Sparkurs Air Berlin stoppt Vergünstigungen für Prominente
Mehr als 100 Markenbotschafter nahm Air Berlin bislang zu ganz besonders günstigen Konditionen mit. Jetzt stellt die angeschlagene Fluggesellschaft das Programm ein.
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Medienbericht bestätigt, wonach sie ihr Vergünstigungsprogramm für Prominente einstellen will. Die Entscheidung dafür sei vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des Unternehmens gefasst worden, sagte Air-Berlin-Sprecher Uwe Berlinghoff und bestätigte damit einen Bericht der Bild am Sonntag.
Die Zeitung hatte berichtet, dass mit der "Counter Card Premium Plus" mehr als 100 ausgewählte Personen aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Unterhaltung und deren Familien jederzeit kostenlos mit der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft reisen durften. Unternehmenssprecher Berlinghoff sprach statt von Gratisflügen von "günstigen Konditionen", die den sogenannten Markenbotschaftern gewährt worden seien. "Aus Sicht von Air Berlin unterstützen diese Beziehungen eine erfolgreiche Positionierung" des Unternehmens, betonte er in einer Mitteilung.
Laut Bild am Sonntag soll nun die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG klären, ob durch das Vergünstigungsprogramm die Fluggesellschaft und ihre Aktionäre geschädigt worden seien. Dies wollte Berlinghoff auf Anfrage nicht kommentieren.
Seit dem 1. September ist Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn Nachfolger des langjährigen Firmenchefs Joachim Hunold, der sein Amt niedergelegt hatte. Air Berlin steuert das vierte Jahr in Folge einen Verlust an. Das Unternehmen hatte jüngst den Sparkurs verschärft und dafür eine Verkleinerung der Flotte und Streckenstreichungen angekündigt. Ziel ist es, das Betriebsergebnis (Ebit) um 200 Millionen Euro zu verbessern.
- Datum 02.10.2011 - 17:05 Uhr
- Quelle dpa, AFP
- Kommentare 32
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Dann fahr ich halt wieder mit dem bus!
Was bitte sind Markenbotschafter?
Es bewahrheitet sich doch immer wieder: In bestimmten Kreisen wird sich gegenseitig etwas zugeschoben und wo eh schon Geld ist, kommt immer mehr dazu.
Und ich würde darauf wetten, dass Air Berlin diese Vergünstigungen auch noch als "Werbungskosten" gegenüber dem Finanzamt angesetzt hat...
..... eine Idee, die der Gerechtigkeit Rechnung trägt - gut so.
Und sollten Leute nur deshalb mit mir zu tun haben möchten, weil sie etwas umsonst bekommen, sind das bestimmt nicht meine besten Freunde.
Die Gratisflüge der sogenannten Promis ( "Leistungsträger der Gesellschaft" , darf ich mir da Grössen wie z.B. Dirk Bach etc vorstellen ?? ) haben wir Otto Normalverbraucher bisher mitbezahlt !!
Air Berlin ist für mich abgestürzt - Totalschaden!
Mich als ehemaligen Stammkunden haben sie schon verloren.
Habe gerade meinen Bleigurt auf einem Flughafen liegen lassen müssen, um nicht 140,-€ Übergepäck zu zahlen. Die Sportgepäck-Freigrenze von 30kg für meine Tauchausrüstung wurde plötzlich nicht mehr gewährt. Dafür werden jetzt 20,-€ pro kg Übergepäck kassiert.
Essen gabs nicht - ist auf dem Hinflug alle geworden, stand deshalb auf dem Rückflug nicht mehr zur Verfügung.
Leute denkt an die berliner S-Bahn: als nächstes wird an der Wartung gespart. Dann wird´s gefährlich.
wenn nun auch schon Prominente ihre Flüge selbst bezahlen müssen, scheint es ernst um die Fluggesellschaft bestellt zu sein.
Hoffentlich kommt es nicht auch noch dazu, daß der Staat Vergünstigungen für Reiche streichen muß. Man stelle sich vor, alle hätten prozentual gleiche Steuern und Abgaben auf alle Einkommen und Vermögen zu leisten.
Undenkbar!
10 % der Steuerpflichtigen zahlen über 50% der Einkommenssteuer! Das sollten Sie nicht vergessen. Mit ein paar hundert lächerlichen Euro als Steuerabzug, da lachen sich einige drüber kaputt und für so ein marginales beitragen zum Steueraufkommen solch großes Mitspracherecht zu bekommen ist doch ein Zeichen der Demokratie ;-)
Es gibt Leute die zahlen effektiv tausende, zehntausende, hunderttausende oder Mio. Euro im Monat an Einkommenssteuer!
Immer Ball flach halten..
10 % der Steuerpflichtigen zahlen über 50% der Einkommenssteuer! Das sollten Sie nicht vergessen. Mit ein paar hundert lächerlichen Euro als Steuerabzug, da lachen sich einige drüber kaputt und für so ein marginales beitragen zum Steueraufkommen solch großes Mitspracherecht zu bekommen ist doch ein Zeichen der Demokratie ;-)
Es gibt Leute die zahlen effektiv tausende, zehntausende, hunderttausende oder Mio. Euro im Monat an Einkommenssteuer!
Immer Ball flach halten..
Wer wirklich reich ist fliegt nicht Air Berlin.
Bitte, geht dem Mehdorn doch nicht auf den Leim!
Natürlich erntet man mit dieser ersten Pressemeldung über die Streichung von Privilegien für Reiche nur Zustimmung.
Ein kluger Schachzug, aber das geschieht Zitat "vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des Unternehmens" und das bedeutet im Klartext: Abbau von Leistungen, Einsparungen und viele schmerzhafte Einschnitte.
Die Firma wird für den Aktionär umstrukturiert und nicht für den Fluggast.
Schon als Bahnchef hat Mehdorn Schienen verkauft, um bestimmte Strecken durch die Einsparungen an Nebenstrecken lukrativer zu bedienen. Das haut aber auch nicht hin, wenn es zu billige Fluglinien gibt. Bald wird das Benzin aber noch mehr kosten und dann werden die Bahnkunden wieder mehr werden. Diese Voraussage ist ja nicht schwer zu treffen.
Schon als Bahnchef hat Mehdorn Schienen verkauft, um bestimmte Strecken durch die Einsparungen an Nebenstrecken lukrativer zu bedienen. Das haut aber auch nicht hin, wenn es zu billige Fluglinien gibt. Bald wird das Benzin aber noch mehr kosten und dann werden die Bahnkunden wieder mehr werden. Diese Voraussage ist ja nicht schwer zu treffen.
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