Nissan-Renault Die Elektroauto-Schnorrer
Keiner spekuliert so auf Subventionen für E-Autos wie der japanische Fahrzeugbauer Nissan und seine französische Mutter Renault. Die Strategie birgt Risiken.
© Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images

Eine Nissan-Angestellte lädt einen Leaf auf.
Wenn Carlos Ghosn über sein Elektroauto Leaf redet, dreht er voll auf. Die einzige Begrenzung für den Absatz des viertürigen Kleinwagens seien die Fabrikkapazitäten für die Batterien, behauptet der Chef des französischen Autokonzerns Renault gern.
Der Überschwang von Ghosn gilt dem ersten Großserien-Elektroauto aus der Renault-Nissan-Allianz, das in diesem Jahr in Europa schrittweise auf den Markt kommt. Das von Nissan entwickelte Fahrzeug wurde von Autojournalisten als erster Stromer zu Europas "Auto des Jahres 2011" gewählt. Bis 2016 wollen Nissan und Renault 1,5 Millionen Elektroautos verkaufen. Den Anfang macht der Leaf, dessen Name sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Wörter für "führend", "umweltfreundlich", "bezahlbar" und "Familienauto" zusammensetzt.
Mit rund 37.000 Euro kostet er mehr als doppelt so viel wie ein gleich großes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Zweifler, die auf die hohen Batteriekosten von 20.000 Euro und andere Mankos verweisen, fertigt Ghosn ab: "Die anderen haben kein Elektroauto, deswegen kommt die Kritik nicht überraschend."
Üppige Kaufhilfen
Dabei verschweigt der begnadete Verkäufer das riskante Geschäftsmodell, das ihn so zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Denn die Absatzprognosen beruhen in erster Linie auf staatlichen Kaufprämien und Steuernachlässen von bis zu 10.000 Euro pro Fahrzeug. Ghosns Kalkül: Wer als erster Hersteller mit dem Elektroauto in den Massenmarkt vorprescht, kann den Großteil der Subventionen abgreifen, bevor den Staaten die Fördergelder ausgehen. Der für umgerechnet vier Milliarden Euro entwickelte Leaf wird daher gezielt in den Ländern mit den höchsten Beihilfen vermarktet. Bei einem angestrebten Absatz von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr würden Renault und Nissan mehrere Milliarden Euro an Steuergeldern kassieren.
Wie das funktionieren soll, rechnet das frankojapanische Gespann gerade in ganzseitigen Anzeigen in Japans größter Tageszeitung Yomiuri Shimbun vor. Dort verspricht Nissan unter der Überschrift "Zero Emission" den Leaf-Kunden üppige staatliche Subventionen: 7.400 Euro für den Kauf, 1.800 Euro Ökonachlass und 140 Euro jährliche Steuerersparnis. Der Preis von 35.850 Euro für das Basismodell in Japan verringert sich dadurch um knapp ein Viertel auf etwa 26.500 Euro. Das ist zwar immer noch ein stolzer Betrag für ein Fahrzeug in diesem Segment. Aber der Leaf bleibt so deutlich unter dem Betrag von 30.000 Euro, der als Schwelle zum Premiummarkt gilt.
Die Taktik ging bisher auf. Bis Ende Juli fanden 11.582 Leaf einen Käufer, davon 5.000 in den USA und 6.000 in Japan, wobei Nissan noch immer die Bestellungen aus dem Vorjahr abarbeitet. 100 Kooperationen mit Staaten, Städten, Gemeinden und Organisationen vor allem in Japan und den USA kurbeln das Geschäft zusätzlich an, indem diese Partner die geförderten Elektroautos kaufen. Allein in den USA will Nissan in diesem Jahr 20.000 Fahrzeuge ausliefern. Dank einer direkten staatlichen Kaufhilfe von 7.500 Dollar können US-Kunden das Fahrzeug ab 25.280 Dollar erwerben.
Nachlesen können die Amerikaner alle Vergünstigungen im Internet, wo Nissan alle direkten und indirekten Beihilfen nach Bundesstaat und Stadt auflistet: vom Gratisparken an Flughäfen bis zum Extrakaufzuschuss von 5.000 Dollar, den es in Kalifornien gibt. Dort solle man sich auf die Warteliste setzen lassen, rät die Firma.
In den USA, wo Nissan den Leaf ab 2012 im Bundesstaat Tennessee auch produzieren will, profitierten die Japaner von öffentlichen Hilfen bereits, bevor sie ein einziges E-Auto verkauft hatten. So erhielt das Unternehmen für sein Elektroauto einen staatlichen Entwicklungskredit über 1,4 Milliarden Dollar. Diese öffentlichen Hilfen begrenzen das unternehmerische Risiko der teuren Batterien enorm.
