Energiewende Das Stromnetz als lukrative Anlage
Wie überzeugt man Bürger von neuen Stromleitungen? Indem man sie ähnlich wie bei Bürgerwindparks finanziell beteiligt. Eine revolutionäre Idee aus Schleswig-Holstein
© Sean Gallup/Getty Images

Höchstspannungsleitung bei Freiwalde, Brandenburg
Für Manfred Lührs steht fest: Ohne eine finanzielle Beteiligung der Bürger wird die Energiewende nicht klappen. Der Windenergiepionier aus Süderdeich in Schleswig-Holstein denkt dabei vor allem an die Stromnetze im Norden.
Deren Ausbau ist dringend nötig. Allein Schleswig-Holstein fehlen 500 Kilometer Höchstspannungsnetz, um den Windstrom von der Küste zu den Verbrauchern zu transportieren. "Warum sollen sich die Menschen hier vor Ort nicht am Stromnetzausbau beteiligen – am Risiko, aber auch am Profit", fragt Lührs.
Der gelernte Ingenieur kennt sich aus in der Branche und in der Region. Der 55-Jährige ist Gründer eines Gutachter-Netzwerks für Windanlagen und hat zahlreiche Windparks an der Nordseeküste auf den Weg gebracht. "Lässt man die Bürger beim Netzausbau außen vor, dann werden sie die Stromnetzbetreiber mit Klagen überfluten", sagt er.
- Windenergie im Norden
Die Landesregierung plant einen massiven Ausbau der Windenergie. In den kommenden Jahren verdoppelt sich in Schleswig-Holstein die Fläche, die für Windparks vorgesehen ist, auf 1,5 Prozent der Landesfläche. Die Folge: Allein in den kommenden vier Jahren wird die das Windpotenzial an Land verdreifachen, auf etwa 9.000 Megawatt. Zählt man noch die Windanlagen auf See hinzu, könnte sich sogar die Kapazität vervierfachen. Dieser Strom muss in die Verbrauchszentren nach Süddeutschland abtransportiert werden.
- Das Schnellverfahren
Damit der Netzausbau zügiger voranschreitet, haben die Landesregierung, die Netzbetreiber und die Verwaltungen eine Beschleunigungsvereinbarung beschlossen. In nur vier Jahren, im Jahr 2015, soll bereits mit dem Bau einer Höchstspannungsleitung an der Westküste begonnen werden - ein ambitioniertes Unterfangen. Insgesamt benötigt das Land rund 600 Kilometer neue Höchstspannungsleitung. Um die Planungen zu beschleunigen, können die Netzbetreiber zwei Planungsverfahren (das Raumordnungsverfahren und das Planfeststellungsverfahren) kombinieren. Vier Landkreise, darunter Dithmarschen, bilden eine Pilotregion. Hier beteiligen Netzbetreiber und Verwaltungen die Bürger in einem informellen Verfahren.
- Die Info-Kampagne
-
Seit September 2011 informiert die Landesregierung zusammen mit den Netzbetreibern auf Regionalkonferenzen über die Ausbaupläne im Stromnetz. Dies geschieht, bevor die offiziellen Planungen begonnen haben. So können Bürger noch ihre Einwände und Wünsche geltend machen. Per E-mail konnten sie sich bis Ende 2011 direkt an das Wirtschaftsministerium wenden – eine Auswertung der Bürgerfragen findet sich auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums. Die Veranstaltungen stoßen – trotz der vielen technischen Details – auf großes Interesse in der Bevölkerung.
ZEIT ONLINE begleitet den ambitionierten Netzausbau in Schleswig-Holstein und berichtet seit Herbst 2011 regelmäßig darüber. Die aktuellsten Artikel finden Sie hier.
Die Idee, für die Unternehmer wie Lührs in Schleswig-Holstein werben, käme einer Revolution gleich. Sie nennt sich Bürgernetze und stammt von der Arge Netz, einem Zusammenschluss von Windparkbetreibern in Schleswig-Holstein. Wie bei einem Bürgerwindpark sollen Privatleute und Banken in eine GmbH &Co. KG investieren.
Die "Grünes Bürgernetz Westküste GmbH & Co KG" könnte zwischen 150 bis 300 Millionen Euro finanzieren und zusammen mit Übertragungsnetzbetreibern wie Tennet den Stromnetzausbau stemmen. Der Gesellschaft würde dann das Stromnetz gehören, der Netzbetreiber würde es von ihr pachten und betreiben.
