jetzt Schutzgeld an die Banken, damit der Euro/Europa nicht ein drittes mal zum Kriegsschauplatz werden ! Das ist so, wenn die Macht in falsche Händen gerät durch die käuflichkeit weniger gewählter Volksvertreter, die sogar GG und Verfassung dafür aufweichen.
Nach Aussage von BK Merkel hängt der Frieden Europas mit der Stabilität des Euros zusammen. Allso zahlen wir jetzt Schutzgeld an die Banken, damit der Euro/Europa nicht ein drittes mal zum Kriegsschauplatz werden ! Das ist so, wenn die Macht in falsche Händen gerät durch die käuflichkeit weniger gewählter Volksvertreter, die sogar GG und Verfassung dafür aufweichen.
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Wenn das stimmt...dann Gute Nacht!
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Argumenten. Danke, die Redaktion/mk
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Argumenten. Danke, die Redaktion/mk
Dieser Artikel könnte von 2009 stammen.
Schade dass man in den letzten 6 Monaten keinen einzigen Artikel dieser Güteklasse lesen konnte.
Es wurde stattdessen permanent mit Schuldzuweisungen umher geschmissen, die böse FDP, der Kapitalismus, die Finanzmärkte, die Sozialdemokratie usw.
Aber dass man der Wirkung auf den Grund geht, also dir Ursache findet, dass ist den ZEIT Online Redakteuren wahrlich nicht in den Sinn gekommen.
Lieber übte man sich in einseitig argumentativ unterlegten hetzerischen und populistischen Texten, mit verheerender Wirkung.
Der Leser wurde immer mehr verunsichert und verärgert, sodass ZEIT viele Abonnements verloren hat.
Haben Politiker oder Banker in irgendeiner Weise irgendwie dazugelernt?Wohl eher nicht.Mit klugen Reden wird versucht,die katastrophalen Folgen der unmoralischen Handlungen der freien Märkte unter den Teppich zu kehren.
Und unsere Medien?
Die ereifern sich auch nur solange kritisch,wie wirkliche Problematiken nicht zur Sprache kommen.Ansonsten herrscht in unserer Medienlandschaft tiefstes Schweigen.
Bis heute konnte ich nirgendwo in der deutschen Medienlandschaft erfahren,dass seit dem 17.September täglich auf der Wall Street Proteste stattfinden.Um darüber mehr zu erfahren brauche ich natürlich -Wikileaks und seine Ableger-.
Bei wikileaks-central,was ich nur empfehlen kann,ist nachzulesen und in Videos zu erfahren,dass auch in den USA die Menschen gegen die Gier der Banker auf die Strasse gehen.Oder soll ich besser sagen,dass in der USA Menschen gegen die Banker auf die Strasse gehen,während im alten Europa die Menschen immer noch nicht aufgewacht sind.
Haben Politiker oder Banker in irgendeiner Weise irgendwie dazugelernt?Wohl eher nicht.Mit klugen Reden wird versucht,die katastrophalen Folgen der unmoralischen Handlungen der freien Märkte unter den Teppich zu kehren.
Und unsere Medien?
Die ereifern sich auch nur solange kritisch,wie wirkliche Problematiken nicht zur Sprache kommen.Ansonsten herrscht in unserer Medienlandschaft tiefstes Schweigen.
Bis heute konnte ich nirgendwo in der deutschen Medienlandschaft erfahren,dass seit dem 17.September täglich auf der Wall Street Proteste stattfinden.Um darüber mehr zu erfahren brauche ich natürlich -Wikileaks und seine Ableger-.
Bei wikileaks-central,was ich nur empfehlen kann,ist nachzulesen und in Videos zu erfahren,dass auch in den USA die Menschen gegen die Gier der Banker auf die Strasse gehen.Oder soll ich besser sagen,dass in der USA Menschen gegen die Banker auf die Strasse gehen,während im alten Europa die Menschen immer noch nicht aufgewacht sind.
Europas Banken sitzen bekanntlich auf Hundeerten von Milliarden von nie abgeschriebenen Schrottanleihen der PIIGS. Ehe die Banken nicht rekapitalisiert werden, wie die USA dies sofort nach ihrer Krise taten, trauen sie sich jetzt nicht einmal mehr gegenseitig. Die Liquidität kam damit zum totalen Stillstand, und weltweite Fonds und Investoren (darunter Siemens und Lloyds of London) zogen ihre Milliarden ab.