- Datum 21.09.2011 - 12:09 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle WirtschaftsWoche
- Kommentare 17
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Um eine Entwicklung anzustoßen, die ohne die Subventionen nicht zustande käme!
Was nicht heisst, dass eine solche Entwicklung, wenn sie denn einmal angestoßen wurde, nicht auch von alleine weiter laufen kann.
Renault-Nissan, weil sie sich auf das Wagnis e-Auto einlassen, als gierigen Abgreifer von Subventionen (Schnorrer) darzustellen, wird der Sache jedenfalls nicht gerecht.
"Mutig" wäre schon eher das Wort, was ich für diese Strategie verwenden würde, wobei ich sehr skeptisch bin, ob e-Autos tatsächlich die Zukunft der Mobilität sein werden.
Ich halte die Strategie von Nissan-Renault für einen Geniestreich. Was tun die denn? Sie bündeln die vorhandenen Vorteile zu einem funktionierenden Marketing-Paket.
Und was tur die Konkurrenz, der Möchtegern-Weltmarktführer aus Wolfsburg? Absichtserklärungen, Studien, Vorstellung von 1-Liter-Ulkautos die nie gebaut werden.
Mir ist nicht wohl dabei bei den E. Autos und das noch mit Subventionen und das soll umweltfreundlich sein?
Na ja, wie so oft die Reichen können es sich leisten und schwafeln von unserer zu schützenden Umwelt und vergessen dabei E. Autos insgesamt fressen mehr Energie als die Verbrennungsmotoren.
E-Autos sind doch nicht nur für "die Reichen". Jede neue Technik ist am Anfang teuer. Wenn diese sich dann etabliert hat, werden diese Produkte dann für alle erschwinglich.
Wer hatte denn früher einen Fernseher? Oder ein Auto? Oder die ersten Computer?
Zum wiederholten mal wird hier zum Thema E-Auto behauptet, das Verbrennungsmotoren angeblich effektiver seien...ohne jeden Beleg.
Hier der Beleg, das der E-Antrieb effektiver ist und den Käufern weitere ehebliche Kostenvorteile bringt z.B. in Sachen Wartung etc..
http://frontal21.zdf.de/Z...
Den Vorwurf des schnorrens von Subventionen im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Antriebstechnik ist schon ein starkes Stück und könnte auch aus der Feder der deutschen Autoindustrie stammen, die in Sachen E-Auto bis jetzt nichts annährend konkurenzfähiges und bezahlbares auf dem Markt haben.
1. E Autos sind im Betrieb pro 100 KM eindeutig effektiver, einen Tankfüllung kostet also weniger.
2. Sie sind wesentlich wartungsärmer kein Ölwechsel, keine Zünd- oder Glühkerzen, kein undichte Zylinderkopfdichtung etc...
3. Sie sind umweltfreundlicher, deutlich weniger Lärm, Stickoxide, Feinstaub etc.. und wenn die Energiewende erst mal geschafft ist, ist die Bilanz ideal.
4. Auch der Strombedarf ist ohne Probleme zu decken, wenn eine große E-Auto flotte erst mal fährt (Unterlink oben).
ES gibt offensichtlich mächtige Gegner des E-Autos darunter die deutsche Autouindustrie, die wenn überhaupt weiter auf exotische Fahrzeuge wie den Ampera oder Smart setzt, statt auf vollwertige, bezahlbare Autos wie Nissan/Renault.
Den Autozulieferern/Werkstätten kann das E-Auto vgl. oben auch nicht gefallen...deshalb gezielte Desinformation.
Diese Form von Subventionen gibt es inzwischen auch für PKW mit (konventionellem) Verbrennungsmotor, dort nennt sich dies "Bioethanol". Dazu wird zuerst Mais angebaut (inklusive des Einsatzes von Pestiziden) und aus diesem wird dann Ethanol hergestellt. Das ganze Verfahren ähnelt mehr der Herstellung von Spirituosen und kann eigentlich nur dank reichlichster Subventionen wirtschaftlich sein.
Gerade jetzt rund um die IAA kommen in den Medien die Unterschiedlichsten Experten zum Thema Elektromobilität zu Wort. Was dabei gerne ausgeblendet wird ist, alle getätigten Äußerungen zur Rentabilität von Elektrisch betriebenen PKW beziehen sich auf das heutige Preisniveau von Erdöl und Benzin / Diesel - wie lange dies so bleibt, das ist die entscheidende Frage.