"Die breite finanzielle Beteiligung der Menschen vor Ort erhöht die Akzeptanz des Stromnetzausbaus", sagt Martin Grundmann. Er ist Geschäftsführer der Arge Netz und verhandelt zurzeit mit Tennet und Behörden über die Idee. "Der Charme ist: Die Bürger werden an den Netzerlösen beteiligt", sagt Grundmann. "Sie sichern sich so ihre Altersvorsorge."
Was Grundmann, Lührs und zahlreiche Bürgermeister und Landwirte in der Region vorhaben, wäre einmalig in Deutschland. Bürgerwindparks, die kennt man. Und in immer mehr Orten gründen sich Energiegenossenschaften, in denen Bürger etwa ein Fernwärmenetz selbst finanzieren. Aber Bürgerstromnetze, noch dazu die Höchstspannungsebene, das ist neu.
Der zuständigen Regulierungsbehörde, der Bundesnetzagentur, hat Grundmann sein Bürgernetz bereits präsentiert. "Wir stehen der Idee offen und positiv gegenüber", sagt ein Sprecher. Zwar gebe es noch Details zu klären. "Aber es wäre eine sinnvolle Idee, die Akzeptanz neuer Strommasten zu erhöhen, indem die Bürger von den Netzrenditen profitierten."
- Datum 21.11.2011 - 12:09 Uhr
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Prinzipiell finde ich das eine interessante Idee. Mir ist nur nicht klar, warum der Staat die Netze zunächst privatisiert hat. Warum kann nicht die Allgemeinheit die neun Prozent Rendite behalten?
Vielleicht können die Politiker das Bürgernetz auf die Bahn übertragen, die dann eine staatliche Bahn für die Bürger sein kann, mit niedrigeren Preisen und/oder einer Bahncard für jeden.
....ist, weil es ein, wirtschaftlich gesprochen, ein privates Gut ist also ein Gut, das im Privatsektor effizienter produziert würde. Dazu müsste aber Konkurrenz sicher gestellt werden und eine Abhängigkeit von sowohl Subventionen als auch Preisregulierung vermieden. Das wird in Deutschland schwierig.
....ist, weil es ein, wirtschaftlich gesprochen, ein privates Gut ist also ein Gut, das im Privatsektor effizienter produziert würde. Dazu müsste aber Konkurrenz sicher gestellt werden und eine Abhängigkeit von sowohl Subventionen als auch Preisregulierung vermieden. Das wird in Deutschland schwierig.
den 4 Stromnetzbetreibern. Als Privatmann sind das märchenhafte Werte für eine wertgesicherte, risikolose Anlage!
Die Stromnetzbetreiber dagegen haben bisher wegen "nur" 10% regelmäßig gejammert u. geklagt.
An dieser Rendite ändert auch nichts daß die schwarzgelbe Regierung seit 1.1.11 Stromgroßverbraucher von jeglichen Durchleitungsgebühren befreit hat. In der Folge zahlen die Endverbraucher u. kleine Unternehmen eben 1 Ct/kwh mehr für ihren Strom.
Aber das ist eben die Politik von schwarzgelb: Absichern für die Zeit nach der Legislaturperiode u. die Abwahl. In großen Unternehmen die viel Strom verbrauchen sind die Jobaussichten eben besser als in Kleinunternehmen.
Hallo achimvr
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sicherlich, neun Prozent Rendite klingt attraktiv. Allerdings haben die Stromnetzbetreiber zukünftig auch immense Kosten zu stemmen, allein der Anschluss eines Offshore-Windparks - und zwar nur der Anschluss ans Stromnetz, nicht der Bau - kann bis zu einer Milliarde Euro kosten.
Viele Grüße
Marlies Uken
Hallo achimvr
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sicherlich, neun Prozent Rendite klingt attraktiv. Allerdings haben die Stromnetzbetreiber zukünftig auch immense Kosten zu stemmen, allein der Anschluss eines Offshore-Windparks - und zwar nur der Anschluss ans Stromnetz, nicht der Bau - kann bis zu einer Milliarde Euro kosten.