Doch eine sofortige Rekapitalisierung aller betroffenen Banken durch den Staat ist im antikapitalistischen Europa natürlich politisch nicht akzeptabel. Daher erfand man die fiktiven "Rettungsaktionen" für die Bankschulden der PIIGS.
LOL
Banken in Berleconi Manier leicht gemacht. Die Bürger müssen mit Einschnitten bis zu 20 % rechnen, die Banken werden mit unter 1 % zur Verantwortung gezogen - wenn überhaupt.
Dieser Straßenräuber Politik muß endlich ein Ende gesetzt werden. Gerade in Deutschland hat eine Kanzlerin Merkel mit Schubladen Scheuble diese Politik am Parlament vorbei im Alleingang durchgeboxt. Mit Erpressung des Parlaments soll Morgen der "Rettungssumpf" durch den Bundestag gedroschen werden. Laut Merkel Alternativlos.
Mit der gleichen Unverschämtheit verspricht sie Papandreo noch am Sonntag "Uneingeschränkte Solidarität" und "Sie können sich der uneingeschränkten Hilfe Deutschlands sicher sein". Die "Dame" vom IWF erdreistet sich in ihrer Abschlußrede dazu "Wir reden nicht von der Eurorettung, es geht viel mehr um die Rettung der Banken".
Schubladen Scheuble fährt mit dem ruhigen Gewissen nach Hause das alle Beschlüsse nicht das Ende der Fahnenstange sind.
Frau Merkel, Herr Scheuble - Treten Sie freiwillig zurück damit der Weg für Neuwahlen frei wird. es bleibt die Frage der Verantwortung.
Das erfährt man aber nicht bei den Mainstreammedien. Schon gar nicht bei der Zeit.
Unser "ehrenwerter" Herr Schäuble wirds schon für die Banker richten.
http://www.radio-utopie.d...
Und was Goldman Sachs angeht...die haben jede Menge mit der Krise zu tun! Wobei wir eine Geldsystemkrise haben. Die nur zu gerne von der Zeit verschwiegen wird.
http://ichmachpolitik.at/...
Und hier erklärt Dirk Müller wie unser Geldsystem funktioniert und was ev. nach dem Zusammenbruch kommen kann. Auf alle Fälle werden die Sparguthaben von Omma und Opa halbiert werden.
http://www.zdf.de/ZDFmedi...
Die Europäischen Banken brauchen 400 Milliarden, um ihre Verluste bei Roulettspielen im Weltkasino auszugleichen? OK, wie wäre es, es mit ehrlicher anständiger Arbeit zu versuchen? Was das ist, wißt ihr Bankster nicht?
Als 2008, nach Lehmann und HRE, hierzulande die Reden von Rettungsgeldern in Dimensionen 100er Milliarden anfingen, war man anfangs vielleicht kurz baff, doch schnell hatte man sich daran gewöhnt. Es gab Aufklärungssendungen, die die Ursachen der Krise erklärten, viele Diskussionen und noch viel mehr (politische) Versprechungen. Und ganz gleich, welche Summen immer erneut auf den Tisch kamen, welche Vorgehensweisen der Bundesregierung (man erinnere sich an die Übernahme der Ackermann-Vorgaben) bekannt wurden, es gab in der breiten Bevölkerung keinen Aufschrei. Schließlich sorgten sich viele ums eigene Geld, den eigenen Arbeitsplatz... Die Regierung würde es schon richten, wirksame Beschlüsse auf internationaler Ebene gefasst, damit sich sowas nicht wiederholt, etc. - lieber glaubte man daran, als die Empörung über die Sozialisierung der Bankenverluste zutage zu fördern und vehemment die tatsächliche Umsetzung der Versprechen zu fordern.
Doch natürlich wurde - unter stetem Hinweis auf "allein geht's nicht" - so gut wie nichts umgesetzt, um den (un)verantwortlichen Finanzmarktakteuren endlich Zügel anzulegen.
Too big to fail? Casino? Sozialisierung der Verluste? ... alles weiterhin bestens da.
Und solange hierzulande - bzw. EU-weit - die Bürger auch weiterhin nicht aufschreien und nicht nachdrücklich Forderungen stellen, wird es auch so bleiben.
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