In der Tat die heute für elektrische Fahrzeuge benutzten Lithiumakkus sind relativ teuer. Der Punkt ist, diese werden bislang nur in relativ kleinen Stückzahlen gefertigt. Wenn man 100.000 oder 1 Million davon produziert, sinkt auch der Preis. An der Verfügbarkeit vom Lithium sollte es nicht scheitern, dies ist auf unserem Planeten gar nicht mal so selten.
E-Autos sind doch nicht nur für "die Reichen". Jede neue Technik ist am Anfang teuer. Wenn diese sich dann etabliert hat, werden diese Produkte dann für alle erschwinglich.
Wer hatte denn früher einen Fernseher? Oder ein Auto? Oder die ersten Computer?
Zum wiederholten mal wird hier zum Thema E-Auto behauptet, das Verbrennungsmotoren angeblich effektiver seien...ohne jeden Beleg.
Hier der Beleg, das der E-Antrieb effektiver ist und den Käufern weitere ehebliche Kostenvorteile bringt z.B. in Sachen Wartung etc..
http://frontal21.zdf.de/Z...
Den Vorwurf des schnorrens von Subventionen im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Antriebstechnik ist schon ein starkes Stück und könnte auch aus der Feder der deutschen Autoindustrie stammen, die in Sachen E-Auto bis jetzt nichts annährend konkurenzfähiges und bezahlbares auf dem Markt haben.
1. E Autos sind im Betrieb pro 100 KM eindeutig effektiver, einen Tankfüllung kostet also weniger.
2. Sie sind wesentlich wartungsärmer kein Ölwechsel, keine Zünd- oder Glühkerzen, kein undichte Zylinderkopfdichtung etc...
3. Sie sind umweltfreundlicher, deutlich weniger Lärm, Stickoxide, Feinstaub etc.. und wenn die Energiewende erst mal geschafft ist, ist die Bilanz ideal.
4. Auch der Strombedarf ist ohne Probleme zu decken, wenn eine große E-Auto flotte erst mal fährt (Unterlink oben).
ES gibt offensichtlich mächtige Gegner des E-Autos darunter die deutsche Autouindustrie, die wenn überhaupt weiter auf exotische Fahrzeuge wie den Ampera oder Smart setzt, statt auf vollwertige, bezahlbare Autos wie Nissan/Renault.
Den Autozulieferern/Werkstätten kann das E-Auto vgl. oben auch nicht gefallen...deshalb gezielte Desinformation.
Diese Form von Subventionen gibt es inzwischen auch für PKW mit (konventionellem) Verbrennungsmotor, dort nennt sich dies "Bioethanol". Dazu wird zuerst Mais angebaut (inklusive des Einsatzes von Pestiziden) und aus diesem wird dann Ethanol hergestellt. Das ganze Verfahren ähnelt mehr der Herstellung von Spirituosen und kann eigentlich nur dank reichlichster Subventionen wirtschaftlich sein.
Gerade jetzt rund um die IAA kommen in den Medien die Unterschiedlichsten Experten zum Thema Elektromobilität zu Wort. Was dabei gerne ausgeblendet wird ist, alle getätigten Äußerungen zur Rentabilität von Elektrisch betriebenen PKW beziehen sich auf das heutige Preisniveau von Erdöl und Benzin / Diesel - wie lange dies so bleibt, das ist die entscheidende Frage.
In der Tat die heute für elektrische Fahrzeuge benutzten Lithiumakkus sind relativ teuer. Der Punkt ist, diese werden bislang nur in relativ kleinen Stückzahlen gefertigt. Wenn man 100.000 oder 1 Million davon produziert, sinkt auch der Preis. An der Verfügbarkeit vom Lithium sollte es nicht scheitern, dies ist auf unserem Planeten gar nicht mal so selten.
Ich finde es vollkommen unangebracht Nissan und Renault hier als Schnorrer darzustellen. Ist das eine PR-Kampagne der deutschen Autobauer?
Durch die staatlichen Subventionen in diesen Ländern werden wenigstens E-Autos auf die Straße gebracht, nicht so wie in Deutschland.
In Deutschland verschenkt Mutti-Merkel Millionen Steuergelder an die armen deutschen Autobauer. Diese erwirtschaften Überschüsse in Höhe von mehreren Milliarden, aber brauchen unbedingt Unterstützung vom Staat.
Von den Steuergeldern werden dann utopische Elektrosupersportwagen entwickelt, die niemals auf den Markt kommen, sondern auf Automessen nur für Hochglanzfotos und ein grünes Image sorgen sollen.