Viele Grüße
Marlies Uken
In Fachkreisen ist dies allerdings schon seit August bekannt, leider dauert es nur bis es zur Journaille vordringt. Wenn überhaupt...
http://www.n-tv.de/politi...
Strom wird für Kleinverbraucher teurer
In letzter Minute beschließt die Koalition im Rahmen des Atomausstiegs, große Unternehmen um Milliarden zu entlasten und von den Gebühren für Stromnetze zu befreien. Die Kosten dafür tragen vor allem kleine Betriebe und Privatkunden.
Dazu kann ich nur sagen
* selbst mal zu einem sogenannten 'regulierten' Stromanbieter
wechseln (z.Bsp. Flex Strom aus Berlin),
* und dann darauf setzen daß alle vertraglich zugestandenen
Preis-, Bonus etc. Zusagen eingehalten werden ..
Danach wundert man sich nicht mehr, über das hin- und herschaukeln
der Strompreisgestaltung bzw. der scheinbar 'offen regulierten'
Strompreise.
Bin wirklich gespannt, wie diese Themen weitergehen ..
Grüße
Die Karotte
Hallo achimvr
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sicherlich, neun Prozent Rendite klingt attraktiv. Allerdings haben die Stromnetzbetreiber zukünftig auch immense Kosten zu stemmen, allein der Anschluss eines Offshore-Windparks - und zwar nur der Anschluss ans Stromnetz, nicht der Bau - kann bis zu einer Milliarde Euro kosten.
Viele Grüße
Marlies Uken
die 10% Rendite bleiben.
Nicht vergessen darf man aber auch nicht daß die vier Netzbetreiber über 20 Mrd Euro an Durchleitungsgebühren pro Jahr einnehmen. Wenn nun gar 10 Mrd für den Neubau von Stromnetzen anfallen so verteilt sich auch das über viele Jahre.
Auch diese Investitionen werden mit 10% verzinst, und das garantiert u. geschützt vor jeder Hyperinflation.
Ich würde gerne solche Anteile zeichen!
Investitionskostenrechnung und Grundlagen der BWL beschäftigen.
Ihre Artikel zu EE in Ehren, aber da scheint es in fast allen Artikeln leichte Defizite zu geben.
Sicher haben sie Recht, dass aus der Vergangenheit nicht auf die Zukunft geschlossen werden kann. Sieht man besonders gut an den s.g. EE Fonds und der EE Industrie im Allgemeinen.
Aufhören sollte man jedoch bei diesem Satz "Der Charme ist: Die Bürger werden an den Netzerlösen beteiligt", sagt Grundmann. "Sie sichern sich so ihre Altersvorsorge."
Das ist imho das Totschlagargument schlechthin, und da kommen sie wieder richtig ins Spiel. Die Kosten für Wartung, Unterhalt und notwendige Neubauten werden anscheinend wieder vollkommen ausgeblendet, oder wie in der Vergangenheit zu optimistisch kalkuliert (http://www.manager-magazi...).
Auch die entstehenden Unsicherheiten, was passiert, wenn einige Bürgernetze in dem entstehenden Cluster aufgrund von Streitigkeiten oder finanziellen Unregelmäßigkeiten zusammenbrechen. Wer übernimmt dann die Kosten, wie wirkt sich das aus? Was passiet wenn sich aufgrund der Lohnentwicklungen in Europa und Deutschland im Besonderen, die angestrebten Einnahmen nicht mehr erzielen lassen.
Im Zusammenhang mit sicheren Investitionen im EE Bereich, zähle das Netz mal mit dazu, ist ein Blick zurück vielleicht nicht das Verkehrteste.
Sicherlich, neun Prozent Rendite klingt attraktiv. Allerdings haben die Stromnetzbetreiber zukünftig auch immense Kosten zu stemmen, [...]
Mit der Rendite werden aber keine Investitionen bezahlt, sondern man bezahlt damit das Geld, das man für die Investitionen benötigt.
Energieversorger bitten Investoren um Geld, also einen Kredit. Die Gläubiger wollen natürlich Zinsen haben und die fallen in Höhe der Rendite aus.
Der Haken an der Sache ist, dass international agierende Gläubiger ihr Geld am liebensten dort hin geben, wo die höchste Rendite versprochen wird. Derzeit ist das zum Beispiel die USA, wo der Investor eine deutlich höhere Rendite in der Energieversorgungsbranche bekommt als in Deutschland. Denkbar ist auch, dass das Geld in ganz andere Branchen fließt.
Wenn die Rendite zu niedrig ausfällt, dann gibt es kein Geld mit der man die Investitionen bezahlen könnte. Dann muss man selbst Geld zurücklegen und das kommt einem Unternehmen bzw. den Kunden teuerer zu stehen, denn Geld das herumliegt verliert an Wert. Das Unternehmen müsste die Ansparungen irgendwo anlegen, wo eine Rendite versprochen wird, damit der Wert erhalten bleibt. - Ein Teufelskreis.
Dass sich Frau Uken auf die Erwiderungen zu Ihrem Artikel/Kommentar nicht mehr weiter meldet spricht wohl für sich.
Denn Ihr Argument inkl. Ihr Kommentar liesse sich - falls zutreffend - auf fast alle kontroversen Großprojekte übertragen.
1. Beispiel Autobahnausbau-Berlin:
Warum keine Bürgerfinanzierung, um Akzeptanz zu schaffen?
Oder ist es so, dass es für Frau Uken "gute" und "schlechte" Infrastruktur gibt?
2. Bürgerfinanzierte Endlagerung in Gorleben...?
...10% Gewinn garantiert wird (und vor dem Gewinn gibt's ja soviele Möglichkeiten, Kosten zu generieren...) dann sollte
auch detaillierte Transparenz gefordert werden - Stromnetze
zeigen nun von Natur aus mal eher Strukturen von Monopolen u/o Oligarchien auf - andererseits haben Netzbetreiber - und
EVU - gesellschaftliche Verpflichtungen und Aufgaben zu
erfüllen!
Dann frgt man sich - und Herr Kurth zuallerst als Chef der
DENA!... - warum im Jahr 2005, beim tagelangen Netzcrash im
Münsterland einem Netzbetreiberumsatz von 18 Mia. € ganze
0,6 (nullkommasechs!) Mia. für Unterhalt und Ausbau ausgegeben wurden! Wobei der Netzkostenanteil am Strompreis ein gutes Drittel - erinnerlich 34 % - betrug...
die 10% Rendite bleiben.
Nicht vergessen darf man aber auch nicht daß die vier Netzbetreiber über 20 Mrd Euro an Durchleitungsgebühren pro Jahr einnehmen. Wenn nun gar 10 Mrd für den Neubau von Stromnetzen anfallen so verteilt sich auch das über viele Jahre.
Auch diese Investitionen werden mit 10% verzinst, und das garantiert u. geschützt vor jeder Hyperinflation.
Ich würde gerne solche Anteile zeichen!
Investitionskostenrechnung und Grundlagen der BWL beschäftigen.
Ihre Artikel zu EE in Ehren, aber da scheint es in fast allen Artikeln leichte Defizite zu geben.
Sicher haben sie Recht, dass aus der Vergangenheit nicht auf die Zukunft geschlossen werden kann. Sieht man besonders gut an den s.g. EE Fonds und der EE Industrie im Allgemeinen.
Aufhören sollte man jedoch bei diesem Satz "Der Charme ist: Die Bürger werden an den Netzerlösen beteiligt", sagt Grundmann. "Sie sichern sich so ihre Altersvorsorge."
Das ist imho das Totschlagargument schlechthin, und da kommen sie wieder richtig ins Spiel. Die Kosten für Wartung, Unterhalt und notwendige Neubauten werden anscheinend wieder vollkommen ausgeblendet, oder wie in der Vergangenheit zu optimistisch kalkuliert (http://www.manager-magazi...).
Auch die entstehenden Unsicherheiten, was passiert, wenn einige Bürgernetze in dem entstehenden Cluster aufgrund von Streitigkeiten oder finanziellen Unregelmäßigkeiten zusammenbrechen. Wer übernimmt dann die Kosten, wie wirkt sich das aus? Was passiet wenn sich aufgrund der Lohnentwicklungen in Europa und Deutschland im Besonderen, die angestrebten Einnahmen nicht mehr erzielen lassen.
Im Zusammenhang mit sicheren Investitionen im EE Bereich, zähle das Netz mal mit dazu, ist ein Blick zurück vielleicht nicht das Verkehrteste.
Sicherlich, neun Prozent Rendite klingt attraktiv. Allerdings haben die Stromnetzbetreiber zukünftig auch immense Kosten zu stemmen, [...]
Mit der Rendite werden aber keine Investitionen bezahlt, sondern man bezahlt damit das Geld, das man für die Investitionen benötigt.
Energieversorger bitten Investoren um Geld, also einen Kredit. Die Gläubiger wollen natürlich Zinsen haben und die fallen in Höhe der Rendite aus.
Der Haken an der Sache ist, dass international agierende Gläubiger ihr Geld am liebensten dort hin geben, wo die höchste Rendite versprochen wird. Derzeit ist das zum Beispiel die USA, wo der Investor eine deutlich höhere Rendite in der Energieversorgungsbranche bekommt als in Deutschland. Denkbar ist auch, dass das Geld in ganz andere Branchen fließt.
Wenn die Rendite zu niedrig ausfällt, dann gibt es kein Geld mit der man die Investitionen bezahlen könnte. Dann muss man selbst Geld zurücklegen und das kommt einem Unternehmen bzw. den Kunden teuerer zu stehen, denn Geld das herumliegt verliert an Wert. Das Unternehmen müsste die Ansparungen irgendwo anlegen, wo eine Rendite versprochen wird, damit der Wert erhalten bleibt. - Ein Teufelskreis.
Dass sich Frau Uken auf die Erwiderungen zu Ihrem Artikel/Kommentar nicht mehr weiter meldet spricht wohl für sich.
Denn Ihr Argument inkl. Ihr Kommentar liesse sich - falls zutreffend - auf fast alle kontroversen Großprojekte übertragen.
1. Beispiel Autobahnausbau-Berlin:
Warum keine Bürgerfinanzierung, um Akzeptanz zu schaffen?
Oder ist es so, dass es für Frau Uken "gute" und "schlechte" Infrastruktur gibt?
2. Bürgerfinanzierte Endlagerung in Gorleben...?
...10% Gewinn garantiert wird (und vor dem Gewinn gibt's ja soviele Möglichkeiten, Kosten zu generieren...) dann sollte
auch detaillierte Transparenz gefordert werden - Stromnetze
zeigen nun von Natur aus mal eher Strukturen von Monopolen u/o Oligarchien auf - andererseits haben Netzbetreiber - und
EVU - gesellschaftliche Verpflichtungen und Aufgaben zu
erfüllen!
Dann frgt man sich - und Herr Kurth zuallerst als Chef der
DENA!... - warum im Jahr 2005, beim tagelangen Netzcrash im
Münsterland einem Netzbetreiberumsatz von 18 Mia. € ganze
0,6 (nullkommasechs!) Mia. für Unterhalt und Ausbau ausgegeben wurden! Wobei der Netzkostenanteil am Strompreis ein gutes Drittel - erinnerlich 34 % - betrug...
die 10% Rendite bleiben.
Nicht vergessen darf man aber auch nicht daß die vier Netzbetreiber über 20 Mrd Euro an Durchleitungsgebühren pro Jahr einnehmen. Wenn nun gar 10 Mrd für den Neubau von Stromnetzen anfallen so verteilt sich auch das über viele Jahre.
Auch diese Investitionen werden mit 10% verzinst, und das garantiert u. geschützt vor jeder Hyperinflation.
Ich würde gerne solche Anteile zeichen!
... sind sehr viel geringer als mit 10% verzinst.
Von daher völliger Irrsinn Privaten einen derartigen Garantiezins zuzubilligen.
Entweder privat mit vollem Risiko oder staatlich. Aber privat ohne Risiko geht mal gar nicht.
Aber privat ohne Risiko geht mal gar nicht.
Wieso? Geht doch bei Atomkraftwerken auch.
Aber privat ohne Risiko geht mal gar nicht.
Wieso? Geht doch bei Atomkraftwerken auch.
Ich sehe eine Zukunft in der der Norden sich an Energiegewinnung dumm und dämlich verdient und der Süden sich durch die lange Verweigerungshaltung vom Norden abhängig gemacht hat. Dummerweise hatte sich der Süden vor einigen Jahrzehnten bei der Abschaffung des Länderfinanzausgleichs durchsetzen können.
der Norden importiert einfach den Strom aus Frankreich.
der Norden importiert einfach den Strom aus Frankreich.
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