E-Autos sind doch nicht nur für "die Reichen". Jede neue Technik ist am Anfang teuer. Wenn diese sich dann etabliert hat, werden diese Produkte dann für alle erschwinglich.
Wer hatte denn früher einen Fernseher? Oder ein Auto? Oder die ersten Computer?
Renault als Schnorrer. Nein.
Das Angebot unter www.Renault-Ze.com ist überzeugend. Auch wenn es kein vollständiges Auto ist, der Renault Twizy ist schon ab 7500 Euro (plus 50E/Mon für die Batterie) mit max 80km/h und 100km Reichweite zu haben. Sehr interessant ist hierzu das Video über das Elekroauto in Californien. http://vimeo.com/12505220 GE hatte mit dem EV1 ca 1998 ein gute vollelektrisches Fahrzeug im Angebot. Auch andere Hersteller waren nachgezogen. Mit Versprechungen der Autoindustrie dass bald Wasserstoffahrzeuge kommen würden wurden die verleasten Fahrzeuge alle eingezogen und verschrottet. Charles Ghosn als Renault und Nissan CEO scheint als einziger begriffen zu haben (wie auch schon beim Dacia). Autos welche sich die Menschen leisten können (auch die anderen Fahrzeuge unter Renault Zero Emission sind nicht allzu teuer). Speziell für den der rechnen kann (geringe Betriebskosten). Wahrscheinlich kommen die Deutschen Hersteller in ein paar Jahren und Jammern. Dann gibt es zusätzlich zu der aktuellen Milliarde Euro weiteres Geld. Sinnvoller wäre es die Zulieferstrukturen jetzt umzubauen und Wissen bei den Mitarbeitern anzuhäufen. Was spricht gegen ein gering subventioniertes Solarpaket (E-Fahrzeug und Photovoltaik Anlage mit genügend Kapazität so dass aller Strom über Photovoltaik erzeiugt wird; die Batterie kann an der Steckdose zu Hause oder bei der Arbeit als Puffer dienen).
abarbeitet...
Ich bin immer wieder fassungslos mit welcher Naivität die deutschen Hersteller, mangels eigener ausgereifter Entwicklungen glauben, durch Ihrer Lobbyisten in der schreibenden Zunft die größte Herausforderung in der Geschichte der Automobilindustrie mehr oder weniger als unausgereifte, teure Randgruppenerscheinung darstellen zu können.
Das momentan größte Problem an den zur Serienreife entwickelten Elektroautos ist weder der Preis, noch die Reichweite, oder der technische Entwicklungsstand sondern ausschließlich die Verfügbarkeit. Für jedes der beschriebenen Fahrzeuge gibt es eine, für den auf Mobilität angewiesenen Kunden fast inakzeptabele Warteliste.
Alles was momentan gebaut werden kann ist schon lange verkauft.
Aber leider gibt es für deutsche Fahrzeuge dieser Kategorie noch nicht einmal eine Warteliste!
Zum wiederholten mal wird hier zum Thema E-Auto behauptet, das Verbrennungsmotoren angeblich effektiver seien...ohne jeden Beleg.
Hier der Beleg, das der E-Antrieb effektiver ist und den Käufern weitere ehebliche Kostenvorteile bringt z.B. in Sachen Wartung etc..
http://frontal21.zdf.de/Z...
Den Vorwurf des schnorrens von Subventionen im Zusammenhang mit der Einführung einer neuen Antriebstechnik ist schon ein starkes Stück und könnte auch aus der Feder der deutschen Autoindustrie stammen, die in Sachen E-Auto bis jetzt nichts annährend konkurenzfähiges und bezahlbares auf dem Markt haben.
1. E Autos sind im Betrieb pro 100 KM eindeutig effektiver, einen Tankfüllung kostet also weniger.
2. Sie sind wesentlich wartungsärmer kein Ölwechsel, keine Zünd- oder Glühkerzen, kein undichte Zylinderkopfdichtung etc...
3. Sie sind umweltfreundlicher, deutlich weniger Lärm, Stickoxide, Feinstaub etc.. und wenn die Energiewende erst mal geschafft ist, ist die Bilanz ideal.
4. Auch der Strombedarf ist ohne Probleme zu decken, wenn eine große E-Auto flotte erst mal fährt (Unterlink oben).
ES gibt offensichtlich mächtige Gegner des E-Autos darunter die deutsche Autouindustrie, die wenn überhaupt weiter auf exotische Fahrzeuge wie den Ampera oder Smart setzt, statt auf vollwertige, bezahlbare Autos wie Nissan/Renault.
Den Autozulieferern/Werkstätten kann das E-Auto vgl. oben auch nicht gefallen...deshalb gezielte Desinformation.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren